Vernachlässigtes Thema

Hitze macht Schlagzeilen, Kälte tötet leise

Im Sommer warnen Medien, veröffentlichen Ratgeber und zählen Hitzetote. Im Winter, wenn statistisch deutlich mehr Menschen sterben, bleibt es vergleichsweise still. Warum Kälte als Gesundheitsrisiko in Medien kaum eine Rolle spielt – und was Statistik damit zu tun hat.
Berlin im Januar 2026: Die Spree ist von einer Eisschicht bedeckt. Foto: IMAGO/Florian Gärtner

Es ist ein Bild, das sich jeden Sommer wiederholt: Wetterkarten leuchten in dunklem Rot, Nachrichtensprecher reden von „Extremhitze“, Schlagzeilen warnen vor der „Hitze-Hölle“. Im Sommer 2025 titelte „Bild“ etwa: „Jetzt kommt die Hammer-Glut“, „Focus Online“ warnte, der „Sahara-Glutofen“ komme erst noch – und RTL machte Quote mit einem „RTL aktuell Spezial“ namens „Glutofen Deutschland“.

Die Sprache ist drastisch, der Ton alarmistisch – und diese Dramatisierung hat tatsächlich eine reale Grundlage: Das Robert Koch-Institut (RKI)

1 Kommentare

  1. Also unter den Kachelmannwetter-Videos auf YouTube wird man gerne belehrt, dass Winter im Februar nun mal normal ist und früher das noch normaler war. Warum man darüber berichten müsse. Schön, hier mal ein paar Gründe mit Verlinkung an die Hand zu bekommen, danke!

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