RND-Podcast über Merz und Döpfner

Wenn sie wüssten, was sie tun…

Der neue Politik-Podcast des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) ging gleich in der ersten Folge schief. Ohne ausreichende Belege zitierten die Hosts aus mutmaßlichen Gesprächen zwischen Kanzler Merz und Springer-Boss Döpfner. Für den RND-Chefredakteur ist das aber offenbar kein Grund, sich nicht selbst öffentlich zu loben. Und auch sonst ist der Umgang mit der fehlerhaften Recherche ziemlich fragwürdig.

Wären soziale Netzwerke Gesten, wäre LinkedIn auf jeden Fall ein kräftiges Schulterklopfen. Meist auch ein Klopfen auf die eigene Schulter, um allen mal zu erzählen, was man so Tolles gemacht hat – um sich anschließend von seinen Netzwerkkontakten mit Daumen, Klatschhänden und Herzen belohnen zu lassen. 

Manchmal sollte man auf das Schulterklopfen aber vielleicht einfach verzichten, wie im Fall von Sven Oliver Clausen, dem Chefredakteur des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). 

Es sei „fast das Schönste“, schrieb Clausen in einem Post, wenn sich „während der Arbeitswoche einmal wieder die Gewissheit einstellt, mit 🍀 absoluten Vollprofis 🍀 zusammenzuarbeiten“. Er meinte damit den neuen RND-Podcast mit Co-Chefredakteuri…

2 Kommentare

  1. Um mal diesen alten Spruch zu bemühen:
    Was immer der Clausen geraucht hat, als er diesen LinkedIn-Beitrag schrieb… ich will das auch!

  2. Was immer der Clausen geraucht hat, als er diesen LinkedIn-Beitrag schrieb… ich will das auch!

    Nee, lieber nicht. Scheint zu zwangsneurotischem Kleeblatt-Overkill zu führen. Mit sowas sollte man vorsichtig sein. Wenn’s denn wenigstens Brokkoli wäre…

    Im Ernst, ich finde schon den Namen des Podcasts abschreckend. Ein raunendes Enthüllungsversprechen: Die da oben – man kann sich gar nicht vorstellen, was die so treiben. Aber wir sagen es Ihnen! Da ist mir eine unaufgeregte, analytische Herangehensweise deutlich lieber. Klickt sich halt nur nicht so gut.

    Bisschen schade. Ich habe beruflich häufiger mit RND-Leuten zu tun. Die erscheinen mir eigentlich immer ganz seriös und an der Sache interessiert. Ziemlich sicher, dass die von solchen Geschichten nicht begeistert sind.

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