Wirkt sich die politische Zäsur in Sachsen-Anhalt auch auf die Wahlabend-Sendungen aus?
„Es waren Sendungen, in denen die AfD sehr stark normalisiert wurde“, findet der Kulturjournalist Johannes Schneider von der „Zeit“. Mit unserem Podcast-Host Holger Klein spricht er darüber, was gut und was schlecht lief im Fernsehen. Und ob sich diese Wahlabend-Runden nun ändern müssen.
Johannes Schneider, Redakteur im politischen Feuilleton der „Zeit“Foto: Roman Pawlowski
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Es sei eine „relativ gut schnorrende Sendungsmaschine“ gewesen, sagt Johannes Schneider. Der Kulturjournalist und Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ hat sich am Wahlabend die Berichterstattung von ARD und ZDF über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angesehen. Seine Kritik: Es seien Sendungen gewesen, „in denen die AfD sehr stark normalisiert wurde“. An verschiedenen Stellen, sagt Schneider, hätte er lieber „ein widerständigeres Fernsehen gesehen“. Doch die Kollegen seien sehr in der Deckung geblieben.
Er wolle dafür niemandem die Schuld geben. Die Position des Medienkritikers sei immer auch bequem, findet Schneider. Er sei sich dessen bewusst, wie anspruchsvoll es sei, solche Gesprächsrunden zu leiten, Interviews zu führen, gerade live im Fernsehen.
Über eine Stelle aber wunderte er sich besonders: Als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund offen die ARD angriff. Das sei die Chance gewesen für den Moderator, selbst zum Protagonisten zu werden, sich zu wehren. Stattdessen sei der einfach schnell übergegangen zur nächsten Frage – als sei das alles ganz normal.
Wie war der Wahlabend insgesamt? Haben die TV-Journalisten versagt? Hätten sie stärker eingreifen müssen? Und: Ist es grundsätzlich veraltet, wie Politiker nach solchen politischen Ereignissen interviewt werden? Darüber spricht unser Podcast-HostEine Person, die ein Podcast- oder Videoformat moderiert und Gäste interviewt oder... Holger Klein mit Johannes Schneider in der neuesten Folge von „Holger ruft an …“.
Der Gesprächspartner
Johannes Schneider ist Diplom-Kulturwissenschaftler. Er hat Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und German Studies in St. Louis studiert und war Volontär beim „Tagesspiegel“. Seit 2018 ist er „Zeit“-Redakteur, seit 2024 im Ressort Politisches Feuilleton. Er berichtet regelmäßig auch über Medien.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
No comment?
Um kommentieren zu können, müssen Sie Übonnent sein.