Neues Sendeschema ab November

„Kulturwandel“ oder Verflachung? Deutschlandfunk plant große Programmreform

Der Deutschlandfunk baut sein Programm radikal um: weniger Fachmagazine, mehr Podcasts im Radio und eine neue „Drive Time“ am späten Nachmittag. Mitarbeiter fürchten ein Mainstream-Programm und den Verlust von Expertise, die Programmdirektorin erhofft sich mehr Freiheiten für Projekte.

Es gibt Menschen, deren Leben durch die Sendungen im Deutschlandfunk (DLF) gegliedert wird. Ein Vormittag ist für sie kein richtiger Vormittag, wenn nicht um 9:35 Uhr „Tag für Tag – aus Religion und Gesellschaft“ kommt. Sie wissen, dass vor den 14-Uhr-Nachrichten die „Wirtschaftspresseschau“ läuft, ihr Nachmittag wird durch die Abfolge von Medienmagazin, Büchermagazin, Wissenschaftsmagazin, Wirtschaftsmagazin strukturiert, und wenn es ab 23:10 heißt: „Das war der Tag“, dann war das auch der Tag. 

Diese Menschen müssen stark sein, denn zum 30. November 2026 reformiert der Deutschlandfunk sein Programm. Es sind einschneidende Veränderungen geplant; intern wird seit fast zwei Jahren an dem Umbau gearbeitet. Stark sein müssen aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders, denn es geht nicht nur um das Programmschema, sondern auch um die grundsätzlichen Arbeitsabläufe und internen Strukturen – mit Veränderungen, die für die altehrwürdige Anstalt geradezu revolutionÃ…

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