„Deutschlands frechster Stütze-Empfänger“

Sozialhilfeempfänger wehrt sich gegen „Bild“-Kampagne

Über einen straffälligen, abgelehnten Asylbewerber berichtete der Springer-Verlag in immer neuen gehässigen Artikeln. Auch andere Medien griffen den Fall auf und erhielten in kürzester Zeit Zugang zu sensiblen Behördenakten. Jetzt wehrt sich der Mann mit einem Medienanwalt.

„Deutschlands frechster Bürgergeld-Empfänger“, lautet die „Bild“-Schlagzeile des 23. Februar 2026. Im „Bild“-Politik-Videopodcast „Vertraulich“ hält Moderator Thomas Kausch sie in die Kamera, die Geschichte kommentiert er so:

„Es gibt Nachrichten, bei denen man eigentlich keine zwei Meinungen haben kann.“

Und wenn man bei „Bild“ meint, die einzig denkbare Meinung für sich gepachtet zu haben, ist besonderes Misstrauen angebracht.

Im konkreten Fall müssen Gerichte entscheiden, ob die Berichterstattung Bestand hat. Denn jener „freche“ Sozialleistungsempfänger geht inzwischen – ungewöhnlich genug – mit einem Medienanwalt gegen „Bild“ vor.

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