Kulturjournalismus

Caroline Wahl kauft sich eine Tasche und geht mit allen spazieren

Natürlich könnten Journalisten die Bücher von Caroline Wahl rezensieren. Oder die Autorin in Interviews dazu befragen. Lieber treffen Feuilletonisten sie aber in St. Moritz oder sonstwo, um ihr seit Jahren die immer gleichen Fragen zu stellen – zu Autos, Geld und ihrem angeblichen Größenwahn.

Verlässlich wie Lebkuchen im spätsommerlichen Supermarktregal erscheint jedes Jahr ein (Bestseller-)Roman von Caroline Wahl. Seit 2023 geht das schon so. Und alle Jahre wieder wollen die Kulturredaktionen des Landes erneut erkunden, wer diese erfolgreiche Autorin denn nun ist. Eine arrogante Größenwahnsinnige? Eine selbstbewusste Durchstarterin? Eine konsumgetriebene Luxusliebhaberin? Jedes Jahr dasselbe. 

Ende August ist Wahls vierter Roman erschienen und auch dieses Mal haben sich die wenigsten Medien mit einer einfachen Rezension begnügt. „Spiegel“, „Süddeutsche Zeitung“, „Zeit“, der Schweizer „Tagesanzeiger“ – sie alle trafen die Autorin, um kurz mit ihr über ihr neues Buch zu sprechen. Und dann sehr lange über Geld, Autos, Erfolg.

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