Umgang mit Fehlern in sozialen Medien

„Spiegel“ korrigiert irreführende Aussage zu Iran – erst mal nur für ausgewähltes Publikum

Ignoriert der „Spiegel“, dass in Iran Tausende Menschen hingerichtet worden sind? Diesen Vorwurf haben Nutzer auf X verbreitet. Dahinter steckt ein dummer Fehler – und der noch viel dümmere Umgang des „Spiegel“ damit.

Am Sonntag meldete der „Spiegel“ auf X, in Iran sei „erstmals nach den Massendemos im Herbst 2022 wieder“ ein Todesurteil vollstreckt worden. Das ist offensichtlich falsch.

Das Regime in Iran hat in den vergangenen Jahren Tausende Menschen hingerichtet. Genaue Zahlen sind kaum zu ermitteln, aber dem Menschenrechtsnetzwerk HRANA zufolge starben allein im vergangenen Jahr mehr als 2000 Iranerinnen und Iraner durch die Todesstrafe – nachzulesen erst diese Woche in einem anderen „Spiegel“-Text. Hinzu kommen die vielen Demonstrierenden, die von Revolutionsgarden ohne Urteil oder Verfahren ermordet wurden.

Wichtiges Detail fehlte zur Einordnung

Hinter dem irreführenden Post

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