Das soziale Eckwerk

Symbolfoto: imago images / A. Friedrichs

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich den Zauber des Cornerns wirklich verstehe, also des Herumstehens und -sitzens in größeren Gruppen an Straßenecken mit einem Bier in der Hand. Ich wohne in einer Gegend, in der man als nicht cornernder Verkehrsteilnehmer regelmäßig Gefahr läuft, nachts auf dem Kantstein sitzenden Menschen die lang ausgestreckten Beine abzufahren, insofern betrachte ich das seit jeher als ein bisschen gefährlich, aber vor allem wundert mich die Vehemenz, mit der seit der allerersten positiven Nachricht in Bezug auf Corona alle Vorsichtsmaßnahmen verklappt wurden. Seitdem riskieren hier, wie offenbar in vielen Ecken deutscher Städte, wieder rudelweise Menschen mehr als nur ihre Extremitäten.

Tatsächlich scheint der Umgang mit Corona ein sehr binäres System zu sein: Entweder komplettes1)Und seien wir realistisch: erzwungenes Social Distancing oder gar keins.2)Cornern ist so ungefähr das Gegenteil von Social Distancing, zumindest, wenn ich das Hamburger Schanzenviertel als Beispiel nehmen darf. Es ist offensichtlich, dass mit Informationen allein das Verhalten von zumindest diesen vielen Menschen nicht zu verändern ist. Sie wissen wahrscheinlich ähnlich viel über COVID-19 wie Sie oder ich. Mit dem, was ich weiß, sind Menschenansammlungen nicht vereinbar.3)Ich persönlich würde sagen, es kann Gründe geben, es trotzdem zu tun, wie die Antirassismus-Demonstrationen. Cornern ist aber sicher kein guter Grund. Sie tun es wider besseres Wissen. Da kommen leise Zweifel an der Vernunft auf.4)In etwa „Diese bescheuerten Vollhonks!“

Allerdings ist mit dem, was ich weiß, eine ganze Reihe von Dingen nicht vereinbar. Ich sag mal: Zigaretten, zu billige T-Shirts, mehr als minimaler Fleischkonsum und schiefes Sitzen auf nicht ergonomischen Stühlen – und damit bin ich gerade erst beim Frühstück angekommen, und das nur heute.

Für Journalisten eine suboptimale Erkenntnis

Aufklärung funktioniert nicht automatisch. Wir wussten seit fast 50 Jahren genug über den Klimawandel, um ihn aufzuhalten, und haben es nicht getan. Wissen im Sinne von „Informationen kennen“ scheint irgendwie nur sehr, sehr zähflüssig in Handlung umzuwandeln zu sein. Oder kurz: Menschen lernen offensichtlich nicht dadurch, das man ihnen etwas mitteilt. Für einen Journalisten ist das eine suboptimale Erkenntnis, denn wir haben uns den Beruf mal ausgesucht, weil wir dachten, wir könnten mithelfen, dass die Guten gewinnen und die Bösen sterben.

Stattdessen passieren Dinge wie die Posse um die überragend merkwürdige Kolumne „Abschaffung der Polizei: All Cops are berufsunfähig“ in der „taz“, die in der realen Welt ganz sicher niemanden davon überzeugt hat, dass alle Polizisten auf den Müll gehören, sondern nur Horst Seehofer zu der etwas breithodigen Ankündigung veranlasst hat, die Zeitung verklagen zu wollen.5)Und natürlich die gleichzeitig ernste und hochironische Konsequenz hatte, dass die Autor_in Hengameh Yaghoobifarah nach Drohungen nun von hoffentlich extrem fähigen Polizisten geschützt wird. Was er dann zurückgenommen hat, mit dem Hinweis, er hätte immerhin eine Debatte um die Kolumne angestoßen: „Das war und ist mein Hauptziel.“ Was man übersetzen kann mit: „Leute, ist doch scheißegal“.

Ich sehne mich danach, mal eine Debatte zu erleben, bei der sich irgendjemand von irgendwas überzeugen lässt, aber so sind Debatten wie die von Seehofer nicht gemeint. Sie dienen nur dazu, das eigene Weltbild noch einmal zu bestätigen, indem man es laut aufschreibt. Was die Frage aufwirft: Wenn es sowieso weniger um Debatte im Sinne eines Gesprächs geht,6)Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte. sondern um Zustimmung, warum führt man dann „Debatten“ nicht einfach irgendwo, wo einem niemand widerspricht? Ist das nicht eine gute, friedensstiftende Idee? Dachte ich.

Ein Twitter für Menschen, die Meinungsfreiheit falsch verstehen

Es stellt sich heraus, dass es das tatsächlich gibt: Parler. Eine Art Twitter für Menschen, die Meinungsfreiheit falsch verstehen und glauben, Widerspruch sei Zensur. Auf parler.com treffen sich Leute, um Sachen zu sagen, die sie eigentlich schon auf Twitter geäußert hatten. Der Unterschied ist, dass auf irgendeiner feinstofflichen Ebene Parler den gefühlten Zusatz „das wird man jawohl noch sagen dürfen“ automatisch hinzufügt. Auf Twitter muss man das explizit und selbst tun.

Wenn ich meine freie Meinung äußern sollte, würde ich sagen, Parler ist vor allem eine Plattform für Arschlöcher, die keinen Widerspruch ertragen. Ohne nachgefragt zu haben, gehe allerdings davon aus, dass die Arschlöcher das anders sehen.

Auf dem real existierenden Parler finde ich fast ausschließlich rechte bis rechtsradikale Amerikaner, die sich schlecht behandelt fühlen, weil andere Social-Media-Plattformen grob irreführende oder Gewalt verherrlichende Aussagen von Donald Trump manchmal als solche kennzeichnen.7)Bei Twitter geht man davon aus, dass es kontraproduktiv wäre, Trump einfach wie einen normalen Nutzer als Strafe für solche Tweets, die den AGB widersprechen, temporär oder dauerhaft zu sperren und die Tweets zu löschen. Es gäbe jede Menge Argumente, es doch zu tun, aber letztlich finde ich Twitters Argumentation richtig. Hier hingegen geht es weniger um den Austausch von Meinungen, sondern darum, sich die eine gemeinsame Meinung immer wieder gegenseitig zu bestätigen.

Das ist schon irgendwie friedlich, aber eben auch spooky, weil so unangenehme Menschen um einen herum sind.

Neue Idee: Wie wäre es, wenn man sich mit einer Gruppe netter Leute trifft, um sich gegenseitig die Meinung zu bestätigen. Man könnte ein Bier dabei trinken, und die Logistik ist einfach. Man müsste nicht einmal eine Plattform schaffen. Warum nicht einfach an die Straßenecke stellen? Gruppen von netten Menschen kann es ja nicht genug geben. Nur der scheiß Verkehr nervt vielleicht.

Fußnoten   [ + ]

1. Und seien wir realistisch: erzwungenes
2. Cornern ist so ungefähr das Gegenteil von Social Distancing, zumindest, wenn ich das Hamburger Schanzenviertel als Beispiel nehmen darf.
3. Ich persönlich würde sagen, es kann Gründe geben, es trotzdem zu tun, wie die Antirassismus-Demonstrationen. Cornern ist aber sicher kein guter Grund.
4. In etwa „Diese bescheuerten Vollhonks!“
5. Und natürlich die gleichzeitig ernste und hochironische Konsequenz hatte, dass die Autor_in Hengameh Yaghoobifarah nach Drohungen nun von hoffentlich extrem fähigen Polizisten geschützt wird.
6. Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte.
7. Bei Twitter geht man davon aus, dass es kontraproduktiv wäre, Trump einfach wie einen normalen Nutzer als Strafe für solche Tweets, die den AGB widersprechen, temporär oder dauerhaft zu sperren und die Tweets zu löschen. Es gäbe jede Menge Argumente, es doch zu tun, aber letztlich finde ich Twitters Argumentation richtig.

32 Kommentare

  1. „Seitdem riskieren hier, wie offenbar in vielen Ecken deutscher Städte, wieder rudelweise Menschen mehr als nur ihre Extremitäten.“

    Ja, tun sie das? Wie viele belegte oder auch nur plausibel vermutete Fälle einer Ansteckung an der frischen Luft gibt es denn? Und wie groß wäre denn im Falle einer Ansteckung die tatsächliche Gefahr?

    Ich bin nun nicht unbedingt ein Freund von Alkoholkonsum im allgemeinen und im öffentlichen Raum im besonderen, aber mich verwundert es zutiefst, dass gerade bei Leuten, die daran Spaß finden die Risikoabwägung so viel besser gelingt als bei vielen anderen.

    Jemand, der sich ohne Abstand mit Freunden mit ein paar Bier irgendwo hinsetzt, der gibt wenigstens nicht auch noch das letzte bisschen Freiheit kampflos auf.

  2. Ich fragte mich, warum auf einer Seite für Medienkritik der Mann mit den lustigen Fußnoten Raum kriegt, um etwas zu (be)schreiben, was nun gar nichts mit Medien zu tun hat, nämlich eckenstehende Biertrinker ?

    Aber he – es geht eigentlich darum, dass Trump wieder sein Fett wegkriegt – na, dann ist ja alles gut …

  3. „… das letzte bisschen Freiheit …“ – Tüte Mitleid? Zwofuffzich, nu mit weniger Mehrwertsteuer, janz billich!

    @2: Raum ist kein knappes Gut hier, vermute ich. Und den Hinweis auf parler.com (Medium) haben Sie wahrgenommen?

  4. „Und den Hinweis auf parler.com (Medium) haben Sie wahrgenommen?“
    Zumindest bei mir stimmte was mit der Anzeige nicht, ich hatte den Hinweis nicht wahrgenommen, weil er geblockt wurde.
    Ein Trackercookie von Steady wurde geblockt, keine Ahnung, ob das ein neues Cookie ist.
    Vielleicht ging es Jörg auch so?
    Ich hatte den Artikel bis dahin auch nicht wirklich verstanden.
    Seit ich ihn aber komplett lesen konnte, fand ich den Twistplot am Ende dann doch wieder so schön und charmant, wie man es von Pantelouris gewohnt ist.

  5. @Vannay

    Wenn es für Sie in Ordnung ist, dass wir uns seit Monaten in einem immer weiter fortgeschriebenen und schon längst nicht mehr zu rechtfertigenden Ausnahmezustand befinden, dann ist das Ihre Sache.

    Lassen Sie andere doch bitte, ohne sie dumm anzumachen, eine andere Sichtweise haben.

  6. Wenn es so wäre, wäre es auch für mich nicht in Ordnung. Ist es aber nicht.

    Ich lasse Ihnen gern Ihre Sichtweise. Wer wollte sie sonst auch haben, Attila mal außen vor? Ich lasse es mir aber – freiheitsliebend, wie ich nun mal bin – unter Ausnutzung meiner grundrechtlich verbürgten Freiheiten, jedoch auf den Knien rutschend vor den allgewaltigen Hausherren hier, auch nicht nehmen, Ihre Sichtweise so dumm, niveaulos und verschwurbelt zu kritisieren, wie ich mag.

    Dementsprechend denke ich nach wie vor, Ihr „letztes bisschen Freiheit“ hat meine Tüte Mitleid als würdigen Gegner mit etwa gleichem Realitätsgehalt durchaus verdient. Wobei es unfair ist, das müssen Sie zugeben, jetzt neben der Freiheit auch noch den Kumpel „Ausnahmezustand“ in den Ring zu schicken. Zwei gegen eins, auf meinem Schulhof früher(TM) war das verpönt…

  7. Ich greife nur mal das Wort „verschwurbelt“ auf. Das bezieht man ja meist auf Verschwörungsgläubige, oder verstehe ich das was falsch?

    Ich halte nichts vom Verschwörungsgefasel, das immer weiter um sich zu greifen scheint. Ich halte das Corona-Virus weder für ausgedacht noch für absichtlich gezüchtet noch für nun ausgenutzt, um uns unsere Bürgerrechte zu nehmen.

    Was ich aber glaube: Dass etlichen Politikern das Maß abhanden gekommen ist, was sinnvoll und durchhaltbar (und nur dann kann es sinnvoll sein) ist und was rechtmäßig.

    Fast scheint es so, als seien es „Lockerungen“, die immer wieder neu erstritten werden müssen und nicht die Begrenzungen unserer Rechte, die durch diese „Lockerungen“ nur zurückgenommen werden.

    Fast scheint es so, als gefiele die Rolle des strengen, aber gütigen (Landes-)Vaters einigen da nur gar zu gut.

    Ich bin der Meinung, dass die bürgerliche Freiheit immer wieder neu gegen Einfluss optimierende Politiker verteidigt werden muss. Eine Meinung, die schon größere Geister, als ich es bin, vor mir vertreten haben.

    Angst ist seit jeher ein schlechter Berater. Wie anders als mit Angst lässt sich aber die verhältnismäßige Ruhe in der Bevölkerung angesichts einer drohenden wirtschaftlichen Katastrophe unfassbaren Ausmaßes erklären? Da wurde Angst geschürt, wenn nicht gezielt, so doch aber ziemlich effektiv. Angst vor einem Virus, aber noch viel mehr Angst, als Kritiker der aktuellen Politik in die asoziale Ecke gestellt zu werden.

    Beantworten Sie mir eine Frage? Das fände ich nett. Was muss aus Ihrer Sicht passieren, damit in diesem Land z.B. Konzerte, Sportveranstaltungen, kulturelle Großveranstaltungen oder ganz blöde mal so ein beschissener Weihnachtsmarkt wieder stattfinden kann? Wie viele/wenige Infektionen? Was ist die realistische Perspektive für Menschen, die von so etwas (oder gar: für so etwas) leben? Disclaimer: Ich lebe weder von noch für so etwas und mir geht es aktuell gut.

  8. Die Antwort auf Ihre erste Frage ist einfach. Folgendes muss passieren: Die gesetzlichen Vorschriften, die das einschränken oder verbieten, müssen aufgehoben werden, entweder durch den dazu primär berufenen Gesetzgeber oder mit Hilfe rechtsstaatlicher Mittel auf dem Gerichtswege. Da ich nur eine Frage beantworten sollte, nehme ich diese.

  9. Sie haben natürlich Recht: Das habe ich unpräzise formuliert.

    Sie haben vermutlich verstanden, was ich eigentlich fragen wollte, trotz meiner Formulierungsschwäche. Aber gerne noch mal klarer:

    Was, meinen Sie, muss passieren, damit der Gesetzgeber diese Vorschriften aufhebt?

    Oder, anders gefragt, könnte man nicht den Eindruck bekommen, dass man das ursprüngliche Ziel, die viel besungene Kurve abzuflachen, um Zeit zu gewinnen, völlig aus den Augen verloren hat?

  10. Es muss passieren, dass der Gesetzgeber die vielfältigen Faktoren, die dafür eine Rolle spielen, abwägt und die entsprechende Entscheidung trifft. Zu diesen Faktoren gehört neben den fachlichen Expertisen zur Entwicklung der Pandemie, zur Verfügbarkeit von Behandlungskapazitäten und Schutzmaßnahmen sicher auch der berühmte, durch Medien erzeugte „öffentliche Druck“, der traditionell starke, aber wohl eher nichtöffentliche Druck vor allem durch die Wirtschaftslobby, die Beachtung der Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit insbesondere der besonderes gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die ganz und gar eigennützige Abwägung der Chancen für die eigene Wiederwahl. Ich sage: Viel Spaß mit dieser Abwägung. Das ist Euer Job. Gut, dass ich den nicht habe.

    „Oder, anders gefragt, könnte man nicht den Eindruck bekommen, dass man das ursprüngliche Ziel, die viel besungene Kurve abzuflachen, um Zeit zu gewinnen, völlig aus den Augen verloren hat?“ Nein, denn das Ziel wurde nicht aus den Augen verloren, sondern erreicht.

  11. @BAZOOKA JOE

    Wenn Ihnen doch Verschwörungstheorien fremd sind: Warum glauben Sie denn, gibt es diese Verbote?
    Weil Politiker Konzerte und Weihnachstmärkte hassen, sie schon immer gerne verboten hätten und jetzt die Chance genutzt haben?

    Wenn Sie doch akzeptieren, dass es diesen Virus gibt, was wäre denn Ihre Vorgehensweise? Augen zu und durch wie in den USA/Brasilien? Scheint mir jetzt nicht die beste Strategie zu sein….

  12. „Nein, denn das Ziel wurde nicht aus den Augen verloren, sondern erreicht.“
    Ziel finde ich in dem Kontext unpassend, es ist mehr ein Meilenstein. Und meist ist an eben diesem nicht Ende sondern der nächste in Sicht. Der jetzt erstmal heißt: die Kurve flach zu halten.

    Das man die Freiheit wieder erkämpfen müsse passt manchen schön ins Narrativ, verschleiert aber das auch unseren Politikern (sehr wahrscheinlich von Anfang an) klar ist das ein Lockdown keine dauerhafte Lösung sein kann. Vielleicht sogar ein Fehler war, der nun wieder korrigiert wird. Soweit möglich oder zweckmäßig.

    P.S. Mal zum drüber nachdenken: Welche Fehler lassen sich auf lange Sicht eher rückgängig machen, die der deutschen Regierung oder die der schwedischen?

  13. @Ichbinich

    Vielleicht gibt es das: Dass sich Politiker, ganz ohne böse Absicht, von vermeintlich hehren Zielen fehlleiten lassen?

    Niemand will derjenige sein, dem ein paar Tausend „Corona-Tote“ (also im Schnitt steinalte und/oder schwerkranke Menschen, die auch noch am Corona-Virus erkrankt sind) auf den Schultern lasten. Ich gebe zu: Der würde ich auch nicht sein wollen. Ich habe nicht gesagt, dass ich die zu treffenden Entscheidungen leicht finde. Im Gegenteil. Sie sind die schwersten, die seit langem getroffen werden mussten.

    Aber ich darf doch die Frage aufwerfen, ob das, was aktuell passiert, sinnvoll ist, oder? Man fährt ganze Wirtschaftszweige komplett und andere in Teilen vor die Wand, weil man so tut, als sei 100%ige Sicherheit der Menschen vor gesundheitlichen Gefahren tatsächlich ein vernünftigerweise zu benennendes und durch staatliche Regelungen erreichbares Ziel.

    Vielleicht überlebt unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft eine derartige Viruserkrankung. Was ist mit der nächsten? Wie viele Leben müssen auf dem Spiel stehen für die nächste Verordnungsflut? Hangeln wir uns von Ausnahmezustand zu Ausnahmezustand?

    (Und warum waren vor Corona die Leben so vieler Menschen, die woanders und/oder an was anderem gestorben sind, nicht so wahnsinnig wertvoll?)

    Übrigens ist heute der 9. Juli. Die Zahlen sind unvermindert niedrig. Und anstatt mal ein Ende der Verordnungen in Aussicht zu stellen, hör ich gerade im Radio, dass der Weihnachtsmarkt (!) ausfällt. Klar, entscheidet sich leicht, wenn man nicht davon lebt, dort etwas zu verkaufen. Ich mag gar nicht daran denken, wie es denen geht, deren Existenz da gerade kaputtgemacht wird, ohne dass man auch nur eine Debatte darüber zulässt. Wer hinterfragt, der „stellt ja Wirtschaft über Menschenleben“…

  14. Ich wüsste spontan nicht, was seit Monaten mehr diskutiert wird, in vielerlei Hinsicht, auch mit lautstarken Stimmen aus Ihrer Richtung. Mehr noch gibt es eine Reihe von Staaten, die offensiv das „Wirtschaft First“ vor sich hertragen und Lockerungen schnell umgesetzt haben, kann man sich live angucken, ob einem das als der bessere Weg erscheint. Was also wollen Sie eigentlich noch (auf einer Medienkritikseite)? Zustimmung? Einstimmen in den Chor gegen „die da oben“?

  15. @Vannay

    Ich geb es auf. Wo Sie aus dem, was ich schreiben, die Stoßrichtung gegen „die da oben“ herauslesen, bleibt wohl Ihr Geheimnis. Nur, weil Sie gerne dageben argumentieren wollen, hab ich das noch lange nicht geschrieben.

    Ist Kritik an politschen Entscheidungen aus Ihrer Sicht immer Stänkern gegen „die da oben“, mit all den abfälligen Konnotationen, die das nun einmal beinhaltet?

    Was soll der Hinweis auf die „Medienkritikseite“ hier? Ist der Beitrag, unter dem wir hier diskutieren, „Medienkritik“?

  16. @BAZOOKA JOE

    „Vielleicht gibt es das: Dass sich Politiker, ganz ohne böse Absicht, von vermeintlich hehren Zielen fehlleiten lassen?“

    Möglich. Gestehen Sie auch zu, dass Sie sich vielleicht selbst fehlleiten lassen?
    Wie gesagt schauen Sie doch mal in die USA/Brasilien. Haben Sie das Gefühl, da läuft es besser mit den „paar Toten“ und der „Wirtschaft, die dann blüht“?

    „Niemand will derjenige sein, dem ein paar Tausend „Corona-Tote“ (also im Schnitt steinalte und/oder schwerkranke Menschen, die auch noch am Corona-Virus erkrankt sind) auf den Schultern lasten.“

    Sagten Sie nicht gerade, Sie halten nix von Verschwörungstheorien? Es wären keine „paar Tausend“ Tote, sondern je nach Sterberate eine hohe 5-stellige bis niedrige 6-stellige Zahl an Toten alleine in Deutschland.

    „Ist Kritik an politschen Entscheidungen aus Ihrer Sicht immer Stänkern gegen „die da oben“, mit all den abfälligen Konnotationen, die das nun einmal beinhaltet?“

    Nein, das Problem ist dass Sie so tun, als gäbe es diese Debatte nicht oder als würde sie unterdrückt oder sonstwas. Dabei wird immer wieder genau darüber gestritten und es gibt auch in der Politik unterschiedliche Positionen.
    Und das dann mit Schmankerln wie „steinalte und/oder schwerkranke Menschen“ (die eh bald sterben würden) und anderem Menschen verachtendem Zeug garnieren.
    Da brauchen Sie sich nicht wundern, dass sie keiner Ernst nimmt (und ich habe Ihnen Ihr „ich bin kein VT-ler“ auch nicht abgenommen, weil sie im nächsten Satz so einen Unsinn wie oben schon zitiert schreiben).

    Im Übrigen: Alle Kommunen und am Ende der Staat lebt auch von den Einnahmen z.B. des Weihnachtsmarktes. Ihr „entscheidet sich leicht, wenn man nicht davon lebt, dort etwas zu verkaufen“ ist also aus mehrfacher Sicht grober Unsinn.

  17. Halten Sie jeden, der etwas schreibt, das in Ihren Augen einfach Unsinn ist, für einen Verschörungstheoretiker? Sie haben sich ja letztlich verraten: Das Etikett Verschwörungstheoretiker haften Sie jedem an, der nicht denkt wie Sie. Ich wäre da vorsichtig, so ein Schwert verliert mitunter recht schnell an Schärfe, wenn es zu oft benutzt wird, war beim Schwert „Rassismus“ auch schon so.

    Was die Zahl mit den vielen Stellen mit den Toten anbelangt: Sie wissen aber, dass auch schon vor Corona Menschen hierzulande gestorben sind, oder? Und dass auch „nach Corona“ (was auch immer das bedeuten soll) weiterhin Menschen sterben werden? Mich interessiert das Durchnittsalter der „Corona-Toten“, und das liegt längst im Bereich des Durschnittsalters aller Toten hierzulande. Da wird kein Leben verkürzt, zumindest nicht in signifikantem Maße.

    Wenn Ihnen so sehr an jeder Lebensminute jedes einzelnen gelegen ist: Was tun wir denn alle zusammen gegen Krankenhauskeime, gegen Luftverschmutzung, gegen Klimawandel, gegen Depressionen, gegen Verkehrsunfälle, gegen alkohol- und tabakinduzierte Krankheiten? Und weil es eh gleich kommt: Nein, das ist eben kein Whataboutism. Das ist die ehrlich gemeinte Frage, warum nun auf einmal der Gesundheit alles geopfert wird, während bislang gar zu viele Menschen eher ihre Gesunheit für jeden Scheiß geopfert haben?

  18. „Aber ich darf doch die Frage aufwerfen…“

    In den meisten Fällen handelt es sich ja nicht um eine Frage, sondern eher um eine verkleidete These. Gern gestellt von Leuten, die auf die Frage „Was würdest du denn selber empfehlen, wie wären deine Lösungsvorschläge“ selten konkret antworten. Meisterhaft wird das zelebriert von AfDlern.

  19. Danke, das reicht.

    Da ist mal einer nicht eurer Meinung, und schon der ja fast schon zu erwartende Verweis auf die AfD. Das ist einigermaßen niederträchtig, aber, hey, ihr seid ja die Guten, die dürfen das.

    Vermutlich zur allgemeinen Erleichterung werd ich mich der geltenden Einheitsmeinung hier nicht länger in den Weg stellen.

    Übrigens dürfte das vielleicht die Erfahrung sein, die eben dieser AfD nicht wenige ihrer Wähler zuschustert: Mit einer anderen Meinung eh schon in die Nähe dieser gerückt zu werden, das mag die Hemmschwelle erheblich senken. Ich bin keiner von denen, die aus Trotz wählen (oder nicht wählen). Ich wähl lieber weite eine demokratische Partei, auch wenn ich deren Position in der aktuellen Krise nicht nachvollziehe. Glaubt ihr mir nicht, weiß ich, weil das das schöne Schwarz-Weiß so böse verwischt.

  20. @16:
    „Wo Sie aus dem, was ich schreiben, die Stoßrichtung gegen „die da oben“ herauslesen, bleibt wohl Ihr Geheimnis.“
    Nein, ich lese das unter anderem aus Ihren ersten Beiträgen hier (Stichwort: „Ausnahmezustand“) und aus „Ich will nur eben auch nicht, dass die Politiker, die unser Land regieren, dem Credo des um jeden Preis ad infinitum zu verlängernden Lebens anhängen.“ nebenan ebenfalls #16 zum Drosten-Beitrag ab. Im Übrigen habe ich aber auch nur – wie Sie – drei Fragen gestellt. Ich werde doch wohl noch – wie Sie ständig – hinterfragen dürfen?

    „Ist der Beitrag, unter dem wir hier diskutieren, „Medienkritik“?“
    Ja, denn er weist auf das Verpuffen bzw. die Nichtwirkung journalistischer Beiträge im Alltag sowie auf eine (negativ bewertete) Entwicklung in der Debattenkultur vom ohnehin zweifelhaften, aber bei Journalisten beliebten Twitter hin.

  21. @Bazooka Joe
    „Was tun wir denn alle zusammen gegen Krankenhauskeime, gegen Luftverschmutzung, gegen Klimawandel, gegen Depressionen, gegen Verkehrsunfälle, gegen alkohol- und tabakinduzierte Krankheiten?“

    Eine ganze Menge bei den meisten Themen, aber immer noch zu wenig – weil eben nicht „jede Minute“ höchste Priorität hat, sondern ein demokratisch ausgehandelter Kompromiss (der freilich von vielen mit guten Gründen in Frage gestellt wird). Anders ist es bei Corona auch nicht.
    Was ich nicht verstehe: Wenn Sie meinen, dass all die Toten in den henannten Bereichen nichts Positives sind, warum möchten Sie dann zusätzlich auch mehr Coronatote in Kauf nehmen? Wenn es anderswo schlecht läuft, dann hier aber bitte auch? kratzkratz… Die Angehörigen von ca. 9000 Menschen allein in D sind da vermutlich ganz anderer Ansicht.

  22. @BAZOOKA JOE

    „Das Etikett Verschwörungstheoretiker haften Sie jedem an, der nicht denkt wie Sie. “

    Falsch. Ich hefte es Leuten an, die so tun als gäbe es irgendwo eine „Verschwörung“ und „Meinungen werden unterdrückt“. Und das tun sie mMn.

    „Sie wissen aber, dass auch schon vor Corona Menschen hierzulande gestorben sind, oder? Und dass auch „nach Corona“ (was auch immer das bedeuten soll) weiterhin Menschen sterben werden? Mich interessiert das Durchnittsalter der „Corona-Toten“, und das liegt längst im Bereich des Durschnittsalters aller Toten hierzulande. Da wird kein Leben verkürzt, zumindest nicht in signifikantem Maße.“

    Derzeit in Deutschland: ja. Das ist ja eben der Erfolg der Maßnahmen. Aber schauen Sie sich mal die Übersterblichkeiten in Italien zu den Hochzeiten oder in den USA/Brasilien jetzt an. Da werden Sie sehen, dass es deutliche Erhöhungen der Übersterblichkeit gibt.
    Und weil wir das für Deutschland gerne weiter so hätten wie jetzt, gibt es die Maßnahmen.
    Ob die sinnvoll/überzogen sind kann durchaus diskutiert werden (und wird es ja auch). Das ist komplett OK und hat auch nix mit VT zu tun.
    Nur: Sie stellen sich hier hin und behaupten implizit: „Es gibt ja eigentlich grundsätzlich kein Problem“, „Die Toten sind eh egal“, „Grundwerte werden tagtäglich verletzt“; „wer gegen die Maßnahmen ist wird in die rechte Ecke gestellt“ etc. Und das ist eben Unsinn.

    „Das ist die ehrlich gemeinte Frage, warum nun auf einmal der Gesundheit alles geopfert wird, während bislang gar zu viele Menschen eher ihre Gesunheit für jeden Scheiß geopfert haben?“

    Da stimme ich Ihnen zu. Nur wäre meine Schlussfolgerung daraus nicht, dass uns bei Corona das auch alles egal ist sondern andersrum: Weil wir bei Corona bereit waren, viele Sachen hinzunehmen sollten wir das bei den anderen Themen auch konkreter angehen.
    Und ich hoffe, dass das auch zukünftig passiert (obwohl ich da natürlich auch Zweifel habe — aber hier vor allem wegen Leuten wie Ihnen, die gegen die Corona-Maßnahmen „hetzen“ anstelle sich um die anderen Probleme auch zu kümmern).

    „Mit einer anderen Meinung eh schon in die Nähe dieser gerückt zu werden, das mag die Hemmschwelle erheblich senken.“

    Es gibt einen Unterschied zwischen „Meinung“ und „Fakten“. Und Sie haben einfach noch keine Alternative zu den jetzigen Maßnahmen genannt (Meinung) bzw. ziehen immer wieder implizit Fakten in Zweifel („die Leute sterben nicht AN Corona, sondern MIT Corona“ etc.)

  23. @Bazooka Joe: Ich nehme Ihenn durchaus ab, dass Sie weder VTler noch AfDler noch „gegen die da oben“ oder so sind. Aber, mal so freundlich wie möglich formuliert: Um anderen zu ermöglichen, Ihre Position ernstzunehmen, wäre es hilfreich, wenn Sie nicht einerseits so herablassend-verächtlich über Civid-19-Opfer und andererseits so pathetisch-dramatisierend über die Folgen der Eindämmungsmaßnahmen sprechen würden. Klar sind all die mit Corona verbundenen Entscheidungen Abwägungssache. Aber zu einer vernünftigen Abwägung gehört zwingend, beider Seiten der Waage halbwegs realistisch zur Kenntnis zu nehmen. Und wenn man einerseits das reale durch das Virus verursachte Leiden und Sterben bagatellisiert und andererseits durch fehlende Weihnachtsmärkte und geschlossene Diskotheken „das letzte bisschen Freiheit“ bedroht sieht, fällt es schwer, das als diskutable Position wahrzunehmen.

    Ich halte in der Tat, bei aller Detailkritik, die politisch getroffenen Abwägungen für alles in allem vernünftig und denke, dass in Deutschland im Großen und Ganzen die richtige Balance zwischen Infektionsschutz und Freiheit getroffen wurde – ein situationsangemessener Mittelweg zwischen Wuhan und Schweden. Das kann man sicherlich auch anders sehen, aber dann möglichst mit etwas anderer Argumentation als Sie das hier tun.

  24. Und noch zu ein paar Sachaspekten:
    „Wie viele belegte oder auch nur plausibel vermutete Fälle einer Ansteckung an der frischen Luft gibt es denn?“
    Auch wenn die Infektionswahrscheinlichkeit im Freien wesentlich geringer ist als in geschlossenen Räumen, gibt es solche Fälle m.W. durchaus, etwa bei privaten Grillpartys. Bei sowas wie Cornern (tolles Wort, früher hieß das einfach Rumhängen und Saufen…) dürfte das schwieriger nachvollziehbar sein, da es halt keine verfolgbare Gästeliste gibt. Wie groß das Infektionsrisiko dabei tatsächlich ist und ob der leichte Zorn von Herrn Pantelouris daher berechtigt ist, weiß ich aber auch nicht.

    Zur Altersstruktur von Covid-19-Todesopfern: Es gibt da erhebliche Risikofaktoren, klar – Alter ist ein ganz wesentlicher. (Wie übrigens auch bei anderen Menschheitsplagen wie Krebs oder Alzheimer.) Das heißt aber nicht, dass ausschließlich alte oder sowieso schon schwerkranke Menschen daran sterben, und schon gar nicht lässt sich daraus ableiten, dass da „kein Leben in signifikantem Maße verkürzt“ würde. An dem Punkt wird’s eben wirklich menschenverachtend. Es gibt Abschätzungen dazu, wie groß im Mittel die durch Covid-19-Tod verringerte Lebenszeit ist, und das war schon erheblich. Hab jetzt aber keine Lust, nach diesen Schätzungen zu recherchieren, und an Details erinnere ich mich nicht. (Und naturgemäß sind die immer mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.)

  25. Und noch was zum Artikel selbst:
    „Tatsächlich scheint der Umgang mit Corona ein sehr binäres System zu sein: Entweder komplettes Social Distancing oder gar keins.“

    Den Eindruck teile ich nicht. Klar leuchten Extreme immer besonders grell, aber ich denke, es gibt auch sehr viele Menschen, die versuchen, einen vernünftigen Mittelweg zu finden. Zumindest wenn ich in meine private Umgebung gucke, kenne ich eigentlich niemanden, der/die entweder genauso lebt wie vorher oder sämtliche Kontakte vermeidet. (In der jetzigen Situation, nicht zu Zeiten des allgemeinen Lockdowns.)

  26. @Earendil

    Danke, dass Sie mir aufgezeigt haben, dass ich mich da wohl tatsächlich in etwas verstiegen habe, dass so in dieser Form nicht vertretbar war.

    Ich stehe dazu, dass ich diese Illusion der angeblichen Sicherheit vor dem Lebensrisiko Viruserkrankung für den falschen Weg halte – sehe aber durchaus ein, dass versucht wird, zwischen zwei Extremen einen gangbaren Mittelweg zu finden, und dass es das Wesen unseres Systems ist, dass ich als Einzelner den Weg vielleicht anderswo verlaufen lassen würde als es mehrheitlich nun mal gewünscht zu werden scheint.

    Ich stimme Ihnen zu: So, wie ich es geschrieben hatte, kann man das nicht schreiben.

    Ich widerspreche Ihnen: Das „letzte bisschen Freiheit“ waren zwar zu starke Worte, aber mir ging es auch nie um „Weihnachtsmärkte und Diskotheken“, beides ist mir völlig egal. Nicht egal ist mir, dass ich bei etlichen Freunden die Verzweiflung spüre, weil die mühsam aufgebaute Existenz in sich zusammenstürzt oder auch, ganz profan, weil geliebte, vielleicht als Anker im Leben dringend benötigte Hobbies, auf lange Sicht wegfallen.

    Ihre Sicht auf das angeblich „binäre System“ im Umgang mit dem Social Distancing teile ich. Ich sehe eher das genaue Gegenteil: Fast niemand, der sein Leben komplett in Isolation verbringt, fast niemand, der nicht wenigstens ein wenig Abstand einzuhalten versucht. Ich denke, da tut ein Mittelweg gut: Ich trage natürliche Maske, wo es angezeigt ist, allein schon, weil andere es tun und es niemandem Spaß macht und ich es unsolidarisch fände, es dann nicht zu tun. Ich veranstalte keine Parties und gehe auf keine, treffe mich aber mit der Handvoll Leute, die meine Freunde sind, weiterhin. Dieses Augenmaß beobachte ich ehrlich gesagt bei fast allen. Auf jeden Fall bei mehr Menschen, als ich es erwartet hätte.

  27. @28: Vielen Dank, so etwas liest man leider viel zu selten. Ich bitte meinerseits nun um Verzeihung für meine süffisanten bzw. arroganten Spitzen Ihnen gegenüber.

  28. Diese Spitzen hatte ich mir ja aber nun wirklich redlich verdient. Deshalb: Da gibt es nichts zu verzeihen.

    Den Ton hab zuallererst ich verdorben.

  29. @Bazooka Joe: Jetzt erst gelesen. Danke, und Respekt. Einsicht und einen Schritt zurück findet man in öffentlichen Kommentarspalten ja eher selten.
    Und beim verbleibenden Rest können wir dann bei „agree to disagree“ verbleiben.

  30. Hier in der Dresdener Neustadt war das „cornern“ auch vorher schon gefährlich. Hier fährt die Tram keine 5 cm an der Bordsteinkante vorbei und es gibt das „lustige Spiel“ des „Strassenbahnstreichelns“!

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