Die zwei Welten des MDR

Regionalmarketing schlägt Journalismus

Der MDR-Intendant kann es sich nicht erklären: Einerseits genießt sein Sender immer noch hohe Akzeptanz. Andererseits gewinnt bei der Wahl in Sachsen-Anhalt eine Partei, die den MDR abschaffen will. Dabei muss man nur ins Programm schauen, um diesen Widerspruch zu verstehen.
MDR-Moderatoren Seibert-Daiker und Imhof vor Ort in Aseleben
MDR-Moderatoren Seibert-Daiker und Imhof vor Ort in AselebenScreenshot: ARD Mediathek

Es ist ein sommerschöner Tag im Juli, als der MDR seine mobile Bühne mit den Zeltinseln am kleinen Hafen von Aseleben in Sachsen-Anhalt aufbaut, um einen ganzen Abend mit den 496 Bewohner:innen des Ortsteils am Süßen See zu feiern. Das mitgebrachte MDR-Sinfonieorchester spielt zum Auftakt die Eurovisionshymne und begleitet anschließend den Partychor „Mansfeld-Südharz Singt“ beim Song „Tage wie dieser“ von den Toten Hosen. „Was ein fulminanter Gänsehautauftritt!“, begrüßt Felix Seibert-Daiker danach das Publikum der MDR-Sendung „Hol dir deine Show!“, bevor sein Co-Moderator Peter Imhof ergänzt: „Da liegt was ganz Besonderes in der Luft heute.“ Denn an diesem Samstag ist in Aseleben „Die große Nacht der Chöre“. Und der MDR ist live dabei.

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