Holger ruft an (239)

Wie wehrt man sich gegen 500.000 Fake-Follower?

Hunderttausende Fake-Follower haben den Instagram-Account der Wissenschaftsjournalistin Sanaz Saleh-Ebrahimi gestürmt und ihn damit fast unbrauchbar gemacht. Ihr Kampf dagegen ist mühsam. Trotzdem findet sie: Journalisten sollten ihre Recherchen auch auf Social Media aufbereiten.
Podcast-Titelbild mit Sanaz Saleh-Ebrahimi
Sanaz Saleh-Ebrahimi ist freie WissenschaftsjournalistinFoto: Gundula Krause

Immer mehr Journalisten teilen ihre Arbeit auf Social Media – auch die freie Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin Sanaz Saleh-Ebrahimi. Auf ihrem Instagram-Kanal präsentiert sie ihre Recherchen zu Gesundheit und Ernährung als journalistische Content-­Creatorin. Doch seit dem vergangenen Jahr ist das schwierig für sie geworden: Auf einen Schlag folgten ihren Accounts Tausende neue Follower. Weil sie keinen Zusammenhang mit einem ihrer Videos erkennen konnte, vermutet sie Fake-Follower. Das Problem: Es werden immer mehr – und machen ihren Account quasi unbrauchbar.

Zum einen fluteten Hasskommentare ihre Beiträge, erzählt Saleh-Ebrahimi Holger Klein im Podcast: „Ich werde zum Beispiel als Lügnerin, als dumm, als hässlich, als das Gesicht von Fake News, als Schmutz, als falsche Schlange bezeichnet. Mir werden Straftaten unterstellt, mir werden Vergewaltigungsnachrichten geschickt, mir wird der Tod gewünscht.“ Zum anderen würden ihre Videos und journalistischen Inhalte massiv an Reichweite verlieren und kaum noch von ihren echten Followern gesehen werden. Obwohl Saleh-Ebrahimi bei alldem kaum Hilfe von Meta, dem Konzern hinter Instagram, bekommt, will sie nicht aufgeben.

Wie wehrt sie sich gegen so einen Angriff? Woran erkennt man Fake-Follower überhaupt? Und warum will sie trotzdem weiter auf Instagram bleiben? Darüber sprechen Holger Klein und Sanaz Saleh-Ebrahimi in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

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