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03.07.26
Podcast über Merz und Döpfner
Springer-Chef Mathias Döpfner (r.) und Friedrich Merz, damals Kanzlerkandidat der CDU, beim „Wirtschaftsgipfel“ der „Welt“ im Januar 2025
Foto: IMAGO / Eventpress

Das RND berichtet über ein brisantes Treffen und weiß nicht mal, wann es war

Ein neuer Podcast des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) behauptet, Springer-CEO Mathias Döpfner habe Bundeskanzler Friedrich Merz dazu gedrängt, mit der AfD zu kooperieren. Springer bezeichnet das als „Lüge“, ein Regierungssprecher nennt es „absurde Gerüchte“. Über eine fehlerhafte Recherche, die für Verwirrung sorgt und viele Fragen aufwirft.

Von Lisa Kräher
Podcast 03.07.26
Holger ruft an (244)
Podcast-Titelbild mit Jürgen Döschner
Foto: Micha Theiner

Wo bleibt der mediale Druck auf Politiker, sich zur Klimakrise zu äußern?

Kaum trifft eine Hitzewelle das Land, berichten Medien ununterbrochen darüber. Politiker-Statements zur Klimakrise wurden von Journalisten aber kaum eingefordert, sagt der Klimaexperte und ehemalige Journalist Jürgen Döschner.

Von Übermedien
Kommentar 02.07.26
Höcke-Interview von Ben Berndt
Ben Berndt zuhörend hinter seinem Podcast-Mikrofon
Screenshot: {ungescriptet} by Ben/YouTube

Lasst uns „Ungeskriptet“ zum Anlass nehmen, über Medienaufsicht zu streiten. Aber nicht so.

Weil er eine Falschaussage von Björn Höcke in seinem Podcast richtigstellen soll, beschwert sich Ben Berndt lautstark über „Zensur“. Das Getöse um die Forderung der Landesmedienanstalt NRW übertönt eine wichtige Frage: Was bringt diese Form von Medienaufsicht überhaupt?

Von Stefan Niggemeier
01.07.26
„Tagesschau“ zur Gewaltat in Stade
„Tagesschau“-Sprecherin Romy Hiller
Screenshot: ARD

Details, die wenig Erkenntnis bringen

Die „Tagesschau“ berichtet über eine Gewalttat in Stade, bei der sechs Mitarbeitende der Jugendhilfe getötet wurden. Obwohl kurz nach der Tat noch viele Fragen offen sind, übernimmt sie ungesicherte Behauptungen über den mutmaßlichen Täter und nennt ohne Grund dessen Herkunft.

Von Lisa Kräher
Glosse 30.06.26
Sprachkritik
Verschiedene Titelgrafiken von TV-Dokus: „Indie Kokain“, „Inside Ferrero“, „Inside CDU“ und „Inside Bäckereien“.
Screenshots: ZDF, RTL, ProSieben

Inside Inside

Deutsche Redaktionen haben entschieden, permanent ein englisches Wort in ihre Doku- und Podcast-Titel einzubauen: „Inside“. Weil das so bedeutungsvoll klingt, so nah dran und tief drin. Nur sind einige dieser Titel dann eher lächerlich. Und wie inflationär kann man so ein Wort eigentlich verwenden?

Von Alexander Matzkeit
29.06.26
Fließbandjournalismus
Startseite des Portals newsinfive.de mit verschiedenen Artikeln.
Screenshot: newsinfive.de

Wer schreibt denn da? Ippens undurchsichtige KI-News-Kooperation

Artikel anderer mit KI zu „kuratieren“, also abzuschreiben, das können sie bei Ippen gut. Der Verlag setzt dabei auch auf externe Zulieferer. Bei einer Partnerschaft mit einem kleinen, unbekannten Newsportal ist allerdings unklar, wer da schreibt. Auch auf Nachfrage bleibt das schleierhaft.

Von Boris Rosenkranz
Kommentar 25.06.26
„Nuhr im Ersten XXL“
Kabarettist Dieter Nuhr
Screenshot: ARD-Mediathek

Nuhr noch niederträchtig

Der Kabarettist Dieter Nuhr macht sich in seiner ARD-Sendung über die Angst von Frauen vor männlicher Gewalt lustig und erklärt Morde statistisch zur Randerscheinung. Für seine Pointe bedient er alte Klischees und verhöhnt Opfer. Was soll daran Satire sein?

Von Lisa Kräher
Interview 24.06.26
Fake-Reportagen
Der Filmemacher Michael Born steht lachend mit einem Mikrofon vor der Kamera.
Screenshot: Born to fake

„Die Beiträge, an denen auch ‚Stern TV‘-Redakteure beteiligt waren, sind zufälligerweise alle verschwunden“

Krötenlecker, Katzenjäger, Kindersklaven: Michael Born hat in den 90er Jahren zahlreiche TV-Redaktionen mit absurden Fake-Reportagen beliefert. Rund 30 Jahre später haben sich die Filmemacher Erec Brehmer und Benjamin Rost auf die Spuren des fast vergessenen Fälschers begeben. Herausgekommen ist ein Film, der nicht nur die Geschichte eines unglaublichen Skandals erzählt, sondern auch eine ganz aktuelle Frage stellt: Können wir glauben, was wir sehen?

Von Krsto Lazarević
Podcast 23.06.26
Nice & Nötig (11)
Porträt von Journalist und Podcaster Christian Bollert
Foto: Susann Jehnichen/detektor.fm

„Wenn das in Sachsen-Anhalt funktioniert, dann kann es überall funktionieren“

Vor den Landtagswahlen schauen alle nach Sachsen-Anhalt – auch der neue Podcast „Dazwischen“. Aber in den wöchentlichen Folgen geht es gar nicht so sehr um Landespolitik und die hohen Umfragewerte für die AfD, sondern um Start-ups, Ehrenamt, Dorfläden.

Von Annika Schneider
22.06.26
Auslandsberichterstattung
Screenshot aus einem „Spiegel“-Video: Ein alter Panzer am Strand der taiwanischen Insel Kinmen.
Screenshot: „Der Spiegel“

Texten, was zur These passt? Der „Spiegel“ und das Taiwan-Video

Gewagt interpretiert, widerwillig korrigiert: Einem Zuschauer stoßen Fehler in einem Video über seine Wahlheimat Taiwan auf. Er weist die „Spiegel“-Redaktion darauf hin, findet aber wenig Gehör. Eine Geschichte über Kritikkultur, Korrekturen und einfache Erzählungen über ein fernes Land.

Von Klaus Bardenhagen
19.06.26
Reform beim WDR
Schild mit dem Logo der Radiosenders Cosmo
Foto: IMAGO / Panama Pictures

Ausgerechnet Cosmo

Der WDR will mehr junge Menschen mit „internationalen Biografien“ erreichen, schafft dafür den einzigen interkulturellen Sender ab und nennt den neuen „1Live Street“. Was hinter der Reform steckt und warum viele sie für ein fatales Signal halten.

Von Lisa Kräher
Podcast 19.06.26
Holger ruft an (243)
Der Techjournalist Gregor Schmalzried ist zu Gast im Übermedien-Podcast „Holger ruft an“.
Foto: Andreas Plotzitzka

Was macht Journalismus im KI-Zeitalter noch aus?

Mehrere Medien haben zuletzt Texte depubliziert, weil diese offenbar von einer Künstlichen Intelligenz geschrieben worden waren. Was zunächst konsequent scheint, wirft dennoch Fragen auf: Denn wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen legitimem und verwerflichem Einsatz von KI-Tools im Journalismus? Anruf bei Techjournalist Gregor Schmalzried.

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