Höcke-Interview von Ben Berndt

Lasst uns „Ungeskriptet“ zum Anlass nehmen, über Medienaufsicht zu streiten. Aber nicht so.

Weil er eine Falschaussage von Björn Höcke in seinem Podcast richtigstellen soll, beschwert sich Ben Berndt lautstark über „Zensur“. Das Getöse um die Forderung der Landesmedienanstalt NRW übertönt eine wichtige Frage: Was bringt diese Form von Medienaufsicht überhaupt?

Der einzige Weg, wie aus diesem Elend vielleicht noch etwas Gutes entstehen könnte: Tobias Schmid, Direktor der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (LfM), muss in den Podcast „Ungeskriptet“ von Ben Berndt gehen. Das würde zwar noch mehr Marketing für einen Podcaster bedeuten, der sehr viel Wert darauf legt, nur ein Mikrofonhinsteller zu sein. Aber es bestünde immerhin eine winzige Chance, vor einem großen Publikum ein paar Missverständnisse auszuräumen und die ganze grenzenlose Aufregung über den vermeintlichen Abschied Deutschlands von Demokratie und Meinungsfreiheit wenigstens mit ein paar Fakten zu unterfüttern.

Was ist passiert? Die für Medienaufsicht zuständige LfM hat Berndt einen Brief mit einem „Hinweis“ zu seinem Podcast mit dem AfD-Politiker Björn Höcke geschickt. Es geht um Höckes falsche Aussage, dass die NS-Kampforganisation SA „kein Motto“ gehabt habe, also auch nicht den Slogan „Alles für Deutschland“, für dessen Verwendung Höcke verurteilt wurde. Bernd…

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