Holger ruft an (234)

Wie unterschiedlich haben Medien in Ost und West über Tschernobyl berichtet?

40 Jahre ist die nukleare Katastrophe in der Ukraine nun her. Der Regisseur Volker Heise erzählt in seinem Dokumentarfilm anhand von Archivmaterial die Monate danach. Das ist vor allem eine aufschlussreiche Medienschau. Im Gespräch mit Holger Klein erzählt Heise von der Entstehung des Films.
Regisseur Volker Heise
Regisseur Volker HeiseFoto: Film Five GmbH

Als am 26. April 1986 im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl ein Reaktorblock explodierte, erfuhr die Öffentlichkeit zunächst nichts davon. Später wurde bekannt: Die Sowjetunion hatte anfangs versucht, die Havarie zu vertuschen.

„Für mich war das ein Einschnitt in meinem politischen Erleben“, sagt der Filmemacher Volker Heise, der die Katastrophe von Tschernobyl die Ereignisse von damals in einem neuen ARD-Dokumentarfilm rekonstruiert.

Ausschließlich mit Archivmaterial erzählt er die Monate vom Unfall bis Ende 1986 nach und arbeitet auch heraus, wie unterschiedlich Berichterstattung und öffentliche Debatte in Ost und West verliefen. Während die DDR-Medien die Katastrophe weitgehend verschwiegen oder herunterspielten, war sie in der Bundesrepublik allgegenwärtig. Doch auch dort beschönigten Politiker die Lage und logen zum Teil vor laufender Kamera.

Warum entscheidet man sich für einen Film ausschließlich aus Archivmaterial? Wie bewältigt man diese Materialfülle – und wie kommt man überhaupt ran? Und welche Parallelen lassen sich zur jüngeren Vergangenheit ziehen, zum Beispiel zur Corona-Zeit?

Darüber sprechen Holger Klein und Volker Heise in der neuen Folge „Holger ruft an …“.

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