„Bild“-Rüge wegen Trump-Interview

Hört endlich auf, Politikerlügen unwidersprochen zu verbreiten!

„Bild“ gibt eine dreiste Lüge von US-Präsident Trump ohne Einordnung wieder. Der Presserat wertet das als schweren Verstoß gegen den Pressekodex. Der Fall zeigt: Es braucht endlich einen Branchenstandard für den Umgang mit unwahren Politiker-Aussagen. Auch andere Medien haben dafür immer noch keine gute Praxis entwickelt.

Dass der Presserat „Bild“ mal wieder gerügt hat, ist eigentlich keine besondere Nachricht. Die jüngste Rüge ist es schon. Sie sanktioniert nicht nur eine singuläre redaktionelle Verfehlung, sondern trifft einen wunden Punkt der gesamten Medienlandschaft: Wie sollten Redaktionen mit lügenden Politiker:innen umgehen? 

Auf jeden Fall nicht so, wie „Bild“ mit Donald Trump, befand der Presserat: Eine Interviewaussage des US-Präsidenten hätte das Boulevardblatt nicht einfach verbreiten dürfen, eben weil sie falsch ist. Wer es dennoch tut, und auch noch so wie „Bild“, verstößt damit erheblich gegen den Pressekodex

Die Lüge: Deutschland „kriminalitätsfrei“

Das Interview war ein Coup, den „Bild“ groß vermarktete. Geführt hatte es Dasha Burns, Reporterin des Nachrichtenportals „Politico“, das seit 2021…

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