Konflikte in deutschen Redaktionen

Journalistinnen kritisieren „Doppelstandards“ bei Berichten über Israel und Gaza

Unsere Recherche zeigt: Deutsche Redaktionen berichten aus Sicht von Mitarbeitenden häufig unausgewogen über den Nahost-Konflikt. Es bräuchte einheitliche Standards, vielfältigere interne Debatten und eine ehrliche Aufarbeitung.
Exklusiv für Übonnenten
Improvisierter Supermarkt in einem Zelt zwischen Trümmern in Nordgaza im März 2015
Alltag in Beit Lahia in Nordgaza im März 2025 Foto: Imago/Middle East Images

Begleitend zu dieser Recherche hat Chefredakteur Alexander Graf hier darüber geschrieben, wie Übermedien auf die eigene Berichterstattung rund um den Nahost-Konflikt blickt.


Das von der Hamas verübte Massaker am 7. Oktober 2023 und die folgenden israelischen Angriffe auf Gaza beschäftigten in den vergangenen anderthalb Jahren auch deutsche Lokalredaktionen: Sie berichteten über Gedenkveranstaltungen und Angehörige der Opfer, lokale Diskussionsangebote und sogenannte pro-palästinensische Proteste.

Redakteurin Lena Schmitz (Name geändert) schien in ihrer Zeitung prädestiniert für das Thema: Sie hat Nahostwissenschaften studiert, versteht Arabisch und hat Freunde sowohl in Israel als auch in palästinensischen Gebieten. So erzählt sie es im Gespräch mit Übermedien. Viele Termine rund um das Thema fielen in ihren Aufgabenbereich, weil sie in ihrer Redaktion unter anderem für Religionsthemen zuständig ist.

Kollegen werfen Lokaljournalistin fehlende Distanz vor

Trotzdem forderten zwei ihrer Kollegen im Dezember 2023 in einem Brief, die Journalistin in Zukunft â€â€¦

1 Kommentare

  1. Danke für den Text.
    Hier werden glaube ich einige der kritischen Kommentare zum Kommentar von Stefan Mey obsolet.

    Ich denke eine ehrliche und transparente Aufarbeitung ist nicht nur dringend erforderlich, sie würde auch vielen Lesern helfen den Nahost Konflikt besser zu verstehen. Es könnte auch eine Stärkung der Ambiguitätstoleranz für die Leser sein.

    Hoffen wir einfach mal dass sich andere Medien diese Recherche zu Herzen nehmen und auch beim Nahost Konflikt wieder journalistisch sauber arbeiten.

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