Ausgedampft

Eine Dampflok schnauft durchs Bild, dazu schwingt verträumt der Jazzstandard „Sentimental Journey“. So beginnt seit über 1000 Folgen die Reihe „Eisenbahn-Romantik“. Oder besser gesagt: begann. Mit Ablauf des vergangenen Jahres produziert der SWR keine neuen Folgen mehr.
Man könnte das Format leicht für angestaubt halten. Nostalgie für Männer mit Modelleisenbahn. Doch damit tut man ihm unrecht. Unter dem Label „Eisenbahn-Romantik“ ist in 35 Jahren ein Schatz an kleinen, feinen Reisereportagen entstanden.
Sicher, es gab auch immer Folgen, die sich an die Pufferküsser richteten, wie sich beinharte Eisenbahnfans nennen, etwa wenn von einer bestimmten Lokomotiv-Baureihe in der Schweiz berichtet wurde. Aber den Machern war stets wichtig, dass nicht nur der Opa, sondern auch seine Frau und die Enkel sich nicht langweilen, wie der langjährige Redaktionsleiter Harald Kirchner zum Abschied in einem
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