Vorbilder

Karla Kolumna und ich

Ohne die rasende Reporterin aus „Benjamin Blümchen“ wäre unsere Autorin vielleicht nie Journalistin geworden. Sie hat sich gefragt, wie Karla Kolumna mit Donald Trump umgehen würde, wer die reale Vorlage für die Figur war und wie es eigentlich um Karlas Privatleben steht. Antworten bekam sie von Karlas Erfinderin Elfie Donnelly – per WhatsApp.
Autorin und Karla-Fan Mareice Kaiser
Autorin und Karla-Kolumna-Fan Mareice KaiserFoto: privat

Womit Kinder aufwachsen, das ist für sie erstmal normal. In meinem Fall war das eine heteronormative westdeutsche Familie mit Mutter, Vater und drei Kindern auf dem Land. Der Vater ging zur (harten) Arbeit, die Mutter blieb zu Hause für die (auch harte, aber unsichtbare) Hausarbeit. Das war normal für mich, bis eine Frau mein Kinderzimmer betrat: Karla Kolumna. Sie kam angedüst mit ihrem Roller und fuhr damit direkt in mein Herz und vor allem in meinen Vorstellungshorizont. Meine Normalität bekam Risse und mein Horizont wurde weiter. 

Da war in meinen Lieblingshörspielen (und ja, ich kann die ersten hundert „Bibi Blocksberg“-Folgen teilweise heute noch immer nachsprechen) plötzlich eine Frau, die ganz anders lebte und arbeitete als meine Eltern. Karla Kolumna, die Lokaljournalistin aus Neustadt, hat keine Kinder und keinen Mann. Und kann sich deshalb ihrem Job ganz und gar hingeben. Bei jeder Ungerechtigkeit in Neustadt kommt  sie mit ihrem Roller angedüst und schaut sich alles ganz genau an. Vor allem die Mächtigen und ihre Intrigen. 

Karla schaut den Mächtigen auf die Finger

Karla Kolumna macht in Neustadt einen Unterschied – und machte ihn auch in meinem Leben. Seitdem ich wusste, dass es Karla Kolumna gibt, wollte ich Journalistin werden. Wollte ein bisschen so werden wie sie. Den Mächtigen auf die Finger schauen, freche Sprüche klopfen und keine Angst vor Autoritäten haben. Ein bisschen bin ich so geworden, auch wenn das bei meiner Herkunft aus einer Arbeiterfamilie keine Selbstverständlichkeit war. Karla Kolumna war lange Zeit die einzige Journalistin in meinem Leben. Ohne sie hätte ich mit 16 vielleicht nicht den Schritt in die Redaktion des Jugendmagazins der „Deister- und Weserzeitung“ gewagt und dort mein Praktikum gemacht. 

Heute arbeite ich, wenn man das Schülerin-Praktikum mit 16 mitzählt, seit fast dreißig Jahren als Journalistin. Auf meiner Website gibt es einen Menüpunkt, den ich „Karla Kolumna“ genannt habe. Darin ermutige ich junge Journalistinnen und Autorinnen, sich mit Fragen zum Berufseinstieg an mich zu wenden. Ungefähr monatlich schreiben mir auf diesem Weg junge Frauen, die mit Barrieren im Journalismus und im Literaturbetrieb zu kämpfen haben. Oft sind es Journalistinnen aus Arbeiterfamilien, Journalistinnen mit Behinderung oder rassifizierte Journalistinnen. Es sind immer junge Menschen, die die Frage haben: Gehöre ich da überhaupt hin? 

Als ich mal auf  bei einer Diskussionsveranstaltung auf der Bühne saß, sprach mich der Moderator auf diese Rubrik auf meiner Internetseite an und fragte, warum Karla Kolumna mein Vorbild sei. Ich sagte – mit einem Blick zu einem Politiker, der neben mir auf der Bühne saß und vertieft in sein Handy war – „weil sie ohne Angst den Mächtigen auf die Finger schaut“. Der Politiker neben mir war so vertieft in sein Handy, dass er die Lacher aus dem Publikum gar nicht mitbekam. 

Reales Vorbild

Meine Karla Kolumna-Verehrung wurde gerade wieder angefacht von einem Podcast. In „Stars unserer Kindheit“ geht es, nun ja, um die Stars unserer Kindheit: „Löwenzahn“-Moderator Peter Lustig und Elfie Donnelly, die Erfinderin von Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg und eben auch Karla Kolumna. Elfie Donnelly berichtet darin von ihrem Vorbild für Karla Kolumna, eine Journalistin namens Karla Krause, die ebenfalls im Podcast zu Wort kommt. Viele Fragen werden in diesem tollen Podcast beantwortet, aber nicht alle. Zum Beispiel die, die ich mir in der aktuellen Weltlage oft stelle: Was würde Karla Kolumna tun? 

Also begebe ich mich auf die Suche nach Karlas Schöpferin und bitte sie um ein digitales Interview, denn Elfie Donnelly lebt mittlerweile auf Ibiza. Sie sagt schnell zu, schlägt vor, das Interview noch am selben Tag zu führen, am liebsten sei es ihr per Chat. Nach kurzer Zeit wird mir klar, was der Grund dafür sein könnte: Sie schreibt einfach so gut.

WhatsApp-Chat mit Karlas Erfinderin

Wir sind also für 17 Uhr bei WhatsApp verabredet und ich bin aufgeregt. „Ich chatte gleich mit der Erfinderin von Karla Kolumna und Bibi Blocksberg“, sage ich meiner 12-jährigen Tochter. „Cool“, sagt sie. Ich finde es supercool und grinse.

Ich: Ich beginne mit einem „Hallöchen“ und der Frage: Würden Sie jemanden so begrüßen?

Elfie Donnelly (die in England zur Welt kam, in Österreich aufwuchs und nun, wie gesagt, in Spanien lebt, Anm.): Ganz bestimmt nicht. Karla hat das Licht der Welt in Deutschland erblickt – im Gegensatz zu mir! Ich sage Hi oder Hola!

Autorin Elfie Donnelly
Autorin Elfie DonnellyFoto: IMAGO / SKATA

Ich: Ich ertappe mich manchmal dabei, Hallöchen zu sagen, aber vielleicht liegt das nicht nur an Karla Kolumna, sondern auch an Berlin.

Elfie Donnelly: Sicherlich! Ich habe ja in den ersten Benjamin-und Bibi-Jahren in Berlin gelebt, und zwar gerne, und liebe heute immer noch die freche Schnodderigkeit.

Ich: Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und bin ohne Studium im Journalismus gelandet. Ein bisschen so wie Sie — und auch wie Karla, so haben Sie es in einem Podcast gesagt. Was meinen Sie, was macht uns quereingestiegene Journalistinnen aus?

Elfie Donnelly: Meine Familie – also die, bei der ich aufgewachsen bin in Wien – war keine reine Arbeiterfamilie, eher sogenannter „Mittelstand“, was mein Großvater, der Kommunist war und geizig bis über die Ohren, nicht wahrnehmen wollte. Er hatte sein Vermögen in der Krise von 1928 verloren, war in russischer Gefangenschaft und fand dann die kommunistische Idee doch zukunftsweisend.

Ich war sehr verunsichert als Kind, weil ich nicht wusste, wo ich hingehöre. Großvater wollte, dass ich auf ein mehr oder weniger sozialistisches Gymnasium in einem Arbeiterbezirk gehe, meine Mutter, die immer nach Höherem strebte, setzte durch, dass ich in eine Nobelschule ging, wo ich auch nicht hingehörte (Diplomaten-und Arztkinder, mit Chauffeur abgeholt, Ski-Ferien in Davos etc. Für mich natürlich nicht).

Karla hat als Vorbild ja meine alte Freundin Karla Krause v. Fumetti, die damals im SFB (Sender Freies Berlin, Anm.) die zuständige Redakteurin für Kinderfunk war. Karla kam schon aus einer wohlhabenderen Umgebung. Und ich selbst bin mit 15 von der Schule geflogen. Heutzutage hätte ich nach dem frühen Tod meiner Mutter (ich eben 15, sie 36) eine psychologische Betreuung gehabt, damals nicht. Gnadenlos.

Ich bin dann nicht mehr zur Schule gegangen. Hätte mich der Generaldirektor der APA (Austria Presse Agentur), bei der meine Mutter als Stenotypistin – und mehr – gearbeitet hatte, nicht gerettet – er bot mir eine Ausbildungsstelle an, Maschineschreiben, Kaffeekochen inkl. – wäre ich, so befürchteten alle, in der Gosse gelandet. Ich kannte den Agenturbetrieb seit ich fünf Jahre alt war, meine Mutter hat mich oft mitgenommen ins Büro und ich habe Mittagsschläfchen unter Schreibtischen im Ticker-Raum gehalten, auf den gelben Fernschreib-Streifen… ein weiches Bett.

Ich: Sie hatten ja keine Matura, ich Abitur erst auf dem zweiten Bildungsweg. Und so hatte ich die Hoffnung, dass Karla Kolumna auch nicht von der Journalismusschule kommt. Habe ich da zu viel auf Karla projiziert? ‎

Elfie Donnelly: Ich glaube, Karla wäre es eher so wie mir ergangen. Sie hat Maschineschreiben gelernt (heutzutage, durch Computer-und Handy-Nutzung nichts mehr besonderes), hat vielleicht eine Lehre gemacht als Bankkauffrau, und dann gemerkt, dass das viel zu einengend ist, hat begonnen, für die Sparkassenzeitung Beiträge zu schreiben, dann für die Gewerkschaftszeitung – und hat sich dann freiberuflich bei verschiedenen Zeitungen beworben – mittlerweile Freelancerin und gut beschäftigt durch ihre kritischen Reportagen! Jedenfalls keine studierte Germanistin!

Ich: Das beruhigt mich. Im Journalismus sind ja vor allem Männer in entscheidenden Positionen, die weiße Hemden und Pullunder tragen, irgendwo studiert haben und Jochen heißen. Karlas gibt es noch immer viel zu wenige.

Elfie Donnelly: Stimmt. Jochens sind mir auch schon viele über den Weg gelaufen. Die wissen immer alles besser, auch im Verlags-Unwesen.

Ich: Sie haben im Podcast gesagt, Karla Kolumna sei „ein bisschen crazy“. Was finden Sie crazy an ihr?

Elfie Donnelly: Karla kümmert nicht, was andere Leute von ihr denken. Eigentlich nicht crazy, nur sehr selbstbewusst. Sie weiß, was sie will, und steht immer auf der Seite der Unterprivilegierten. Dass sie mit der Vespa durch die Gegend knattert und eine fragwürdige Brille trägt, das war im Berlin der späten 70er, frühen 80er auch nicht so normal.

Ich: Und auch, dass sie ohne Beziehung und kinderlos ist. Meinen Sie, Karla hätte ihren Job als Mutter machen können zur damaligen Zeit?

Elfie Donnelly: Kinderlos ist sie auf jeden Fall. Ohne Beziehung … weiß nicht. Das trennt sie sicherlich. Es wird gemunkelt, sie hätte eine heimliche Beziehung zu Sekretär Pichler (habe ich mir gerade ausgedacht). Und mit dem alten Herrn Tierlieb im Neustädter Zoo … na, das eher nicht.

Ich (muss laut lachen): Dann schon eher mit Pichler, würde ich sagen. Aber rein sexuell. 🙂 Es muss unheimlich Spaß machen, sich solche Geschichten auszudenken!

Elfie Donnelly: Karla kommt jetzt im neuen „Bibi“-Kinofilm (leider nicht von mir geschrieben) kurz vor, zu kurz. Nicht so ganz nach meinem Geschmack. (Ja, sie achtet sicherlich auf ihre Sexualhygiene, ohne sich binden zu lassen!) Ja, denke mir ständig was aus – schreibe aber nicht alles. Im Augenblick habe ich einen kleinen „writer’s block“, weil ich zu viele Projekte im Kopf habe, nicht weiß, wo anfangen – dann gehe ich manchmal lieber Bettwäsche bügeln. Das würde Karla auch machen, wenn sie feststeckt mit einem Artikel. Oder unter die Dusche, dann flutschen die Ideen wieder.

Ich: Wenn mich jemand fragt, wo ich schreibe, antworte ich immer: Unter der Dusche! Ich diktiere dann manchmal die Ideen noch ins Handtuch eingewickelt in mein Telefon.

Elfie Donnelly: Wollte gerade sagen – wasserdichtes Handy wär’ gut!

Ich: Was würde Karla wohl sagen, wenn sie wüsste, dass wir uns hier über sie unterhalten?

Elfie Donnelly: Mhh. Sie würde das Manuskript lesen wollen, um etwaige Fehler auszumerzen. Dies und das streichen, weil sie zu viele Intimitäten im Eifer des Gesprächs von sich gegeben hat. Sie redet ja schnell, manchmal schneller, als die Synapsen es eigentlich erlauben.

Ich: Ja. Das kenne ich auch. Ich habe in den vergangenen Wochen viel über Karla Kolumna gesprochen, weil ich den Text schreibe und manchmal bekam ich zu hören, dass sie doch ein bisschen nervig sei. Und ich schwanke zwischen: das zu sagen, ist frauenfeindlich oder ein Kompliment.

Elfie Donnelly: Klar ist Karla nervig. Wie jede(r), der/die einer Sache auf den Grund geht. Stimmt, das Wort nervig wird gerne für uns Frauen verwendet, (fast schon wie hysterisch). Auf Männer passt es seltener. Obwohl … weiß nicht.

Ich: Ja, ich denke auch, dass nervig vor allem die sind, die den Status Quo infrage stellen. Was meinen Sie, was würde Karla Kolumna in der heutigen Zeit kritisieren?

Elfie Donnelly: Ich bin schon ganz resigniert, was Frauenrechte angeht. Wenn ich heute wieder lese, dass dieser unsägliche Trump ständig Journalistinnen beleidigt, aber niemand denen den Rücken stärkt, ist mir zum Heulen (vor Wut). Karla würde sich aufregen über: Trump. Trump. Trump. Seine Spießgesellen. Orban. Putin. Den Nordkoreaner. Erdogan. Warlords. Netanyahu. Alle diese Alpha-Männchen, die auf dem besten Weg sind, unsere sicherlich verbesserungswürdigen Demokratien und den Planeten zu zerstören, als gäbe es kein Morgen – oder damit es kein Morgen gibt. K r e i s c h!

Sie würde unverzagt weiter schreiben, sogar auf die Gefahr hin, dafür die Konsequenzen tragen zu müssen. Knast, Berufsverbot… sie würde sich überall dort engagieren, wo Gruppierungen zum Schutz unserer Demokratien aktiv sind. Greenpeace, Ärzte ohne Grenzen, Attack… lange Liste. Und natürlich massiv gegen die AFD arbeiten!!!!! Und gegen die FPÖ!

Ich: Es heißt „Never meet your idols“ – um nicht enttäuscht zu werden. Meinen Sie, das trifft bei Karla Kolumna zu? Wäre ich enttäuscht, oder wäre ich weiterhin begeistert von ihr, auch im echten Leben?

Elfie Donnelly: Natürlich! Wenn unsere ideale Karla Kolumna in Fleisch und Blut existieren würde – wir würden uns ihr anschließen, auch ich, auf meine alten Tage.


Habe ich gerade mit Karla Kolumna gechattet? Ein bisschen fühlt es sich für mich so an. Manchmal kann es also doch gut sein, die eigenen Vorbilder zu treffen. Jedenfalls in einem Chat mit der Erschafferin. Die Euphorie trägt mich ein paar Tage, dann kommt Weihnachten und ich stelle fest: Ich kann eine meiner Lieblingsfolgen „Bibi Blocksberg und die Weihnachtsmänner“ nun nicht mehr hören, ohne an das Wort Sexualhygiene zu denken. Karla flirtet darin mit dem französischen Weihnachtsmann François.

Allerdings kann ich auch, wenn ich die aktuelle Politik beobachte, auch nicht mehr nicht an Karla Kolumna denken und stelle mir weiterhin die Frage: Was würde Karla Kolumna tun? Und eines ist sicher: Sie würde nicht aufgeben.

10 Kommentare

  1. Awwww. Ich kannte Karla Kolumna gar nicht so richtig, mehr dem Namen nach und habe sie in meiner Erinnerung mit Gitta Gans verschmolzen. Das liegt wahrscheinlich an meiner geringen Bibi-Blocksberg-Affinität. Ich habe damals viel gelesen, Comics aber auch Kinder- und Jugendliteratur, Science Fiction, auch viel Radio und Musik gehört, aber eigentlich nie Hörspiele. Dafür bin ich vielleicht einfach ein paar Jahre zu alt.

    Jetzt bin ich gerade Fan geworden, obwohl ich mit etwas Pech auch hätte Jochen heißen können.

  2. „Karla würde sich aufregen über: Trump. Trump. Trump. Seine Spießgesellen. Orbán. Putin. Den Nordkoreaner. Erdoğan. Warlords. Netanjahu. All diese Alpha-Männchen, die dabei sind, unsere – ja, verbesserungswürdigen – Demokratien und den Planeten zu ruinieren, als gäbe es kein Morgen. Oder damit es keins gibt. K r e i s c h!“
    Das 3. Jahrtausend ist spätestens seit dem 11. September 2001 eine Eskalationsspirale der Enttäuschungen: ein Wirbelsturm, der Zivilisation zurück Richtung Steinzeit drückt.
    Angeheizt von einer Renaissance des Fundamentalismus – religiös, nationalistisch, verschwörungsideologisch – und der Rückkehr einer Politik, die Macht wie Männlichkeit inszeniert: laut, beleidigt, rachsüchtig.
    Und ausgerechnet die Privilegiertesten stilisieren sich zu Opfern, sobald jemand vorschlägt, marginalisierten Menschen Respekt zuzugestehen – als wäre das schon Übergriff.
    Aufmunitioniert mit den dümmsten Vorurteilen, die man in den dunklen Ecken noch ausgraben konnte.

    Das 3. Jahrtausend ist eine fortwährende Enttäuschung.

  3. Als meine beiden Kinder begannen Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen auf Kassette zu hören, eroberte auch mein Herz sehr schnell Karla Kolumna. Ihr Artikel war Zeitreise und Vision zugleich für mich und auch motivierend, mehr Karla, mehr nervig zu sein. Danke ☺️

  4. @#4: Inhaltlich ist davon vieles richtig – nur die Aussichtslosigkeit mag ich nicht ganz teilen.
    Es gibt rund 8 Milliarden Menschen auf der Welt. Ein Großteil der Probleme werden von etwa 8 alten Männern ausgelöst oder verstärkt. Ich bin mir sicher, dass es die Weltbevölkerung schaffen kann die Despoten zu entmachren.

  5. Ich hab da noch nie drüber nachgedacht, aber wahrscheinlich war Karla Kolumna auch die erste Journalistin in meinem Leben. Jetzt muss ich mal darüber nachdenken, inwiefern sie mich beeinflusst habe könnte!

  6. @Johannes Wagner:
    Und dabei habe ich den Klimawandel noch gar nicht erwähnt ;-)

    Ich höre von Faschismusforschern immer wieder: Bedrohlich ist nicht zuerst die Zahl der Faschisten, sondern die Menge der Nicht-Faschisten, die sie dulden – aus Müdigkeit, aus Angst, aus Opportunismus oder weil sie glauben, man könne davon profitieren. Autoritäre Bewegungen müssen nicht Mehrheit sein; sie brauchen nur eine Mehrheit, die wegschaut, relativiert oder „Stabilität“ über Freiheit stellt. Oft gelangen sie über demokratische Verfahren in die Nähe der Macht – und nutzen diese Nähe dann, um Demokratie Stück für Stück abzubauen.

  7. Meine Idole der Kindheit waren auch Reporter/Journalisten – bei Benjamin Blümchen mochte ich alle Folgen mir Karla Kolumna am liebsten und mein Lieblingscomic war die Tim&Struppi-Reihe…
    Kein Wunder, dass ich mein ganzes Berufsleben in der Medienwelt unterwegs bin…

  8. Als „Karla-Zwilling“ kann ich nur sagen: Danke für diesen wunderschönen, unterhaltsamen, lustigen, traurig-wahren Einblick!! Ich habe Benjamin Blümchen-Hörspiele – vor allem wegen der rasenden Reporterin – geliebt, ohne damals zu ahnen, dass ich selbst zu einer solchen würde….

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