Dreiste PR im Reiseteil

Oh, wie schön ist Schenna

Bei der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ dürfen die PR-Leute von Reisezielen ihre Werbetexte ohne Kennzeichnung direkt in die Zeitung schreiben. Auf Anfrage von Übermedien räumt der Verlag Fehler ein und gelobt Besserung. Doch bis dahin scheint es noch ein weiter Weg zu sein.
Eine Apfelplantage in der Nähe des italienischen Dorfs Schenna.
Lesern der NOZ könnte das bekannt vorkommen: Ständig wird dort im Reiseteil die Region um das italienische Dorf Schenna angepriesen.IMAGO / BeckerBredel

Es gibt Menschen, die machen immer wieder am selben Ort Urlaub. Da gibt es keine bösen Überraschungen, da kennt man sich aus, da ist es jedes Mal wieder schön.

Die Leute vom Reiseteil der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sind auch so. Sie kehren alle paar Monate zurück nach Schenna, einem Dorf in der Nähe von Meran, und geraten jedes Mal in langen Artikeln wieder ins Schwärmen:

Der Ort eigne sich „perfekt für einen autofreien Urlaub in Südtirol“ (März 2026), biete „eine der schönsten Kulturlandschaften der Alpen“ (Februar 2026), verfüge über „beste Wandermöglichkeiten und kunstvolle Veranstaltungshighlights“ (Juni 2025), lade zu „unvergesslichen Glücksmomenten“ ein (Mai 2025), locke „mit großer Blütenpracht, Palmen und Zypressen sowie Genuss“ (März 2025), zeige sich „unter Palmen und Zypressen im Frühling und Sommer von seiner schönsten Seite“ (Januar 2025), ermögliche „tiefe Glücksmomente beim Wandern oder bei dem Blick auf die Berge“ (Oktober 20…

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