Notizblog (56)

Hauptsache, es waren Syrer

Die Debatte über die Nennung der Nationalität von Straftätern ist mühsam. Auch weil sie ständig aufs Neue von Leuten befeuert wird, die das Thema auf der Grundlage falscher Annahmen diskutieren. Wie nun der stellvertretende „Welt“-Chefredakteur Olaf Gersemann.
Screenshot eines „Welt+“-Kommentars mit der Überschrift „Sagen, wer Syrer ist“ von Olaf Gersemann, der auf dem Artikel-Foto abgebildet ist.
Ist kein Syrer: Olaf Gersemann, stellvertretender „Welt“-ChefredakteurScreenshot: Welt

Die Debatte darum, in welchen Fällen Medien die Nationalität von Straftätern nennen sollen, ist aus zwei Gründen mühsam: einem guten und einem schlechten. 

Der gute Grund ist, dass es sich um ein komplexes Thema ohne einfache Antworten handelt. Der Pressekodex warnt vor der Gefahr, „dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täterinnen und Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt“. Diese Gefahr i…

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