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01.10.26
Funk-Jubiläum
Barockes Gemälde einer Prinzessin mit Partyhut und Tröte neben Funk-Logo
Illustration: Canva, Funk / Montage: Ü

Da geht noch was!

Vor zehn Jahren ist das Jugendangebot von ARD und ZDF mit dem Ziel an den Start gegangen, junge Leute zu erreichen. Das ist gelungen. An der Umsetzung gibt’s aber immer wieder Kritik. Unsere Autorin hat Funk einen ehrlichen Geburtstagsbrief geschrieben – mit fünf medienkritischen Wünschen für die Zukunft.

Von Johanna Bernklau
01.10.26
ZDF-Doku „Inside CDU“
Philipp Amthor steht auf der Terrasse seines Büros im Bundeskanzleramt und nimmt einen innen blau-weiß gestreiften Strandkorb in Empfang.
Screenshot: ZDF

Bloß keine Sitzgelegenheit auslassen, um sich zu empören!

Die ZDF-Doku „Inside CDU“ zeigt, wie sich Politiker Philipp Amthor einen Strandkorb auf die Terrasse seines Büros stellen lässt. Es folgt: eine irre Aufregung „im Netz“. Dass die Sache so groß geworden ist, daran haben Medien erheblichen Anteil – vor allem auch die Inszenierung des ZDF.

Von Boris Rosenkranz
29.09.26
„aspekte“
Moderator Jo Schück mit Interviewpartnerin Noam Shuster-Eliassi
Screenshot: ZDF

Beim Thema Israel kommt es selbst auf ein Komma an

Nach Zuschauerbeschwerden ändert das ZDF die Übersetzung des O-Tons einer regierungskritischen israelischen Künstlerin. Aber hatte der Sender deutliche Worte zunächst aus politischen Gründen relativieren wollen? Die Fakten sprechen dagegen.

Von Martin Rücker
Interview 28.09.26
Wieso ist das so? (39)
Screenshots der Startseite von der „Süddeutschen zeitung“
Screenshots: sueddeutsche.de

Wer entscheidet, was ganz oben auf der Startseite der „Süddeutschen“ steht?

Immer mehr Menschen bekommen ihre Nachrichten über soziale Medien. Warum die Startseite für die „Süddeutsche Zeitung“ trotzdem essenziell ist, beschreibt Nachrichtenchefin Karoline Meta Beisel im Interview. Sie erklärt, wie die Themen auf der Startseite ausgewählt werden und wie viel davon eine Maschine macht.

Von Johanna Bernklau
24.09.26
Cover-Shooting
Titelseite des „FAZ Magazins“, Ausgabe September 2026, mit einem Foto von Collien Fernandes. Daneben: Doppelseite aus dem Innenteil mit Fotos von Fernandes und der Überschrift „Ich habe das Gefühl, es wird immer schlimmer“.
Ausriss: „FAZ Magazin“

Ernstes Thema in feinen Stöffchen

Das „FAZ Magazin“ spricht mit der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes über ihre persönliche Geschichte, über Missbrauch und Frauenhass. Aber warum eigentlich im exklusiven und werblich wirkenden Umfeld eines Fotoshootings bei Fernandes’ Lieblingsmodemarke? 

Von Boris Rosenkranz
Essay 24.09.26
Ost-West-Debatten
Straße in Bautzen, Sachsen, mit alten und renovierten Häusern.
Foto: IMAGO / Peter Schickert

Schluss mit der Ost-(V)erklärung!

Sind Medien in ihrem Bemühen, den Osten zu verstehen, längst über das Ziel hinausgeschossen? Unser Autor sagt: ja. Die ständige Suche nach einer ostdeutschen Identität habe nicht nur wenig Erkenntnis gebracht – sie könnte der AfD sogar in die Hände gespielt haben.

Von Andrej Reisin
Interview 23.09.26
Marie-Luise Lewicki
Cover der „Eltern“ im Oktober 1966 und Porträtfoto von Marie-Luise Lewicki
Cover: Eltern / Foto: Nele Martensen

„Die Hausfrau-oder Rabenmutter-Debatte haben vor allem Männer geführt“

Seit 60 Jahren macht die Zeitschrift „Eltern“ Familienjournalismus. Marie-Luise Lewicki war 27 Jahre dabei, unter anderem als Chefredakteurin und Herausgeberin. Im Interview erzählt sie von Konferenzen voller Männer, gewagten Titelfotos und warum es heute so viele Erziehungsinfluencer gibt.

Von Barbara Vorsamer
21.09.26
„ZDF Magazin Royale“
Szene auf dem „ZDF Magazin Royale“ vom 17.4.2026: Jan Böhmermann zählt Geldscheine in die Hand des „Scherzanwalts Dr. Christian Witz“.
Screenshot: ZDF

Christians große Scherzkritik

Medienanwalt Christian Schertz moniert, dass er im „ZDF Magazin Royale“ von einem kleinwüchsigen Schauspieler parodiert wird. Eine Verbindung zwischen „Andersartigkeit“ und „Lächerlichkeit“ herzustellen, berühre auch die Würde des Darstellers, schreibt er ans ZDF. Nur tut es das gar nicht.

Von Boris Rosenkranz
21.09.26
„Die Medienkrieger“
Cover von „Die Medienkrieger. Wie die vierte Gewalt uns manipuliert“ vor düsteren Wolken
Cover: Langen Müller Verlag/Foto: Canva/Montage: Übermedien

Endlich schreibt mal jemand, was schon überall steht

„Die Medien“ werden von Linksautoritären kontrolliert, die „Zwangsgebührensender“ manipulieren uns und keiner spricht über kriminelle Ausländer: Ein leitender Redakteur der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ traut sich, über all das ein Buch zu schreiben. Noch schöner wäre es, wenn er auch Belege liefern würde. Ein Nichtlesetipp.

Von Annika Schneider
16.09.26
Social-Media-Ärztin
Drei Screenshots aus Insta-Reels von Bea Merscher, in denen sie in die Kamera schaut und mit den Händen gestikuliert.
Screenshots: instagram.com/dr.bea.kinderaerztin

Die Wut-Verkäuferin

Bei RTL legte sich Bea Merscher mit dem Bundeskanzler an. Das bescherte ihr Medienpräsenz und eine enorme Reichweite auf Instagram, TikTok und Co. Jetzt gründet die sogenannte „Wut-Ärztin“ auch noch eine „Bewegung“ und verbreitet sehr steile Thesen. Wer sich anschließen will, soll zahlen.

Von Martin Rücker
Kommentar 16.09.26
Geschwärztes Interview
Ausriss: Mannheimer Morgen

Nicht jeder Regelbruch ist gleich ein Angriff auf die Pressefreiheit

Der „Mannheimer Morgen“ veröffentlicht ein in großen Teilen geschwärztes Interview mit einem lokalen AfD‑Politiker, weil dieser bei der Abnahme ganze Passagen und Fragen gestrichen hatte. Das ist nachvollziehbar – aber muss man wirklich wieder einen mutigen Kampf für die Pressefreiheit daraus machen?

Von Alexander Graf
15.09.26
Fall Judy S.
„Tagesspiegel“-Titelseite aus dem Jahr 2025 mit der Überschrift: „Die verlorene Ehre der Judy S.“; daneben der Beginn einer „Richtigstellung“, die kürzlich im „Tagesspiegel“ zu dem ersten Artikel erschienen ist.
Ausrisse: „Tagesspiegel“

Quelle geschützt, Prozess verloren: „Tagesspiegel“ muss Behauptung über Polizistin richtigstellen

Der „Tagesspiegel“ hegte in einem Artikel den Verdacht, eine Berliner Polizeigewerkschafterin habe gegen eine Kollegin intrigiert und sich schlecht über sie geäußert. Doch vor Gericht konnte die Zeitung wegen des Quellenschutzes keinen direkten Zeugen benennen – und wurde nun verurteilt.

Von Boris Rosenkranz

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