Wir haben 25 Medien gefragt, wie sie ihre Fehler korrigieren

Journalisten sind darauf angewiesen, dass die Menschen ihnen vertrauen. Deshalb versuchen sie, möglichst wenig Fehler zu machen. Doch paradoxerweise sind gerade Fehler ein hervorragendes Mittel, um das Vertrauen von Leserinnen und Lesern zu gewinnen: „Korrekturen sind ein mächtiges Werkzeug, um zu bekräftigen, wie verantwortungsbewusst und transparent wir sind“, sagt der „Buzzfeed“-Medienredakteur Craig Silverman, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt. „Dadurch, dass wir Fehler und Versäumnisse zugeben, zeigen wir, dass wir vertrauenswürdig sind.“

Auf den Podien der Medienkonferenzen sind sich darüber immer alle irgendwie einig. Doch in der Praxis zeigt sich oft das Gegenteil: Fehler werden ignoriert, vertuscht oder klammheimlich ausgebessert, grob falsche Artikel ohne Erklärung gelöscht. Der Versuch, Fehler zu verheimlichen statt souverän mit ihnen umzugehen, mag menschlich sein und das Kalkül, dass sie einem großen Teil des Publikums gar nicht aufgefallen sind, sogar kurzfristig aufgehen. Doch Medien riskieren so einen Vertrauensverlust bei denen, die die Vertuschung bemerken. Und vor allem verraten sie auch den Anspruch, die Menschen zu informieren – und das bedeutet auch: über von ihnen verbreitete falsche Informationen aufzuklären.

Silverman plädiert dafür, eine Fehlerkultur zu etablieren, in der es keine Schande ist, Fehler zuzugeben. In den redaktionellen Standards der „New York Times“ heißt es dazu etwa:

The paper regrets every error, but it applauds the integrity of a writer who volunteers a correction of his or her own published story.

Wenn die richtige Korrektur von Fehlern so wichtig ist, ist es vermutlich keine gute Idee, sie der jeweiligen Stimmung oder Neigung des gerade betroffenen Mitarbeiters zu überlassen. Silverman empfiehlt, Regeln für den Umgang mit Fehlern und Korrekturen aufzuschreiben. Idealerweise kann ein Medium sie auch veröffentlichen – als Vertrauens-Signal an die Leser.

Wie sieht es damit bei deutschen Medien aus? Wir haben eine Umfrage unter 25 ganz unterschiedlichen Redaktionen und Medienhäusern gemacht und sie nach ihren Regeln gefragt, Fehler zu korrigieren.

Es gibt Medienhäuser, in denen so sorgfältig recherchiert und formuliert wird, dass das Thema Fehlerkorrekturen fast keine Rolle spielt. Der Hamburger Bauer-Verlag zum Beispiel, in dem Publikationen erscheinen wie „in Touch“, „Freizeitwoche“ oder „Das neue Blatt“, arbeitet offenbar um ein Vielfaches sorgfältiger als Blättchen wie die „New York Times“. Er teilt uns mit, dass er sich im vergangenen Jahr überhaupt nur zweimal korrigieren musste – und das „bei mehr als 12.500 abgedruckten Berichten im Segment der unterhaltenden Frauenzeitschriften“.

Das hier sind die beiden gemeinten Korrekturen:

Korrektur in „Freizeitwoche“ 5/2018
Korrektur in „Freizeitwoche“ 43/2018

Allerdings könnte die Tatsache, dass der Bauer-Verlag so wenig Fehler macht, auch damit zusammenhängen, dass man dort ein besonderes Verständnis davon hat, was überhaupt eine Tatsache ist, die falsch sein kann.

Wenn unsere Artikel kritisiert werden, werden jedoch häufig Tatsachen und Meinungen verwechselt: Tatsachen können falsch sein, Meinungen nicht. Unsere Meinung, also die subjektive Bewertung einer Tatsache, wird vom Großteil unserer Leserinnen und Lesern geteilt – unsere Kritiker haben oft eine andere Meinung. Und das ist auch gut so, denn die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es ist auch ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, wenn unsere redaktionelle Meinung als vermeintlich unwahre Tatsache oder sogar als Fehler dargestellt wird.

Wenn eine Bauer-Zeitschrift also zum Beispiel meint, dass Kate schwanger ist oder Camilla säuft, kann das gar nicht falsch sein – andere haben da einfach eine andere Meinung.

Ein Sprecher von Axel Springer informiert uns, dass „Bild“ und „Welt“ eine „transparente und konsequente Fehlerkorrektur“ verfolgen: „Diese spiegelt sich auch in den Journalistischen Leitlinien von Axel Springer wider, die für alle offen dokumentiert sind.“

Allerdings steht unter dem von ihm mitgeschickten Link zu diesen Leitlinien nichts, das mit dem Thema Fehlerkorrektur zu tun hat. Auf eine entsprechende Nachfrage bekamen wir dann leider keine Antwort mehr. Auch nicht auf die Frage, ob „Bild“ beispielsweise je wieder über den Bluttest berichtet hat, mit dem sich Brustkrebs erkennen lassen soll – eine medizinische Sensation, die sie groß auf der Titelseite verbreitete, sich aber inzwischen als Ente herausgestellt hat.

(Nachtrag, 23. Juni. Auf nochmalige Nachfrage schrieb der Sprecher, der Umgang mit Fehlern sei mit der in den „Leitlinien“ „verankerten Sorgfaltspflicht der Journalisten klar begründet“.)

Sowohl bei „Bild“ als auch bei „Welt“ gibt es auch theoretisch keine Pflicht zur transparenten Korrektur. Laut Sprecher weisen die Redaktionen online unter dem Text nur dann auf eine Änderung hin, „wenn sich durch diesen Hinweis für den Leser ein neuer Erkenntnisgewinn ergibt“.

Grad der Peinlichkeit irrelevant

Mit Abstand am ausführlichsten hat die „Süddeutsche Zeitung“ unsere Fragen beantwortet. Drei Mitarbeiter, die für Leserdialog, Leserkommunikation und Social Media zuständig sind, schreiben unter anderem:

Wenn wir von Fehlern erfahren, die inhaltlich relevant sind (dazu rechnen wir auch falsch geschriebene Namen, beispielsweise), korrigieren wir diese öffentlich und nachvollziehbar auf allen Kanälen. Der Grad der Peinlichkeit eines etwaigen Fehlers ist dabei kein Hemmnis. Nach unserem Verständnis würde es auch nicht zum Ethos der SZ passen, wenn wir uns bei Fehlern wegduckten. Eine Kultur, Fehler ehrlich zu korrigieren, ist bei der Süddeutschen Zeitung daher langjährige Übung – übrigens verbunden mit teils sehr anerkennenden Rückmeldungen von Betroffenen wie überhaupt aus der Leserschaft.

Wenn die Redaktion auf einen möglichen Fehler aufmerksam gemacht werde, prüfe sie den Sachverhalt „möglichst sofort“:

Das hat höchste Priorität bei uns, weil schnelle Korrekturen auf allen Ausspielkanälen ja auch – bei aller Misslichkeit eines Fehlers – unseren unbedingten Willen zu korrekter Arbeit dokumentieren.

In einem Redaktionswiki ist für SZ.de der genaue Umgang mit Fehlern festgehalten. In der Zeitung finden sich die Korrekturen auf der Leserbriefseite neben einem „Karikatur-Fehlerteufelchen“. „Leserbriefseiten werden sehr stark beachtet und auch in der Tablet-Variante der SZ nachvollziehbar viel gelesen“, schreiben die Verantwortlichen, „insofern sind diese Seiten elektronisch wie in Print ein bewährter, guter Platz für Korrekturen.“

Die SZ hat in ihrer Antwort auch „signifikante aktuelle Beispiele“ für Korrekturen mitgeschickt – darunter diese:

Ausriss: SZ vom 25. Mai 2019

Ethikkodex

Die „Zeit“ und „Zeit Online“ gehören zu den wenigen Medien, deren genaue Regeln zum Umgang mit Fehlern öffentlich sind (wenn auch nicht auf den eigenen Seiten):

Bei berechtigter Kritik durch Leser an einem Online-Text melden sich Online-Redakteure und je nach Möglichkeit auch Print-Redakteure, die online publiziert haben, im Kommentar-Thread unter ihrem Artikel selbst zu Wort.

Faktische Fehler werden dabei in folgender Weise berichtigt:

1. Korrektur der betreffenden Textstelle

2. ein Hinweis unter dem Text, dass korrigiert wurde

3. sofern geboten: im Kommentarthread eine Antwort an den jeweiligen Leser, die seinen Hinweis anerkennt

Inhaltliche Fehler online nur stillschweigend auszubessern ist nicht akzeptabel.

Werden in Print-Artikeln Fakten (insbesondere zur Stützung eigener Argumente) wiedergegeben, die sich im Nachhinein als falsch erweisen, ist dies, nach Möglichkeit vom Autor selbst, im Blatt zu korrigieren. Ist der Print-Artikel auch online zu finden, wird dort auf die jeweilige Korrektur verwiesen.

Auch bei „Buzzfeed“ sind die Regeln öffentlich – allerdings geht die Transparenz, die tatsächlichen internen Abläufe offenzulegen, hier auf Kosten der Verständlichkeit für externe Leser („Fixing incorrect copy should be done using the correction subbuzz“?).

Fehlerkultur und Korrekturseiten

RTL formuliert: „Durch eine offene Fehlerkultur wollen wir bewusst lernen, uns weiterentwickeln und besser werden.“ Bei der Schwesterzeitschrift „Stern“ klingt es, als sei diese Entwicklung schon abgeschlossen:

Der offene Umgang mit Fehlern ist gelernter Redaktionsalltag beim „Stern“. Jedes Redaktionsmitglied weiß, dass der „Stern“ transparent mit Fehlern umgeht.

Beim ZDF, dem rbb und den Deutschlandradio-Sendern gibt es eigene Korrekturseiten, wo die Änderungen gesammelt dokumentiert werden. Beim Deutschlandradio kann es bei „gravierenden inhaltlichen Fehlern“ auch vorkommen, dass das Audiomaterial neu geschnitten und ausgetauscht wird: „Das geschieht dann auf allen Plattformen. Im dazugehörigen Onlinetext wird auf diese Korrekturen hingewiesen.“

Eine Graugans ist keine Nilgans

Ab welchem Schweregrad ist eine transparente Korrektur notwendig? Die meisten Redaktionen geben an, dass bei kleineren Tipp- und Rechtschreibfehlern eine schlichte Verbesserung ausreicht. Bei der FAZ nennen sie Beispiele, wo die Grenze zwischen „einfach verbessern“ und „transparent korrigieren“ verläuft. In einer schriftlichen Anweisung bei FAZ.net heißt es:

Wir sollten keinerlei Hemmungen haben, Fehler transparent zu machen. Das betrifft nicht falsch geschriebene Vornamen und unwichtige Flüchtigkeitsfehler. Wenn wir aber einen Wirtschaftsminister fälschlicherweise als Finanzminister bezeichnen, sollten wir korrigieren.

Und die gedruckte FAZ nennt als Beispiel für einen Fall, der nicht mehr als „minder schwer“ durchgeht und damit eine klare Korrektur erfordert, verblüffend konkret: „die Verwechslung einer Grau- mit einer Nilgans in einer Bildunterschrift“.

Work in progress

Eine größere Zahl von Medien scheint gerade daran zu arbeiten, ihre Regeln und Abläufe beim Umgang mit Fehlern zu überarbeiten oder erstmals klar aufzuschreiben.

Der „Spiegel“ entwickelt im Zuge der Zusammenlegung von Print- und Online-Redaktion gerade neue „gemeinsame Regeln für redaktionelles Arbeiten“: „Dazu zählen insbesondere auch Strukturen und Prozesse für den Umgang mit Fehlern, die in Veröffentlichungen unterlaufen sind. Die bewährten geltenden Regelungen werden davon zeitnah abgelöst.“

Bei der Verlagsgruppe Madsack, zu der unter anderem die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und die „Ostsee-Zeitung“ sowie das Redaktionsnetzwerk Deutschland gehört, erarbeiten die Chefredakteurinnen und Chefredakteure der einzelnen Medien gerade „konzernweite Leitlinien, die insbesondere den Umgang mit Korrekturen im Digitalen berücksichtigen“.

Der „Tagesspiegel“ arbeitet seit Anfang des Jahres an neuen Redaktionsrichtlinien, in denen auch der Umgang mit Fehlern festgehalten werden soll. Darin geht es auch um den Umgang mit Fehlern, die in sozialen Medien verbreitet wurden. Das Papier soll im Herbst veröffentlicht und mit den Lesern diskutiert werden.

Auch der Bayerische Rundfunk gibt an, gerade an einem Konzept zu arbeiten, „wie Korrekturen ab diesem Sommer noch transparenter und zentraler dokumentiert werden können“. Schon jetzt seien Regeln zum Umgang mit Fehlern Teil des „intensiven, internen Qualitätsmanagements“ und in internen Unterlagen festgehalten.

Bei der „Tagesschau“ ist der Umgang mit „Fehlern in Sendungen“ in einem Kapitel im Redaktionswiki festgehalten – das aber, wie ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke sagt, auch mal wieder überarbeitet werden könnte. Die „Berliner Zeitung“ will unsere Anfrage zum Anlass nehmen, die nur zum Teil schriftlich fixierten Regeln umfassend zu dokumentieren.

Beim Online-Magazin „Vice“ ist nach eigenen Angaben ein „europaweites Manual für alle Redaktionen“ zu solchen Fragen in Arbeit. Regeln zum Umgang mit Fehlern seien aber auch jetzt schon „schriftlich festgehalten und allen Teilen der Redaktion bekannt“. Die „direkte Behebung“ von Fehlern habe „Vorrang vor anderen Artikeln“.

Wie, Fehler?

Die Zeitschrift „Bunte“ konnte unsere Anfrage erst beantworten, nachdem sie sich telefonisch erkundigt hatte, was wir überhaupt mit „Fehlern“ meinen, und teilte uns dann bündig mit:

Aufgrund von sorgfältiger Recherche und beharrlicher Reporterarbeit sind Fehler in der Berichterstattung von Bunte selten. Kommt es doch zu einem nachweislichen Fehlbericht auf Basis von falschen Informationen, wird dieser meist von der betroffenen Person an die Redaktion herangetragen und der Fehler anschließend von der Redaktion korrigiert.

Das Schwesterblatt „Focus“ antwortete als einziges gar nicht auf unsere Anfrage.


Unsere Fragen und alle Antworten haben wir im Wortlaut hier dokumentiert. Unsere Auswahl der Medien, die wir bisher gefragt haben, ist natürlich unvollständig. Wir wollen das fortsetzen und fortlaufend ergänzen – insbesondere auch um Lokalzeitungen. Und wir freuen uns über Hinweise, wenn Medien besonders gut oder schlecht mit Fehlern umgehen.

Bleibt die – berechtigte – Frage, welche Fehlerkorrekturpolitik es bei Übermedien gibt. Wir sind natürlich kein großes Unternehmen mit mehreren Abteilungen, die über gemeinsame Abläufe informiert werden müssen. Trotzdem hätten auch wir unsere Regeln längst formulieren und veröffentlichen sollen.

Auch bei uns passieren natürlich Fehler. Wir versuchen dann, sie so schnell wie möglich transparent zu korrigieren – auch, wenn es peinlich ist. Wir versehen den jeweiligen Beitrag mit einem Nachtrag, in dem wir darauf hinweisen, was falsch war und wie wir es korrigiert haben. Leserinnen und Lesern, die uns auf Fehler hinweisen, antworten wir. Bei schwerwiegenden Fehlern weisen wir auch über Social Media darauf hin. Nur kleinere Flüchtigkeitsfehler bessern wir ohne ausdrücklichen Hinweis aus.

11 Kommentare

  1. Tatsächlich habe ich mit der Süddeutschen sehr gute Erfahrungen bei der Fehlerkorrektur gemacht, teilweise melden sich sogar die verantwortlichen Autoren der Artikel, nicht nur der Newsdesk. Die scheinen das sehr erst zu nehmen.

    Auf der Website gibt es auch bei jedem Artikel die Möglichkeit, einen Fehler zu melden.

  2. wichtig, auch wegen dem jüngsten Bildblog-Artikel zur Bild Frankfurt:
    Häufig hat es – im Gegensatz zur freien Wirtschaft oder zur politischen Exekutiven/Legislativen – keine personellen Konsequenzen.

    Viel zu häufig dürfen die Autoren, die grobe Fehler gemacht haben, weiterarbeiten für das selbe Medium.

  3. Die Kombination von Vermarktungslogik, Halbwissen und Zeitdruck lässt im Nachrichtenjournalismus ab und zu regelrecht gegenaufklärerische Züge durchscheinen. Neulich beim erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke jubilierten mehrere Publikationen etwas von Mord. Wenigstens einer der angeschriebenen Redakteure antwortete – und zwar pampig, angesichts der verschwundenen Tatwaffe könne man schon von Heimtücke reden.

    Ich bin jetzt seit 17 Jahren Journalist – diese Mischung aus Chuzpe und Dünkel kenne ich aus keinem anderen Berufsstand. Okay, vielleicht noch aus dem Marketing.

  4. „Das neue Blatt“, arbeitet offenbar um ein Vielfaches sorgfältiger als Blättchen wie die die „New York Times“. “

    Achtunk Feeler! „die die“

  5. @CIVICHIEF

    „Viel zu häufig dürfen die Autoren, die grobe Fehler gemacht haben, weiterarbeiten für das selbe Medium“

    Wenn man eine vernünftige Fehlerkultur etablieren will ist das schlimmste was man machen kann, diese Leute zu feuern. Dann gibt nämlich keiner mehr Fehler zu. Und Fehler sind ja dazu da um aus ihnen zu lernen.
    (und weil sie was vom Gegensatz zur freien Wirtschaft schreiben: dort wird man in einem vernünftig geführtem Betrieb erst recht nicht gefeuert — denn hier ist eine gute Fehlerkultur noch wichtiger um Innovationen zu erzeugen)

  6. Es muss ja nicht gleich um das große Zukunftsding „Innovationen“ gehen.
    Im Alltag geht es erst mal darum den Laden am Laufen zu halten. Da ist immer willkommen wenn der Verursacher klar erläutert was er an der Anlage (falsch) gemacht hat. Das verkürzt die Zeit und Aufwand bis zur Wiederaufnahme der Produktion teilweise erheblich. Auch wenn es vielleicht nur darum geht nicht erst aufwändig eine Diagnose stellen zu müssen.

    Aber auch wenn keine Konsequenzen zu befürchten sind gibt es doch eine ganze Menge Leute die Fehler nicht eingestehen können und sie verschleiern. Wohl weil sie den Eindruck haben es würde ihrer Reputation bei den 5 anderen Kollegen der Abteilung schaden…

  7. @KLAUS TROPHOBIE

    Ja. ich wollte damit auch nicht sagen dass eine gute Fehlerkultur nur bei Innovationen nötig ist. Generell ist so etwas sehr sinnvoll.

    „Aber auch wenn keine Konsequenzen zu befürchten sind gibt es doch eine ganze Menge Leute die Fehler nicht eingestehen können und sie verschleiern. Wohl weil sie den Eindruck haben es würde ihrer Reputation bei den 5 anderen Kollegen der Abteilung schaden…“

    Auch richtig. Aber mit einer Fehlerkultur ala „Wer einen Fehler zugibt wird gefeuert“ gesteht erst Recht niemand einen Fehler ein. Und das sollte man unbedingt vermeiden. Und natürlich muss ein Verschleiern von Fehlern bestraft werden. Aber Fehler zugeben darf keine negativen Konsequenzen haben, sonst funktioniert das System nicht.

  8. Ob bekannte Fehler korrigiert werden, ist eine gute Frage. Eine noch bessere ist, ob _alle_ Fehler korrigiert werden oder nur die ganze aktuellen, am wenigsten peinlichen oder minder schweren.

Einen Kommentar schreiben

Mit dem Absenden stimmen Sie zu, dass Ihre Angaben gemäß unseren Datenschutzhinweisen gespeichert werden. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.