„Tagesschau“ zur Gewaltat in Stade

Details, die wenig Erkenntnis bringen

Die „Tagesschau“ berichtet über eine Gewalttat in Stade, bei der sechs Mitarbeitende der Jugendhilfe getötet wurden. Obwohl kurz nach der Tat noch viele Fragen offen sind, übernimmt sie ungesicherte Behauptungen über den mutmaßlichen Täter und nennt ohne Grund dessen Herkunft.
„Tagesschau“-Sprecherin Romy Hiller
„Tagesschau“-Sprecherin Romy HillerScreenshot: ARD

In der „Tagesschau“ am Montagabend sagte Sprecherin Romy Hiller einen Satz, der für eine Nachrichtensendung zunächst einmal recht gewöhnlich klingt. Doch er verrät viel über den Aktualitätsdruck von Nachrichtenmedien.

„Lange war zum Tathergang wenig bekannt, inzwischen aber gibt es mehr Details.“

Der Satz war Teil von Hillers Anmoderation zum ersten Beitrag der Sendung über eine brutale Gewalttat am Montagmittag in Stade bei Hamburg. In einer Einrichtung für Kinder und Mütter erschoss mutmaßlich ein 45-jähriger Mann sechs Mitarbeitende der Jugendhilfe. Sein Baby und dessen Mutter befanden sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Einrichtung.

Wenige Stunden nach de…

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