Holger ruft an (229)

Woran krankt die Debatte über das Social-Media-Verbot?

Geradezu plump sei die Diskussion über ein Social-Media-Verbot, findet der Tech-Journalist Sebastian Meineck. Im Übermedien-Podcast erklärt er, welchen Anteil daran die Medienberichterstattung hat, welche wichtigen Perspektiven oft fehlen – und warum auch erwachsene Menschen von so einem Verbot betroffen wären.
Tech-Journalist Sebastian Meineck. Foto: Philipp Sipos

Es gibt so einiges, was Sebastian Meineck an der aktuellen Diskussion um ein Social-Media-Verbot für junge Menschen stört: „Das ist eine plumpe Debatte, oft völlig losgelöst von fachlich fundierten Positionen“, sagt der Tech-Journalist von „Netzpolitik“ im Gespräch mit Podcast-Host Holger Klein.

Daran hätten allerdings auch die Medien ihren Anteil. „Die Berichterstattung folgt häufig einem starren Schema“, bemängelt Meineck. Es werde suggeriert, dass sich zwei starre Lager gegenüberstünden, Befürworter und Gegner eines Verbots. So würde ein komplexes Thema auf eine binäre Frage verengt: Social-Media-Verbot, ja oder nein?

In dieser neuen Folge von „Holger ruft an“ spricht Meineck daher über die vielfältigen Positionen dazwischen. So gebe es bereits Ansätze auf EU-Ebene, konkrete schädliche Funktionen wie das süchtig machende Design von sozialen Medien zu regulieren, ohne gleich ein komplettes Angebot für eine große Bevölkerungsgruppe zu verbieten. Außerdem erklärt er, welchen entscheidenden Aspekt viele Meinungsumfragen zu dem Thema vernachlässigen, warum auch erwachsene Menschen von so einem Verbot betroffen wären, und weshalb Sicherheitsbedenken nicht nur etwas für „Datenschutz-Feinschmecker“ sind.

Links:

Einen Kommentar schreiben

Mit dem Absenden stimmen Sie zu, dass Ihre Angaben gemäß unseren Datenschutzhinweisen gespeichert werden. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.