Zahlreiche Medien wollen einen angeblichen Kreuzfahrt-Trend unter der einst so klimabewussten „Generation Z“ ausgemacht haben. Dabei gehen die Redaktionen jedoch billigen Statistik-Tricks der Kreuzfahrt-Lobby auf den Leim.
Nicht nur ein Rentnertraum? Medien wollen jedenfalls einen Kreuzfahrt-Trend bei der „Gen Z“ entdeckt haben.Foto: Imago/Hanno Bode
Braungebrannte Rentner auf Sonnenliegen am Pool – so stellen sich wohl viele Menschen eine typische Kreuzfahrt vor. Doch glaubt man Medienberichten, ändert sich dieses Bild gerade: Kreuzfahrten werden offenbar unter jungen Menschen immer beliebter. „Jetzt zeigen auch Zahlen, dass Gen Z immer mehr am Start ist“, verkündete etwa Host Wyn vom gleichnamigen Funk-Account „wynwyn.ig“ in einem Instagram-Reel Mitte Januar. Das schien so überzeugend zu sein, dass Funk das Video auch noch auf dem eigenen Hauptkanal veröffentlichte.
Zahlreiche weitere Medien verbreiteten ähnliche Schlagzeilen. „Kreuzfahrtgäste werden immer jünger“, hieß es in einem Instagram-Post von „Punkt 12“ (RTL). Bei „Studio 9“ von Deutschlandfunk Kultur wird ein Experteninterview zum Thema so eingeleitet: „Aber wenn man sich die Zahlen anschaut: Das Publikum wird sehr viel jünger.“ Warum die Gen Z „plötzlich Kreuzfahrten macht“, fragte wiederum die FAZ. Und die englische Webseite von „National Geographic“ titelte: „How Gen Z and Millennials are making cruising cool again.“
Wenn das mal nicht nach Doppelmoral riecht
Selbst die „Tagesschau“ machte auf ihrem Instagram-Kanal mit: „Kreuzfahrten boomen und selbst die Gen Z, die lange als Klimageneration galt, hat Bock darauf. Laut einem Branchenbericht sind 20 Prozent der Kreuzfahrtreisenden zwischen 20 und 39 Jahre alt. Die größte Gruppe, im Vergleich zu den anderen Altersklassen“, sagte Presenter Felix Edeha in dem Video.
Die Autorin
Foto: Thenia Vasiliadou
Frida Walter lebt in Thessaloniki, Griechenland, und schreibt als freie Journalistin unter anderem für den „Tagesspiegel Background“ über öffentlichen Verkehr. Nebenbei schließt sie gerade ihren Master in Risikokommunikation und Krisenjournalismus ab.
Tatsächlich verpasste es fast kein Medium, auf den vermeintlichen Widerspruch hinzuweisen: Gerade die so klimabewussten und gerne als moralinsauer abgestempelten jungen Leute werden jetzt also zu Fans der klimaschädlichen Kreuzfahrten? Wenn das mal nicht nach Doppelmoral und damit nach einer klickträchtigen Story riecht. Während RTL aber in seinem Beitrag noch nach einem möglichen Spagat zwischen „Haltung und Alltag“ fragt, hat Funk-Host Wyn schon Antworten parat: „Die Klimabewegung ist tot.“
Daten direkt von der Lobby
Tatsächlich wäre das vielleicht eine gute Story – wenn die Grundlage dafür denn stimmen würde. Tut sie aber nicht. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Daten, die es in so viele aufgeregte Medienberichte geschafft haben. Sie stammen von der weltweit größten Vereinigung von Kreuzfahrtunternehmen, der „Cruise Lines International Association“ (CLIA), also direkt von der Kreuzfahrt-Lobby. Und allein deshalb hätte etwas mehr Sorgfalt bei der Übernahme der Zahlen sicher gutgetan.
Zugegeben: Die CLIA macht es Interessierten nicht leicht, ihre Daten schnell zu verstehen – was Medien natürlich nicht davon abhält, sie einfach in der Berichterstattung zu übernehmen. Die Verwirrung fängt oft schon an, bevor man sich überhaupt die einzelnen Datensätze anschaut. Denn CLIA veröffentlicht jedes Jahr eine Vielzahl an Publikationen. Neben dem „State of the Cruise Report“ gibt es noch die „Annual Passenger Reports“. Letztere wiederum sowohl für weltweite Zahlen als auch für einzelne Kontinente. Herausgegeben werden alle Statistiken im gleichen Look, sodass man wirklich ganz genau schauen muss, wo auf der Welt man sich gerade befindet.
Die FAZ vermischt zwei Datensätze
Das gelingt nicht jedem: So schreibt die FAZ in ihrem Artikel, „dass mittlerweile 36 Prozent der Passagiere weltweit 39 Jahre oder jünger sind. […] Vor sechs Jahren noch lag dieser Anteil bei 27 Prozent“. Laut FAZ ist der Anteil dieser Gruppe also um neun Prozentpunkte gewachsen. Nur leider stammen die 36 Prozent von 2024 aus dem globalen Datensatz, und die 27 Prozent von 2019 aus dem europäischen Report.
Tatsächlich ist der Anteil der Passagiere unter 39 Jahren in diesem Zeitraum weltweit von 35 auf 36 Prozent gestiegen, in Europa von 27 auf 32 Prozent. Allerdings sollte man hier zwingend fragen, wie sinnvoll und journalistisch sauber es eigentlich ist, auch die Gruppen von Kindern (unter 12 Jahre) und Jugendlichen (13–19 Jahre) in eine solche Prozentangabe zu integrieren, wenn es darum gehen soll, welche Altersklasse sich heute bewusst für eine Kreuzfahrt entscheidet. Schließlich werden die meisten Passagiere unter 19 Jahren als Anhängsel ihrer Eltern an Bord sein.
Die Passagierdaten aus dem globalen CLIA-Bericht 2024.Quelle: CLIA
Nimmt man also die zu diesem Zweck sinnvolle Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 39 Jahren, sieht das Ganze schon ganz anders aus. In Europa ist deren Anteil an den Passagieren nämlich zwischen 2019 und 2024 nur um ganze zwei Prozentpunkte gestiegen. Weltweit gab es gar keine Veränderung. Ein echter Trend sieht anders aus, die meisten Schlagzeilen zum Thema sind damit bereits hinfällig.
Funk-Creator will es auch nach Kritik nicht verstehen
Die Klimajournalistin Louisa Schneider hat in dieser Woche zuerst auf diese irreführende Darstellung in Wyns Video hingewiesen. In einem Kommentar unter ihrem Instagram-Video versucht sich Wyn zu rechtfertigen – indem er die falsche Prozentangabe aus der FAZ verwendet.
Zudem wiederholt er dort seine Aussage, die Gruppe „39 Jahre und jünger“ wäre unter Kreuzfahrern mittlerweile größer als die der Boomer. Und damit spricht er unwissentlich das zentrale Problem der Berichterstattung an: die manipulative und irreführende Darstellung der Daten, die es unhinterfragt in fast alle Medienberichte geschafft hat.
Eigenwilliges Tortendiagramm in einem Report der Kreuzfahrt-Lobby.Quelle: CLIA
Dass die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen „die größte Gruppe, im Vergleich zu den anderen Altersklassen“ sei, entnahm die „Tagesschau“ in ihrem Instagram-Beitrag diesem Diagramm. RTL baute auf dessen Grundlage sogar eine eigene Infografik, genauso wie der englischsprachige Instagram-Kanal der Financial Times. Wyn wiederum nutzte die unveränderte Darstellung aus dem Report für sein Reel, und kreiste die für seine Argumentation wichtige Altersgruppe ein.
Es ist frappierend, dass dabei niemandem in diesen durchaus renommierten Redaktionen etwas aufgefallen ist. Denn CLIA hat das Diagramm zugunsten des eigenen Narrativs irreführend dargestellt. Ganz zufällig werden nämlich nur die beiden jüngsten Altersgruppen in 20er-Jahresschritten (unter 20, 20–39) sortiert, während Passagiere ab 40 Jahren in Zehnerschritten (40–49, 50–59 usw.) dargestellt werden.
Die Illusion zerfällt schnell, doch der Spin bleibt
Sortiert man das gesamte Diagramm nun korrekt in 20er-Gruppen, zerfällt sofort die ganze schöne Illusion. Denn dann sind die 20-39-Jährigen mit 20 Prozent plötzlich die zweitkleinste Gruppe. Zusammengenommen stellen die 40–59-Jährigen dann 31 Prozent der Passagiere, die über 60-Jährigen sogar 33 Prozent (wobei CLIA die über 70-Jährigen als nach oben offene Gruppe darstellt). Der Vergleich mit unserem nachgebauten Tortendiagramm macht deutlich, wie sehr die Darstellung von CLIA verzerrt. Sowohl Funk-Creator Wyn als auch die „Tagesschau“ verbreiten also schlicht falsche Aussagen.
Die Illusion ist dahin: So würde eine korrekte Darstellung der Daten aussehen. Quelle: CLIA, Grafik: Übermedien
Damit ist es der Kreuzfahrt-Lobby gelungen, ihren Spin dank der Medien zu verbreiten – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Dazu musste sie weder explizit schreiben, dass die „Gen Z“ jetzt angeblich auf Kreuzfahrten abfährt oder die Klimabewegung am Ende ist, noch falsche Informationen lancieren. Es reichte, die Daten irreführend zu verpacken und sich auf drei Dinge zu verlassen.
Erstens, dass Redaktionen einerseits im täglichen Contentgeschäft nur selten Daten aus offiziellen Pressemitteilungen ernsthaft hinterfragen. Zweitens, dass Medien Themen lieben, die Empörung und Überraschung hervorrufen. In diesem Fall also die vermeintliche Doppelmoral der angeblichen „Klimageneration“. Und drittens, dass die journalistische Vorsicht gerne einmal nachlässig wird, wenn eine Nachricht schön zu bereits vorhandenen Narrativen passt. Hier die Erzählung, dass Klimathemen und Nachhaltigkeit bei jungen Menschen zunehmend in den Hintergrund rückten. In diesen Kontext stellten die meisten Medien auch ihre Berichterstattung zu den CLIA-Zahlen.
Wie war das nochmal mit dem „Zwei-Quellen-Prinzip“?
Inwieweit diese Erzählung zutrifft, oder nicht, lässt sich anhand verschiedener Zahlen und Umfragen durchaus diskutieren. Fakt ist aber, dass die Daten der Kreuzfahrt-Lobby diesen Befund nicht stützen.
Es ist bei alldem etwas ironisch, dass die „Tagesschau“ vor einigen Tagen bei Instagram ein Video veröffentlichte, in dem die Redaktion erklären möchte, was ihre Arbeit von Influencer:innen abhebt. Der gute Rat an die Nutzer:innen: „Schau im Zweifel immer nochmal auf den Accounts von professionellen Nachrichtenredaktionen.“ Die würden nämlich nach dem Zwei-Quellen-Prinzip arbeiten. Blöd nur, wenn diese Nachrichtenredaktionen dann reihenweise nicht einmal eine einzige Quelle richtig verstehen.
Nachtrag, 20.3.26: Funk-Creator Wyn hat die Fehler in einer Instagram-Story mittlerweile eingeräumt. Das ursprüngliche Video wurde zudem offline genommen.
Nachtrag 21.3.26: Der Beitrag der „Tagesschau“ wurde ebenfalls gelöscht. Wir hatten zuerst geschrieben, es gäbe keinen Hinweis dazu. Tatsächlich findet sich ein Eintrag auf der Korrekturenseite der „Tagesschau“.
Der letzte Satz ist herrlich böse, danke für’s Entlarven dieser sich als neue Erkenntnis verkleidenden Werbeerzählung. Im 7. Absatz („Die FAZ vermischt zwei Datensätze“) hat sich ein Zahlendreher eingeschlichen. Es müsste „Nur leider stammen die 36 Prozent von 2024 […]“ heißen.
Danke, ist korrigiert.
Grüße aus der Redaktion
Interessante Analyse. Schon frappierend, wie bereitwillig sich Redaktionen an der Nase herumführen lassen, wenn sie eine Schlagzeile wittern. Drei Anmerkungen:
1. Der Kreuzfahrtlobby dürfte der Klima-Dreh herzlich egal sein. Sie will ihr Produkt schlicht vom Senioren-Image befreien und für Jüngere interessanter machen. Nach dem Motto: „Von wegen alles olle Opis – bei uns gibt es massenhaft coole Twens wie Euch, die es richtig krachen lassen!“ Marketing, halt.
2. Wenn man die Beliebtheit von Kreuzfahrten bei 20- bis 39-jährigen herausfinden will, ist ihr Anteil unter den Passagieren die falsche Bezugsgröße. Die richtige Frage lautete umgekehrt: Wie hoch ist der Anteil von Kreuzfahrt-Gästen unter den 20- bis 39-jährigen?
3. Selbst wenn dieser Anteil unerwartet hoch wäre, würde das nichts über die „Gen Z“ aussagen. Wie wir bei Übermedien einmal lernen durften, ist Generations-Berichterstattung generell Humbug. Weder taugen die Kreuzfahrtberichte dazu, eine „Generation“ zu denunzieren, noch hilft die Widerlegung dieser Berichte dabei, sie reinzuwaschen. Weil es eine Generation als einheitlich fassbare Gruppe gar nicht gibt. Es gibt immer solche und solche (und dann gibt’s noch ganz andere, und das sind die Schlimmsten).
@2 Danke für den Link zum Artikel zum Generationenbegriff. An den musste ich beim Lesen auch sofort denken, konnte ihn in meinen Lesezeichen aber nicht mehr wiederfinden. Stellt sich heraus: schlich versäumt, eins zu setzen.
Wow, diese Diagramme sind ja bestes Unterrichtsmaterial für alles, was man in Diagrammen falsch machen kann…. Rechts werden ja die relativ geringen Unterschiede zwischen 76 und 84 Prozent künstlich durch falsche Skalierung aufgeblasen. Das linke Diagramm ergibt ja wirklich gar keinen Sinn… Es ist ja nicht mal ein Diagramm, einfach alle Felder gleich groß und scheinbare Größenunterschiede nur durch die 3D-Darstellung.
Das die Leute das mit den ungleichen Altersspannen nicht beachtet haben, ist ne ganz schwache Kür.
Mir scheint, als gingen im Text hier einige Male Prozent und Prozentpunkte durcheinander.
@#6: Danke, das war an 2 Stellen tatsächlich der Fall. Ist korrigiert.
Beste Grüße aus der Redaktion
Auch das Balkendiagramm wurde von der CLIA verzerrt dargestellt.
Es sieht so aus als gäbe es große Unterschiede zwischen den Generationen, dabei liegt der Wert bei allen bei etwa 80%.
Und da man nicht weiß wie gut die Umfrage durchgeführt wurde, könnten die tatsächlichen Werte sogar noch um mehrere Prozentpunkte abweichen.
Der dargestellte Denkfehler entspricht folgendem Syllogismus nach Scott Adams:
Manche Ebonier engagieren sich im Tierschutz
Manche Ebonier tragen Pelze
Alle Ebonier sind Heuchler
Da kommt es auf ein paar Prozent(punkte) fast gar nicht mehr an.
Immer wieder samstags ein Aha-Erlebnis dank Übermedien. Danke für diesen Artikel.
Liebe Ally,
das freut uns. Danke für das nette Feedback!
Beste Grüße aus der Redaktion
#Ally
Da schließe ich mich gern an. Das Beste, was Lanz jemals zustande gebracht hat:
Empörung (meinerseits) anlässlich einer Sendung und Auffinden der Seite
„ Uebermedien“.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Der letzte Satz ist herrlich böse, danke für’s Entlarven dieser sich als neue Erkenntnis verkleidenden Werbeerzählung. Im 7. Absatz („Die FAZ vermischt zwei Datensätze“) hat sich ein Zahlendreher eingeschlichen. Es müsste „Nur leider stammen die 36 Prozent von 2024 […]“ heißen.
Danke, ist korrigiert.
Grüße aus der Redaktion
Interessante Analyse. Schon frappierend, wie bereitwillig sich Redaktionen an der Nase herumführen lassen, wenn sie eine Schlagzeile wittern. Drei Anmerkungen:
1. Der Kreuzfahrtlobby dürfte der Klima-Dreh herzlich egal sein. Sie will ihr Produkt schlicht vom Senioren-Image befreien und für Jüngere interessanter machen. Nach dem Motto: „Von wegen alles olle Opis – bei uns gibt es massenhaft coole Twens wie Euch, die es richtig krachen lassen!“ Marketing, halt.
2. Wenn man die Beliebtheit von Kreuzfahrten bei 20- bis 39-jährigen herausfinden will, ist ihr Anteil unter den Passagieren die falsche Bezugsgröße. Die richtige Frage lautete umgekehrt: Wie hoch ist der Anteil von Kreuzfahrt-Gästen unter den 20- bis 39-jährigen?
3. Selbst wenn dieser Anteil unerwartet hoch wäre, würde das nichts über die „Gen Z“ aussagen. Wie wir bei Übermedien einmal lernen durften, ist Generations-Berichterstattung generell Humbug. Weder taugen die Kreuzfahrtberichte dazu, eine „Generation“ zu denunzieren, noch hilft die Widerlegung dieser Berichte dabei, sie reinzuwaschen. Weil es eine Generation als einheitlich fassbare Gruppe gar nicht gibt. Es gibt immer solche und solche (und dann gibt’s noch ganz andere, und das sind die Schlimmsten).
Hier die Übermedien-Kritik am Generationbegriff von Herrn Kintzinger: https://uebermedien.de/91947/medien-lieben-es-menschen-in-generationen-einzuteilen-dabei-ist-das-humbug/
@2 Danke für den Link zum Artikel zum Generationenbegriff. An den musste ich beim Lesen auch sofort denken, konnte ihn in meinen Lesezeichen aber nicht mehr wiederfinden. Stellt sich heraus: schlich versäumt, eins zu setzen.
Wow, diese Diagramme sind ja bestes Unterrichtsmaterial für alles, was man in Diagrammen falsch machen kann…. Rechts werden ja die relativ geringen Unterschiede zwischen 76 und 84 Prozent künstlich durch falsche Skalierung aufgeblasen. Das linke Diagramm ergibt ja wirklich gar keinen Sinn… Es ist ja nicht mal ein Diagramm, einfach alle Felder gleich groß und scheinbare Größenunterschiede nur durch die 3D-Darstellung.
Das die Leute das mit den ungleichen Altersspannen nicht beachtet haben, ist ne ganz schwache Kür.
Mir scheint, als gingen im Text hier einige Male Prozent und Prozentpunkte durcheinander.
@#6: Danke, das war an 2 Stellen tatsächlich der Fall. Ist korrigiert.
Beste Grüße aus der Redaktion
Auch das Balkendiagramm wurde von der CLIA verzerrt dargestellt.
Es sieht so aus als gäbe es große Unterschiede zwischen den Generationen, dabei liegt der Wert bei allen bei etwa 80%.
Und da man nicht weiß wie gut die Umfrage durchgeführt wurde, könnten die tatsächlichen Werte sogar noch um mehrere Prozentpunkte abweichen.
Der dargestellte Denkfehler entspricht folgendem Syllogismus nach Scott Adams:
Manche Ebonier engagieren sich im Tierschutz
Manche Ebonier tragen Pelze
Alle Ebonier sind Heuchler
Da kommt es auf ein paar Prozent(punkte) fast gar nicht mehr an.
Immer wieder samstags ein Aha-Erlebnis dank Übermedien. Danke für diesen Artikel.
Liebe Ally,
das freut uns. Danke für das nette Feedback!
Beste Grüße aus der Redaktion
#Ally
Da schließe ich mich gern an. Das Beste, was Lanz jemals zustande gebracht hat:
Empörung (meinerseits) anlässlich einer Sendung und Auffinden der Seite
„ Uebermedien“.