Holger ruft an (256)

Dürfen Journalisten einfach so alles aus den gehackten AfD-Files berichten?

Seit einer Woche sitzen Journalisten vor rund 300 Gigabyte Material aus dem Inneren der AfD, das Hacker illegal erbeutet haben. Wie viel Relevantes lässt sich aus dem Datenberg herauslesen? Und ist das überhaupt erlaubt? Anruf bei Valerie Höhne, Redakteurin bei der „Süddeutschen Zeitung“.
Podcast-Titelbild mit Valerie Höhne
SZ-Journalistin Valerie HöhneFoto: Friedrich Bungart

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Vergangene Woche erbeuteten Hacker mehr als 420.000 E-Mails aus AfD-Postfächern und stellten sie frei verfügbar ins Internet. Ein wahrer Goldschatz für Journalisten und alle, die mehr über interne Vorgänge der in Teilen rechtsextremen Partei erfahren wollen. Aber darf man einfach so in illegal beschafften Mails recherchieren und berichten, was man darin entdeckt hat?

Valerie Höhne ist Hauptstadt-Redakteurin der „Süddeutschen Zeitung“ und Teil des Rechercheteams, das sich mit den AfD‑Files beschäftigt. Obwohl sie bis jetzt noch nicht die Smoking Gun gefunden hätten, sei der Blick in das Innenleben der AfD unheimlich interessant, sagt Höhne im Übermedien-Podcast.

Dass Journalisten über die geleakten Daten berichten dürfen, ist für sie klar:

„Es ist ja nicht so, dass wir Klarnamen oder Telefonnummern von Privatpersonen veröffentlichen würden. Wir stellen dar, was wir glauben, was relevant ist für die deutsche Öffentlichkeit. Über diese Partei, die in weiten Teilen gesichert rechtsextrem ist und die zum ersten Mal seit 1945 in diesem Land Regierungsmacht übernehmen könnte.“

Würden sich Journalisten auch so sehr auf die Files stürzen, wenn sie von einer anderen Partei kämen? Wie recherchiert man überhaupt in einem derart großen Datenberg? Und verspürt Höhne Druck, nun auch wirklich etwas Relevantes darin finden zu müssen? Darüber spricht sie mit unserem Podcast-Host Holger Klein in der neuen Folge von „Holger ruft an …“.

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