Nach Neonazi-Anschlag: Springer-Chef schreibt der AfD aus der Seele

Titelseite der Welt: "Nie wieder 'nie wieder'!"

Mathias Döpfner hat als Reaktion auf den Anschlag eines Neonazis in Halle eine Verschärfung der deutschen Flüchtlingspolitik gefordert. Medien sollten außerdem mehr über „Ausländerkriminalität“ berichten, schreibt der Axel-Springer-Chef in einem ganzseitigen Artikel, den die „Welt“ heute auf ihrer Titelseite veröffentlicht. Nur „einige wenige Medien“ würden nicht beschwichtigen, sondern „die Fakten nennen“ und die Realität beschreiben, klagt Döpfner, der auch Präsident des Verbandes der Zeitungsverleger (BDZV) ist. Prominente Vertreter der AfD zollten ihm Respekt.

Der Rechtsextremist in Halle hatte versucht, ein Massaker in einer Synagoge anzurichten. Als er daran scheiterte, erschoss er eine Passantin und den Besucher eines Döner-Imbisses. Döpfner nimmt das zum Anlass, unter anderem an den Fall eines schwarzen Bundesligaspielers zu erinnern, der als Flüchtling aus Gambia nach Deutschland kam und dem vorgeworfen wird, falsche Angaben zu seiner Identität gemacht zu haben. Polizisten hätten da zu lange ermittelt und Journalisten systematisch weggeschaut, kritisiert Döpfner.



Mathias Döpfner hat den tödlichen Anschlag eines Rechtsextremisten zum Anlass genommen, über alles zu schreiben außer über Rechtsextremismus. Er benutzt die beiden Toten von Halle für seine eigene Agenda: für seinen Kampf gegen die angebliche „Political Correctness“, gegen die Flüchtlingspolitik, gegen die Öffentlich-Rechtlichen, gegen Kritiker der „Bild“-Zeitung.

Der Artikel ist, einerseits, ein großes Durcheinander: Döpfner verrührt alles, was er an Hinweisen auf angeblich empörende Zustände in Deutschland der „Bild“-Zeitung entnommen hat, zu einem düsteren, brodelnden Brei, den er „Systemversagen der offenen Gesellschaft“ nennt. Andererseits ist sein Stück, gerade weil es so irrlichtert und raunt, von besonderer Wucht.

Döpfner wettert gegen eine „mediale Elite“, die „Haltung oft über Fakten stellt“. Einer der einflussreichsten deutschen Medienmanager, ein Multimillionär, dessen Lobbyisten beste Beziehungen in die Politik haben, glaubt, in das populistische Eliten-Bashing einstimmen zu können, ohne sich selbst zu dieser Elite zählen zu müssen. Dabei ist Döpfners Text selbst ein eindrucksvolles Beispiel für genau das, was er beklagt. Er macht sich die Dinge passend. Etwa wenn er schreibt, dass „der HSV-Spieler Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh heißt und zwei Jahre älter ist, als er angibt“ – als stünde das schon fest und sei nicht immer noch Gegenstand von Recherchen und Ermittlungen.

Döpfner plädiert für einen Journalismus, der nicht erst recherchieren muss, um zu wissen. Er schreibt etwa:

Wenn in Limburg ein zuvor gestohlener Laster acht Autos rammt, dabei neun Menschen verletzt, danach der zuvor mehrfach straffällige Täter aussteigt und nach Zeugenberichten „Allah“ gerufen haben soll, dann sprechen Politiker von einem „verwirrten Einzeltäter“, ARD und ZDF berichten über den Fall zunächst fast gar nicht und sprechen dann von einem „Lkw-Vorfall“.

Von einem „LKW-Vorfall“ haben nicht nur ARD und ZDF gesprochen, sondern auch die „Welt“ und die meisten deutschen Medien. Sie taten das aus gutem Grund: Weil noch nicht klar war, was genau hinter der Tat stand. Und die Formulierung von dem „verwirrten Einzeltäter“ stammt von Ermittlern, die nicht ausschließen konnten, dass der Mann aus einer Art Wahn heraus gehandelt habe – und vielleicht nicht einen islamistischen Terroranschlag plante.

Döpfner hält diese Unsicherheit nicht aus. Er wettert gegen einen Journalismus, der nicht auf schnellen (Vor-)Urteilen beruht, sondern auf Tatsachen wartet. Er plädiert für einen Journalismus, der Haltung über Fakten stellt – nur natürlich seine, Döpfners Haltung.

ARD und ZDF berichteten, anders als Döpfner suggeriert, bereits am Tag nach der Tat ausführlich über den Vorfall in Limburg, etwa in der 20-Uhr-„Tagesschau“ und in einem „hessen extra“ mit dem Titel „Die Amokfahrt von Limburg“.



So wenig es Medien in Döpfners Welt genau nehmen müssen, so wenig scheint es die Justiz genau nehmen zu müssen. Er schreibt:

Wenn in der traurig-berühmten Kölner Silvesternacht von 2015, nach der Angela Merkel eine „harte Antwort des Rechtsstaates“ verlangte, 661 weibliche Opfer von sexuellen Übergriffen identifiziert werden, 1304 Anzeigen erstattet und 52 Angeklagte beschuldigt sind, werden am Ende drei Männer wegen Sexualdelikten verurteilt.

Ja, das ist furchtbar unbefriedigend. Aber es ist die Realität eines Rechtsstaates, in dem es eben nicht reicht, dass alle bis hin zur Kanzlerin sich wünschen, dass es hier viele Verurteilungen geben sollte. Sondern in dem jedem Täter seine Taten nachgewiesen werden müssen.

Aber was will Döpfner mit diesem Absatz sagen? Er steht raunend im Raum, als Symbol, aber als Symbol für was? Im Zweifel womöglich: für den falschen Umgang mit Ausländern und von Ausländern begangener Gewalt. Döpfner scheint es nicht auszuhalten, dass solche Leute nicht einfach verurteilt werden können, wenn man schon irgendwie davon ausgehen kann, dass sie es waren. Er will offenbar nicht nur einen Journalismus, sondern auch eine Justiz, die Haltung über Fakten stellt.



Bemerkenswert ist, dass Döpfner kein Beispiel zu klein ist, um seine These vom „Systemversagen“ zu stützen, er aber an den entscheidenden Stellen vielsagend vage bleibt. Er schreibt:

Das Verschweigen von Ausländerkriminalität erzeugt Misstrauen, Verschwörungstheorien und am Ende Ausländerhass. Das einseitige Verständnis für antisemitische Grundhaltungen mancher muslimischer Einwanderer verstärkt rechts- und linksradikalen Antisemitismus.

Wer verschweigt denn Ausländerkriminalität? Wer äußert denn Verständnis für antisemitische Grundhaltungen mancher muslimischer Einwanderer? Durch die substantivierte Formulierung kann Döpfner darauf verzichten, Namen zu nennen – stellt beides aber als umso mehr als vorherrschende Tatsache dar.

Ich würde bestreiten, dass „Ausländerkriminalität“ verschwiegen wird – wobei schon die Wortwahl bemerkenswert ist: Als sei das eine eigene Kategorie: Kleinkriminalität, Schwerkriminalität, Ausländerkriminalität. Aus Sicht von Döpfner gilt es vermutlich schon als „Verschweigen“, wenn nicht jede Tat eines Ausländers bundesweit die Schlagzeilen domiminiert, nur weil sie von einem Ausländer begangen wird.

Seine These, dass das Verschweigen von Kriminalität von Ausländern eine Ursache für Ausländerhass ist, ist mindestens gewagt. Eine andere ist deutlich belegter: Dass das Nennen der ausländischen Herkunft in Zusammenhängen, in denen die gar keine Rolle spielt, Vorurteile bestärken kann. Das scheint Döpfner aber nicht zu besorgen.



Er ist ganz auf Linie der AfD und der Lügenpresse-Rufer, wenn er schreibt:

Immer weniger wird noch benannt, wie es ist. Es wird verschwiegen oder beschwichtigend verharmlost. Und wenn einige wenige Medien die Fakten doch nennen oder grausame Bilder trotzdem zeigen, dann werden vielfach nicht die Tatsachen beklagt, sondern wird derjenige beschimpft oder gar der Aufwiegelung bezichtigt, der die Realität beschreibt. Deutschlands Politik- und Medieneliten schlafen den Schlaf der Selbstgerechten und träumen den Wunschtraum der Political Correctness. Möchten sie nicht, dass diese Ruhe gestört wird?

Die letzten beiden Sätze sind leere Polemik, aber die davor sind bemerkenswert für einen Mann, der neben seinem Verlegerjob für die deutschen Zeitungsverlage spricht – einer Gruppe von Medien also, der Döpfner offenbar unterstellt, in der Mehrheit die Realität nicht zu beschreiben. Es ist bezeichnend, dass Döpfner glaubt, gleichzeitig Chef-Lobbyist der Medien und ihr Ober-Kritiker sein zu können.

Er spricht das nicht konkret aus, aber natürlich schwingt darin auch eine trotzige Verteidigung der „Bild“-Zeitung mit. Die wird aber regelmäßig nicht kritisiert oder vom Presserat gerügt, weil sie sich traut, die Wahrheit zu sagen, sondern weil ihre Berichterstattung unverantwortlich, sensationalistisch, rechtsverletzend ist.

Aktuell zeigt sie gerade lange Ausschnitte aus dem Video des Attentäters von Halle, dem sie die größtmögliche Bühne gibt, was die Gefahr von Nachahmungstätern vergrößert. Auch das ist ein Zusammenhang, der im Gegensatz zu Döpfners Thesen zu den Ursachen von Ausländerhass gut belegt ist, aber von seinen Medien ignoriert wird.

In der Mitte des Textes scheint Döpfner einmal doch auf das Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu kommen:

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in Deutschland wieder vital. Existiert haben sie immer. Entscheidend ist, wie die Mehrheit der Bevölkerung und ihre demokratisch gewählte Führung damit umgehen. Unser Umgang wirkt derzeit wie ein Brandbeschleuniger. Die Hauptursachen dafür sind:

Erstens. Eine rechtsstaatlich sehr zweifelhafte Flüchtlingspolitik, die kaum unterscheidet zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen, also Menschen in existenzieller Not, denen wir helfen müssen, und Menschen in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen, denen wir nicht wahllos helfen können.

Das ist für Döpfner die Hauptursache für die Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Ein Rassist und Fremdenfeind würde es nicht anders sehen.



Döpfners behauptet im rhetorischen Eskalationsüberschwang, es brauche „nach Halle (…) keine einzige Demonstration, Solidaritätskundgebung oder Lichterkette mehr im Land.“ Um nur wenig später den Demonstranten der Extinction-Rebellion-Bewegung vorzuwerfen, dass sie ihre Zelte am Potsdamer Platz nicht abgebaut haben „und geschlossen zur Mahnwache vor der Synagoge in der Oranienburger Straße gelaufen“ sind. Es ist Text gewordene Besinnungslosigkeit.

Ein irgendwie treffender Schluss ist Döpfner nicht eingefallen, und so endet er, im Anschluss an die Extinction-Rebellion-Passage, stattdessen mit folgenden Sätzen:

Ich jedenfalls möchte nicht in einem Land leben, in dem Menschen ihre Nachbarn wegen mangelnder Mülltrennung maßregeln, aber wegsehen, wenn Mitbürger umgebracht werden. Nur weil sie eine dunkle Hautfarbe haben. Oder Juden sind. Und ich glaube oder hoffe: Den meisten Deutschen geht das auch so.

Ganz beiläufig unterstellt er den Klima-Demonstranten damit möglicherweise, dass sie „wegsehen, wenn Mitbürger umgebracht werden“. Gegen wen richtet sich der Absatz sonst? Was hat die Mülltrennung damit zu tun? Was ist das für eine merkwürdige Unterstellung, dass das Land gefährlicherweise von irgendwelchen Blockwarten dominiert wird, denen solche Regeln wichtiger sind als das Leben ihrer Mitmenschen?

Nicht einmal hier schafft es Döpfner, in die Nähe des Themas Rechtsextremismus und derer, die ihn möglich machen, zu kommen. Stattdessen baut er das merkwürdige Feindbild eines kleinbürgerlich-grünen Spießers auf.

Es ist ein hilfloser Schluss eines konfusen, perfiden Textes, dem womöglich sogar seine Hilflosigkeit hilft. Weil sie zu dem apokalyptischen Bild passt, das Döpfner zeichnet. Es ist ein Bild, das auch die AfD und ihre Publizisten regelmäßig zeichnen: Alle versagen, die Eliten in den Medien, die Eliten in der Politik, der Rechtsstaat, die Justiz, die offene Gesellschaft. Das Land ist kaputt.


Korrektur, 21:40 Uhr. Wir hatten als Heimat des HSV-Spielers erst Ghana angegeben statt Gambia. Tut uns leid!

84 Kommentare

  1. #1: „Die richtige Überschrift wäre“

    Die ‚richtige‘ Überschrift für Neonazis, Rechtsextremisten, Rechtsradikale und das gesamte Sympathtisanten-Umfeld, klar.

    Denn für die ist es selbstverständlich „vernünftig“, einen Neonazi-Terroranschlag zum Anlass zu nehmen, über alles mögliche zu schreiben, nur nicht über Neonazis, Rechtsextremisten und Rechtsradikale.

    Aber dass Ihnen der Artikel gefallen würde, was klar. Schließlich finden sich darin alle Versatzstücke des Spaltens, Stigmatisierens, Verächtlichmachens und Diffamierens, die Sie hier regelmäßig auch selbst absondern.

  2. Vielen Dank, dem Text ist nicht viel hinzuzufügen. Vielleicht noch dieses: Döpfner nimmt es auch mit Fakten nicht so genau, denn gegen den Fußballer Jatta bzw. Daffeh (an dessen Story und Altersangabe sehr wohl gezweifelt werden kann) ist nie polizeilich ermittelt worden, wie der Springer-Chef behauptet, und von daher auch nicht „jahrelang und erfolglos“. Die Papiere des HSV-Spielers wurden binnen weniger Wochen vom zuständigen Bezirksamt Hamburg-Mitte geprüft. Aber „polizeilich ermittelt“ und zwar „jahrelang erfolglos“ klingt in Döpfners Interesse natürlich besser, nämlich nach Kriminalität und dem Versagen des Staates vor selbiger.

  3. Eine Frage mal unabhängig vom Thema: Kann man eigentlich sehen, welcher eurer Artikel nur für Abonnementen ist und welcher nicht, ohne den Umweg über den Inkognito-Browser-Modus zu gehen? Das wäre ein Artikel gewesen, den ich gern auf Reddit geteilt hätte, mit Bezahlschranke wird sowas i.d.R. aber immer runtergewählt.

    Wäre cool, wenn das direkt ersichtlich wäre und ein paar Clicks ersparen würde.

  4. Döpfner wieder …

    In einer Reihe mit schäbigen Lumpen, die wieder nichts besseres zu tun haben als abzulenken, zu derailen, zu verharmlosen, zu relativieren.
    Widerlich, realitätsfremd und verlogen! Aber Döpfner wäre nicht Döpfner, wenn er was anderes äußern würde.

  5. Wenn ich unsere „vernünftigen“ Mitbürger so lese und reden höre, dann wundert mich gar nichts mehr.
    Eigentlich mag ich Deutschland ja sehr gerne, aber Leute wie Döpfner, Reichelt und Sachse lassen bei mir dann doch recht viel Scham aufkommen.

    Fast noch mehr als das Arschloch, welches jetzt die Synagoge angegriffen hat. Weil der sich zumindest selbst nicht als Vernünftig sehen dürfte.

  6. Ich sehe, wir dürfen schon ab Kommentar 2 Brückenzoll zahlen. Wie kommt mensch auf den Trichter, dass zu viel Antifaschismus schuld am Faschismus ist? Als nächstes erzählen sie uns, wir müssten gießen, damit es regnet oder Häuser abreißen für mehr Wohnraum.

  7. Döpfner -> Friede Springer -> Angela Merkel
    Da gibt es ja eine Verbindung bis in höchste Regierungskreise :-)
    Seltsamerweise (oder bezeichnenderweise) hört man von Frau Merkel, die ja mit Friede Springer befreundet sein soll, nie Kritik an dem, was die Blätter des Springer-Konzerns so absondern. Erkauft sie sich so ihre weitgehende Schonung durch ebendiese Blätter ?
    NB: Ich habe schon immer gesagt, dass die Springer-Kampagne gegen Wulff in erster Linie ein Warnschuß für Frau Merkel war.

  8. Seltsamerweise (oder bezeichnenderweise) hört man von Frau Merkel, die ja mit Friede Springer befreundet sein soll, nie Kritik an dem, was die Blätter des Springer-Konzerns so absondern.

    Weil Frau Merkel ansonsten dafür bekannt ist, Medien (gezielt) anzugreifen?

  9. Das ist in so vieler Hinsicht unterste Schublade, dass einem echt die Spucke wegbleibt. Ich bin nicht religiös, aber bei solchen Gelegenheiten wünsche ich mir dann doch sehnlichst, dass es eine höhere Instanz gibt, vor der man seine Worte und Taten später einmal verantworten muss. Dieses Opfergejaule ist unerträglich.

  10. „Springer Chef schreibt AfD aus der Seele“
    Wo ist das Problem?
    Der Mann hat nichts falsches geschrieben.
    Er hat aber eines nicht gemacht was links-grünen Journalisten sonst gerne machen, nämlich einen Bogen von einem durchgeknallten Neonazi zur AfD zu spannen.
    Die gleichen Leute übrigens, die sich medial darüber aufregen, wenn nach einem islamistischen Anschlag Merkels unkontrollierte und ungesteuerte Einwanderungspolitik kritisiert und Merkel für den Anschlag verantwortlich gemacht wird.

  11. @Dieter Weller
    AfD sagt, es gäbe so etwas wie eine Umvolkung.
    Rechtsradikaler Terrorist sagt, es gäbe eine Umvolkung, an der die Juden schuld sind und will einige davon umbringen.
    Sie sagen, da gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Nazi und der AfD.

    Merkel sagte, wir wollen den Menschen helfen und hat die offenen Grenzen offen gelassen.
    Islamistische Terroristen sagen, Nicht-Muslime sind scheiße und wollen einige davon umbringen.
    Sie sagen, es gibt da einen Zusammenhang zwischen Islamisten und Merkel.

    Wie ich schon schrieb, eigentlich mag ich dieses Land, aber bestimmte Mitbürger wie Sie und Sachse und Döpfner lassen mich darüber phantasieren, ob hier nicht irgendetwas gesundheitsschädliches in Ihr Trinkwasser geleitet wird.
    Anders kann ich mir solche Sichtweisen nicht erklären.

    Zumal Sie ja nicht nur so denken, wie oben zusammengefasst, sondern das auch noch im Brustton der Überzeugung öffentlich machen. Wie kann sowas möglich sein?

  12. „Der Mann hat nichts falsches geschrieben.“

    Aber sicherlich zur falschen Zeit.

    Wenn das Haus brennt, kommen Debatten über Hochwasser zur Unzeit. Vom brennenden Haus auf die Gefahren von Hochwasser zu schlußfolgern, Feuer als Beweis für die Gefahr des Ertrinkens zu sehen, ist dann nur noch irrational. Oder ein Versuch der Ablenkung.

    Btw.: Alice Weidel hat in ihrer berühmten „Messermänner“-Rede ja tatsächlich der Kanzlerin Schuld an jedem einzelnen islamistischen Überfall gegeben. Dass sie nun ihre eigene Medizin zu schmecken bekommt, gönne ich ihr – auch wenn sie sich darüber aufregt und es plötzlich ganz und gar unangemessen findet, solche Dinge miteinander in Bezug zu bringen. Wobei die AfD nachweislich sehr enge, austauschende Kontakte zur rechtsextremen Szene hat, auch die AfD im Bundestag – keine von den anderen Parteien aber Kontakte zur islamistischen Szene pflegt.

  13. Trollos wie Döpfner uns seine beiden Fanboys hier sind hoffentlich glücklich, dass man in diesem Deutschland sowas „doch nochmal sagen dürfen“ darf, auch wenn die Meinungen natürlich populistischer Unfug sind. Es ist leider aber eine elende Platzverschwendung auf den Titelseiten und in den Kommentarspalten. Da könnte was Nützliches stehen, wie „AfD-Politiker Brandner wegen dummer Hetze auf Twitter aus Partei geworfen“ oder „A. Weidel schmeckt ihre eigene Verallgemeinerungssuppe nicht, wenns ums Widerlegen der war-doch-nur-ein-gestörter-Einzeltäter-Masche geht“. Bei Döpfner fehlt lediglich die abstruse Folgerung, dass nur wegen des links-grünen Mainstreams aus Medien und Regierung (der beliebte rechte Mythos) die verkrachten Loser zu Attentätern werden, weil man ja DOCH in der rechten Ecke nur beschimpft und unterdrückt wird, wenn man „Realität beschreibt“. Bleibt also nur der Griff zur Knarre. Oder auch: Der (natürlich vermeintliche) gesellschaftliche/politische Ruck nach links mit Lästigkeiten wie Greta-Jüngern, Feministinnen, Gender-Ideologen und anderen PC-Gutmenschen ist Schuld! Ergo: Die Gesellschaft müsste ja nur wieder rechtsextrem genug sein, dann muss ein Täter ja nicht erst rechtsextrem werden. Unfassbar.

  14. Döpfner hat durchaus über Rechtsextremismus geschrieben. Nur eben nicht so platt, wie manche es sich wünschen. Er hat erkannt, dass Rechtsextremismus nicht erst 2019 – und auch nicht plötzlich 2012 – so öffentlich erkennbar zu Tage tritt. Sondern seit dem offensichtlichen Staatsversagen 2015. Er will nicht nur die Symptome weghaben, sondern das Problem an der Wurzel packen. Si tacuisses, Stefan Niggemeier, …

  15. B. sieht sich nur als Judenkritiker und harmloser Antisemit:

    „Zu seiner politischen Motivation habe Balliet gesagt, er habe eine „judenkritische Einstellung“. Er habe außerdem bestritten, Nationalsozialist zu sein. Nicht jeder Antisemit sei ein Nationalsozialist, erklärte er laut seinem Verteidiger.“

    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/halle-saale-attentaeter-wurde-von-unbekanntem-finanziell-unterstuetzt-a-1291171.html

    Ersetze „Jude“ durch „Moslem“, und du hast die Sprache der AfD. (Ersetze es nicht, und du hast die Sprache von Gedeon.)

  16. “ Er hat erkannt, dass Rechtsextremismus nicht erst 2019 – und auch nicht plötzlich 2012 – so öffentlich erkennbar zu Tage tritt. Sondern seit dem offensichtlichen Staatsversagen 2015. “

    Das ist natürlich Humbug angesichts einer jahrzehntelangen durchgängigen Spur rechtsextremer Gewalttaten, selbst wenn wir nur das Deutschland seit 1990 betrachten.

  17. @17: „offensichtliches Staatsversagen 2015“ ist schon ganz schön platt und entlarvend: „Ich seh das halt so also werde ich rechtsextrem und deswegen seh ich das so!“ Dieser Zirkelschluss ist schlecht, vor allem weil er nicht besonders gut ist.

  18. Warum hacken jetzt alle auf Döpfner rum? Da haben andere doch ganz andere Dinger abgelassen.

    Aurélie Domisse vom Global Public Policy Institute (was immer das auch sein mag) titelt im Tagesspiegel:
    Wir brauchen einen gelasseneren Umgang mit Terror

    Ebenfalls im Tagesspiegel postuliert Christiane Peitz
    Die Gewöhnung an den Terror ist unverzichtbar“

    In den Tagesthemen erklärt uns Charlotte Gnändiger
    Gibt es ein Mittel gegen die Angst?
    Manchen Menschen helfen Zahlen. Zum Beispiel darüber wie wahrscheinlich es ist, selbst Opfer eines Terroranschlags zu werden.
    Zumindest in Deutschland ist es deutlich wahrscheinlicher beim Essen zu ersticken. Daran sind in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Menschen gestorben – mehr als bei Terroranschlägen in ganz Westeuropa zusammen.

    Christian Lindner von der FDP sieht es so:
    Jeder Versuch, aus dem Anschlag politisches Kapital zu schlagen, ist ein Zeichen von Charakterlosigkeit.

    Udo Lielischkies von der ARD twittert:
    Die mediale Erregungsspirale beginnt sich schneller zu drehen. Wieviele starben heute gleich, weil wir z.B. multiresistente Krankenhauskeime nicht ernst nehmen oder Pflegenotstand ignorieren – Ohne Kamerateams? Öffentliche Risikowahrnehmung ist so eine Sache

    Im Vergleich dazu scheint mir Döpfners Text vernünftig.

  19. #17: „Er hat erkannt, dass Rechtsextremismus nicht erst 2019 – und auch nicht plötzlich 2012 – so öffentlich erkennbar zu Tage tritt. Sondern seit dem offensichtlichen Staatsversagen 2015.“

    Diesen infamen Unsinn hat er nicht „erkannt“, kann er nicht erkannt haben:

    Der NSU bombte ab 1999, mordete ab 2000. Der Nazi Gundolf Köhler mordete 1980, sein ‚Werk‘ ist nach wie vor der blutigste Terroranschlag auf deutschem Boden. Im selben Jahr ermordete der Nazi Uwe Behrendt (auch WSG) den jüdischen Verleger Levin und dessen Lebensgefährtin, die rechtsextreme Hepp-Kexel-Gruppe bombte ab 1982. Martin Wiese und seine Kameraden wollten das Jüdische Zentrum in München 2003 in die Luft sprengen, Rostock, Mölln, Solingen, Hoyerwerda, Freital – schon mal was davon gehört?

    „Si tacuisses, Stefan Niggemeier, …“

    Hätten Sie doch besser geschwiegen, Anna Beck. Wussten Sie’s einfach nicht, haben Sie die Augen fest zugekniffen und wollten nichts wissen oder lügen Sie, wider besseres Wissen?

  20. #21: (‚Die andan aba auch‘)

    „Im Vergleich dazu scheint mir Döpfners Text vernünftig.“

    Dass Sie Lügen und rassistische Whataboutismen schätzen, wissen wir.

  21. @Sachse:

    „Aurélie Domisse vom Global Public Policy Institute (was immer das auch sein mag) titelt im Tagesspiegel:
    „Wir brauchen einen gelasseneren Umgang mit Terror““

    1. „titelt sie nicht (titeln heißt, auf dem Titel zu stehen, der Begriff ist doch selbsterklärend, oder?),
    2. ist der Text von 2017, also: Vergangenheitsform,
    3. ist es ein Interview.

    Sollten Sie hier tatsächlich noch eine Debatte von 2017 führen wollen, haben Sie sich in der Kommentarspalte verlaufen.

    Übrigens gewinnt der Terror nur dann, wenn wir die Gelassenheit verlieren. Man könnte fast meinen, dass Sie das befürworten, wenn Sie sich gegen Gelassenheit aussprechen.

    Die anderen Zitate habe ich jetzt nicht gecheckt, bitte haben Sie Verständnis, dass nicht jeder immer Ihren Dreck wegräumen kann. :-)

  22. PS: Das Lindner-Zitat ist offenbar verfälscht. Es ist von 2016 und lautet:

    „Jeder Versuch, aus dem Anschlag in Berlin politisches Kapital zu schlagen, ist ein Zeichen von Charakterlosigkeit.“

    Warum stößt man eigentlich sofort, sobald Sie debattieren, auf eine Lüge oder Halbwahrheit bei Ihnen, Sachse?

  23. Lieber Herr Niggemeier,
    ich finde Ihren Beitrag mindestens lesenswert.
    Warum verbergen Sie ihn hinter einer Paywall?
    Geht es um Klicks? Geld verdienen, was keine Schande ist?
    Wenn ich alles Lesen wollte, was sich mittlerweile hinter einer sog. Paywall verbirgt, mein Girokonto wäre regelmässig auf Null.

    Ansonsten: Wenn eine Frau E.Steinbach den angesprochenen Text gut findet, verbietet sich Weiterlesen von selbst.
    ( Ich warte immer noch auf die angemeldete Grossdemo seitens der Afd in Halle: Like as Karl-Marx-Stadt)

  24. @Anna Beck
    Wenn ich Sie richtig verstehe, unterstellen Sie dass „die Juden“ schuld sind an dem „Staatsversagen 2015“ (Stephan B. ist rechtsradikal geworden durch das angebliche Staatsversagen 2015 und will deshalb eine Synagoge zwecks Massenmords stürmen)? Now that’s what I call Antisemitismus.

  25. Mein lieber Mann! Wer schützt die Welt vor dem irren Menschenverstand von Döpfner & Co?
    Der intellektuelle Hochleistungsjournalist aus dem gleichen Stall, in der Box nebendran, der Julian Reichelt, hat exakt in das gleiche Horn geblasen.
    Lieber Stefan Niggemeier, soll man diese Typen noch goutieren indem man sie kommentiert? Es würde doch reichen zu bemerken: Springer furzt wieder, da stinkts halt immer ein bissl.

  26. @ EKKEHARD #26:

    Ja, ich hätte mir im konkreten Fall auch gewünscht, dass dieser sehr wichtige Beitrag frei zugänglich wäre, um ihn mit Nicht-Abonnenten zu teilen – ist er aber nicht, weil Stefan Niggemeier und das Übermedien-Team nun mal auch Geld verdienen müssen, um solche Arbeit leisten zu können – ist, wie Sie selbst sagen, keine Schande. „Klicks“ macht Stefan Niggemeier damit sicher nicht, er sichert seinen Lebensunterhalt. Ein fundierter Beitrag wie dieser ist nicht in 15 Minuten runtergeschrieben, er kostet Zeit, was nun mal für jemanden, der mit Texten seine Brötchen verdient, Geld bedeutet. Sie wollen doch auch für Ihre Arbeit bezahlt werden, oder?

    „Wenn ich alles Lesen wollte, was sich mittlerweile hinter einer sog. Paywall verbirgt, mein Girokonto wäre regelmässig auf Null“ halte ich für ein schwaches Argument. Wer, wenn nicht die Leser, soll denn guten Journalismus, wie er unter anderem hier bei Übermedien geboten wird (im Übrigen werbefrei!), bezahlen? Das günstigste Übermedien-Abo gibt’s für 3,99 Euro im Monat – dafür gibt’s vielerorts keine zwei Tassen Kaffee. So viel müssen Informationen wert sein und wir müssen wegkommen vom Gedanken, dass Journalismus kostenlos ist! Wer das erkennt und in seinen alltäglichen Ausgaben berücksichtigt, hat am Ende des Monats immernoch Geld auf dem Girokonto und ist um einiges an Wissen reicher – schreibt übrigens einer, der unter dem deutschen Durchschnittseinkommen verdient, sich viele gute Medienabos leistet und dementsprechend hin und wieder auf die zweite Tasse Kaffee im Café verzichtet ;-)

  27. @STEFAN PANNOR

    „Warum stößt man eigentlich sofort, sobald Sie debattieren, auf eine Lüge oder Halbwahrheit bei Ihnen, Sachse?“

    Ist das eine rhetorische Frage? Denn die Antwort ist ja klar: „weil es sonst nicht in sein Weltbild passen würde“. Da muss man sich die Fakten halt selbst machen. Ist auch viel einfacher so…

    Zum Thema: guter Artikel. Unglaublich dass es jetzt schon wieder soweit ist die Opfer zu Tätern zu machen….

  28. Offensichtlich geht es Sachse & Co. sowie Herrn Döpfner nicht um eine Debatte, sondern um Meinungsmache. Hinweise auf logische Fehlschüsse, unsaubere Argumentation oder Nachfragen werden ignoriert oder es folgen die bekannten Ablenkungsmethoden. Hauptsache, der Kommunikationskanal wird mit der entsprechenden Anschauung gefüllt.
    Bei tagesschau.de gibt es bspw. einen Kommentator, der meist wortgleich mit „dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an. leider kann ich das nicht in so schöne worte kleiden!“ auf andere, den Populismus oder die Rechten relativierende Kommentare antwortet, inzwischen mehrere Dutzend Mal.
    Regelmäßigen Besuchern der Tagesschauseiten fällt das natürlich mittlerweile auf, aber dem flüchtigen Leser soll vermittelt werden: Hui, guckst Du, nette Zustimmung zu den rechten Meinungen, wird wohl was dran sein …
    Döpfner treibt das Ganze natürlich mit einer Titelstory auf die Spitze, quasi nach dem Motto: Hui, guckst Du, nix mit Neonazis und Rechtsextremen, alles Schuld der offenen Gesellschaft! Dafür noch ein mehrfacher Dank von E. Steinbach und ein Lob von Märchenonkel Meuthen und schon ist die kurze Stille und Sprachlosigkeit der Rechten zu Halle aufgehoben und Munition für die weitere Meinungsmache geliefert.
    Schlimm.

  29. @ 32
    Was ist denn „offensichtlich“?
    Womöglich geht es Döpfner einfach nur darum, im Rahmen der zahlreichen Berichte zu demonstrieren, dass er nicht dasselbe schreibt wie alle anderen. Damit hebt er sich dann vom üblichen Brei ab, indem er sich als die einzige, sachliche Stimme der Vernunft darstellt, die das Große und Ganze überschaut.
    Wahrheiten, korrekte Interpretation usw. gibt es bei eben nur bei Bild und Co.
    Was in jedem Fall „offensichtlich“ ist, dass er seine Zeitungen verkaufen will.

  30. @ Micha #6
    „lassen bei mir dann doch recht viel Scham aufkommen.
    Fast noch mehr als das Arschloch, welches jetzt die Synagoge angegriffen hat“
    Diese Aussage finde ich nicht beschämend, sondern absolut entlarvend:
    Mörder sind einfach nur Arschlöcher. Leute mit anderer Meinung dagegen beschämend und ein Problem.

  31. @ Rinaldo Rinaldini #10
    Sehr guter Kommentar. Das sind die vernachlässigten Fragen!
    Frau Merkel sagt nie etwas über Springer, auch wenn von Springer-Medien (gerne mit merkwürdigem Terror ) massiver und anhaltender Druck auf sie ausgeübt wird.
    Haben wir es hier mit einem Binnenverhältnis zu tun, über das öffentlich nicht gesprochen wird?

  32. Und es gibt noch ein weiteres Presseorgan, das massiven Druck auf Merkel ausübt und diesen Druck mit Einfühlungsvermögen tarnt (Quelle als Link hinter meinem Namen).
    Und dieses relotive Nachrichtenmagazin kennt und verbreitet auch die Details zum Terror, die den Horror steigern sollen. Es ist also ein Wirkkraftverstärker des Terrors:
    „Am Tag bevor in Sachsen-Anhalt ein Antisemit eine Synagoge angreift, sitzen in Berlin einige der wichtigsten Strafverfolger des Landes zusammen…
    Rechtsextreme Einzeltäter seien heutzutage oft gar keine Einzeltäter, sagt Frank. Selbst wenn sie ihre Taten allein verübten, seien sie in eine virtuelle Gemeinschaft eingebunden, die im Internet ihre Morde bejubele…
    Aus heutiger Sicht wirken die Worte des Generalbundesanwalts wie eine unheimliche Vorhersehung. Denn keine 24 Stunden nach dem Vortrag lässt einer dieser Wölfe seinem Hass freien Lauf“
    Zufälle gibt’s, aber die ‚Vorhersehung‘ ist hier die eigentliche Nachricht des Terrors.

  33. @Micha

    „Merkel sagte, wir wollen den Menschen helfen und hat die offenen Grenzen offen gelassen.“

    Die Grenzen waren nicht „offen“. Oder sind Sie auch der Meinung, dass jedermann in Ihre Wohnung darf, wenn Sie diese nicht abschließen?

    Die Grenzen waren und sind nur offen für Einwohner des Schengenraums (die gültige Papiere mitführen müssen). Ansonsten schreiben die Gesetze vor, dass eine Einreisegenehmigung bestehen muss.

  34. @Stefan Pannor (25.)
    “Warum stößt man eigentlich sofort, sobald Sie debattieren, auf eine Lüge oder Halbwahrheit bei Ihnen, Sachse?“

    Davor liegt die Frage, warum sind Sie so schwer von Begriff, lieber Stefan Pannor?

    Nicht nur das von Lindner – alle Zitate beziehen sich nicht auf den aktuellen Halle-Fall.
    Tut mir leid, ich hätte nicht gedacht, dass dies festzustellen so schwer ist.

    Warum fällt eigentlich niemand auf, dass die Art der Kommentierung in den MSM (von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie hier Döpfner) wenig von der Tat abhängt, aber sehr von den rassebiologischen Eigenschaften und der ideologischen Provenienz des Täters?

    Ist der Täter ein farbiger Ausländer oder Muslim – gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.
    Da müssen wir uns an den Terror eben gewöhnen, das dürfen wir um Allahs Willen bloß nicht politisch instrumentalisieren. Es gibt keinen Grund zur Aufregung, schließlich sterben viel mehr Menschen an Krankenhauskeimen oder beim Verschlucken.

    Ist der Täter ein weißer Deutscher – schwupps, drehen die die Kanonen um.
    Verlogen hoch drei. Und rassistisch obendrein.

  35. MartinF (27.)
    „@Anna Beck
    Wenn ich Sie richtig verstehe, unterstellen Sie dass „die Juden“ schuld sind an dem „Staatsversagen 2015“ …?“

    Nein, MartinF.
    Sie verstehen Anna Beck nicht richtig.
    Genaugenommen habe ich den Eindruck, dass sie Anna Becks Post absichtlich falsch interpretieren.

  36. Sachse, Sie plädieren also für eine einheitliche „Behandlung“ aller (potentiellen) Terroristen, zumindest medial. Ich kann Ihren Beiträgen nur nicht entnehmen, welche Richtung Sie dabei bevorzugen: Alarmismus oder Gelassenheit. Was soll es Ihrer Meinung nach sein? Und mal unterstellt, die von Ihnen bevorzugte Einheitshaltung würde sich durchsetzen (kraft besserer Einsicht oder durch staatlichen Zwang, grundrechtlich verbürgte Medienmeinungsvielfalt mal außen vor), wäre dann in Ihrer Welt alles wieder in Ordnung? Wenn alle Medien das schreien, was Sie hören wollen?

  37. Haha, der letzte Satz aus 38 (Sachse) ergibt ungefähr so viel Sinn wie eine „Straight Pride Parade“. Ich lach mich schlapp.

  38. #37: „Die Grenzen waren nicht „offen“. (…)

    Die Grenzen waren und sind nur offen (…)“

    Ja was denn jetzt? Schon blöd, wenn die Mär von Merkels Grenzöffnung so zusammenbricht, was?

    #38: „wenig von der Tat abhängt, aber sehr von den rassebiologischen Eigenschaften“

    Deutschland im Jahr 2019: Die Nazis schreiben ganz offen und unverhohlen, wie sie denken.

    „Ist der Täter ein farbiger Ausländer oder Muslim – gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.“

    Ach ja? Ich erinnere mich an zahlreiche zynische „Danke, Merkel“, „Wir schaffen das schon“, „Merkel ist schuld“, „AfD wählen!“, „Seehofer muss die Bürger endlich schützen“, „Wieder Terror durch Migration, widerlich ekelhaft unverantwortlich sind alle, die dieses Multi-Kulti wollen.“, „Ist Ihnen Deutschland nun bunt genug, Frau Merkel?“ – gerne auch dann, wenn der Täter kein „farbiger Ausländer oder Muslim“ war, sondern ihr das nur gehofft habt.

    „Ist der Täter ein weißer Deutscher – schwupps, drehen die die Kanonen um.“

    Genau – kein einziges „Danke, Merkel“, „Wir schaffen das schon“, „Merkel ist schuld“, „AfD wählen!“, „Seehofer muss die Bürger endlich schützen“, „Wieder Terror durch Migration, widerlich ekelhaft unverantwortlich sind alle, die dieses Multi-Kulti wollen.“, „Ist Ihnen Deutschland nun bunt genug, Frau Merkel?“

    „Verlogen hoch drei. Und rassistisch obendrein.“

    Ja. Aber von Ihnen und Ihresgleichen erwartet niemand etwas anderes.

  39. In seinem Rassismus ist der Sachse oben unfreiwillig komisch. „Warum fällt eigentlich niemand auf, dass die Art der Kommentierung […] wenig von der Tat abhängt[…]?“ – genau darum geht es ja. Die Art der Kommentierung von Rechts ist immer dieselbe, egal, wer eine Tat begangen hat: Schuld sind Ausländer/Muslime/Merkel/die Flüchtlingspolitik/die Medien/alles was nicht stramm rechts ist/Gutmenschen. Aber nie, nie, nie die Rechten. Selbst dann nicht, wenn ein Neonazi mit dem Vorsatz losgeht, Juden zu ermorden.

  40. @Andreas Müller
    „Diese Aussage finde ich nicht beschämend, sondern absolut entlarvend:
    Mörder sind einfach nur Arschlöcher. Leute mit anderer Meinung dagegen beschämend und ein Problem.“
    Entlarvend?
    Was haben Sie da entlarvt?

    Finden Sie nicht, dass Mörder wie Stephan B. mindestens Arschlöcher sind und dass Menschen wie Döpfner und Sachse, die solche Morde dafür nutzen, um auf Unbeteiligte rum zu hacken, nicht beschämend sind und ein gesellschaftliches Problem darstellen?

    Ich empfinde das als Problem und frage mich, wo ich da entlarvt sein soll?

  41. @ Micha #45
    Sie haben nicht einfach (wie Sie hier nachzubessern versuchen) von beschämend gesprochen, sondern explizit den Komparativ benutzt.
    Ist Ihnen Balliet wirklich angenehmer als Döpfner?

  42. „Tut mir leid, ich hätte nicht gedacht, dass dies festzustellen so schwer ist.“

    Die intellektuelle Beschränktheit der rot-grünen Propagandaaktivisten kann man nicht überschätzen, das muss man erst mal verinnerlichen.
    Manchmal kommt mir das so vor, als wären „Stefan Pannor“ oder „ichbinich“ social bots, die auf bestimmte Buzwords anspringen, aber hoffnungslos überfordert sind bei Vorgängen mit Verknüpfungstiefe größer 1.

    Aber schön zu sehen, wie der rot-grüne Mob jetzt vor Kummer in die Tischkante beißt.

  43. #47: „Die intellektuelle Beschränktheit der rot-grünen Propagandaaktivisten (…) Aber schön zu sehen, wie der rot-grüne Mob jetzt vor Kummer in die Tischkante beißt.“

    Deutschland, 2019: Der rechtsextreme Pöbel stellt seine soziale Verwahrlosung und geistige Degeneration stolz zur Schau.

    #46: „Sie haben nicht einfach (wie Sie hier nachzubessern versuchen) von beschämend gesprochen, sondern explizit den Komparativ benutzt.“

    Der eine ein Arschloch, dass sich mutmasslich nicht als vernünftig sieht (wobei ich das bezweifle), die anderen – Döpfner, Reichelt und Sachse – Brüder im Geiste, die sich für vernünftig halten. Ein Vergleich, festgestellte Unterscheide. Und deshalb spucken Sie empört „entlarvend“?

    „Entlarvend“ ist allenfalls, wie Sie sich hier mal wieder aufführen, Müller:

    „Ist Ihnen Balliet wirklich angenehmer als Döpfner?“

    Sind Sie wirklich so beschränkt? Schließen Sie von sich auf andere? Deutschland, 2019: er rechtsextreme Pöbel stellt seine soziale Verwahrlosung und geistige Degeneration stolz zur Schau.

  44. @ someonesdaughter #48
    „er rechtsextreme Pöbel“
    Fräulein, jetzt aber mal langsam ganz, ganz vorsichtig!
    Wenn ich Ihre Identität feststellen lasse und sie zwinge, diese Behauptung vor Gericht mit einem Minimum an Zitaten zu belegen, werden Sie sowas von blank dastehen, dass Sie vor Scham im Boden versinken werden. Vielleicht probieren Sie vorsichtshalber jetzt schon einmal, solche Zitate zusammenzusuchen, um sich einen Überblick zu verschaffen und Ihre Bewertungen gerichtsfest zu machen. Sonst kann das ganz böse ins Auge gehen.

  45. @someonesdaughter

    „Ja was denn jetzt? Schon blöd, wenn die Mär von Merkels Grenzöffnung so zusammenbricht, was?“

    Was ist „zusammengebrochen“?
    Verstehendes Lesen sollten Sie noch ein wenig üben.

    Sie können ja das Aussetzen von geltenden Gesetzen für gut befinden, aber trotzdem bitte bei der Wahrheit bleiben.

  46. Nicht nur Springer schreibt der AfD aus der Seele. Das ZDF sendet nach dem Naziterroranschlag eine relativierende „Beide Seiten“-Doku mit so Perlen wie „Gemeinsam ist Linken und Rechten der Kampf gegen universelle Menschen- und Bürgerrechte“.

    Anschließend lassen ARD und ZDF Horst Seehofer eine neue Killerspieldebatte aufmachen, um von der Rechtsblindheit der Staatsorgane abzulenken. Das ZDF hat passenderweise sogar einen Screenshot gefälscht, indem sie ein Standbild des Attentäters in einen Twitch-Kanal eines bekannten Counterstrike-Streamers fotomontierten.

    Das regt mich viel mehr auf, als dass der rechte Boulevard rechts schreibt.

  47. „Fräulein, jetzt aber mal langsam ganz, ganz vorsichtig!
    Wenn ich Ihre Identität feststellen lasse und sie zwinge, diese Behauptung vor Gericht mit einem Minimum an Zitaten zu belegen, werden Sie sowas von blank dastehen, dass Sie vor Scham im Boden versinken werden.

    Ich lese da nur ‚mimimi‘. Was „Scham“ ist, wissen Sie doch gar nicht, Müller – und „blank ziehen“ müssten erst mal Sie: Tun Sie sich keinen Zwang an, raus aus der Anonymität und munter angezeigt!* Ihre peinliche Droherei schüchtert mich nicht ein, noch lenken Sie damit von ihren hilflosen und „entlarvenden“ Versuchen ab, anderen Aussagen unterzujubeln.

    *Heisst das bei Ihnen und Ihresgleichen nicht sonst „Denunziation“ und „mundtot machen wollen“? Bigottes Pack.

  48. „Warum fällt eigentlich niemand auf, dass die Art der Kommentierung in den MSM (von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie hier Döpfner) wenig von der Tat abhängt, aber sehr von den rassebiologischen Eigenschaften und der ideologischen Provenienz des Täters?“

    „Rassebiologisch“ ist im deutschen Kontext Sprache des Dritten Reichs, vorher existierende rassistische Muster aufgreifend. Sie sind ein moderner Faschist, Sachse. Es gibt keine menschliche Rassebiologie. Nur Nazis träumen davon, glauben daran.

    Mit dieser direkten Anbindung an die LTI dürfte der Tiefpunkt dieser Kommentarspalte erreicht sein. Alles, was nun noch kommen könnte, ist „mit Nazis reden“. Worüber?

  49. „Aber schön zu sehen, wie der rot-grüne Mob jetzt vor Kummer in die Tischkante beißt.“

    Also mal davon abgesehen, dass

    1. kein Mob existiert,
    2. kein Kummer da ist und
    3. keiner in Tischkanten beißt …

    … was genau finden Sie daran schön? Das Ende des Diskurses, das Zerstören zivilisierten Benehmens, derlei?

    Es sind ja meist die Zwerge, die es genießen, überheblich zu sein. Oder anders gesagt: wer überheblich ist, macht sich kleiner, auch wenn sich’s für ihn anders anfühlt.

    Sie wissen schon: wie der Schwarze Ritter aus „Ritter der Kokosnuß“. :-)

  50. @ someonesdaughter #51
    „raus aus der Anonymität“
    Ich bin nicht anonym unterwegs, sondern blogge mit Impressum. Wie sieht es denn im Vergleich mit Ihrer Identität aus?
    Das Problem scheint mir zu sein, dass Sie noch nicht einmal lesen, wogegen Sie die Keule auspacken. Die primitive Gleichung lautet: Kritik an dem, was ich irgendwie gut (oder gut gemeint) finde=>rechtextrem.
    So entgeht Ihnen, dass ich nicht einmal Döpfner/Reichelt verteidige (was mir bei Springer grundsätzlich fernliegt), sondern lediglich einen absurden Vergleich in #6 entlarvend fand:
    „…lassen bei mir dann doch recht viel Scham aufkommen.
    Fast noch mehr als das Arschloch, welches jetzt die Synagoge angegriffen hat“
    Das „Arschloch“ hat mutmaßlich 2 Leute umgelegt und wird so unglaublich verharmlost.

  51. Herr Müller hat auch noch nicht gesagt, was genau er in der von ihm bemängelten Aussage entlarvt haben will. Finde ich sehr entlarvend.

  52. @ Stefan Pannor #56
    Ich bin Ihnen grundsätzlich nichts schuldig.
    Die Sprechblasen in Ihrem Actioncomic müssen Sie schon selbst füllen. Zur Not eben ‚off topic‘ und ‚off target‘.

  53. #55: „So entgeht Ihnen, dass ich nicht einmal Döpfner/Reichelt verteidige (was mir bei Springer grundsätzlich fernliegt), sondern lediglich einen absurden Vergleich in #6 entlarvend fand:“

    Was ist daran absurd, jemanden der sich mutmasslich für nicht vernünftig hält mit Typen zu vergleichen, die das tun? Was „entlarvt“ das denn nun? Unterschiede?

    „Das „Arschloch“ hat mutmaßlich 2 Leute umgelegt und wird so unglaublich verharmlost.“

    Sie wiederholen sich, dabei bleibt das Arschloch ein Arschloch und Ihre Empörung gespielt. Raunen Sie lieber weiter „off-topic“ über Verschwörungstheorien (siehe #35, #36). Denn das sind ja die „die vernachlässigten Fragen!“. So viel zum Thema Verharmlosung.

  54. @ someonesdaughter #60
    „bleibt das Arschloch ein Arschloch“
    ‚Arschloch‘ bleibt eine Verharmlosung angesichts der ihm vorgeworfenen Taten.
    „Sie wiederholen sich“
    Gerne: ein ‚Arschloch‘ ist jemand, der mir im Suff in den Vorgarten scheißt, nicht jemand, der einen Doppelmord streamt und einen Massenmord streamen wollte, wie uns berichtet wird.
    Aber immerhin verstehe ich jetzt, was Sie wirklich zu ihrer unbedachten Hassrede verleitet hat:
    „(siehe #35, #36)“
    Ich bleibe dabei, dass der Terror von wichtigen Medien wie Springer und Spiegel mindestens ebenso instrumentalisiert wird wie von irgendjemand sonst. Die einen instrumentalisieren diesen mehr, die anderen jenen. Und ja, ich vermute, dass es dabei letztlich um die Macht geht.
    Ich zittere keineswegs vor Ihren Vorwürfen deswegen, verstehe aber das Zittern schon wieder ein bisschen besser:
    „Starke Ängste dürften bei Angela Merkel natürlicherweise auch die Terroranschläge auslösen, die Deutschland und die Nachbarländer, insbesondere Frankreich, seit Jahren heimsuchen“

  55. #34: „Mörder sind einfach nur Arschlöcher.“
    #61: „‚Arschloch‘ bleibt eine Verharmlosung angesichts der ihm vorgeworfenen Taten.“
    Entlarvend.

  56. Well, that escalated quickly… Die letzten 20 Beiträge kann man wohl getrost löschen.

    @Sachse #35
    „Warum fällt eigentlich niemand auf, dass die Art der Kommentierung in den MSM […] wenig von der Tat abhängt, aber sehr von […] der ideologischen Provenienz des Täters?“

    D’oh!

    „Es gibt keinen Grund zur Aufregung, schließlich sterben viel mehr Menschen an Krankenhauskeimen oder beim Verschlucken.“

    Tatsächlich. Allerdings sterben in Deutschland auch viel mehr Menschen an rechtsextremen Terroranschlägen als an islamistischen Terroranschlägen. Und das nicht erst seit 2001.

    Und, leider, wird man das Gefühl nicht los, dass die Obrigkeit diesen rechtsextremen Teil der deutschen Bevölkerung schulterzuckend akzeptiert. Hab grad „Der Staat gegen Fritz Bauer gesehen“ – ja, wir haben da eine Tradition.

    Übrigens: Die Artikel, in denen auf die „rassebiologischen Eigenschaften“ des Attentäters von Halle eingegangen wird, die dürfen Sie gern mal verlinken. Andernfalls wars eben wieder ein Beitrag von Ihnen mit „Lüge oder Halbwahrheit“.

  57. Der AfD aus der Seele zu schreiben, ist nicht Döpfners eigentliches Ziel, aber in der Not nimmt er es in Kauf, dass der Eindruck entsteht. Ebenso wie den zwischenzeitlichen Eindruck, dass „BILD eine Vorfeldorganisation der AfD“ (Michael Spreng) sei.
    Der machtpolitische Konflikt mit Merkel, das machtpolitische Ziel von Springer und Döpfner wird heute beim Blick in die BILD wieder einmal deutlich: die Iden des Merz.

  58. Jetzt hat Herr Müller es auch geschafft – von einer Diskussion zu einem Beitrag, der die niederträchtigen Reflexe von Rechts kritisiert, selbst bei den Taten eines Neonazis die Schuld bei Flüchtlingen und Merkel zu suchen, die Kurve zu kriegen, endlich Merkel kritisieren und Verschwörungstheorien verbreiten zu können. q.e.d.

  59. @ MR RE #66
    Unsinn, MR RE, der Beitrag kritisiert Döpfner. Und ich kritisiere Merkel aktuell überhaupt nicht mehr und habe im ganzen Strang das von Ihnen genannte Thema überhaupt nicht tangiert. Ich versuche, das Spiel von Döpfner zu verstehen, und bin mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden.
    Springer (Döpfner>>Reichelt>>Röpcke) übt zugunsten des Merz permanent Druck auf Merkel und die Union aus und schämt sich dafür auch nicht, im Angesicht des Terrors ein wenig wie die AfD zu klingen.
    Ich bin darüber längst ein Merkel-Versteher geworden: unglaublich, was die Kanzlerin für einen perfiden Druck aushalten muss. Amri, Klimakatastrophe, Balliet: für alles soll sie Verantwortung tragen und gegen alles mehr tun.

  60. @ Andreas Müller, #67:
    „Ich bin darüber längst ein Merkel-Versteher geworden: unglaublich, was die Kanzlerin für einen perfiden Druck aushalten muss. Amri, Klimakatastrophe, Balliet: für alles soll sie Verantwortung tragen und gegen alles mehr tun.“

    Och, ein bisschen weniger Investitionsstau und etwas mehr Schuldenabbau (als gar keiner) während des Wirtschaftsbooms wären auch ganz nett gewesen. Und wie wenig Verantwortung hat man denn so nach bislang 14 Jahren Kanzlerschaft?
    Es gibt genug zu kritisieren. Merkwürdig, dass von Ganzrechts ihr dann so Sachen wie Flüchtlingskrise und Attentate zur Last gelegt werden.

  61. Julian Reichelt hat am Abend nach der Tat bereits einen Kommentar verfasst, der vor Scheinheiligkeit und Heuchelei nur so triefte. Und dann kommt Döpfner um die Ecke um die Beweisführung abzuschließen.

    So widerwärtig, man kann nicht so viel fressen wie man kotzen möchte.

    Die Bild ist und bleibt das Hetzorgan Nr. 1 und trotz allen Lippenbekenntnissen für die AfD die wundervollste Werbebroschüre.

    Und ein Bild von ihren Lesern und -innen kann man sich ja auch schön in den Kommentarspalten der Republik machen. Unter anderem auch in dieser hier. Das wird man schließlich noch sagen dürfen: Biologische Rassenunterschiede und so. Wird man doch noch sagen dürfen.

    Meine Güte, wie moralisch verkommen, verblendet und nicht zuletzt ungebildet kann man eigentlich sein?!

  62. ich habe es nicht mitbekommen, aber gab es eine Reaktion des Zentralrats der Juden zu dem Leitartikel von Herrn Döpfner?

    Erschreckend finde ich auch, wieviele Welt-Autoren diesen Text auf Twitter retweetet haben. Ob das Gehorsam war oder Überzeugung?

    Die freien Autore zumindest sollten sich fragen, ob sie noch für die Welt schreiben wollen

  63. Warum sollte sich der ZdJ zu einem Kommentar veranlasst sehen? Der immerwährende und bedingungslose Einsatz der WELT für jüdische und israelische Interessen hat hier eben einmal in Döpfners Erguss einen gewissen Höhepunkt erreicht. Mich hat es nur gewundert, dass am Tag nach der Tat nicht Poschardt und auch nicht der sonst in diesem Bereich stets hinzueilende Posener den Leitartikel geschrieben hat, sondern ein gewisser Malzahn.

  64. Deniz Yücel hat in der „Welt“ eine zaghafte Gegenrede platziert bekommen. Die war kurzzeitig frei zu lesen, ist aber jetzt hinter der Paywall gelandet.
    Sein Punkt: Natürlich hat Doepfner das Problem Rechtsextremismus richtig benannt, es aber durch die Vermischung mit völlig anderen Topics relativiert.
    Natürlich wird das von der „Welt“ jetzt als „Debatte“ verklärt.

  65. Herr Niggemeier hat mMn recht wenn er schreibt: „Er benutzt die beiden Toten von Halle für seine eigene Agenda“

    Damit ist eigentlich alles gesagt und es ist ekelhaft.

    Wenn man Experten wie z.B. Julia Ebner oder Olaf Sundermeyer zuhört, ist der Lohn solcher Täter die Aufmerksamkeit. Man könnte also seine Berichterstattung, analog zu den Erkenntnissen des Werther-Effekts, so gestalten, dass dieser Lohn so gering wie möglich ausfällt.
    Macht man das nicht, sollte man besser keine Kommentare schreiben in denen man sich über irgendetwas beklagt. Das ist sonst einfach nur lächerlich.

  66. @Müller
    Ihre „Entlarvung“ war quatsch.
    Sehen Sie es ein.

    Bei so wenig Gespür, was Sie hier bei nahezu jedem Thema zeigen, sollten Sie Ihre Spekulationen öffentlich lassen.
    Selbst, wenn Sie mal ein Körnchen gefunden haben könnten, was die Unterstützung von Merz angeht.
    Allerdings ist Ihre Erklärung für den Döpfner-Text dann doch wieder sehr weit her geholt.
    Sie stehen zu sehr auf Verschwörungstheorien. Gemischt mit Ihrem mangelnden Gespür läuft das zu oft ins Absurde.

  67. Alles klar – ohne Minderheiten kann es keine Gewalt gegen Minderheiten geben. Ergo ist die Existenz von Minderheiten ursächlich für die Gewalt gegen Minderheiten. Also sollten Minderheiten einfach aufhören, zu existieren.
    Ja. Und wenn Herr Döpfner mal Kopfschmerzen hat, kann er sich das verursachende Organ amputieren lassen, Rückenmark reicht ja.

  68. @ 77:
    ganz sicher: Alle diese Döpfners, Poschardts, Tichys, Steingarts, Fleischhauers, Reichelts usw. leiden.
    Sie leiden wie ein Hund, wie ihr Vorbild Axel Caesar einmal …
    Na egal.
    “ Polin, jung und rasiert…“ neben einer Kolumne eines hochrangigen Politikers oder Kirchenfürsten in der B..d oder Sermon in der W..t.
    Widerlich, aber akzeptiert. offenkundig.
    Pressefreiheit; Meinungsfreiheit:
    Geniale Idee, wenn denn damit umgegangen würde.
    Nagut, es gibt diesen Blog und BILDblog, und dann?

    Allen Ernstes sagt der Sachsen-Anhaltinische Innenminister, der Terroranschlag von Halle sei eine Zäsur für Deutschland.
    Was waren dann der Brandanschlag 1970 in München; 2000 in Düsseldorf und viele dazwischen?
    Und dann kommt ein Typ aus dem beschaulichen Lünen(NRW) am Rande des Ruhrgebiets, als Geschichtslehrer verbeamtet in Hessen und erzählt den Thüringern wo es lang gehen soll?
    Und die lassen sich das erzählen, anstatt den Faschisten vom Hofe zu jagen?
    Wie bescheuert ist das denn?

    Wütend…

  69. …ach ja, es hat mal einen gegeben, jedenfalls erzählen ausgebildete Geschichtslehrer das, seines Zeichens unbegnadeter Postkartenmaler, der sich dann am Ende seiner „Karriere“ unsäglich feige durch Suizid vom Acker gemacht hat.
    Möchte man so enden, statt in die Ruhmeshallen des ewigen Things an Odins Tisch o.ä. ?
    Man weis es nicht: Erdogan vor einem Erschiessungskommando:
    Maas; Stoltenberg u.a. werden Sorge tragen, dass das nicht geschieht.
    Weil wg. der Beziehungen.

    Passt schon…

  70. @Windisch#81

    „Es wird immer schwieriger, sich in dieser wahnsinnigen Welt zurechtzufinden.“
    Ja, das merkt man Ihnen an dem Rest Ihres Textes sehr eindeutig an.
    *Kopfschüttel*

  71. 1. Nennen Sie mir einen „solchen Fall“ (geplanter Massenmord in einer Synagoge mit nach Scheitern zwei Gelegenheitsmorden), der nur müde in den Lokalnachrichten behandelt wurde. Und in dem im Anschluss diejenigen, die den Anschlag verurteilten, als Nazi bezeichnet wurden. Gern mit Quellen.
    2. Da es diese Unterschiede nicht gibt, gibt es auch keine verschiedenen Vermutungen über die Ursachen.
    3. Für das angeblich tausendstimmige Hurra hätte ich auch gern eine Quelle. Da es laut gewesen sein soll, sollte das ja kein Problem sein.
    4. Soweit ich weiß, war die Bundeskanzlerin überhaupt nicht in Halle, „nur“ der Bundespräsident. Die Bundeskanzlerin hat den Angehörigen laut Pressemeldungen unmittelbar nach dem Anschlag kondoliert.
    5. Über die Gründe eines Nicht-Treffens zwischen Bundeskanzlerin und Angehörigen kann in der Tat nur spekuliert werden. Dass Ihnen dazu nur negative Gedanken kommen, tut mir leid für Sie. Als Anregung könnten Sie ja darüber nachdenken, dass die Angehörigen so etwas schlicht nicht möchten, auch nicht mit anderen Politikern. Einen Anspruch auf Besuch oder gar ein „Foto“ hat niemand.
    6. Wer dichtet angeblich etwas um und wer sind in diesem Zusammenhang „die“?
    7. „10 tote Juden in einer deutschen Synagoge wären ihnen vermutlich lieber gewesen.“ Haben Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank?
    8. Der Syrer, der mit einem Messer auf die Synagoge in Berlin losging, ist nach meinem letzten Kenntnisstand in der Psychatrie.
    9. „Zum Halle-Fall wird kolportiert, die AfD sei schuld wegen ihrer angeblichen antisemitischen Hetze. Beispiele dafür gibt es nur randständig…“. Gedeon, Höcke und Konsorten sind also randständig?
    10. Spekulationen über den Kenntnisstand des mutmaßlichen Täters sind nichts anderes als das: Spekulationen. Von Ihren Zweifeln zur Überzeugung überzuleiten, dass er bei Kenntnis von Fakt A „mindestens genauso viel“ über angeblichen Fakt B wissen müsste (worauf Fußnote 4 verweisen soll, erschließt sich mir nicht), ist dann vollends frei erfunden.
    10. Zu Ihrem restlichen Summs fehlt mir spätnachts der Nerv.

    Ihr Kommentar enthält meines Erachtens nur einen wahren Satz: „Das Halle-Verbrechen ist ein Einzelfall, der zweifellos nichts mit dem Islam zu tun hat.“ Warum Sie dann gleichwohl dazu raunen, nunja, dazu kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie dafür gute Gründe haben. Aber mit solchem Unsinn kann man sich in der Tat die Welt verrückt reden. Was gedenken Sie zu tun, um diese imaginierte Verrücktheit abzustellen?

Einen Kommentar schreiben

Mit dem Absenden stimmen Sie zu, dass Ihre Angaben gemäß unseren Datenschutzhinweisen gespeichert werden. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.