Über Rügen (13)

Die verletzte Ehre des Anas Al-Sharif

Der palästinensische Reporter starb bei einem gezielten Schlag des israelischen Militärs in Gaza. Israel verunglimpfte ihn als Hamas-Terrorist, obwohl es dafür keine stichhaltigen Belege gibt. Medien übernahmen die Behauptung trotzdem, auch die „Jüdische Allgemeine“ in einem Kommentar. Das hat der Presserat nun gerügt. Er sieht in dem Text einen „massiven“ Angriff.
Eine Frau hält bei einer Demonstration ein Foto von Anas Al-Sharif hoch. Er trägt einen Helm und eine Schutzweste mit der Aufschrift „Press“.
Demonstration in Paris, August 2025.Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

Eine Drohne, ein gezielter Angriff – und anschließend waren sechs Journalisten tot. Mitte August 2024 jagte die israelische Armee (IDF) ein Zelt nahe dem Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt in die Luft, das mehreren Reportern als provisorischer Arbeitsplatz diente. Die Attacke galt vor allem einem von ihnen: Anas Al-Sharif, er wurde 28 Jahre alt. An seiner Seite starben drei seiner Kollegen des katarischen Senders Al-Jazeera, für den er zum Zeitpunkt seines Todes arbeitete, und zwei freie Journalisten.

Al-Sharif war einer der bekanntesten palästinensischen Journalist…

Ein Kommentar

  1. Es stimmt: Der Antisemitismus nimmt global zu. Leider sind diejenigen, die sich den Kampf gegen ihn plakativ auf die Fahnen schreiben, daran nicht immer unschuldig. Wer den Antisemitismusvorwurf missbraucht, um gerechtfertigte Kritik zu delegitimieren, erreicht letztlich das Gegenteil und schützt irgendwann dadurch die echten Antisemiten.

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