In der Serie „Fleabag“ war es noch erfrischend, dass Phoebe Waller-Bridge direkt in die Kamera spricht und dem Publikum vielsagende Blicke zuwirft. Deutsche Produktionen haben das Durchbrechen der „vierten Wand“ endgültig überstrapaziert. Unsere Autorin ist genervt: Fällt ihnen nichts Neues ein?
In Filmen und Medien werden Archive oft als staubige, vergessene Orte dargestellt, in denen nur unkommunikative Menschen arbeiten. Dabei sind Archive in Wirklichkeit genau das Gegenteil, erklärt Diplomarchivarin Tanja Wolf.
Viele fiktionale Produktionen in Deutschland tun so, als gäbe es Covid-19 nicht – und damit auch die Maßnahmen und Folgen der Pandemie für Gesellschaft und Einzelne nicht. Der oft genannte Grund: Zuschauer:innen wünschten sich im Fernsehen eine heile Welt. Aber so einfach ist es nicht.
Die Produktionen vieler Filme und Serien mussten wegen Corona vorübergehend gestoppt werden, außerdem brechen den Sendern Werbeeinnahmen weg, und zwar erheblich. Deutsche Produzenten und Sender geben sich trotzdem optimistisch. Experten aber warnen.