„Wazzup beetch?“

Deutscher USA-Korrespondent belästigt amerikanische Journalistin

Lauren Wolfe sagt, als Journalistin sei sie es gewohnt, dauerhaft Hass und Belästigungen zu erleben. Ihr sei schon mit Vergewaltigung gedroht worden und mit dem Tod. Vieles sei viel schlimmer gewesen als die Facebook-Nachrichten, die sie im Januar und Februar dieses Jahres von Friedemann D. erhielt. Und trotzdem hätten die einen neuen Tiefpunkt dargestellt: Weil es hier ein Kollege war, ein anderer Journalist, den sie nicht einmal kannte, der sie online unter seinem Klarnamen übel belästigte.

Lauren Wolfe ist eine preisgekrönte Journalistin. Anfang dieses Jahres machte sie ungewollt weltweit Schlagzeilen. Am 19. Januar, vor der Amtseinführung von Joe Biden als amerikanischer Präsident, hatte sie zu einem Foto seiner Maschine auf dem Regierungsflughafen getwittert: „Ich habe Gänsehaut“.

Sie wurde dafür schnell von rechten Kommentatoren angegriffen. Wenige Tage später wurde bekannt, dass die „New York Times“, für die sie arbeitete, ihr offenbar im Zusammenhang mit diesem Tweet gekündigt hatte.

„Was ist los, Schlampe?“

Noch am Tag der Amtseinführung hatte D. ihr über den Facebook-Messenger geschrieben:

„Did Ole Joe sniff your hair to give you more chills already, hun?“

Etwa: „Hat der alte Joe schon an deinen Haaren geschnüffelt, um dir noch mehr Gänsehaut zu verschaffen, Liebling?“

Eine gute Stunde später schickte er eine weitere Nachricht:

„Hey tingle tingle girl still hot?“

Etwa: „Na, Kribbel-kribbel-Mädchen, noch heiß?“

D. schickte ihr außerdem mehrere Bilder mit rechten Memes zur angeblich gestohlenen Wahl, darunter diese:

Nachrichten von unbekannten Absendern verbirgt Facebook in einem eigenen Unterordner, und Wolfe sagt, sie habe diese damals übersehen. Aber einen Monat später, am 21. Februar, schrieb ihr D. erneut:

„Wazzup beetch?“

Etwa: „Was ist los, Schlampe?“

Als sie diese Nachricht sah, bemerkte sie auch die früheren Messenges von D. Sie wurde extrem wütend, als sie erfuhr, dass er auch ein Journalist ist. Sie nannte seinen Namen auf Twitter und schrieb einige Tage später in ihrem Newsletter über den Fall.

„Aussetzer des Urteilsvermögens“

D. arbeitet als USA-Korrespondent für eine Reihe deutscher Regionalzeitungen. Wolfe schreibt, dass mehrere Twitter-Follower von ihr Kontakt zu einigen dieser Medien aufgenommen hätten. Die wollten ihn trotz des Vorfalls weiter beschäftigen:

„Mitglieder meines eigenen Berufsstandes, den ich leidenschaftlich liebe, haben sich für den frauenfeindlichen Widerling entschieden. Sie haben entschieden, dass es ihnen nichts ausmacht, die Arbeit eines Mannes zu veröffentlichen, der Frauen sexuell belästigt.“

D. nennt seine Nachrichten an Lauren Wolfe auf Anfrage von Übermedien einen „lapse in judgement“ – einen Aussetzer des Urteilsvermögens. Er habe sich dafür bereits am 22. Februar per Facebook-Nachricht bei Wolfe entschuldigt. Das erwähne sie in ihrem Text „offensichtlich bewusst nicht“: „Stattdessen verfolgt sie weiter ihr erklärtes Ziel, mich bei meinen Auftraggebern zu ‚canceln‘.“

Doch Wolfe konnte seine Entschuldigung gar nicht lesen: Sie hat den Kontakt zu D. nach seiner „Wazzup beetch?“-Nachricht auf Facebook blockiert.

„Unangemessen satirisch überspitzt“

D. schreibt uns, er bedaure den Vorgang sehr. Seine Nachrichten seien „von der Wortwahl und den angehängten politischen Memes her allzu provozierend und unangemessen satirisch überspitzt“ gewesen, müssten „aber im direkten Zusammenhang mit der Arbeit von Frau Wolfe und ihrem öffentlichen distanzlosen Kommentar zu Biden (‚chills‘) gesehen werden“. Sie zielten außerdem auf das „in Videos gut dokumentierte und in den USA kritisch debattierte Verhalten von Joe Biden ab, der sich im Umgang mit Frauen und Mädchen bei öffentlichen Veranstaltungen oft zu viel Nähe durch Berührungen und körperliche Annäherungen geleistet hat, bis ihm dies seine Wahlkampfmanager letztes Jahr untersagten“. Darauf beziehe sich die Formulierung „sniff your hair“.

„Die Messages hatte ich geschickt, um eine Reaktion von Frau Wolfe zu provozieren. Ich möchte betonen, dass die beiden Messages lediglich auf das Thema der Neutralität von Reportern bei politischen Vorgängen abzielten und keinen anderen Bezug als die offensichtlich erheblichen Sympathien von Frau Wolfe für den heutigen Präsidenten trotz dessen vergangenen Verhaltens hatten. Mit einem kolportierten ’sexual harassment‘ hatten diese Messages trotz der angreifbaren Wortwahl schon gar nichts zu tun, wie die eindeutigen politischen Bezüge und die Erwähnung Joe Bidens unter Anspielung auf dessen Übergriffe klar machen.

Da Frau Wolfe auf die beiden Messages nicht mit einer Antwort reagierte, hatte ich am 21. 2. – also einen Monat später – noch einmal mit einer natürlich völlig unangebrachten und beleidigenden Message nachgefasst.“

Er habe in seiner über 40-jährigen Laufbahn niemals Kolleginnen ähnliche Messages geschickt, schreibt uns D., und diese schon gar nicht in irgendeiner Form „belästigt“. Neben der politischen Komponente erkläre er sich sein Verhalten durch einen Todesfall in der Familie durch Covid 19 sowie monatelangen „Schlafmangel durch die starke berufliche Belastung während der Wahlentscheidung“.

„Einmaliger ‚Fehltritt'“

Lauren Wolfe formuliert dazu in ihrem Newsletter: „Anscheinend haben Männer, die leiden, das Recht, das an Frauen auszulassen“. Uns gegenüber weist sie auch die Formulierung „lapse in judgement“ zurück: „Man hat keine ‚Aussetzer im Urteilsvermögen‘, wenn man einer Frau ekelhafte Nachrichten in einem Monat Abstand schickt“.

Sie wünscht sich, dass die Medien, für die er arbeitet, ihm kündigen. Das Mindeste sei es, ihn für eine Weile zu suspendieren und dafür zu sorgen, dass er einen Kurs über sexuelle oder Online-Belästigung absolviere und einen über Feminismus.

„Vielleicht klinge ich gnadenlos, weil ich ihm keine zweite Chance geben will, aber ich glaube, weder er noch andere Männer, die so etwas tun, verstehen, welche Angst sie damit auslösen: das Gefühl, beobachtet zu werden; das Unbehagen, so direkt gehasst zu werden. Es ist furchteinflößend und erschütternd und sollte meiner Meinung nach als Straftat verfolgt werden können. Die Tatsache, dass er seinen echten Namen benutzte, spricht dafür, dass er sich unangreifbar fühlt. Und leider scheint das bislang sogar zu stimmen.“

D. sagt, er sehe die Sache „als einmaligen, höchst bedauernswerten ‚Fehltritt‘ in meiner langen journalistischen Karriere, über den ich ausgiebig reflektiert habe und der sich nicht wiederholen wird“:

„Ich habe die anstößige Wortwahl während einer Phase hoher persönlicher Belastung eingesehen und dies auch meinen Redaktionskunden klar gemacht, die mich auf den Vorgang extrem kritisch angesprochen haben, die Thematik – anders als von Frau Wolfe behauptet – nicht ignorieren, von meiner Entschuldigung an Frau Wolfe Kenntnis haben und dem Vorgang angemessene Sanktionen innerhalb des zur Verfügung stehenden disziplinären Spektrums verhängt haben.“

Auf Nachfrage wollte D. nicht sagen, um welche Sanktionen es sich handelt.

„Äußerungen frauenfeindlich und indiskutabel“

Wir haben bei mehrern deutschen Medien, für die D. als USA-Korrespondent arbeitet, nachgefragt, wie sie mit dem Fall umgehen.

Georg Anastasiadis, Chefredakteur des „Münchner Merkur“, schreibt, dass D. seit vielen Jahren als freier Mitarbeiter für das Haus tätig sei. Es sei der erste Vorfall dieser Art.

„Das Verhalten von Herrn D. verurteilen wir scharf. (…) Wir haben ihn für sein Verhalten abgemahnt und aufgefordert, eine Spende an eine Einrichtung zu tätigen, die sich um belästigte oder missbrauchte Frauen kümmert. Wir gehen davon aus, dass sich ein solches Fehlverhalten nicht wiederholt.

Amien Idires, der stellvertretende Chefredakteur von „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“, teilt uns mit:

„Obgleich die gesamte Redaktion die Äußerungen von Herrn D. als frauenfeindlich und indiskutabel empfinden, haben wir als Chefredaktion die Zusammenarbeit nicht beendet.

Herr D. hat glaubhaft versichert, dass er eine persönlich schwierige Zeit durchlebt, und er hat sich aus unserer Sicht ebenso glaubhaft bei Frau Wolfe entschuldigt.

Natürlich stand auch im Raum, die Zusammenarbeit zu beenden. Da wir aber seit 20 Jahren vertrauensvoll mit Herrn D. zusammenarbeiten, und er sich bis dato nichts hat zu Schulde kommen lassen, waren wir der Überzeugung, dass er eine zweite Chance verdient hat.

Wir können nachvollziehen, dass es Medienhäuser gibt, die anders entscheiden, das war aber nicht unser Weg.

Inzwischen hat Herr D. jedoch aus eigenem Antrieb die Zusammenarbeit beendet.“

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ will die Zusammenarbeit mit D. nicht aussetzen oder beenden. „Ich erwarte aber“, schreibt uns Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke, „dass derartige Äußerungen, Posts, etc., in keiner Weise mehr vorkommen.“

Die „Passauer Neue Presse“ (PNP) und die „Nordwest-Zeitung“ (NWZ) wollen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt verschaffen, bevor sie über das weitere Vorgehen entscheiden. Der „Südkurier“ hat auf unsere Anfrage nicht geantwortet.

Nachtrag, 16. März. PNP und NWZ wollen die Zusammenarbeit mit D. fortsetzen.

Ernst Fuchs und Martin Wanninger aus der Chefredaktion der PNP teilen uns mit, auch sie betrachteten das Verhalten von D.

„natürlich als völlig inakzeptabel und haben ihm das auch deutlich gemacht. Gleichwohl haben wir – wie auch andere Medien – aufgrund der ausführlichen Entschuldigung und der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mittlerweile entschieden, Herrn D. eine zweite (und letzte) Chance zu geben.

NWZ-Chefredakteur Ulrich Schönborn schreibt:

Wir haben den Vorfall geprüft. Die vorliegenden Nachrichten an Frau Wolfe sind ein No-Go, frauenfeindlich und verletzen die Grenze von Anstand und Respekt. Das haben wir unserem freien Mitarbeiter Herrn D. in aller Deutlichkeit mitgeteilt und ihn aufgefordert, uns die gesamte Kommunikation offen zu legen. Herr D. hat uns zwischenzeitlich versichert, dass es keine weiteren kompromittierenden Posts an Lauren Wolfe oder andere gegeben hat. Er hat sich bei Frau Wolfe entschuldigt und aus unserer Sicht die Tragweite seiner Verfehlung erkannt.

Vor dem Hintergrund unserer jahrelangen positiven Zusammenarbeit und nach Rücksprache mit mehreren Kolleginnen und Kollegen haben wir beschlossen, den Stab nicht endgültig zu brechen, sondern unter dem Vorbehalt, dass sich ein solches Fehlverhalten nicht wiederholen darf, weiter Texte von ihm zu veröffentlichen, wenn sie in unser publizistisches Konzept passen.“

Nachtrag, 17. März. Inzwischen hat auch der „Südkurier“ geantwortet. Chefredakteur Stefan Lutz teilt uns mit:

Friedemann D. arbeitet für uns als freier Mitarbeiter aus den USA und das seit vielen Jahren. Die journalistische Zusammenarbeit war stets gut, belastbar und zuverlässig. Sein Verhalten ist für uns nicht nachvollziehbar und wir sind auch noch im Austausch mit ihm. Wir haben allerdings noch kein abschließendes Bild gewonnen und deshalb noch keinen Entschluss gefasst, ob wir die Zusammenarbeit mit ihm fortsetzen werden. Bis zu einer endgültigen Entscheidung lassen wir die Zusammenarbeit ruhen.

28 Kommentare

  1. Schön. Den lapse of judgement darf eine Journalistin offensichtlich nicht haben, wenn ein sexistischer rassistischer Narzisst die Wahl verliert, aber ein männlicher Journalist darf das dann sehr wohl.

  2. Bezüglich der „glaubhaften Entschuldigung“:
    Man bittet um Entschuldigung, diese wird gewährt – oder auch nicht.
    Nach einem Fehlverhalten sofort die „Cancel Culture“ zu bemühen ist dann wohl eines der unzähligen Beispiele gegen deren Existenz.

  3. „Am 19. Januar, dem Tag der Amtseinführung von Joe Biden als amerikanischer Präsident, …“. Ich glaube, die Amtseinführung war am 20.1. Dann hätte sie den Tweet einen Tag vor der Amtseinführung geschrieben.

  4. „Ich habe die anstößige Wortwahl während einer Phase hoher persönlicher Belastung eingesehen…“.

    Menschen sind bekanntlich verschieden und gehen mit Belastungen sehr unterschiedlich um. Aber dass jemand ausgerechnet in einer Phase „hoher persönlicher Belastung“ nichts Besseres zu tun hat als übergriffige, schmierig-anzügliche Nachrichten an eine Person zu schreiben, die er nicht mal persönlich kennt, finde ich dann doch, sagen wir mal, ungewöhnlich.

    Wie Lauren Wolfe schon selbst richtig bemerkt hat, wird D.s Rechtfertigung, es habe sich um einen „lapse in judgement“ gehandelt, auch nicht gerade glaubwürdiger dadurch, dass er ihr einen Monat später eine weitere, eindeutig beleidigende Nachricht („Wazzup, beetch?“) geschickt hat.

    Aber klar, alles nur „satirische Überspitzung“ und so.

  5. Klar, dass die männlichen Vorgesetzten kein Problem damit haben, wenn ihr Mitarbeiter dreimal mit zeitlichem Abstand eine Kollegin beleidigt und belästigt. Wenn das einmal, im besoffenen Kopf o.ä. passiert wäre, wäre das immer noch schlimm, aber dann noch verhandelbar. So allerdings ist das Verhalten – und auch die Reaktion der Redaktionsleiter – ein Schlag ins Gesicht aller Frauen.

  6. Diese Kanonade rechter/trumpistischer Memes ist auch insofern interessant, dass besagter Journalist vor kurzem einen in fast allen Aspekten falschen Artikel über ein Konzept antirassistischen Mathematikunterrichts in mehreren deutschen Tageszeitungen platziert hat, der dann erwartbar seine Runde machte, weil D. dort behauptete, in Zukunft sei „2+2=4“ nicht mehr die einzig richtige Lösung. Das simple Nachlesen der online verfügbaren Originalquellen hätte gezeigt, wo er überall falsch liegt.

    Mir scheint, zahlreiche deutsche Zeitungen haben sich da ein trumpistisches U-Boot als Korrespondenten zugelegt. Nicht gut.

  7. Er „entschuldigt“ sich, aber nur für seine Wortwahl – und das auch nur bez. seiner letzten Belästigungs-Message. Eine ihm unbekannte Frau anzugehen, das verteidigt er, obwohl es ihn nichts angeht, wie Wolfe zu Biden steht, noch sie ihm irgendwie dafür rechenschaftspflichtig ist. Nein, das ist sicher keine glaubhafte Entschuldigung., eher das Gegenteil, eine „nonpology“, wie man so schön sagt.

  8. @#6:
    Ist ja so gesehen keine Kollegin gewesen, weil die unterschiedliche Arbeitgeber haben. Ist kein Trost, aber erklärt die Reaktion der Redaktion.

  9. Die Herrschaften Redakteure gehen davon aus, dass sich solch ein Verhalten nicht wiederholt… nur ist doch die zweite Nachricht schon eine Wiederholung.

  10. #11 Da wird eine Journalistin von einem deutschen Journalisten beleidigt und belästigt und dir fällt nichts Besseres ein als Biden-Bashing?

  11. @Andreas Müller: Lauren Wolfe hat über die Vergewaltigung und Ermordung zahlreicher Kleinkinder im Kongo durch die Mitglieder der Miliz eines Politikers berichtet.

    https://www.theguardian.com/world/2016/aug/03/kavumu-village-39-young-girls-raped-justice-drc

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/jun/20/girls-gang-raped-suspects-free-democratic-republic-congo-president-kabila

    https://foreignpolicy.com/2016/06/23/how-i-got-an-alleged-mass-rapist-and-67-militiamen-arrested-in-congo/

    Wollen Sie noch ein paar Sprüche über preisgekrönten Journalismus machen?

  12. Irgendwie passt der Kommentar vom Müller auch zum Artikel.
    Weißer, alter Mann, der nichts checkt.
    Und das auch noch ganz groß raushauen muss.

    Ich schäme mich ein wenig für mein Geschlecht.

  13. @Stefan Ist das euer Haustroll? Mein Beileid. Ich bin ja neu hier, aber ein Blick auf das Geschwurbel in seinem Blog und auf andere Kommentare unter Artikeln hier haben mich sofort überzeugt, nicht mit ihm sondern höchstens über ihn zu diskutieren. Ich spiel ja auch nicht mit Tauben Schach.

  14. Für rechte Chauvis und Verschwörungstheoretiker wie Müller ist Joe Biden ein seniler Grapsch-Greis, der sowieso keine Amtszeit durchhalten soll und nur als Platzhalter für Kamala Harris dient, die dann nach einem perfiden Drehbuch die erste Präsidentin wird.

  15. Wer mit so einem Vornamen geschlagen ist, sollte grundsätzlich nur nüchtern Posts schreiben. Und wenn das nicht möglich ist, eine Entziehung machen

  16. @Frank Reichelt (#18):

    Dass Biden alters- oder krankheitsbedingt irgendwann zurücktritt und Harris das Feld überlässt, halte ich für durchaus möglich. Dass es dafür ein Drehbuch gibt, wage ich zu bezweifeln – aber das Ergebnis fände ich spannend.

    Harris ist jedenfalls die interessantere Politikerin. Ob sie bei der nächsten Wahl mehrheitsfähig wäre, ist eine andere Frage.

  17. @17, Silke. Den feinen Herr Müller kenne ich natürlich als fleißiger Leser, habe mir bis zu Deinem Hinweis aber nicht seinen Blog angeguckt. Nach einer Minute Überschriften lesen, fühlt man sich in allem bestätigt.

  18. Permanent auf der Suche nach faulen Ausreden, bin ich bei Herrn D. fündig geworden. Ich erwarte demnächst wieder »eine Phase hoher persönlicher Belastung« (Solo-Selbständiger) und weiß noch nicht genau, in welchem Kommentarbereich ich abledern werde. Aus Dankbarkeit vermutlich hier.

  19. @all
    Es geht hier nicht um Biden und nicht um Herrn Müller.
    Es geht hier um das, was ein Problem in unserer Gesellschaft ist.
    Siehe Text.

  20. Jawoll Herr Niggemeier, Micha hat völlig recht. Bitte halten Sie sich in Zukunft dran, Danke!

  21. Seltsamerweise fällt die Vokabel „Cancel“ in diesem Zusammenhang nur in Bezug auf den übergriffigen Netztroll Journalisten.
    Der wird aber weiter beschäftigt, anders als das Opfer, die wegen ihres Tweets gefeuert wurde.
    Von derselben NYT, die Di Lorenzo des „Haltungsjournalismus“ unlängst bezichtigte und der „Cancel Culture“ …
    Nun kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Rechten bei der medialen Instrumentalisierung solcher Vorkommnisse einfach effizienter sind. Anders läßt sich dieses seltsame Ungleichgewicht nicht erklären.
    Die Inhalte werden weitesgehend einfach ungeprüft kolportiert.
    Da musste gar die FAZ unlängst in die Bresche springen und das Märchen von der angeblichen Zensur des Werkes von Kant an den amerikanischen Elite-Unis zu entzaubern.

    Vergleicht man die memes dieses „Mackers“ mit dem Tweet der Journalistin und betrachtet dann die jeweiligen Folgen, könnte man meinen, die Welt sei sturz besoffen.

  22. @Stefan Niggemeier #14
    „Wollen Sie noch ein paar Sprüche über preisgekrönten Journalismus machen?“
    Lieber nicht mehr. Die werden ja als off-topic gelöscht😉
    Dabei ist die Frage ja relotiv aufwändig formuliert.

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