„Viele Leute sind total dankbar, wenn man ihnen Dinge mal erklärt“
Im Podcast „Lage der Nation“ unterhalten sich Philip Banse und Ulf Buermeyer jede Woche sehr ausführlich über Politik – und kommen damit auf Millionen Downloads. Denn komplizierte Themen in Ruhe aufgedröselt zu bekommen, hilft gegen Nachrichtenstress.
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(Sie können den Podcast auch über die Plattform oder App Ihrer Wahl hören. Hier ist der Feed.)
Bevor die Hosts vom Politik-Podcast „Lage der Nation“ ein Thema in ihren Podcast aufnehmen, muss ein wichtiger Punkt erfüllt sein: Sie wollen bis ins Letzte verstanden haben, worüber sie reden. Eigentlich sollte das ja für alle JournalistPerson, die Informationen recherchiert, prüft und anschließend der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt,...:innen gelten. Aber in der schnellen, tagesaktuellen Berichterstattung ist das oft gar nicht möglich.
Philip Banse hat das als Hauptstadt-Korrespondent im Deutschlandradio selbst erlebt. Vor zehn Jahren hat er deswegen mit der „Lage der Nation“ einen eigenen Politik-Podcast gegründet, zusammen mit dem promovierten Juristen Ulf Buermeyer. Jede Woche reden die beiden anderthalb bis zwei Stunden über aktuelle politische Themen – genug Zeit, um auch mal eine halbe Stunde lang einen einzigen Gesetzesentwurf zu analysieren.
Diese Liebe zu komplexen Details trifft einen Nerv: „Die Lage“ gehört zu den beliebtesten Politik-Podcasts in Deutschland und füllt bei Live-Shows große Hallen. Der Podcast kommt laut Machern auf bis zu zwei Millionen Downloads pro Monat. Er finanziert sich über Werbung, Spenden, Mitgliedschaften und Live-Veranstaltungen.
Themen zu ordnen und zu verstehen, helfe ihm dabei, mit den vielen negativen Meldungen und Krisen in der Welt umzugehen, sagt Philip Banse. Ihr Podcast sei „Gesprächstherapie“ – auch für die Hörerinnen und Hörer.
Philip Banse ist Journalist und war viele Jahre Reporter im Hauptstadtstudio des Deutschlandradios. Er hat Geschichte, Politik und Russisch in Hamburg studiert. Schon 2005 startete er mit Freunden den Podcast „Küchenstudio“ und gründete später ein eigenes Podcast-Label. Thematisch beschäftigt Philip sich vor allem mit den Auswirkungen der Digitalisierung, kümmert sich aber auch um Umwelt- und Bildungsthemen.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Deswegen spricht sie im Podcast „Nice & Nötig“ mit Menschen, die in Medien und Journalismus etwas richtig Gutes auf die Beine stellen – und damit uns alle weiterbringen.
Danke für das erhellende Gespräch. Nice und nötig.
Und die Empfehlung für Journalismus Geld auszugeben, gebe ich seid Jahren gerne weiter, weil ich tatsächlich auch mal was erklärt haben möchte.
Bei euch hatte ich schon öfter, dass ich Euren entschleunigten Blick und Einordnung auf Themen als sehr angenehm empfand. Und Uebermedien wirkt.
Bitte weiter machen.
Ich schaffe es ziemlich erfolgreich mich den gehetzten Medienmeldungen zu entziehen. Auf meinem Smartphone poppen keine Eilmeldungen auf. Bei den meisten Nachrichten warte ich ab, bis sie eingeordnet werden und lasse mich nicht durch Vermutungen hetzen.
Meint Tipp für sehr reduzierte Berichterstattung, die aber trotzdem sehr aktuell ist, ist der der „ARD-Text“, den es auch als App gibt. Keine Bilder, wenige Worte. Manchmal zu viel Sport für meinen Geschmack, aber was ist schon perfekt auf dieser Welt?
… und die Hostin sollte mal ihren Sprichwortschatz überarbeiten: Eine Kehrtwende hat 180° und keine 360°. Und etwas brennt unter den Nägeln, und nicht im Herzen.
Zu #2:
Liebe Christine,
danke für den Tipp. Und ja, völlig richtig: Meine Mutter beklagt seit Jahren, dass ich ständig Sprichwörter und Redensarten durcheinanderwerfe. Ob ich das noch lerne?
Herzliche Grüße,
Annika
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Danke für das erhellende Gespräch. Nice und nötig.
Und die Empfehlung für Journalismus Geld auszugeben, gebe ich seid Jahren gerne weiter, weil ich tatsächlich auch mal was erklärt haben möchte.
Bei euch hatte ich schon öfter, dass ich Euren entschleunigten Blick und Einordnung auf Themen als sehr angenehm empfand. Und Uebermedien wirkt.
Bitte weiter machen.
Ich schaffe es ziemlich erfolgreich mich den gehetzten Medienmeldungen zu entziehen. Auf meinem Smartphone poppen keine Eilmeldungen auf. Bei den meisten Nachrichten warte ich ab, bis sie eingeordnet werden und lasse mich nicht durch Vermutungen hetzen.
Meint Tipp für sehr reduzierte Berichterstattung, die aber trotzdem sehr aktuell ist, ist der der „ARD-Text“, den es auch als App gibt. Keine Bilder, wenige Worte. Manchmal zu viel Sport für meinen Geschmack, aber was ist schon perfekt auf dieser Welt?
… und die Hostin sollte mal ihren Sprichwortschatz überarbeiten: Eine Kehrtwende hat 180° und keine 360°. Und etwas brennt unter den Nägeln, und nicht im Herzen.
Zu #2:
Liebe Christine,
danke für den Tipp. Und ja, völlig richtig: Meine Mutter beklagt seit Jahren, dass ich ständig Sprichwörter und Redensarten durcheinanderwerfe. Ob ich das noch lerne?
Herzliche Grüße,
Annika