Die „Enzyklopädie der Pilze“ ist ein Heft für alle, die Pilze so lieben, dass sie bei Text, Layout, Typografie und Bildauswahl ein Auge zudrücken können. Unsere Autorin, selbst Pilzsammlerin, hat es gelesen.
Ging der „Letter To America“ des Al-Quaida-Führers auf Tiktok viral? Oder ging er wegen der Empörung viral, weil der Brief auf Tiktok und Twitter kursierte? Unklar. Unsere Kolumnistin findet ohnehin: Wichtig wäre vor allem, die mögliche Wirkung und den Inhalt der Postings in die Reichweitengleichung mit einzubeziehen.
Die traditionsreiche Zeitschrift „Merian“ hat sich neu erfunden: als oberflächlich hochwertiger Reisekatalog. Journalismus wurde durch PR ersetzt – und Neugier durch die Sammlung von Klischees.
Falsch- und Desinformation zum Israel-Gaza-Krieg überschwemmen die Sozialen Medien so stark, dass die Plattformen an ihre Grenzen kommen. Der Kampf gegen Terrorismus und Antisemitismus wird auf X und Tiktok aktuell spektakulär verloren.
Das Magazin „weil.“ will Wirtschaft erklären. Die Zielgruppe könnte anspruchsvoller nicht sein. Das Heft ist für Kinder. Ein komplexes Thema kindgerecht vermitteln: Damit das gelingt, haben sich zwei Hochkaräter zusammengetan.
Wenn im „Sommerhaus“ der Kampf ums Essen eskaliert, funktioniert das RTL-Trashformat erstaunlich gut, um die Dynamiken großer gesellschaftlicher Konflikte anschaulich zu machen: Wieviel Egoismus verträgt eine Gemeinschaft?
Medien werben mit Zitatkacheln bei Instagram um die Aufmerksamkeit ihrer Leser:innen. Dabei reißen sie oft Aussagen aus dem Kontext – und lösen Hass und Empörung gegenüber denen aus, die zitiert werden. Unsere Kolumnistin fordert deshalb mehr Feingefühl von Social-Media-Redaktionen.
Ist der „Barbie“-Film nun ein spielfilmlanger Werbespot, der vermarktete Weiblichkeit als Girlboss-Feminismus verkauft? Oder schon jetzt ein Klassiker eines feministischen Kinos? Er fordert jedenfalls extrem unsere Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten. Und er ist faszinierend wie Plastik.
„Bild“ lässt den Ökonom nochmal sagen, was er dauernd sagt, eine Agentur macht daraus eine Meldung, dann steht es überall: Das Dramolett einer Nachrichtenverwertungskette in vier Akten.
Diese lebenden Statuen aus den Fußgängerzonen gibt es jetzt auch in verschärfter Form im Netz: NPC-Streamer leben davon, sich für kleine Gesten bezahlen zu lassen, und verbinden Anime- und Gamekultur mit süchtig machenden Spielmechanismen. Was soll das und wieso funktioniert es?
Die politische Kommunikation der Klimakrise besteht derzeit aus viel „was wir machen bringt nichts, wenn die anderen nicht mitmachen“, „wir machen schon ganz viel“, „machen wir mal halblang“ und „machen wir uns nichts vor“. Diese Taktiken zur Diskursverschiebung sind alle dasselbe Gehirnwaschmittel, nur in unterschiedlichen Härtegraden.
Hendrik Wüst und Friedrich Merz Stirn an Stirn, fast wie beim Wiegen vor einem Boxkampf: Mit diesem Bild illustrierten Medien den Richtungsstreit in der CDU. Dabei ist es weder aktuell, noch zeigt es eine Konfrontation. Geht das?