Was macht man, wenn der eigene Reporter in der Türkei verhaftet wird?
Der Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludağ wurde vergangene Woche in der Türkei festgenommen. Sein Redaktionsleiter Erkan Arıkan spricht im Übermedien-Podcast über die Hintergründe und die Arbeit seines Teams.
Erkan Arıkan, Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen WelleFoto: DW/ Barbara Scheid
„Es ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagt Erkan Arıkan über die Arbeit als Journalist in der Türkei. Der Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle (DW) ist in dieser Woche zu Gast im Übermedien-Podcast und spricht dort über die Festnahme seines Mitarbeiters Alican Uludağ.
Uludağ wird unter anderem vorgeworfen, in sozialen Medien staatliche Institutionen der Türkei herabgewürdigt und irreführende Informationen verbreitet zu haben. Für Arıkan sind das vorgeschobene Gründe. Er vermutet, dass die eigentliche Ursache für die Festnahme Uludağs Recherchen über den neuen türkischen Justizminister sein könnten.
Seit Jahren rangiert die Türkei auf den hinteren Plätzen der internationalen Pressefreiheits-Rankings. Sie zählt zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten weltweit. Wie hat sich die Lage in den vergangenen Jahren verändert? Was bedeutet das für die Arbeit von Medien? Und gibt es Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändert? Darüber spricht Holger Klein mit Erkan Arıkan in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner
Erkan Arıkan leitet die türkische Redaktion beim Auslandssender Deutsche Welle. Er hat Rechtswissenschaften sowie Kommunikations-, Sozial- und Politikwissenschaften studiert und als Reporter und Redakteur für verschiedene Fernsehsender gearbeitet. Zudem leitete er die türkische Redaktion bei WDR Cosmo.
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