Skandal-Hype

Epstein taucht in Epstein-Files auf!

Das US-Justizministerium hat Millionen neue Dokumente zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Dass die Akten öffentlich zugänglich sind, ist auch problematisch. Und es setzt Medien unter Druck. Die Folge: eiliges Namedropping, billiges Clickbait und fragwürdige Belege. Über die Schwierigkeiten beim Umgang mit sensiblen Informationen zu einem komplexen Fall.
Internetseite des US-Justizministeriums, auf dem die Akten zum Fall Epstein veröffentlicht werden.
Epstein-Files auf der Seite des US-Justizministeriums.Screenshot: justice.gov/epstein

Es ist immer noch nicht alles, aber schon jetzt kaum zu überblicken. Nach einer ersten Veröffentlichung im Dezember hat das US-Justizministerium weitere Mails, Fotos, Videos und andere Dokumente zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein publiziert: mehr als drei Millionen Dateien, ungeordnet, teilweise doppelt, ein einziger Wust. Journalisten weltweit durchsuchen sie nun eilig nach brisanten Details. Und nicht nur sie.  

Oft basieren große Datenrecherchen auf einem Leak: Whistleblower spielen Medien Informationen zu, und Journalisten, die auf…

2 Kommentare

  1. Danke!
    Über die clickbaitige SPIEGEL-Headline mit der Merkel-Erwähnung habe ich mich auch ziemlich geärgert – mindestens genauso aber über mich selbst, weil ich natürlich „braver Wurm“ war und nach dem Köder geschnappt habe.

  2. Ich danke Ihnen für diesen Artikel, den ich in Zukunft noch öfter lesen werde, aus dann wieder aktualisierten Anlass.
    Aber sind „Recherchtehesen“ „Recherchethesen“? Oder ganz was anderes?

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