Durchsuchungsbeschluss nach Podcast

Die „Zeit“ hätte es ahnen können

Mit einer fragwürdigen Aktion hat die Hamburger Justiz Audio-Aufnahmen bei einer „Zeit“-Journalistin sichergestellt. Die Kritik daran ist berechtigt, doch der Fall zeigt auch, wie unzureichend selbst renommierte Redaktionen ihr Recherchematerial schützen. 
Kriminalreporterin Anne Kunze, Host des Podcasts „House of Block“
Kriminalreporterin Anne Kunze, Host des Podcasts „House of Block“Screenshots: Instagram/Spotify/„Die Zeit“

Die „Zeit“-Journalistin Anne Kunze musste auf richterlichen Beschluss hin Audio-Aufnahmen von Gesprächen, unter anderem mit einem minderjährigen Verbrechensopfer, herausgeben. Aus diesen hatte die Wochenzeitung für einen Podcast über den Block-Prozess zitiert. Für Kunze ist das nun ein „Angriff auf die Pressefreiheit“. Auch der Deutsche Journalisten-Verband meldete sich rasch zu Wort und sprach von einem „Frontalangriff auf die Pressefreiheit“, es gehe um de…

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