Zwei Jahre, drei Wünsche

Konfettiregen über unserem Logo. Das Ü in Übermedien sieht aus wie zwei brennende Kerzen.

Vor genau zwei Jahren haben wir Übermedien gegründet, am 13.1.2016, und anlässlich unseres Geburtstages haben wir heute drei Wünsche. Also, eigentlich haben wir noch viel mehr, aber wir wollen es ja nicht übertreiben.

Mehr Journalismus!

Wissen Sie noch, wie das anfing mit diesen „Fake News“, über die alle sprachen, und wie dann viele Redaktionen eilig Teams bildeten, um gegen diese „Fake News“ zu kämpfen? Überall wurden plötzlich Fakes entlarvt und Fakten gecheckt, insbesondere im vergangenen Jahr, was ja auch gut und schön ist, nur – einige Medien scheitern halt immer wieder selbst daran, Fakten richtig wiederzugeben, selbst dann, wenn sie einfach zu überprüfen wären.

Die Sache mit dem Ali-Baba-Spielplatz in Berlin, zum Beispiel, der angeblich unter Polizeischutz eröffnet wurde. Hatte mal jemand bei den Behörden angerufen und nachgefragt? Nö. Oder das Interview mit der Politikerin Elke Twesten, über das viele berichteten, sie habe es (grummelnd) abgebrochen, dabei war es einfach nur zu Ende. Hat es jemand nachgesehen, im Fernsehen, bevor es zur (Falsch-)Meldung wurde? Nö. Oder, kürzlich erst: die angeblich massenhaften „Tod den Juden“-Rufe bei der Anti-Israel-Demo am Brandenburger Tor. Es hat sie in diesem Ausmaß nicht gegeben. Aber es wurde so berichtet.

Es ist eine denkbar schlechte Konstellation: Journalisten werben einerseits für sich als Instanz, die der Schnelligkeit und dem Unsinn des Internets etwas entgegensetzen würden. Andererseits eilen sie dann doch atemlos mit und machen dabei vermeidbare Fehler. Das ist, sagen wir mal: eher nicht so gut für die Glaubwürdigkeit. Wir wünschen uns also, dass Journalisten nicht Tweets abpinnen und Geschichten der Konkurrenz ungeprüft übernehmen, sondern erst recherchieren und dann berichten, also: ihren Job machen.

Weniger Hass!

Ja, klingt wie ein frommer Wunsch nach Weltfrieden. Man muss ja nur ein paar Minuten durch Facebook spazieren oder ein paar Sekunden durch Youtube, und prompt wird einem schwindelig. Der Journalist Richard Gutjahr hat gerade beschrieben, wie das ist, wenn man beschimpft und denunziert wird, in seinem Fall: über Jahre. Und wie einsam man dabei werden kann, wenn einen Behörden und Konzerne im Stich lassen. Es ist ein bedrückender Text. Und ein beängstigendes Thema, das uns im kommenden Jahr und vermutlich auch danach noch weiter begleiten wird: Wie umgehen mit all dem Hass?

Gerade erst gab es zwei Geschichten, die eine Wutwelle ausgelöst haben, mit teils bizarren Zügen: Der Facebook-Post, in dem ein Mann aus Hamburg behauptete, Jugendliche mit Migrationshintergrund hätten seinen Hund mit Böllern in den Tod gejagt. Der Hass kam von beiden Seiten: Die einen nutzten die Geschichte, um pauschal Stimmung gegen Migranten zu machen; die anderen, um den Hundebesitzer des Fakes zu bezichtigen und als „Nazi“ zu beschimpfen. Die zweite Geschichte ist die um die Kika-Dokumentation über ein junges deutsch-syrisches Paar. Auch hier brechen sich Hass und Häme Bahn.

Das ist alles schwer anzusehen und, vor allem: schwer einzufangen. Darüber müssen wir debattieren, laut, leidenschaftlich. Nur eben nicht so besinnungslos wie teilweise über das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) von Heiko Maas, das gerade vielerorts verflucht wird. Das Absurde dabei: Selbst über Mittel gegen Hass wird oft mit geschwollenem Kamm diskutiert, statt sachlich Für und Wider abzuwägen. Sachlichkeit ist out. Wir wünschen uns deshalb, dass Debatten im kommenden Jahr weniger aufgeregt geführt werden.

Mehr Abonnenten!

Vor einem Jahr, zu unserem ersten Geburtstag, hatten wir rund 2.200 Abonnenten, und das hat uns wahnsinnig gefreut. Weil es zeigte, dass es viele Leute gibt da draußen, die professionelle Medienkritik unterstützen wollen. Nun, ein weiteres Jahr später, sind es rund 2.400 Abonnenten, und auch das freut uns, aber weniger als voriges Jahr. Denn unser Umzug von Blendle zu Steady hat uns einige Abonnenten gekostet. Wie das so ist, wenn man umzieht: manche sind dabei, andere nicht. Wir haben also derzeit lediglich 200 Abonnenten mehr als vergangenes Jahr und wünschen uns, noch mehr zu werden, um Ihnen noch mehr bieten zu können. Helfen Sie uns, Übermedien größer zu machen. Machen Sie also sich und uns ein Geschenk, und abonnieren Sie uns!

(An alle, die es schon gemacht haben: Ihr seid toll, danke!)


Abschließend möchten wir allen danken, die uns in den vergangenen zwei Jahren begleitet haben, insbesondere natürlich unseren Gastautoren und regelmäßigen Mitarbeitern. Gut, dass ihr da seid! Und danke auch an Steady für Support und Abwicklung unserer Abonnements.

Viele Grüße!
Stefan Niggemeier & Boris Rosenkranz

27 Kommentare

  1. Glückwunsch! Das Lesen eurer Artikel ist bereits zur Gewohnheit geworden – ihr seid eine feste Größe in meinem Feed. Wünsche euch weitere Abos! Ich hätte eigentlich mit einem größeren Wachstum gerechnet, doch ist das mit der Zahlungsbereitschaft für Online-Journalismus wohl noch immer so eine Sache. Dabei empfinde ich Steady auch als deutlich komfortabler im Vergleich zur ersten Lösung.

  2. Danke für Unglaubliches, Unterhaltsames, bestens Recherchiertes, Überraschendes … über Medien der letzten zwei Jahre. Dieses Abo habe ich nie bereut, auch wegen der teils bizarren Leserkommentare.

  3. Glück wünsche ich Euch wörtlich, also ein gutes Gelingen und Verwirklichen der Träume und Ideen.

    Ich finde toll, dass es Euch gibt – aber ich muß zugleich sagen, dass ich fürchte, die Steigerung der Abonnentenzahlen werde schwer werden: es gibt gar zu viele Tage, an denen man nichts Neues bei Euch findet und auch einige, die (zumindest mir) nicht rundum spannend sind.
    Pantelouris-Tage sind stets Glück-Tage.
    Niggemeier spendet oft Aha-Effekte, bereitet häufig Lesevergnügen, ist aber oft etwas arg gründlich (um nicht langatmig-umständlich zu sagen).
    Rosenkranz nimmt sich eher Themen an, die mich selten packen – und der Rest: ist – leider – Glücks-Sache.
    (Die gelegentlichen Video-Einlagen stoßen mich zurück – Barriere!)
    Und wenn ich dies alles bedenke, komme ich zum oben erwähnten, traurigen Schluß…
    (wobei mir die Mélange meinen Obolus wert ist – nur zu einem frohen Rühren der Werbetrommel reicht es eben nicht hin)

  4. Die Geburtstagsfeier wäre perfekt, wenn man sich mal langsam der Tatsache annehmen würde, dass der Kommentarbereich unter 80% der Artikel zu eine AFD-Troll-Spielwiese verkommt. das schreckt erntshafte Leser und potentielle Abonnenten ab.
    Wenn ich so was lesen will, geh ich auf Facebook ode Youtube. Oder lese WELT und FAZ und das Machwerk von Markwort. Oder folge Julian Reichelt.
    Aber hier ist das zunehmend störend, auch weil diese Kommentare nichts, aber auch gar nichts mit dem Artikel zu tun haben. traut man sich nicht, weil Klickzahlen generiert werden sollen? Ode hat man Angst vor dem Opfer-Gejammer? Jammern tut diese Klientel sowieso, da schadet ein klarer Cut überhaupt nicht.

  5. Herzlichen Dank für zwei Jahre hervorragenden Journalismus! Und weil ich eure Arbeit so schätze, habe ich mein Abo gerade in ein Unterstützer-Abo umgewandelt.

  6. Und noch einer: Herzlichen Glückwunsch!

    Vielleicht lasse ich mich demnächst ja doch mal dazu hinreißen, Euch außer meinen unendlich wertvollen Kommentaren auch mal ne Abozahlung zukommen zu lassen. Verdient hätte es diese Seite jedenfalls wie kaum eine andere.

  7. Ob linke oder rechte Kommentare, das ist mir egal. Mein hauptsächliches Interesse gilt den Beiträgen von Niggemeier, Rosenkranz & Co.
    Was mich aber stört, ist ein Ausufern des Streits unter wenigen Kommentatoren. Dieses ewige Hin und Her der Argumente, das dann oft persönlich wird, nervt mich.
    Nach drei Kommentaren unter einem Artikel von ein und demselben Kommentator sollte Schluss sein, wenigstens aber auf Moderation geschaltet werden.

  8. Auch von mir herzlichen Glückwunsch! Meine liebste Anlaufstelle für Unaufgeregtes, gründlich Recherchiertes und den bereits erwähnten Glückstag. :)

  9. Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag!

    Die beiden ersten Wünsche werden sich auf absehbare Zeit wohl leider nicht erfüllen. Ich hoffe aber und drücke die Daumen, dass Wunsch Nr. 3 (deutlich steigende Abonnentenzahlen) etwas wird.

    Da andere es ebenso halten, möchte auch ich die Gelegenheit für ein kleines Feedback und ein paar subjektive Anregungen nutzen:

    Insgesamt leistet Übermedien gute Arbeit. Persönlich würde ich mir aber etwas häufiger einen Blick „auf das große Ganze“ wünschen, und etwas mehr Theorie. Da es ja explizit auch um eine kritische Perspektive geht („Medien besser kritisieren“) könnte man beispielsweise häufiger Fragen nachgehen wie diesen:

    – Wieso kommt es immer wieder zu einem Medienversagen (ein paar Beispiele werden im Artikel ja genannt); was sind die naheliegenden „einzelfallübergreifenden“ Erklärungen?
    – Gibt es bestimmte Bereiche oder Themen, bei denen die Medien eher einseitig oder tendenziös berichten als anderswo? Und wenn ja: Gibt es dafür Erklärungen?
    – Gibt es neben banalen Gründen für Medienversagen (wie „Herdentrieb“ und einer gewissen „Nonchalance“ gegenüber der Wahrheit) auch systematische Verzerrungen?
    – Welche Stärken und Schwächen haben medienkritische Medien-Modelle wie das Indexing-Modell von Bennett und das Propagandamodell von Herman und Chomsky? Inwieweit lassen sie sich auf die deutsche Situation übertragen, und existieren im Hinblick auf die Anwendbarkeit wesentliche Unterschiede zwischen kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Medien?
    – Was müsste geschehen, damit Einseitigkeiten, blinde Flecken usw., die man in den Medien immer wieder trifft, deutlich reduziert werden?

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Solche theoretischen und teils „schweren“ Themen müssten nicht dominieren; aber ich persönlich meine, dass man sie häufiger anschneiden könnte als bisher.

  10. Es ist nur eine Kleinigkeit, mir aber gerade aufgefallen: Ich finde es gut, daß auch Steady es wie blendle früher mittlerweile schafft, einen nach dem Einloggen wieder zurück zum begonnenen Beitrag zu bringen. Bislang wurde man immer auf die Startseite zurückgeworfen.

    —0—

    Ihr habt vor einiger Zeit mal angekündigt, mehr Videos produzieren zu wollen. Großes Lob, daß ihr das nicht ausufern lasst. So gerne ich euch auch sehe, finde ich Texte deutlich angenehmer.

    —0—

    Auch ich würde mir mehr Beiträge wünschen. Allerdings muß man aber auch sagen, daß mir kein wichtiges Thema einfällt, das nicht aufgegriffen wurde. Bevor Content um des Contents Willen produziert wird: Lieber so.

    —0—

    Herzlichen Glückwunsch!

  11. Ein kleiner Nachtrag noch: ich bin übrigens auch ein großer Fan der Rubrik „Gutes Live“. Die ist so unscheinbar da unten versteckt und nicht kommentierbar und wird in recht unregelmäßigen Abständen befüllt, aber da finden sich immer mal wieder echte Perlen.

  12. Es gab doch hier bei den Übermedien eine Autorin, die sich in einer Rubrik speziell mit Angelegenheiten des Internet auseinandergesetzt hat. Warum ist die Rubrik nach nur wenigen Ausgaben schon wieder verschwunden?

    Gerade aktuell, wo in der öffentlichen Diskussion viel über die Verantwortung über Inhalte im Internet diskutiert wird, wäre so eine Rubrik doch wieder sehr interessant. Die öffentliche Wahrnehmung von Medien im Internet ist sehr einseitig, da wird das Internet bestimmt von großen Unternehmen wie Facebook, Twitter oder Google. Deshalb wäre eine kritische Rubrik in einem Magazin wie den Übermedien genau passend.

    Zum Beispiel sollte man mal über das Usenet schreiben. Das war schon ein soziales Netzwerk, als es diesen Begriff und als es das Web noch gar nicht gab, und vor allem ist es basisdemokratisch. Es gibt einen definierten Prozeß, wie über die Einrichtung oder die Löschung von Diskussionsgruppen abgestimmt wird. Der genaue Ablauf inklusive der berichtspflichten ist klar strukturiert und transparent. Es gibt keine einzelne Firma, die jederzeit die Regeln ändern oder den Laden ganz dichtmachen kann.

    Jedesmal, wenn ich auf Twitter ein Posting mit dem Hashtag #followerpower lese, denke ich entzürnt: Warum vernachlässigt ihr das Usenet so? Wenn ich ein Anliegen auf Twitter poste, ist das so, als würde ich ein Transparent an mein Fenster hängen und darauf hoffe, daß zufällig ein sachkundiger Passant vorbeikommt. Wenn ich dagegen mein Anliegen im Usenet in die richtige Gruppe poste, dann kann ich mit fachliche fundierten Antworten von Menschen, die sich speziell für dieses Thema interessieren, rechnen.

    Und überhaupt: Twitter. Vor ein paar Jahren verkündet die Bundesregierung, ihre Pressemitteilungen auch auf Twitter zu verbreiten. Die Journalisten meutern erst, aber inzwischen ist Twitter in Deutschland die zentrale Plattform Kurznachrichten zwischen Journalisten geworden. Da hat die Bundesregierung dem Unternehmen Twitter mal eben eine große Zahl sehr aktiver Anwender beschert.

    Aber keiner fragt mal: War denn so eine Freihand-Vergabe der Bundesregioerung an Twitter überhaupt rechtens und richtig? Hätte die Bundesregierung nicht ihren Bedarf an Microblogging öffentlich ausschreiben müssen? Finden wir als demokratisch organisierte Gesellschaft es richtig, daß die Bundesregierung nach Gutdünken dieses eine Unternehmen auswählt, ihren Microblogging-Bedarf zu erfüllen?

    Wenn die Bundesregierung die Leistung ausgeschrieben hätte, wäre vielleicht ein IT-Dienstleister zum Zuge gekommen, der für die Bundesregierung einen NNTP-Server aufgesetzt hätte (also quasi Usenet im Kleinen), in dem die Bundesregierung das Recht zum Eröffnen von Threads gehabt hätte und alle anderen Anwender das Recht zum Reply.

    Doch auch, wenn man Microblogging zwischen im Web, also per HTTP, betreiben will, stellt sich die Frage, warum kein offener Standard verwendet wurde. Es gibt beim Standardisierungsgremium W3C die Open-Status-Gruppe. Auf Basis der im W3C verabschiedeten Standards arbeitet zum Beispiel die Microblogging-Software GNUsocial, die aufgrund der verwendeten offenen Standards mit anderen Microblogging-Plattformen interagieren kann. Das ist so ähnlich wie Blogs: Die können von jedem selbst gehostet werden, sind also dezentral, gleichwohl können Blogs über Blogrolls aufeinander verweisen und können Blogposts über Pingbacks aufeinander referenzieren. Twitter kann das nicht, Twitter ist eine zentralistische Anwendung, sie ist prohibitiv nach außen abgeschlossen. Twitter sieht zwar eine API für Fremdsoftware vor, aber keine Zusammenarbeit mit anderen Microblogging-Plattformen nach offenen Standards. Außer daß es im Web ist (also HTTP und HTML) erfüllt Twitter gar keine Standards. Es ist ein proprietärer Dienst nach Gutdünken der Firma Twitter Inc.

    Auch die Gesetzgebung geht offensichtlich von „Sozialen Netzwerken“ aus, die von großen Firmen zentral geführt werden. Wie würde die gesellschaftliche Diskussion aussehen, wenn wir als individuelle Internet-Nutzer den großen Firmen die Macht entziehen und uns mehr auf selbstverwaltete dezentrale Netzwerke konzentrieren würden? Wenn statt der Nutzung von Twitter jeder seinen eigenen Microblogging-Server hosten und nach dem OStatus-Protokoll mit den anderen interagieren würde? Wenn wir unsere Videos nicht bei Youtube und unsere Photos nicht bei Instagram hochladen würden, sondern wir diese Medien über Peer-to-Peer-Netzwerke verbreiten würden?

    Speziell über die OStatus Community Group weiß ich bislang nur oberflächlich Bescheid, damit scheint dies ein sehr interessantes Thema zu sein. Da wäre es doch toll, bei dem Übermedien Artikel darüber zu lesen, wie dezentrale soziale Medien auf diesem Standard aufbauen können, wie die Definitionen darin genau aussehen und wie man solche Medien effektiv nutzen kann.

  13. Auch von mir als stille Leserin die besten Wünsche und ein großes donnerndes „Dankeschön“ für die vielen vielen guten Beiträge.
    Euer Blog ist eine regelmäßige Anlaufstelle für mich.

    Auch wenn mich manche Themen nicht gleich interessieren, aber kurz reingeguckt wird in jedem Beitrag.

    Das nicht jeden Tag ein neuer Beitrag erscheint ist für mich ok. Stress und Hektik machen die anderen Medien bereits genug. Lieber alle paar Tage einen guten und längeren Artikel, als jeden Tag klickklickklickTerror.

    Von mir gibt es einen „Daumen hoch“ und „weiter so!“

  14. Es gibt zwar in Sachen Medienkritik den einen oder anderen Problembereich, der mir hier zu kurz kommt. Trotzdem ist ÜM zu einer wertvollen Perle geworden, zu deren Geburtstag ich den Machern voll Respekt gratuliere und für die ich nur höchste Anerkennung ausdrücken kann.

    Und Pantelouris ist einen Winterkorn wert. Jeder Printchef sollte seinem Gefolge empört die Frage stellen: Wieso haben/können die das und wir nicht?

  15. Ihr liefert seit 2 Jahren mega ab zum Preis von einem Latte matschato im Monat. Wo sind die Massen, wenn man sie mal braucht? Alles Gute euch.

  16. Ich vermisse wirkliche Medienkritik:
    – Kritik/ Aufschrei gegen das Messen mit zweierlei Maß
    -Kritik/ Aufschrei gegen das alberne, einseitige, unbgründete und hetzerische Putin- und Russlandbashing
    – Kritik/ Aufschrei gegen das pseudokritische Recherche-Netzwerk mit dem Extremismusexperten Mascolo
    – Kritik/ Aufschrei gegen die fehlende Auseinandersetzung mit der Parteilichkeit der ÖR und den Lücken in der Berichterstattung
    – Kritik/Aufschrei und keine Auseinandersetzung zur Ausgrenzung und Stigmatisierung von Abweichlern des Mainstreams
    – Kritik/ Aufschrei gegen die massenhafte Überwachung durch Geheimdienste, Staat und Konzerne
    – Kritik/Aufschrei gegen die Meinungsmache für die Aufrüstung wegen vermeintlicher Bedrohung durch Russland
    – Kritik/ Aufschrei gegen die Menschenrechtsverletzungen im Westen
    – Kritik/Aufschrei gegen die Ungerechtigkeiten und Ausgrenzungen innerhalb der EU z. B. der Balkanländer
    – Kritik/Aufschrei gegen die Einmischung des Westens in die Politik souveräner Staaten
    Kritik/ Aufschrei gegen Rüstungsexporte, wahre Fluchtursachen und verbrecherische Handelsverträge
    -Kritik/Aufschrei gegen die Gedankenpolizei durch Privatunternehmen und Konzerne
    – Systemkritik
    -Kritik/ Auseinandersetzung mit rechten Praktiken unserer christlichen und sozialen Parteien in Deutschland und Europa im Verhältnis zu den Parolen der sogenannten Populisten
    – Kritik/Aufschrei gegen unbewiesene Tatsachenbehauptungen, Vorverurteilungen, rechtswidrige Sanktionen und Gegenschläge, die westlichen Werten und Rechtstaatlichkeit eklatant wider- sprechen
    – Aufruf zum Frieden und gegen Meinungsmache

    Wenn keine echte Medienkritik bei Übermedien passiert, sondern nur Staub auf Nebenschauplätzen zur Ablenkung von dramatischen Verwerfungen inszeniert und wahrnehmbar wird, der den Mainstream damit wohlwollend einhegt und entschuldigt, bleibt nur der Eindruck einer unüberhörbaren Andienung an die Fleischtöpfe der ÖR.

  17. Wozu sollte irgendjemand Übermedien abonnieren? Wenn ich pseudo-kritische Beiträge von linken, staatstragenden Medienjournalisten will, kann ich auch „ZAPP“ gucken. Und das muss ich mit meinen Zwangsgebühren sowieso bezahlen – ohne dass ich mich dagegen wehren kann.

  18. Herzlichen Glückwunsch auch von mir!
    Ich lese seit vielen Jahren die Beiträge von Stefan Niggemeier und freue mich, als Abonnentin einen kleinen Teil zurückgeben zu können.

    großartiges Team. gute Recherche. lesenswerte Artikel.
    liebenswerte Kolumne. täglicher Zeitvertreib. vielen DANK.

  19. Meine Wünsche fürs dritte Jahr: Relevant(er) werden!

    An diesen Yellow-Press-Blättchen würde ich mich an eurer Stelle nicht so abbarbeiten. Das ist ohnehin unbedeutendes Zeugs. Wer das liest, liest das hier nicht. Übermdien schumpft an solchen nicht satisfaktionsfähigen Gegnern. Such auch die Großen aus, da gäbe es genug zu kritisieren.

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