Nice & Nötig (12)

„Man kann dann für 15 Euro im Monat alles lesen“

Wie schön wäre eine Journalismus-Flatrate, mit der man Artikel von verschiedenen großen Magazinen und Zeitungen lesen kann. Das Start-up Unlock arbeitet genau daran. Für Gründerin Swantje Dake ist es gar nicht so leicht, die Zeitungsverlage davon zu überzeugen.
Podcast-Cover mit Swantje Dake, Gründerin von „Unlock“
Foto: Michael Lübke

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Das kennt wohl jeder: Man klickt auf den Link zu einem interessanten Artikel – und kann dann den Text nicht lesen, ohne ein Abo abzuschließen. Selbst wer für guten Journalismus zahlen will, kann sich kaum Zugänge von allen großen Medienhäusern leisten.

Wie schön wäre es, einmal zu zahlen und dafür Artikel von „Zeit“, „Spiegel“, „FAZ“ und der Lokalzeitung zu lesen. Die Idee eines solchen „Spotify für Journalismus“ gibt es schon lange, aber sie ist immer wieder gescheitert.

Swantje Dake war früher als Chefredakteurin einer Regionalzeitung für Digitalthemen zuständig. Vor zwei Jahren hat sie mit ihrem Partner Peter Hornik das Angebot „Unlock“ gegründet. Für 15 Euro im Monat sollen die Nutzer:innen nicht alle, aber viele Artikel von verschiedenen Medienhäusern lesen dürfen. Eine Beta-Version ist schon online, ein paar Nachrichtenagenturen und Verlage sind schon dabei, aber noch fehlen die großen Namen.

In dieser Folge erzählt Swantje, warum viele Zeitungsverlage lieber ihre eigenen Abos verkaufen und warum sie trotzdem an ihre Idee glaubt. Sie erzählt, warum Deutsche weniger für Journalismus zahlen wollen als Menschen in anderen Ländern und wie es ist, wenn der Start-up-Partner gleichzeitig der Lebenspartner ist.

Swantje Dake ist Gründerin und Beraterin für Medienunternehmen. Sie hat bei der „Hamburger Morgenpost“ volontiert, einem Boulevardblatt. Danach war sie sieben Jahre beim Magazin „Stern“, wo sie unter anderem den Newsroom leitete. Bis 2023 war sie schließlich Chefredakteurin Digitales bei der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

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