Gastbeitrag in der „Welt am Sonntag“

Rundfunk ist Länder-, nicht Weimersache

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert in der „Welt am Sonntag“ eine „Transformation des Mediensystems“ und meint damit – Überraschung – eine Verkleinerung von ARD und ZDF. Abgesehen davon, dass er dafür gar nicht zuständig ist: Sein Gastbeitrag enthält mehr Lobbyismus als Sachverstand.
Gastbeitrag von Wolfram Weimer in der „Welt am Sonntag“: „ARD und ZDF müssen sich neue erfinden“
Gastbeitrag am 25. Oktober in der „Welt am Sonntag“

Wer einen Gastbeitrag in der „Welt“ schreiben will, braucht laut „Welt“ eine Meinung, die die Redaktion für „relevant und interessant genug“ hält. Etwas rätselhaft, warum Wolfram Weimers Position zu ARD und ZDF dazuzählt.

Der parteilose Kulturstaatsminister fordert in einem Gastbeitrag in der „Welt am Sonntag“, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verkleinern – und das nicht zum ersten Mal. Statt bisher neun ARD-Anstalten solle es dann nur noch „vier oder fünf“ geben. Die zwei Vollprogramme von ARD und ZDF seien zu teuer, die Aufgabenteilung müsse klarer definiert werden, schreibt er.

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