Afrika-Tour von YouTuber „IShowSpeed“

So hat die Welt Afrika noch nicht gesehen. Oder doch?

Der US-amerikanische YouTube-Star „IShowSpeed” hat mit seinen Livestreams aus Afrika weltweit einen Hype ausgelöst: mit Millionen Abrufen, emotionalen Reaction-Videos und Menschenmassen vor Ort. Viele Fans glauben, er zeige den Kontinent so, wie es ihn sonst nie zu sehen gibt. Doch so einfach ist es nicht.

Wenn man verstehen will, was gerade in globaler Jugend- und Plattformkultur passiert, kommt man an „IShowSpeed“ nicht vorbei. Der Schwarze US-Superstar ist nicht irgendein YouTuber, sondern sehr wahrscheinlich der bekannteste Streamer der Welt – gemessen an Reichweite und Meme-Präsenz.

Über 50 Millionen Menschen (oder zumindest angemeldete Accounts) haben seinen YouTube-Channel abonniert, einzelne Livestreams erreichen gleichzeitig mehr als eine Million Views, Clips daraus zirkulieren millionenfach auf TikTok, Instagram und YouTube Shorts. Wo er auftaucht, bildet sich eine Menschenmasse an zumeist sehr jungen Fans, die nur von einem massiven Security-Aufgebot einigermaßen kontrolliert werden kann.

IShowSpeed auf Autodach, umringt von Fans in Lagos

1 Kommentare

  1. Die nüchterne Schreibweise in Kontrast zum Content dieses YouTube Clowns ist schon Ironie auf ganz hohem Level, danke! Und dann noch „Listening to iShowSpeed Bark for 24 Hours Straight“ verlinken, ganz großes Tennis! :D

    „Daraus entstehen Verschwörungserzählungen über „das wahre Afrika“, das nun endlich sichtbar werde.“
    Zielgruppe? Als Jugendlicher ist es schlicht nicht begreifbar, dass man nicht wirklich alles weiß, sondern sich das nur einbildet. Also muss alles „wahr“ und „echt “ und „tatsächlich“ sein. Kurz: Das ist einfach nur Jugendslang für „Das habe ich gerade gelernt.“ Die etwas selbstreflektivere Mittzwanziger-Variante wäre „I was today years old when I learned that …“
    Insgesamt harmlos, meine ich.

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