Wie das ZDF seine Programme mit altem Trödel vollrümpelt

Horst Lichter in seiner Paraderolle als Fernseh-Onkel Foto: ZDF

Das ZDF hat im vergangenen Jahr fünf Wochen, vier Tage und 15 Stunden lang „Bares für Rares“ ausgestrahlt. Insgesamt liefen 2017 im ZDF und bei ZDF neo 1211 Folgen der Show, in der unauffällige Menschen vermeintliche Schmuckstücke aus ihren Wohnungen ins Fernsehen bringen, um sie, nachdem sie von Experten begutachtet und von Horst Lichter besprochen wurden, an Händler mit Dialekt zu verkaufen.

1211 Folgen in einem Jahr, das sind ungefähr 1210 Folgen mehr, als man von „Bares für Rares“ gesehen haben muss, um alles von „Bares für Rares“ gesehen zu haben. Der Ablauf ist immer gleich. Die Gegenstandbesitzer erzählen in die Kamera, was sie da für einen Gegenstand haben und was sie hoffen, dafür zu bekommen. Moderator Horst Lichter fragt sie, was sie da für einen Gegenstand haben und was sie hoffen, dafür zu bekommen. Der Experte sagt ihnen, was sie da für einen Gegenstand haben und was sie dafür wohl bekommen können. Dann bekommen sie eine „Händlerkarte“ in die Hand gedrückt, die ihnen Zugang zu einem anderen Raum mit Backsteinwänden gestattet, aber erst, nachdem sie noch zweimal in die Kamera gesprochen haben: Wie zufrieden sie mit der Expertenschätzung waren und was sie nun von den Händlern erwarten.

Im Händlersaal schauen sich nun fünf Händler den Gegenstand an und bieten auf ihn, müssen dabei aber auf die Expertise der Fachleute und die verbindlichen Worte von Horst Lichter verzichten. Am Ende erzählen die Gegenstandbesitzer noch einmal in die Kamera, dass sie doch ganz zufrieden waren mit dem, was sie für den Gegenstand bekommen haben. Das wiederholt sich, bis die Sendezeit vorbei ist.

Fünf der beliebten Händler: Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Ludwig Hofmaier und Walter Lehnert (von links)Foto: ZDF

Die Sendung lebt, soweit man davon sprechen kann, vom Schurrbart Horst Lichters und der Schrulligkeit der Händler. Einer der Running Gags, soweit man davon sprechen kann, ist, dass einer der Händler seine Gebote immer mit 80 Euro eröffnet. Sie nennen ihn deshalb „80-Euro-Waldi“. Ja.

Weniger als bei „Bares für Rares“ ist selten im Fernsehen passiert. Das wäre nicht so schlimm, würde sich dieses bräsige Nichts nicht unaufhaltsam im Programm ausbreiten.

Die Sendung begann im August 2013 als sechswöchiges Experiment, sonntags um 13:15 Uhr als Mittagsschlafangebot des Senders. Ab Juli 2014 erhöhte das ZDF die Dosis: Die Sendung wurde nun montags bis freitags ausgestrahlt, zunächst vier Wochen lang, als Sommerpause. 2015 dehnte der Sender die Trödelsaison auf die Zeit vom 18. Mai bis zum 11. September aus. Seit 28. Dezember 2015 wird durchgängig werktäglich im ZDF getrödelt.

Parallel dazu hat der Sender seinen Krimi-Ableger ZDF neo mit der Horst-Lichter-Show vollgerümpelt. Dort lief „Bares für Rares“ schon 2013 im Mittags- und Vormittagsprogramm, ab 2014 teilweise täglich. Im Mai 2016 begann der Sender, gleich vier Folgen täglich zu zeigen: zwei am Vormittag, zwei am Vorabend. Dort holen sie seitdem regelmäßig Quoten, die über dem Durchschnitt des einst ambitionierten Kleinsenders liegen.

Inzwischen füllt das ZDF eine Programmfläche so groß wie das Saarland mit der Sendung. Um dafür nicht ausschließlich auf neue Folgen und deren Wiederholungen zurückgreifen zu müssen, hat der Sender ein Konzept der Umverpackung entwickelt: Unter dem Namen „Bares für Rares – Lieblingsstücke“ kommentieren die Experten aus der Sendung Ausschnitte aus der Sendung und fügen so der vielfachen Besprechung des Nichts eine weitere Ebene hinzu.

Das „Lieblingsstücke“-Format ist dabei so belang- und dramaturgielos, dass sich damit Sendelöcher fast beliebiger Größe füllen lassen. Der Remix läuft manchmal in normaler „Bares für Rares“-Länge von 45 bis 52 Minuten auf einem der klassischen „Bares für Rares“-Sendeplätze, kommt aber auch als 90-Minüter daher und kann insbesondere am Sonntagmittag im ZDF auch problemlos auf weit über zwei Stunden gestreckt werden.

Weiters gibt es Prominenten-Spezial-Ausgaben und eine „Unterwegs“-Version. Im vergangenen Jahr liefen zudem erstmals drei eineinhalbstündige Hauptabendshows im ZDF. Davon sind weitere Ausgaben für dieses Jahr geplant.

So hat sich „Bares für Rares“ in den vergangenen Jahren in den Programmen ZDF und ZDF neo ausgebreitet, bis hin zu der Gesamtdauer von über fünf Wochen und fünf Tagen 2017:

Mit den 1211 Ausstrahlungen im vergangenen Jahr ist die Trödelshow fast schon in der Liga der Sendungen, die Privatsender wie vor allem ProSieben in Dauerschleife zeigt: „Big Bang Theory“ lief dort im vergangenen Jahr 2500-mal, „Two and a Half Men“ knapp 2400-mal.

In dieser Woche lief die erste Folge der nach ZDF-Zählung fünften Staffel von „Bares für Rares“. Es war die 455. Folge insgesamt, und es war alles wie immer. Horst Lichter tat am Anfang, als würde er telefonieren, und sagte in einen altertümlichen Hörer:

Sie liefern doch frei Haus? Ja, dann hätte ich gern eine Bestellung aufgegeben. Etwas richtig Altes, dann hätt ich gern richtig Spannung dabei, schön soll es sein, und ein paar hohe Gebote bräucht ich noch. Ja. Wohin? Walzwerk in Pulheim. Ach? Ist schon da? Och nee. Ja, dann können wir ja anfangen.

Ein Höhepunkt der Folge war, dass einer der Besucher zufällig auch Horst hieß und zu Horst Lichter „Horst“ sagte, und Horst Lichter erst dachte, er hätte ihn angesprochen, dabei hat er sich bloß vorgestellt, und dann sagten beide zueinander Horst und das gab ein großes Hallo.

71 Kommentare

  1. Ich hab die Sendung 2 x gesehen, aber nie ganz durchgehalten. So ziemlich der größte Schwachsinn, der im öffentlich-rechtlichen TV zu sehen ist (die Privaten toppen das natürlich mit links). ;-)

  2. Dass ZDF stopft ja nicht ohne Grund die Sendeplätze mit Bares für Rares voll. Die Quoten [i]scheinen[/i] ja zu stimmen. Daher ist das eigentlich verständlich. Die spannenderen Fragen scheinen mir daher: wer guckt das und weshalb? Und als Bonus: Sind die Zuschauer deckungsgleich mit den Zoo-Doku-Zuschauern und warum haben die keine Lust mehr Tiere zu beobachten?

  3. Ich finde das auch eine furchtbare Sendung. Aber mein Freund zum Beispiel schaut sie gerne. Ich habe mich damit abgefunden und von Scheidungsphantasien abstand genommen. Das, was sich immer ändert, sind halt die Gegenstände, die gehandelt werden. Es gibt Leute, die das interessant finden. Insgesamt finde ich das nicht so eine sozialschädliche Sendung wie viele andere.

  4. Ich gucke, zwar nur auf Youtube, aber warum auch nicht? Schau sonst nur noch sehr vereinzelt. Trashformate noch nie und hier wird wenigstens niemand verarscht oder sonst was.

  5. Ich finde es gar nicht so schlimm, dieses horstige Irr-Lichtern im ZDF, denn Banales hatte schon immer seinen Platz im deutschen TV. So what, die Sendung hat eine große treue Fan-Gemeinde, und das Öffentlich-Rechtliche darf auch solche Zuschauer bedienen.

    Bedauerlich finde ich lediglich, dass man auch bei ZDFneo seit einiger Zeit vornehmlich geil auf Quoten zu blicken scheint. „Bares für Rares“, „Ein starkes Team“, „Wilsberg“ – all das ist ja mehr eine Aktion Grüner Punkt als Innovation. Die Neo-Chefin klässt sich wegen der Quoten feiern, die ursprüngliche Neo-Idee bleibt auf der Strecke.

    „ZDFneo sollte mit seiner Gründung als Innovationsmotor für die Programmfamilie neuartige Erzählweisen testen, überraschende Formatformen realisieren, moderne und mutige Fiction präsentieren sowie junge Fernsehtalente vor und hinter der Kamera entdecken und weiterentwickeln“, erklärt Norbert Himmler (Foto), Gründungsprogrammdirektor von ZDFneo und zwischenzeitlich für das Programm des ZDF verantwortlich.
    (http://www.quotenmeter.de/n/74056/zdfneo-in-2015-semmelrogge-mit-sitcom-und-geschlechtertausch)

  6. Die Sendung ist wirklich belanglos, aber trotzdem lobenswert erwähnenswert:
    Eine ruhigere Sendung im TV mit so vielen Protagonisten, die dann auch nicht langweilig ist, fällt mir im TV nicht ein. Selbst Scobel hat mehr Dynamik.
    Und zum Lachen gibt es auch mal was, zum Beispiel bei Lutz van der Horst.

  7. Ich kann die Faszination der Zuschauer verstehen: Im Gegensatz zu „Kunst&Krempel“ vom BR, meiner Sicht nach die seriöse Mutter von BfR, hat hier der „kleine Mann“ die Chance, mit dem vermeintlichen alten Plunder etwas Geld zu machen.

    Und zwar indem er es an Antiquitätenhändler verhökert, die sich hier als seriöse Geschäftsleute gerieren können, etwas, das in der Branchen – sagen wir mal nicht so direkt der Standard ist.

    Zudem ist die Show vergleichsweise billig zu produzieren, hat eine anspruchsloses Format und die Experten sind eben oft nicht auf dem Level wie bei „Kunst&Krempel“.

  8. Normalerweise schätze ich die Arbeit von Übermedien sehr, ich zahle sogar dafür. Aktuell fühle ich mich als Trödelfreund persönlich beleidigt, wie hier dieses GROßARTIGE Format zerrissen wird. Dafür zahle ich gern Gebühren. Ihr macht ja auch immer das Gleiche: Medienkritik >.<

    Bei unendlich voranschreitender Zeit, aber einer limitierten Anzahl möglicher Zustände, folgt irgendwann zwangsläufig die ständige Wiederkehr des ewig Gleichen. Solange man das Gleiche aber mag, ist das auch kein Problem.

    Buh! BUH! BUHHHH! Und: Ein Herz für Trödel!

  9. „Wir können das Hauptprogramm nicht radikal verjüngen, aber die Verjüngung über unsere Digitalkanäle erreichen. Dieses Konzept ist klar aufgegangen. … Wir sind kein Spartensender, sondern eine relevante, hochqualitative gesellschaftliche Plattform. Das ist unser Auftrag.“

    So der zuständige Intendant vor 4 Wochen in der „Zeit“.

    Fällt solches Sendestreckenzupflastern eigentlich dem Informationsanteil zu?

  10. Ich ziehe das format jeder nachmittagsserie vor. Die sind tausendmal belangloser. Vielleicht muss man einfach „Antiquitäten“ mögen, um daran Spass zu haben. Und das bezieht sich jetzt nicht primär auf Horst Lichter. Das ändert aber natürlich nichts an der Tatsache, dass man ruhig auch mal andere neue Formate ausprobieren könnte.

  11. Ich bin einer davon: Ich gucke die Sendung zum entspannen. Es gibt nichts besseres, um sich einfach mal berieseln zu lassen. Über die Feierabendausstrahlung bei zdf neo würde ich irgendwann gehooked und ich bingewatche mittlerweile auch öfter mal die Mediathek leer.
    Es ist natürlich bräsig, belanglos und altertümlich. Aber irgendwie einfach nett, harmlos und entspannt. Und man hat was, worüber man an Weihnachten mit allen Generationen reden konnte.
    Nein, ich finde tatsächlich so ziemlich alles andere im deutschen Fernsehen derzeit schlimmer.

  12. Du kannst sagen, was du willst, die Sendung bleibt ein absoluter Quoten Erfolg – sie wird schließlich nicht ohne Grund ständig gezeigt. Es ist sozusagen ein modernisiertes „Kunst & Krempel“. Wie oft sorgt eine ÖR Sendung auch schon für verzweifelte und meist gescheiterte Versuche der Privaten, ein ähnliches Format zu etablieren:

    – „Das Trödel-Duell“, RTL2
    – „Dein Krempel oder ich!“, RTL2
    – „Schätze unterm Hammer – Ein Auktionator schlägt zu“, Kabel eins

    Einige haben es probiert, geschafft hat es in meiner Wahrnehmung keiner. Denn Bares für Rares ist im Vergleich doch ganz hochwertig produziert, meine ich. Das Set ist halbwegs ansprechend, die Kamera ist gut und auch der Schnitt ordentlich. Das fiel mir besonders im Vergleich zu den Kopien auf. Letztlich lebt die Sendung eben von den beteiligten Personen – auch den Experten. Ich kann Horst Lichter sonst wirklich nicht besonders leiden, aber dort passt er gut hinein.

    Was allerdings gar nicht ging, waren einige verzweifelte und fast schon peinliche Versuche des ZDF selbst, das Trödel Konzept weiter auszuwalzen. Da gab es neben den wirklich nicht besonders gelungen „Lieblingsstücken“ (ich glaube und hoffe schon wieder eingestellte) Formate wie:

    – „Gut geschätzt gewinnt“, ZDF
    – „kaputt und …zugenäht“, ZDF
    – „Clever abgestaubt“, ZDF

    Dass ich viele der genannten Titel in der DWDL Flop Parade 2017 recherchieren konnte, sagt ja schon einiges. Das Original scheint einfach einen Nerv getroffen zu haben und das ZDF freut sich auch immer über die guten Quoten in der jüngeren Zielgruppe. Ich glaube, da ist selbst bei den Jüngeren das Stichwort „Nostalgie“ auch nicht ganz unbedeutend. Und Nostalgie geht immer.

    Natürlich spielt auch der Kontrast erwartetes Geld/ Expertise eine Rolle und die Reaktion der Menschen darauf. Nicht umsonst fragt Lichter ausnahmslos danach, wie viel jeder für seinen Krempel haben will. Auch die Verkaufsgründe der Menschen können interessant sein: Ich warte noch immer auf jemanden der sagt, dass er mit dem Geld seinen Dispo ausgleicht. Doch nein, alle fahren immer nur in den Urlaub oder gehen mit irgendwem essen – sicher.

    Du hast die Vielschichtigkeit der Sendung also nur noch nicht durchdrungen ;-) Ich habe sie eine Zeit lang regelmäßig geschaut, doch nutzt sie sich nun langsam ab.

  13. @Leo Friedrich: Das kann ich Dir beantworten, wer solche Sendungen schaut, Leo, ganz im Ernst und völlig wertungsfrei.

    Seit meinem Vorruhestand, den ich Anfang 2016 angetreten habe, arbeite ich ehrenamtlich hier in Rhein-Main in der Seniorenhilfe, teils bei „meinen“ noch rüstigeren Jungs & Mädels zu Hause, teils in zwei Seniorenheimen. Dort laufen Sendungen dieser Art quasi rund um die Uhr, sozusagen als Hintergrundbeschallung.

    Und ganz ehrlich, ich selbst höre und sehe diese (ruhigen) Formate sehr viel lieber (so nebenher, während der Betreuung), als daß ich mir beispielsweise ein Radiogedudel der vielen unsäglichen „Hit-Radio“xxx-Krawallplärrdosen antue. Und, als kleines Nebenprodukt bei den schon leicht dement(er) Werdenden ist die eine oder andere Folge auch immer ein schöner Aufhänger für den kleinen Klönschnack zwischendurch. ,)

  14. Also zunächst mal: lustig geschrieben und Inhalt und Ablauf der Sendung treffend wiedergegeben. Einerseits.
    Andererseits muss ich sagen, dass auch ich, wie offenbar noch andere hier, die Sendung recht gerne sehe. Das liegt zum einen ausdrücklich auch an den Protagonisten, inklusive den Händlern mit Dialekt und Horst Lichter. Ich habe im Vergleich dazu mal „Kunst & Krempel“ gesehen und das war mal wirklich grottenlangweilig.
    Klar ist der Ablauf in weiten Teilen immer genau gleich. Aber genauso könnte man kritisieren (womit Stefan vermutlich auch keine Probleme hätte), dass bei „Wer wird Millionär“ und ähnlichen Formaten seit Jahren immer wieder der bräsige Onkel sitzt und wechselnde Leute Sachen fragt, die entweder jeder oder niemand weiß, aber vielleicht der Kandidat, oder auch nicht.
    Was ich an „Bares für Rares“ mag, ist, dass es tatsächlich im besten Sinne harmloses, entschleunigtes Berieselungsfernsehen ist. Man erfährt nebenbei etwas über Aniquitäten und Raritäten, seien es Möbel, Vasen, Statuen, Schmuck, Spielzeug oder kurioser Krempel, was es wert ist – oft genug erstaunlich mehr oder weniger als man gedacht hätte – und über Verhandlungsgeschick. Man kann bei der Sendung jederzeit einsteigen oder aussteigen (ob das jetzt ein Qualitätsmerkmal ist, sei dahingestellt, ich find’s praktisch).
    Richtig ist, dass es keinen Grund gibt, das Programm damit zu überfüllen (was auf so ziemlich jede Sendung zutrifft). Es ist auch tatsächlich vollkommen egal, ob man eine Folge von 2017 oder 2015 anschaut. Insofern wäre die Mediathek völlig ausreichend.
    Wünschenswert wären auch in der Tat mal bestimmte Abweichungen oder überraschende, neue Ideen im Rahmen des Formats. Einen guten Ansatz fand ich da die Sendung, in der zwei der Händler auf einem Flohmarkt Sachen ankauften, die dann später mit Gewinn oder Verlust versteigert wurden. Hier konnte man z. B. auch schön den Unterschied zwischen Wert-/Preisvorstellungen und tatsächlich erzielbarem Verkaufserlös sehen.
    Man muss halt eine gewisse Affinität für Trödel u. ä. mitbringen. Wer sich nicht für Kochen und/oder Essen interessiert, kann auch mit Kochsendungen nichts anfangen. Andere holen sich da offenbar gerne Anregungen oder haben einfach Freude am Zusehen. Was soll’s?

  15. Ausnahmsweise mal ein schlechter Artikel hier bei Übermedien.

    Ich schaue Bares für Rares gerne an. Das ist eine Sendung die kann man nebenher laufen lassen ohne etwas zu verpassen.

    Und wem sie nicht nicht gefällt, der muss sie sich ja nicht anschauen. Es gibt schließlich genug andere Sender.

    Von daher sollten die Kritiker der Sendung doch einfach mal akzeptieren das diese Art von Sendung momentan von den Zuschauern sehr gerne angeschaut wird. Das wird sich sicher wieder ändern. Hat man ja auch bei den Tierdokus gesehen.

    Außerdem hat die Sendung 3- 4 Millionen Zuschauer. Wie viele Sendungen die regelmäßig bei den Privaten laufen gibt es denn die auf so eine Zahl kommen. Gefühlt vielleicht 3 Stück (WWM, DSDS, BsF). Also sollten sie hier mal lieber die anderen Sender kritisieren, dass sie es nicht schaffen erfolgreiche Sendungen zu produzieren.

    Und die ganzen von Kritikern hochgelobten Serien aus den USA haben im Vergleich zu BfR doch gerade mal halb so viele Zuschauer. Da sieht man, dass die Kritiker an den Interessen der Zuschauer vorbei schreiben.

  16. ..mein Vater hat sicher keine Sekunde davon verpasst.
    Erstaunlicherweise ist es etwas, dass sich sogar Papa und Junior ansehen können. Es hat die Spannung, Dramaturgie und Relevanz einer sich putzenden Katze, das hält man problemlos stundenlang durch.

  17. Ich kann den Diskussionsteilnehmern, die hier allem Anschein nach mehrheitlich solche Formate schätzen, die Serie „minutt for minutt“ des Norwegischen Fernsehens wärmstens an Herz legen: Das Format hat sich ganz dem „Slow TV“ verschrieben und zeigt sehr lange, sehr ereignisarme Direktübertragungen, beispielsweise eine neunstündige Zugfahrt, mehrtägiges Rentierzusammentrieben oder eine sechstägige (!) Schiffsreise (komplett). Und natürlich ist auch diese Sendung ein Quotenrenner. Hierzulande zu sehen bei YouTube, aber vielleicht könnte das ZDF …

  18. Herr Niggemeier in seiner Paraderolle als Internet-Onkel. Belanglose Medienkritik in Zeiten von täglicher Propaganda durch ARD/ZDF, die verbrecherische Politik ermöglichen und verschleiern.

  19. Der Flohmartkunde kann bei dieser Sendung doch viel lernen. Diese Sendung ermöglicht mir aus den verschiedenen Bereichen Anregungen und Tipps zu erhalten. Hat mir schon Fehlkäufe erspart. Gute Sendung!

  20. @Thomas (19) u. A.
    Warum ist das eine schlechter Artikel, nur weil er etwas kritisiert was ihr anscheinend mögt?
    SN hat doch recht mit allen Punkten oben, oder? In der Sendung passiert nix wesentlich und sie breitet sich immer mehr im ZDF aus. Und wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, kritisiert SN vor allem das letztere. Und das finde ich auch nicht Sinn der Sache. Vor allem nicht, wenn man das auf die spartensender ausbreitet, die eigentlich eine andere Funktion haben sollten…

    @Maxi: geh bitte zurück in deine Facebook filterblase.

  21. Wunderbar beschrieben und glossiert. Aber ich fürchte, ich werde weiter kucken, obwohl ich kaum einen Menschen so grässlich finde wie den Lichter. Weiß nichts, kann nichts (s. neulich das ARD-Quiz), aber hält sich für unwiderstehlich.
    Aber die alten Leute, die auf ein Zubrot hoffen für ihren Kram, sind interessant, und man freut sich mit ihnen, wenns gelingt.

  22. Irre ich mich, oder wurde völlig vergessen, den dramaturgischen Kniff zu erwähnen, der erst für den großartigen Spannungsbogen sorgt? Man sieht den Ablauf (Vorabeinschätzung / Begrüssungseinschätzung / Experteneinschätzung / Gebotshoffung / Gebotsabgabe / Gebotsannahme / Gebotseinschätzung) nicht am Stück, sondern immer zwei Handlungsstränge parallel – also Vorabeinschätzung 1 / Begrüssungseinschätzung 1 / Experteneinschätzung 1 / Gebotshoffung 1 / Vorabeinschätzung 2 / Begrüssungseinschätzung 2 / Experteneinschätzung 2 / Gebotshoffung 2 / Gebotsabgabe 1 / Gebotsannahme 1 / Gebotseinschätzung 1 / Gebotsabgabe 2 /Gebotsannahme 2 / Gebotseinschätzung 2. Vielleicht wurde das ja wieder abgeschafft, weil zu aufregend, aber so war’s mal.

    Ansonsten finde ich die Sendung zwar auch sehr geeignet, um bei eingeschaltetem Fernseher einschlafen zu können, aber ich freue mich über jede Sendung von diesem Format, wenn es dafür eine menschenverachtende Scheiße wie ‚Achtung Kontrolle‘ weniger gibt.

  23. Niggis zweiter Fehlgriff (der erste war der Serdar Somuncu Verriss) ^^

    Ne Spaß, ist halt Geschmackssache. Ich schau es ab und zu gerne. Dennoch sollte das ZDF es nicht überreizen.

    Interessant finde ich, dass das ZDF offensichtlich genau so vom Erfolg überrascht wurde, wie alle anderen. Wäre der Erfolg „geplant“ gewesen, dann hätte man sicher nicht Lichter als Moderator gewählt. Auch der sehr zaghafte Beginn mit wenigen Folgen spricht dafür, dass man selbst nicht an einen Erfolg glaubte.

  24. jetzt weiß ich wenigstens für welchen Mist mir die GEZ – Verzeihung – der ARD-ZDF Deutschlandradio Beitrags“service“ neulich die Rechnung geschickt hat. Für den nicht vorhandenen Fernseher und das nicht existente Radio jedenfalls nicht.

  25. Nach Überfliegen der diversen Kommentare zum Artikel empfehle ich der guten Ordnung halber, deinen Artkel selbst als „Kommentar“ oder „Meinung“ zu kennzeichnen. Ist stimmiger.
    Danke im übrigen für den immer größeren Output eurer Website. Dafür zahle ich wirklich gern.

  26. @26 Richtig. Es werden normal immer 2 Exponate nacheinander von den Experten bewertet und erst danach bei den Händlern verkauft.

  27. Wenn man Interesse an alten und seltenen Schätzchen hat und Flohmarkt Gänger ist ,muss man diese Sendung lieben . Ich sehe mir auch schon seit Jahren Kunst und Krempel im BR und Lieb und teuer im NDR an.Also weiter so!!!!!

  28. @Ichbinich (25)
    > In der Sendung passiert nix wesentlich

    und in Fußballspielen oder Seifenopern passiert was wesentliches?

    Beschäftige Dich mal mit den rechtlichen Grundlagen von ARD/ZDF. Unterhaltung gehört dazu. Aber vor allem Informationspflicht und „ausgewogene Berichterstattung“.

    Und nicht, dass man Feindbilder erzeugt, komplette Kriege und humanitäre Katastrophen ausblendet oder für Länder wie Saudi-Arabien PR-Kampagnen durchführt. Aber um dies zu erkennen, muss man sich seines eigenen Verstandes bedienen können und nicht nur nachplappern.

    Bei Bares für Rares werden Dinge bewertet und deren Hintergründe beleuchtet. Nützlicher und lehrreicher als jedes Fußballspiel und sogar unterhaltsam. Völlig egal, wieviel Folgen es davon gibt, wenn der Programmauftrag erfüllt werden würde.

  29. Egal wie die Sendung heißt und auf welche Öffentlich Rechtlichen Sender
    Sie laufen , wir werden von Wiederholungen nur so überschwemmt und damit rechtfertigen sie ihre Rundfunkgebühren oder ihre horrenden Gehälter.

  30. @Maxi: Es ist vermutlich sinnlos das zu erwähnen, aber in dem Artikel geht es um „Bares für Rares“. Nicht um Fußballspiele, Seifenopern, Saudi-Arabien, Merkel oder sonst was.
    Ist mit ein Rätsel wie man alles immer auf ein Thema reduzieren kann.
    Schreiben Sie unter Theaterkritiken von Shakespeare-Aufführungen auch immer: „Und wieder ging es nicht um Saudi-Arabien, und für sowas bezahle ich Steuern!“?
    So jetzt füttere ich aber nicht weiter…

  31. Das Format mag bräsig sein. Sie ist dennoch ein schöner Gegenpol zum gekeife und gequake der Laiendarsteller der schlimmsten privaten Sender.

  32. Ich weiß garnet warum man sich darüber aufregen kann. Ich finds ganz spassig und entspannend. Ihr seit doch alle mündige Menschen. Schaut doch wat anderes. Wenn ich daran denke was vox und RTL II den ganzen tag zeigen, ist bares für rares noch die bestere Alternative . Also bitte. Als hätte die Menschheit keine anderen Probleme.

  33. #Lichter:
    …ich erinnere die „Aktuelle Stunde“ im WDR vor mindestens zwei Jahrzehnten mit Frau Westermann und Herrn Plasberg, in der H.Lichter als Grobkoch auftrat. Da wurde aus einem Laib Brot schnell ein Doppelburger(…und ein paar Kartöffelsche, Tomätsche und Zwiebelsche dobei. Mindestens 24Stunden in dat Öfsche. Zehn Liter Sahne nicht vergessen und 1Kg Käse)
    Grausam schon damals. Aber diese Menschen sind sich ja für nichts zu doof, um auf allen Kanälen sinnfrei mitzuwirken.
    Wegzappen…

  34. Ich weiß nicht warum man hier so über BfR herziehen muss. Ich finde die Sendung gut und Horst Lichter ist ein sympathischer Kerl der das ganze authentisch rüberbringt. Und anhand der Klicks bei YouTube bin ich offensichtlich auch nicht der Einzige dem das gefällt. Das Format funktioniert, weil man einfach die Zuschauer mit ihren vermeintlichen Antiquitäten direkt mit einbindet.

  35. @Gisa Margarete Zigan 26
    Ich glaube nicht, dass Horst Lichter sich für unwiderstehlich hält. Klar, sein Charme und Stil ist aus den Tiefen des letzten Jahrhunderts. Aber ich finde ihn menschlich einen der interessanteren Typen im deutschen Fernsehen. „Kessler ist…“ mit ihm hat mich da beeindruckt.

    Zurück zum Medienthema: Der Punkt stimmt – genug ist genug. Ich brauche auch öfter mal eine längere Pause davon, aber freue mich dann, wenn ich viel nachgucken kann. ;)

  36. Bei aller Liebe zu Horst Lichter – aber es gibt mittlerweile kein Programm mehr, wo uns der Schnauzer entgegenlacht. Wenn zuviel, dann zuviel!!!
    Es gibt doch in Deutschland soooo viel nette Menschen.

  37. ICH finde es sehr traurig wie hier über die Sendung gesprochen wird. Niemand wird dazu gezwungen diese Sendung zu schauen. Schaut euch doch andere Sender an. Ihr alle habt scheinbar nur das ZDF als TV Sender. ICH kann über viele Kommentare hier nur noch mit dem Kopf schütteln und hoffen das ich nicht euch eines Tages im TV bei Bares für Rares ertragen muss. Schaut euch doch lieber JEDEN Tag einen Krimi an oder die Bud Spencer Filme die man schon alle auswendig kennt. Traurig was ich hier lesen muss.

  38. Da ich Flohmärkte liebe und antike Dinge mag, gefällt mir Bares für Rares sehr! Freue mich täglich drauf!
    Und wem es nicht gefällt,kann ja umschalten ! Mache ich ja auch bei Helene Fischer!!!

  39. Bares für Rare
    Ich habe den Text von Herrn Niggemeier gelesen und dann habe ich mich geschämt. Nachdem ich „Bares für Rares“ regelmäßig und auch noch mit großem Vergnügen sehe, hat Herr Niggemeier mir mit seinem Artikel die Augen geöffnet. Offensichtlich ist meine intellektuelle Ausstattung nur mäßig ausgeprägt – sonst hätte ich doch selbst bemerken müssen, mit welchem Stumpfsinn ich da meine Zeit vertroedele.
    Troesten kann ich mich nur damit, dass dieser Unsinn regelmäßig Einschaltquoten hat (ca. 21 %) von der die meisten anderen Unterhaltungsprogramme nur träumen können.
    Ab sofort werde ich mein Programm sehr viel bewusster auswählen.
    Zum Beispiel schwebt mir da „Wer weiss denn sowas“ vor. Da erlebe ich dann so wunderbare Moderatoren wie „Elton“ die mir erklären wie unsere Welt funktioniert. Oder ich wechsle zu den massenhaft angebotenen Redeveranstaltungen, zu denen sich die Moderatoren und die Quizmaster immer gegenseitig einladen und in denen die Spitzenkräfte der deutschen Unterhaltungskultur mir wieder einmal ihr interessantes Leben ausbreiten.
    Wir können doch wirklich froh darüber sein, dass unsere Fernsehmacher uns ein so vielseitiges Programm anbieten.
    Noch einmal Danke, lieber Herr Niggemeier.

  40. Die Sendung ist für mich einfach ein Gewinn. Ich liebe jede Art von Antiqitätenund habe habe selbst mein ganzes Haus voll. Horst Lichter bereichert diese Sendung mit seinen Kommentaren die immer passend sind und uns alle zum Lachen bringen Es ist genial und macht einfach nur Spaß sich diese Sendung anzusehen. Ich versuche jeden Tag um3Uhr mir dieZeit zu nehmen und hoffe, das Horst Lichter noch lange Bares für Rares moderiert.

  41. Die Sendung ist schlicht, die vielen Wiederholungen sind völlig drüber, aber die Sendung ist harmlos und ich lasse mich manchmal gerne eine halbe Stunde damit berieseln. Den ganzen Händlerpart kann man vergessen, aber da Experten-Gespräch erfährt man manchmal Wissenswertes und Interessantes.
    Fast jeder hat doch irgendwelchen Kram im Keller oder auf dem Dachboden wo man nicht weiß, wegschmeißen oder gibt es doch irgendwo Bekloppte die genau so was sammeln und dafür Bares geben. Ich denke damit packt die Sendung so viele Zuseher.

    Was aber nicht geht und die Sendung zur Qual macht ist der omnipräsente Herr Lichter, dessen anzüglicher Altherrenhumor in #metoo-Zeiten und auch schon davor für mich mit Fremdschämen und Ekel einhergeht, sobald ich die Stimme auch nur höre.

    So, und jetzt darf die Horst Lichter Facebook-Fangruppe, die offensichtlich ihren Weg hierher gefunden hat, durchdrehen.

  42. Falls sich Herr Niggemeier für 2018 vorgenommen hat, etwas Altersweise zu werden und bestimmte Formate der öffentlich-rechtlichen mit mehr Nachsicht zu betrachten, muss dieser Versuch als auf ganzer Linie gescheitert betrachtet werden.

  43. Wenn jemand seine Zeit in Bares für Rares investieren will — warum nicht? Aber warum erkennen die zuständigen Politiker nicht, was hier gespielt wird? Die Verantwortlichen beim ZDF verkaufen uns für dumm und kassieren viel für wenig. Sozusagen Bares für Rares .

  44. Ich würde mich ja freuen wenn Du mir das alles nochmal oder überhaupt bei Gelgenheit erklärst.

  45. Ich mag keine Graupensuppe. Danke für die Gelegenheit, das hier einfach mal loswerden zu können, ohne es begründen zu müssen.

  46. @43 THOMAS 6. JANUAR 2018 UM 13:23 UHR
    „ICH finde es sehr traurig wie hier über die Sendung gesprochen wird. Niemand wird dazu gezwungen diese Sendung zu schauen.“

    Natürlich wird niemand gezwungen, sich diesen Mist anzuschauen. Aber alle werden gezwungen, für diesen Mist Gebühren zu entrichten.

  47. Es ist verständlich, dass die Harmlosigkeit, die Banalität und der gleichzeitige Erfolg dieses Formats zu Aggression führen können. Wer allerdings Interesse an der Thematik hat und noch länger als 20 Sekunden zuhören kann, lernt tatsächlich viel über Kunstgeschichte. Außerdem muss man froh sein, dass im deutschen Fernsehen irgendetwas für ältere Menschen läuft. Ich gehöre zwar noch nicht zur Zielgruppe, bin aber schon dafür, dieses Publikum nicht komplett Silbereisen & Co. zu überlassen.

  48. @Schmidt123:

    »Aber alle werden gezwungen, für diesen Mist Gebühren zu entrichten.«

    Ja, echt doof, dieses Solidarprinzip. Da zahlt man Siebzehnfuffzig pro Monat und muss dann hinnehmen, dass auch andere Geschmäcker bedient werden. Sauerei!

  49. Die Kommentare:

    „Ich mag die Sendung – scheiß Artikel!“
    oder
    „Super Artikel, wer guckt sich so einen Mist an?“
    oder
    „Super, scheiß GEZ .. ääh ich meine natürlich „Beiträge“ Lol XD #darfmannichtsagen“

  50. Man kann ja den Rundfunkbeitrag zu hoch finden, dafür, dass dann dafür relativ viele Wiederholungen laufen. Aber sich zu beklagen, dass das ganze Geld für Wiederholungen ausgegeben wird, ist doch ziemlcih widersinnig. Die Produktionskosten für BfR dürften relativ überschaubar sein, Wiederholungen sind sowieso billig. Von der gebührenwirtschaftlichen Seite her macht das ZDF da also doch alles richtig.

  51. Ich muss sagen ich schaue mir das Format auch gerne ab und an an, eben weil es recht ruhig und unaufgeregt gedreht ist. Das einzige was stört sind manche unnötige Inszenierungen (Wenn Horst Lichter „zufällig“ mitten in einer Expertise platzt, diese Person aber vorher schon vorgestellt und interviewt wurde…) und die überflüssigen Mini-Interviews und Aussagen vor und nach der Bieterei. Aber wenn man sich für Antiquitäten und skurrile Gegenstände interessiert ist es wirklich empfehlenswert.

  52. „Insgesamt liefen 2017 im ZDF und bei ZDF neo 1211 Folgen der Show“, „Es war die 455. Folge insgesamt“. Wie können 1.211 Folgen laufen, wenn es erst 455 Folgen gibt? Es lief 1.211mal eine Folge, aber nicht 1.211 Folgen. Das ist schon ein Unterschied.

  53. @ 60 Arahf: „Wenn Horst Lichter „zufällig“ mitten in einer Expertise platzt, diese Person aber vorher schon vorgestellt und interviewt wurde…“

    Nun könnte man einwenden, daß nicht alles, was in einer bestimmten Reihenfolge gedreht wird, auch in dieser Reihenfolge ausgestrahlt wird. Das würde aber zu einem anderen Thema führen, von daher meine Interpretation: Dies ist nur ein kleiner Scherz auf Lichters Kosten, der andeuten soll, daß dieser immer zu spät kommt.

  54. Interessant wäre im Vergleich dazu das Schrumpfen von informativen, dokumentarischen, politischen usw. Sendungen zu thematisieren. Von irgendwo muss die Trödel-Sendezeit schließlich herkommen.

  55. Das ZDF müllt seinen Hauptsender zu Beginn des neuen Jahres auch mit andersartigem ‚Gerümpel‘ zu. Neulich durfte ich doch tatsächlich eine Sendung namens „Kerners Köche“ bewundern. Ein bahnbrechendes, offenbar nagelneues Konzept: Johannes B. Kerner lädt vier Spitzenköche in das (für sämtliche ZDF-Kochshows dauergepachtete Hamburger) Studio ein und lässt sie je einen Menügang herstellen. Begleitet wird das ganze von belanglosem Geschwätz und dem üblichen frenetischen Beifall des Studiopublikums, wenn es einem der Berufs-Lebensmittel-Zubereiter mal wieder gelungen ist, ein Steak verzehrfertig auf den Teller zu legen. – Nach „Kerner kocht“ und dem Nachfolger „Lanz kocht“ nun also „Kerners Köche“. Ich freue mich in einigen Jahren schon auf „Lanz‘ Köche“! Immer wieder erfrischend, diese Ideen aus Mainz …

  56. Ich oute mich jetzt: Ich finde die Sendung total spannend (ungelogen)! Sobald ein Besucher einen Ring oder wasauchimmer vorlegt und dazu sagt: „Das habe ich von einem Antiquitätenhändler gekauft“ weiss der versierte BfR-Seher: Der arme Kerl wurde reingelegt und in 99% der Fälle stimmt das auch. Höhepunkt war jemand, der ein Bild von S. Dali (auf Empfehlung einer Kunstgalerieleiterin) für 12000 Euro gekauft hatte und das nur 2 Euro wert war. Da hat man auch von der Expertin Frau Dr. R-Zabel erfahren, dass Dali massenhaft leere Bilder blanko unterzeichnet hat, um Fälschungen zu unterstützen. Dali war also ein (hier grobes Schimpfwort einsetzen), das hätte man sonst nirgendwo erfahren.

  57. Da hat der Autor das Wesentliche nicht erkannt, finde ich. Es ist 1) slow tv (endlich mal) und 2) es gibt viele, die an alten Dingen interessiert sind und deren Interesse hier Nahrung findet, schließlich erfährt man 3) von normalen Menschen mit ihren Alltags- und Lebensgeschichten, dies aber gerade in unspektakulärer Weise. Also ich mag die Sendung.

  58. Und dann sagte der Horst zu dem Besitzer des vorgeblich echten Dali: „Du siehst so blass aus, soll ich Dir einen Stuhl holen?“

  59. Es ist Sonntag, schau gerade bfr. Und schreibe mein Kommentar. So viel und alles zusammen .
    Nun zu Sendung: ja, man kann es anschauen aber man kann sich auch dabrüber ärgern. Die Omas ( manche sind extra wegen Herr Lichter zum Friseur gegangen) und Opas die lassen Sie sich gerne von ihm und seinen Experten „überrennen“. Ihre Aussage zu den Sachen, die gerade verkauft sind und meistens unter den Wert, die sind lächerlich. Keine von denen besitzt die Mut zu sagen: nein ich bin nicht zufrieden. Wehe du wiedersprichst, dann bist du entweder ein Betrüger oder ahnungsloser Depp. Ich schlage vor: oben bei den Händler sofort die Linke und die Rechte standart Flanke auszuwechseln. Der eine mit seinen 5€ und der andere mit seinen fürchtbaren Nägel und diese ausgewaschenen Shirts und Hemden. Seine Jeans schauen wie Kartoffelsäcke aus. Jetzt sage ich nicht mehr…..ich bin auch eine böse alte Frau!

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