Alexander Prinz über sein Ende bei Funk

„Dieses System ist so riesig und unbeweglich“

„Der Dunkle Parabelritter“ hat nach zwei Jahren das Jugendangebot von ARD und ZDF wieder verlassen. Was er unterschätzt hat, wieso er sich teilweise „persönlich verarscht“ fühlt und ob er trotzdem nochmal für den Öffentlich-Rechtlichen arbeiten würde, erzählt er im Interview.
YouTuber Alexander Prinz
YouTuber Alexander PrinzFoto: Ronny Goetter / Bearbeitung: Alexander Prinz

Vor zwei Jahren wechselte Alexander Prinz mit seinem Kanal „Der Dunkle Parabelritter“ zu Funk. Für viele war das überraschend. Der bis dahin eigenständige YouTuber hatte zuvor immer wieder laut das Jugendangebot von ARD und ZDF kritisiert. Die Kooperation wirkte auch wie eine Antwort von Funk auf alte Vorwürfe: zu ideologisch, zu sehr von großstädtischen Perspektiven geprägt. Mit Prinz kam zudem eine markante Stimme aus Ostdeutschland ins Netzwerk.

Früher produzierte Prinz seine Videos alleine, inzwischen hat er in Halle eine Produktionsfirma gegründet – mit einem Team, das ihn inhaltlich und technisch unterstützt. Seine Videos tragen Titel wie „AfD – Warum eigentlich nicht?“ und locken nach wie vor mit reißerischen Vorschaubildern. Dem „Spiegel“ sagte er vor zwei Jahren über diese Strategie: „Ich möchte Leute abholen, die für so etwas anfällig sind, ja. Und diesen Leuten dann die Möglichkeit geben zu überdenken, ob sie weiter so anfällig dafür sein wollen.“ 

Videos auf dem Kanal „Der dunkle Parabelritter“
Screenshot: YouTube / Der dunkle Parabelritter

Prinz steigt in seine Videos zwar oft provokativ, teils sogar polemisch ein. Wer jedoch dranbleibt, bekommt differenzierten, undogmatischen, gründlich recherchierten und zugleich meinungsstarken und unterhaltsamen Content. Ein gutes Beispiel dafür ist sein Video über Migration.

Vergangenen Sonntag hat Prinz in einer „Abrechnung“ auf YouTube bekannt gegeben, dass er Funk wieder verlassen hat. Wir haben mit ihm über das Ende der Zusammenarbeit gesprochen – und ihn gefragt, unter welchen Umständen er noch einmal zusagen würde und wie er künftig ein Publikum jenseits von Plattformlogiken und Algorithmen erreichen möchte.


Übermedien: Funk und du habt nach zwei Jahren also „schlussgemacht“. In deinem neuesten Video wird nicht so richtig klar, von wem die Trennung ausging.

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