Bloß keine Sitzgelegenheit auslassen, um sich zu empören!
Gespottet wird über den CDU-Politiker Philipp Amthor ja schon, seit er 2017 mit Mitte 20 erstmals Bundestagsabgeordneter wurde: über die Art, wie er sich kleidet und gibt, wie er redet, wie betagt er trotz seines immer noch jungen Alters häufig wirkt. Die „heute show“ im ZDF hat daraus ein ganzes ermüdendes Genre gemacht.

Aber dass ein Strandkorb vor Amthors Büro einen derartigen Eklat auslösen würde, über den Medien tagelang berichten, das stand auf keiner Bingokarte für diesen Frühherbst.

Stimme allem zu. Eine Ergänzung: Amthor hat sich ja entschieden, die Aufstellung des Strandkorbs filmen zu lassen. Hätte der einfach schon da gestanden, wäre wohl nichts passiert. Aber seine Inszenierung hat dazu beigetragen. Und sein Rückzug war womöglich schon einkalkuliert, so viel PR-Strategie kann man Amthor zutrauen.
Andere Meinung zum Thema, der ich deutlich mehr zustimme:
https://gigold.me/blog/inside-cdu-cringemaster
„Am Schockierendsten aber ist, wie deutlich klar wird, dass diese Sammlung unsympathischer weißer Männer nicht verstehen, was außerhalb des Konrad-Adenauer-Hauses passiert. Wie unbeholfen das alles ist. Visionslos und frei von jeglichem handwerklichen Geschick.“
Die Gesamtheit der Cringigkeit kondensierte schlicht im Strandkorb.