Wenn die Lokalzeitung der Stadtverwaltung die Deutungshoheit überlässt

Die Wahrnehmung könnte unterschiedlicher nicht sein. Als „zugespitzt“ und „parteiisch“ empfindet Malte Zierden, ein Hamburger Influencer mit über einer Million Instagram-Followern, die Berichterstattung der „Stuttgarter Zeitung“ über ihn. Die Redaktion wiederum ist der Meinung, man habe eine Grundlage geliefert, auf der „jede(r) sich eine eigene Meinung bilden“ könne. Wer hat also recht?
Im Dezember 2025 hatte Zierden gemeinsam mit der Organisation Animal Rebellion Deutschland ein Video veröffentlicht, in dem er einen Taubentrick des Magiers Sergey Stupakov vom Weltweihnachtscircus Stuttgart als „Tierquälerei“ bezeichnete. Stupakov wollte das nicht hinnehmen und ging gegen das Video juristisch vor. „Sechs unwahre Äußerungen“ sollte Zierden unter anderem unterlassen und sich öffentlich entschuldigen. Zudem stellte das anwaltliche Schreiben ein mögliches Schmerzensgeld von 100.000 Euro in den Raum. Ein „Deal“, den Zier…

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