Maas fördert doch keine Terrorverharmlosung bei der „Zeit“

Korrekturen veröffentlichen zu müssen, ist für Redaktionen immer ärgerlich. Aber manche sind besonders peinlich. Diese, die am Samstag auf der Medienseite der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) erschien, gehört sicher dazu:

Korrektur: In der Ausgabe vom 11. Juli 2017 haben wir auf Seite 13 unter der Überschrift „Was ist die Lehre aus dem Gewaltrausch in Hamburg?“ behauptet: „Vor allem im Netz wird der Terror verharmlost, so auch in einem Blog der ,Zeit‘, den das Justizministerium mitbezahlt.“ Dies ist unzutreffend. In dem Blog „Störungsmelder“, das bei „Zeit Online“ erscheint, wurde gar nicht über die Ereignisse in Hamburg berichtet, daher wurde von der „Zeit“ in dem Blog der Terror auch nicht verharmlost. Auch finanziert das Justizministerium den „Störungsmelder“ nicht mit. Die im Beitrag erwähnten Sören Kohlhuber und Michael Bonvalot sind auch keine Mitarbeiter von „Zeit“ oder „Zeit Online“. Sie waren in der Vergangenheit ehrenamtliche Autoren des „Störungsmelder“ und bei G20 weder im Auftrag von „Zeit“ noch „Zeit Online“ unterwegs.“ F.A.Z.

Ganz ähnliche Hinweise findet sich auch unter zwei Beiträgen auf FAZ.net.

Der Blogger Don Alphonso hatte nicht nur in seinem FAZ-Blog „Stützen der Gesellschaft“ und seinem anderen FAZ-Blog „Deus ex Machina“ falsch über die Vorgänge berichtet, sondern – unter seinem bürgerlichen Namen Rainer Meyer – auch in der Zeitung. Der Satz, den die FAZ jetzt korrigieren musste, war dort sogar die Unterzeile der Überschrift.

Im Text hieß es, es zeige sich,

wie weit die Grauzone von gewaltbereiten Autonomen über den Online-Auftritt der „Zeit“ bis zu Veranstaltungen mit dem Justizminister reichen kann.

Kern der Berichte waren Vorwürfe gegenüber zwei Aktivisten, die auch ehrenamtliche Mitarbeiter beim „Störungsmelder“ waren. Der eine verharmloste beim G20-Gipfel auf Twitter die Plünderung eines Supermarktes mit den Worten:

Rewe am Schulterblatt wurde von DemonstrantInnen geöffnet. Lebensmittel werden verteilt.

Der andere verteidigte ebenfalls auf Twitter politisch motivierte Gewalt. Am Nachmittag des 10. Juli gab „Störungsmelder“ bekannt, mit beiden Autoren deshalb in Zukunft nicht mehr zusammenzuarbeiten: „Die Verharmlosung oder Rechtfertigung von Gewalt ist nicht mit einer Mitarbeit beim Störungsmelder vereinbar.“

Die Nachricht kam vermutlich zu spät für die Zeitung, die am Tag darauf, dem Dienstag, groß und, wie beschrieben, falsch über den „Störungsmelder“ berichtete. Aber auch am Mittwoch trug sie diese Information nicht nach, sondern wiederholte im scheinbaren Zusammenhang mit den entzogenen Akkreditierungen für Journalisten beim Gipfel nur den Satz:

Zugleich war bekanntgeworden, dass zwei Mitarbeiter des vom Justizministerium mitfinanzierten, bei „Zeitonline“ beheimateten Blogs „Stoerungsmelder“ sich verharmlosend bis unterstützend zu den gewalttätigen Ausschreitungen in Hamburg geäußert hatten.

Dass sich das Blog von den ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Zwischenzeit längst getrennt hatte, erwähnte die Zeitung nicht.

Aber auch die hier erneut behauptete finanzielle Unterstützung durch das Justizministerium gibt es nicht. Nach Angaben von „Zeit Online“ wird das „Störungsmelder“-Blog von der Bundesregierung in keiner Weise unterstützt.

Don Alphonso und Rainer Meyer haben offenbar beim Googeln etwas verwechselt: Der Verein „Gesicht zeigen“, der gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt kämpft, macht Veranstaltungen, die sich „Störungsmelder on Tour“ nennen. Dabei besuchen Prominente und Pädagogen Schulen und diskutieren mit Jugendlichen. „Gesicht zeigen“ und „Störungsmelder on Tour“ werden unter anderem vom Justizministerium unterstützt. Es handelt sich dabei nicht um das Blog auf „Zeit Online“.

Justizminister Heiko Maas sieht sich gerade in besonderer Weise heftigster, auch persönlicher Kritik ausgesetzt. Deshalb fand die – doppelt falsche – Behauptung, er oder sein Ministerium unterstützten ein Blog, das Gewalt legitimiere, besondere Verbreitung. So kommentierte auch Dirk Maxeiner auf der „Achse des Guten“ auf der Grundlage der falschen Behauptung von Rainer Meyer in der FAZ:

Der „ZEIT ONLINE“-Blog „Störungsmelder“ wird von der Bundesregierung respektive dem Justizministerium des Heiko Maas finanziell gefördert. Heiko Maas zeigt sogar ganz persönlich „Gesicht“ für den „Störungsmelder“: „Wir müssen dafür sorgen, dass Hetzer und Brandstifter das gesellschaftliche Klima nicht vergiften.“

Vorschlag an den Herrn Minister: Bevor Sie etwas tun, sollten Sie erstmal etwas lassen. Beispielsweise die finanzielle Unterstützung von „Projekten“, in denen sich Leute wie Sören Kohlhuber tummeln.

Nachdem „Zeit Online“ über einen Anwalt intervenierte, hat die FAZ nicht nur die Korrektur veröffentlicht, sondern auch den Text im E-Paper und die Blog-Einträge gekürzt und den Artikel aus anderen Archiven gelöscht.

Offenlegung: Ich habe am 13. März 2017 an einer Talkrunde teilgenommen, die „Gesicht Zeigen!“ und der RBB veranstaltet haben, und habe dafür vom RBB, für den ich als Kolumnist arbeite, ein Honorar bekommen.

49 Kommentare

  1. Die FAZ hat also das korrigiert, was sie nicht korrekt berichtet hatte.
    Verdient das nicht eher Lob als Tadel?

  2. #1

    Nein, es verdient nicht eher Lob als Tadel. Aber wenn Ihnen das hilft: Es ist löblich, das FAZ ihre Fehler eingestanden hat.

    Gruß

    pit

    PS: # Teamkohlhuber

  3. Es bleiben Tatsachen, dass ein Mitarbeiter des sogenanten Störungsmelders die Plünderung einer Rewe-Filiale auf Twitter mit Sympathie berichtet und der zweite Fotos ausländischer Berichterstatter verbreitet hat, woraufhin sie von Gewaltbereiten verfolgt wurden. Er hat also eine Hetzjagd gegen Journalisten initiiert, auch wenn diese womöglich vom selben Kaliber waren wie er selbst, nämlich mehr Aktivisten als Journalisten. Es lässt sich damit nicht mehr leugnen, dass (jenseits aller staatlichen Inszenierungen) eine genuin gewaltbereite linke Szene Brückenköpfe in der etablierten linken Medienszene hat. Lediglich die Finanzierung aus staatlichen Töpfen ist in diesem Fall tatsächlich nicht nachgewiesen.
    Dass sich die ZEIT von beiden Mitarbeitern getrennt hat, ist angesichts der Publicity nachvollziehbar, ändert aber nichts daran, dass beide zuvor für ihre offensichtlich linksradikalen, denunziatorischen Aktivitäten von der ZEIT eine Plattform erhalten haben. Den Charakter dieser „Störungsmelder“ hat Bernd Zeller schön satirisch auf den Punkt gebracht.

  4. Wikipedia behauptet immer noch: „Störungsmelder ist ein Informationsmedium in Form eines Weblogs gegen Rechtsextremismus unter Jugendlichen. Er wurde im November 2007 gemeinsam von Zeit Online, Intro, Gesicht Zeigen! und der Agentur WE DO gegründet. Zu den Unterstützern gehören Persönlichkeiten wie Markus Kavka, Ole Tillmann, Klaas Heufer-Umlauf, Nina Gnädig, Toralf Staud, Andrea Röpke, Roland Kaufhold und Thomas Hitzlsperger sowie Partner wie Spiesser, 11 Freunde, Bolzen, jetzt.de und festivalguide.de.“ ‚Gesicht Zeigen‘ nennt für seinen seit 2008 ‚on Tour‘ befindlichen Störungsmelder als „Pro­jek­t­in­itia­to­ren Mar­kus Kavka, Klaas Heufer-Umlauf und Ole Till­mann“. Bei Kohlhuber handelt es sich um einen Störungsmelder-Aktivisten, der über 20.000 (!) Porträtfotos von ‚Nazis‘ auf Flickr für Lynch-Aktionen der Antifa zur Verfügung stellt. Der Fehler der FAZ besteht sicherlich darin, in ihrer Berichterstattung die politische und juristische Verantwortlichkeit von Minister Maas nicht getrennt zu haben.

  5. Nicht zu vergessen, Kohlhubers Tweet: „Jede Flasche, jeder Stein hat heute seine Berechtigung!“. Widerlich.

  6. @Leo: Natürlich haben die etwas „miteinander zu tun“, sie haben offenbar dieselben Wurzeln. Rebecca Weis, die in dem verlinkten Blogeintrag schreibt, ist Geschäftsführerin von „Gesicht zeigen“, dem Veranstalter von „Störungsmelder on Tour“.

    Der Trick, um den es hier geht, ist doch der, alle zweifellos bestehende Verbindungen verschiedener Personen und Organisationen („hat miteinander zu tun“) darzustellen, als bedeuteten sie, dass sie identisch sind. Das Spiel geht so: Das Justizministerium finanziert „Störungsmelder on Tour“, „Störungsmelder on Tour“ hat etwas mit „Störungsmelder“ zu tun, also finanziert das Justizministerium den „Störungsmelder.“ Für den „Störungsmelder“ arbeiten Leute, die außerhalb ihrer Arbeit für den „Störungsmelder“ Gewalt verharmlosen (woraufhin der „Störungsmelder“ sich von ihnen trennt), also verharmlost der „Störungsmelder“ Gewalt.

    Es sind mehrere Kurzschlüsse nötig, um zu dem extrem knackigen Fazit zu kommen: Justizministerium finanziert Gewaltverharmlosung bei der „Zeit“.

  7. at Andreas Müller

    Berichte in der „Zeit“ über Aktivitäten von Identitären, Neo-Nazis und anderen Rechten finden Sie „linksradikal“ und „denunziatorisch“? Das sagt viel über Sie selbst aus, denke ich. Vor allem aber macht das die Schlamperei der FAZ auch nicht besser.

  8. Weil es gerade darum geht, wer und was alles mit wem und was allem zu tun hat, habe ich oben nachträglich eine Offenlegung hinzugefügt: Ich habe im März als Talkgast für ein Honorar an einer Veranstaltung von „Gesicht zeigen!“ teilgenommen.

  9. Mal eine Frage zu G20 ganz nebensächlich, aber dann doch wieder medienbezogen:
    Wogegen/wofür haben denn eigentlich die Hunderttausend ordentlichen Demonstranten demonstriert?

    Herr Niggemeier, haben Sie einen Artikel in Arbeit, der das Verhältnis vom Anliegen friedlicher Demonstranten (in Deutschland immer die Mehrheit) und von Gewaltttätern in der Medienberichterstattung hinterfragt?

    Jan Eisfeldt monierte ja schon zu G7 in Heiligendamm, dass im TV immer wieder nur „das eine brennende Auto“ gezeigt wurde und nicht oder nur kaum über das Bühnenprogramm und die ordentlichen Demos berichtet wurde.

  10. @ Thomas #8
    Schauen sie sich diesen Beitrag im Störungsmelder mal an:
    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2017/07/14/die-afd-polarisiert-ein-ganzes-dorf_24309
    Das ist ein Artikel, der bestätigt, dass AfD-Gegner in ganz Deutschland frei die Politik dieser Partei kritisieren dürfen, was ja auch eine demokratische Tugend ist. Und tatsächlich werden auch die bekannten bundesweiten Problematiken aufgelistet (u.a. mit dem beachtenswerten Rücktritt von Steffi Brönner als Stellvertretrin Höckes). Mit dem Dorf hat das gar nichts zu tun, aber auch hier konnten Gegner frei gegen die AfD sprechen. Das Dorf wird nicht mehr polarisiert als der Rest des Landes, durch die AfD nicht mehr als durch ihre Gegner, was ja das Wesen einer Polarisierung ist (Dabei wäre noch zu hinterfragen, ob die AfD nicht zunächst eher ein Nutznießer der Polarisierung war und inzwischen eher ihr Opfer als ihre letzte Ursache).
    Der ganze Artikel hält nicht, was die Überschrift verspricht, erklärt die Phänomene des Konflikte zu seinem Kern und verschweigt, dass überall im Land eine brutale Kampagne gegen die Existenz von Wirten läuft, selbst gegen solche, die noch nicht einmal an eine umstrittene politische Organisation vermietet haben. Diese Kampagnen sind mindestens so gefährlich für Freiheit und Demokratie wie diejenigen der AfD, eigentlich sogar eindeutig gefährlicher.
    Was der „Störungsmelder“ hier macht, hat mit seriösem Journalismus wenig zu tun, ist selbst pure Agitation, also Teil der Polarisierung und kein Aushängeschild für die ZEIT. Die Entwicklungen um G20 haben das immerhin so offengelegt, dass es sich jetzt nicht mehr leugnen ließ und die ZEIT zu Konsequenzen gezwungen war. Das bleibt auch das Verdienst von FAZ und Don Alphonso. Selbst ihre „Schlampereien“ sind ja gar nicht so schlampig (vgl. #7), dass sie dieses Verdienst und den politischen Punktsieg von DA ernsthaft schmälern könnten.

  11. @7 Stefan Niggemeier. Vielen, vielen Dank, dass Sie das so beschrieben. Genau nach diesem Muster laufen ja die Don Alphonso-Beiträge meistens ab. Zusätzlich nutzt er allgemeine Themen (die er ja sehr gern bearbeiten darf) zu jeder sich bietenden Gelegenheit (bzw. konstruiiert krude Zusammenhänge) um seine Crowd gezielt gegen einzelne Menschen aufzuhetzen. Meistens aber so schwammig und schwurbelig, dass er seine Hände in Unschuld wäscht und man ihm juristisch nicht an den Karren fahren kann. Daher ist es wirklich sehr schön, dass es diesmal zu dieser super peinlichen Klarstellung kam. Stellvertrend sozusagen, für all den bösartigen Scheiß den er über die vergangenen Jahre so abgelassen hat.

  12. @ SN #12
    Nein, die „Schlamperei“ ist ein Zitat aus dem Beitrag von Thomas #8, auf den ich geantwortet habe. Und Ihre #7 zeigt ja, dass der behauptete Zusammenhang nicht ganz aus der Luft gegriffen war, selbst wenn es noch kleiner „Tricks“ bedarf, um aus dem Zusammenhang eine Identität zu machen (oder auch ihn zunächst komplett wegzulassen).

  13. Bei näherem Hinsehen ein bauernschlaues aber geniales Modell zur Erzielung von Einkünften aus Steuergeldern.

    Man blogge für http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/about (z.B. Rebecca Weis, Sophia Oppermann). Ich weiß nicht, ob und wie viel Geld man da verdient.

    Da privatwirtschaftliches Printmedium = nicht zuschussfähig.

    Man gründe also einen Verein http://www.gesichtzeigen.de/ueber-uns/vorstand/, der wohl einiges der ca. hundert Millionen p.a. im „Kampf gegen Rechts“ einstreichen wird.

    Dort ist man entweder in der Leitung oder im Team http://www.gesichtzeigen.de/ueber-uns/team/. Alles sicher ehrenamtlich.

    Wenn ich mir dann solche Artikel anschaue http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2015/03/20/stoerungsmelder-on-tour_18977 frage ich mich, für wen bzw. als was Frau Weis ihn geschrieben hat.
    Aber natürlich hat das alles nichts miteinander zu tun:).

  14. at Andreas Müller

    Ich habe den von Ihnen verlinkten „Zeit“-Artikel gelesen und finde auch dort nichts, was auch nur entfernt als „linksradikal“ und „denunziatorisch“ zu bezeichnen wäre. Im Gegenteil, der Artikel schildert relativ wertungsfrei die Befindlichkeit innerhalb eines kleinen Ortes. Natürlich beschäftigen sich die Dorfbewohner in diesem Kontext auch mit dem Gebaren innerhalb der AfD, wozu selbstverständlich auch Eskapaden rund um Höcke zählen.

    Die Aussage, daß eine Causa zu einer Polarisierung führt, ist kein Werturteil pro oder contra. Daß im Lande „eine brutale Kampagne gegen die Existenz von Wirten“ läuft, sollte man – was den Umfang betrifft – zunächst erst einmal belegen. Ob das auch in dem kleinen Ort der Fall ist (und insofern stellvertretend für einen bundesweiten Trend) genannt), läßt sich aus der Ferne kaum beurteilen. Aber vielleicht haben Sie, Herr Müller, da mehr Ortskenntnisse als ich.

    (Oder sollte das lediglich einer Ihrer zahlreichen Whataboutism-Versuche gewesen sein?)

    Sie erweitern Ihr Instrumentarium nun um die Begriffe „pure Agitation“, „Teil der Polarisierung“. Gleichzeitig versuchen Sie, die AfD als Opfer darzustellen. Es wirkt alles ziemlich laut und überzogen, was Sie hier auffahren.

    Kann man machen, Herr Müller. Vermutlich ist von einem, der mit dem Rand liebäugelt, wenig anderes zu erwarten.

  15. @F. Schaadt: Sie wissen nicht, ob man fürs Bloggen für das „Störungsmelder“-Blog bzw. für die Leitungstätigkeiten bei „Gesicht zeigen“ etwas bekommt, glauben aber – „bei näherem Hinsehen“! – ein lukratives Geschäftsmodell entdeckt zu haben. Okay.

    „Gesicht zeigen“ gibt es übrigens schon seit 2000; das „Störungsmelder“-Blog erst seit 2007.

    Aber man braucht das „Störungsmelder“-Blog ohnehin nicht für das von Ihnen beschriebene Geschäftsmodell. Sie konstruieren eine unnötige Verschwörungstheorie für etwas, das völlig offen zu tage liegt: Der Verein „Gesicht zeigen“ bekommt Geld von der Bundesregierung.

  16. Kunstfachmann Rainer Meyer muss sich hinter diesem komischen Pseudonym verbergen, damit nicht so stark auffällt, dass es von Politik eigentlich wenig Ahnung hat. Daher auch die bayerischen Heimatbilder und / oder Fotos von Kunstobjekten – Davon versteht er etwas.
    Seiner Zielgruppe sind differenzierte Betrachtungen eh nur ein Ausdruck von political correctness.
    Die Altherren wollen einmal pro Woche einen als Kolumne getarnten SPD-Witz lesen, bevor sie ein Käppchen Doppelherz nehmen und sich dann schlafen legen.
    Das liefert Meyer dann doch sehr zuverlässig.
    Und die Bilder sind auch immer total schön, wie in den guten alten Zeiten.

  17. @ Stefan Niggemeier
    Die Beschreibung von völlig offen zu Tage liegenden Sachverhalten kann schwerlich eine „unnötige Verschwörungstheorie“ sein.

    Störungsmelder online/ http://www.gesichtzeigen.de/ betreibt keinen eigenen Blog. Man spart sich also die Kosten für eigene Blogwarte bzw. hat diese „outgesourct“.

    Ich möchte den Damen und Herrn lediglich Respekt für diese Geschäftsidee aussprechen.

    PS: Sie unterscheiden zwischen unnötigen und nötigen Verschwörungs-theorien.

    Welcher Art sind „nötige“ Verschwörungstheorien?

    Wie unterscheidet man/frau/X eigentlich unnötige und nötige Verschwörungs-theorien :) ?

  18. @#4 Heinrich Kordewiner

    Sie behaupten:
    „Bei Kohlhuber handelt es sich um einen Störungsmelder-Aktivisten, der über 20.000 (!) Porträtfotos von ‚Nazis‘ auf Flickr für Lynch-Aktionen der Antifa zur Verfügung stellt.“

    Flickr ist eine Plattform, die jeder einsehen kann. Woher haben Sie

    a) die Information, dass die Bilder der „Antifa“ (wen auch immer Sie damit meinen) zur Verfügung gestellt wurden (und nicht allen Betrachtern dieser öffentlichen Plattform) und

    b) dass es für Lynch-Aktionen gedacht war?

    Könnte es nicht eher sein, dass Sie hier und anderswo ziemlichen Quatsch verbreiten?

  19. @F. Schaadt: Noch einmal: Für die von Ihnen unterstellte „Geschäftsidee“ braucht es kein Blog auf „Zeit Online“. Man arbeitet bei „Gesicht zeigen!“ und bekommt Geld vom Justizministerium, fertig.

  20. @ Stefan Niggemeier
    Ich wollte ja nur ein Lob aussprechen.

    Nennen wir es statt Geschäftsmodell eben Kreativwirtschaft und lassen es dabei bewenden.

    Das mit den nötigen und unnötigen Verschwörungstheorien interessiert mich dann aber doch.

  21. @F.Schaadt # 23

    Ich denke, Stefan Niggemeier meint, dass eine Verschwörungstheorie dann nötig ist, wenn man anders schlecht einen Zusammenhang herstellen kann (‚Ich kriege keinen mehr hoch!…Das machen die ganzen Chemtrails!‘), unnötig dann, wenn man den Zusammenhang offensichtlich herstellen kann und einen raunendes ‚Was-da-wohl-wieder-dahintersteckt?‘ das rationale Sparsamkeitsprinzip verletzt.

    Keine Ursache,

    pit

  22. Dieser Thread entwickelt sich immer mehr zu einer Fundgrube an Zusammenhängen (und damit, wie der Mathematiker sofort folgert, auch an potentiellen Widersprüchen).
    Ich habe mir mal den Vorstand des Vereins „Gesicht zeigen“ angesehen und dachte mir gleich: Hoppla, den zweiten Vorstand da, den kennst Du doch von irgendwo!
    Nun ja, er ist auch noch Kolumnist bei Tichys Einblick, den man auf diesem Blog eher nicht verlinken sollte, wie mir Stefan Niggemeier einmal höflich mitgeteilt hat. Dort hat der Kolumnist einen Beitrag veröffentlicht, den ich dann ausnahmsweise wegen des Einblicks einmal verlinken muss:
    Keine Angst vor der AfD.
    Ich bin ehrlich entsetzt: der Mann hat weniger Bedenken gegen die AfD und ihre Kader als ich, zeigt aber Gesicht im Umfeld des Störungsmelders, dessen Redakteure nicht zögern, jeden in die Nazi-Ecke zu stellen, der sich nicht genug von der AfD abgrenzt, also am besten alles supi findet, was die AfD ablehnt.
    Made my day! Es bestätigt eine meiner Grundthesen zu Gesinnungsfragen in der Politik.

    @ Thomas #16
    Geht besonders auch an Sie von wegen „mit dem Rand liebäugelt“.

  23. @F.Schaadt, #19

    Ich möchte den Damen und Herrn lediglich Respekt für diese Geschäftsidee aussprechen.

    Hä? Die Damen und Herren haben einen Verein gegründet, Jahre später ging man eine Kooperation mit einer Zeitung ein um einen Blog zu betreiben / betreiben zu lassen. Zeit Online ist nebenbei natürlich nicht einziger Partner. Wo ist jetzt noch einmal genau die Bauernschläue um Steuergelder abgreifen zu können? Das ist medialer Alltag.

  24. „Ich bin ehrlich entsetzt: der Mann hat weniger Bedenken gegen die AfD und ihre Kader als ich“

    Sie sollten Artikel vor dem Verlinken auch mal lesen. (Man könnte annehmen, dass Sie das getan haben, sich hier aber dumm stellen, um Ihre Relativierungsrabulistik betreiben zu können. Ich glaube das nicht.)

    “ also am besten alles supi findet, was die AfD ablehnt.“

    Zu fürchten, dass Sie den Stuß wirklich glauben.

  25. Andreas Müller ist ein Tausendsassa!
    Lehnt sich gegen die politsch korrekte Blogführung auf, indem er (total crazy!) einfach einen Link zu Tichy postet! Stefan Niggemeier wird schäumen vor Wut, dem haben Sie’s so richtig gezeigt!

    Aber die gespielte Empörung glaubt Ihnen echt keiner.

    Ich bleibe dabei: Is‘ eh nur Linkdropping. Möglichst provokative Meinung ausdenken und auf Klicks hoffen.

  26. „Sie sollten Artikel vor dem Verlinken auch mal lesen.“
    Ich habe das selbstverständlich getan, und würde das geneigte Publikum bitten, Ihrem Aufruf zu folgen und u.a. auch folgende Passage aus dem Artikel zur Kenntnis zu nehmen:
    „Diese Menschen kommen aus einem anderen Kulturkreis, in dem Frauen wenige bis keine Rechte genießen. Und viele junge Flüchtlinge waren selbst an den Bürgerkriegen in Afghanistan oder Syrien beteiligt. Sie sind mit Gewalt aufgewachsen und haben diese vielfach auch ausgeübt. Dies musste nach der anfänglichen Euphorie über die gute Tat des Beistands in der Not auch Ängste bei manchen Deutschen hervorrufen.“
    (Fettungen von mir)
    Wer wird sich denn über etwas moralisch empören wollen, was (laut Seligmann) so kommen musste?
    Hätte der gute Seligmann diese Sätze unter Pseudonym in diesem Forum gepostet, wären Sie der erste gewesen, der aus seinem Muränenloch geschossen wäre, um ihm Hetze oder Höckeismus vorzuwerfen, und das schon ganz unabhängig vom Igitt-Faktor und Kontaktverbot in Bezug auf Tichys Einblick. Zahllose einfache Kommentatoren wurden für ähnliche Sätze in die Naziecke gestellt und inzwischen stehen solche Sätze bei Facebook und Twitter auf der Liste der bedrohten Arten. Viele Accounts sind für weniger pauschalierende Posts gesperrt worden. Damit wären wir wieder beim Titel dieses Beitrags und dem Bundesminister für Justiz, Sponsor von „Gesicht zeigen!“, der das Gehalt, pardon, die Unkostenpauschale auch für den Vorstand Seligmann bezahlt.
    Mein lieber Pannor, ich mache mir einen Spaß daraus, solche gordischen Knoten aus Denk-, Lese-, Sprech-, Kontakt- und Zitierverboten zu durchschlagen und nehme Ihre (gewiß unfreiwillige) Hilfe dafür sehr gerne in Anspruch.

  27. at Andreas Müller

    An Ihrer Stelle würde ich mich gar nicht erst mit Rafel Seligmann vergleichen wollen, denn dazu müßten Sie nicht nur die horizontale Achse bedenken, sondern auch die Tiefe.

    Daß Rafael Seligmann in dem Verein drin ist, ist ja zunächst einmal ein deutlicher Beleg dafür, daß es sich nicht um jenen rein linksradikalen Haufen handelt, so wie manche uns glauben lassen möchten.

    Die „Fundgrube an Zusammenhängen“ führt uns zu einem weiteren Hobby von Ihnen, dem Derailing.

  28. @Stefan Niggemeier.
    Danke, und schön zu sehen, dass „Die Achse des Guten“ (achgott) und Konsorten sich mit Ihrer Art zu „arbeiten“ selbst Beine stellen. Wie peinlich.

  29. @8 @Stefan

    Dass sich Don Alphonso einer unzulässigen Verkürzung bedient finde ich auch. Es fehlen hier sicher konkrete Belege für sein Behauptung.

    Aber:

    Die Formulierung:
    „Gesicht zeigen“ und „Störungsmelder on Tour“ werden unter anderem vom Justizministerium unterstützt. Es handelt sich dabei nicht um das Blog auf „Zeit Online“.“

    Suggeriert schon stark – vermutlich ungewollt – dass es zwischen „Störungsmelder und Tour“ und dem Störungsmelder-Blog eine eher zufällige Namensgleichheit gibt. Ich finde diese Verkürzung zumindest hochgradig ungeschickt. Man könnte es auch Trick oder Schlamperei nennen, je nachdem.

  30. „Ich habe das selbstverständlich getan“

    Dann sollte Ihnen auffallen, dass Herr Seligmann in diesem Text der AfD sehr negativ gegenüber steht. Entgegen Ihrer Aussage. Dass Sie nun plötzlich über einen ganz anderen Aspekt des Textes reden, belegt, mit wie dünnem Wasser Sie hier kochen.

    „Mein lieber Pannor, ich mache mir einen Spaß daraus, solche gordischen Knoten aus Denk-, Lese-, Sprech-, Kontakt- und Zitierverboten zu durchschlagen und nehme Ihre (gewiß unfreiwillige) Hilfe dafür sehr gerne in Anspruch.“

    Wer solche Sätze schreibt, kauft sich auch aus Liebe selber einen Strauß roter Rosen.

  31. @ Thomas #30
    „…sondern auch die Tiefe.“
    Ah, auch eine schöne Variante: Die Tiefe, die bei Tichy geboten wird, soll jetzt plötzlich unvergleichlich groß sein. Satire vom Feinsten!

    @ Pannor #33
    „Dann sollte Ihnen auffallen, dass Herr Seligmann in diesem Text der AfD sehr negativ gegenüber steht“.
    Was soll mich das tangieren? Ich bin ja nicht der PR-Mann der AfD. „Sehr negativ“ ist dabei schon Ansichtssache. Herles schreibt bei Tichy (und spricht) negativer als Seligmann. Der entscheidende Punkt ist, dass sie nicht dämonisieren, und dass sie erkennen, dass es eine reale Basis für deren Erfolg in 2016 gab, die beispielsweise hier überwiegend geleugnet wurde. Bereits die Themen, die Seligmann anspricht (die „ganz anderen Themen“) waren für Leute wie Sie tabu und sind es beispielsweise im Kommentarbereich der ZEIT heute noch. Meine Seligmann-Zitate von #29 würden dort als „unbelegte diskriminierende Behauptungen“ ruckzuck gestrichen werden.
    Darum geht es: um die Freiheit der Debatte und die doppelten Standards, nach denen der Urheber solcher Aussagen zwar in den Vorstand von „Gesicht zeigen!“ gelangen, aber bei Facebook, Twitter oder der ZEIT nicht posten kann, beides gefördert vom Bundesjustizministerium und seinen Fürsprechern. Dass Sie sich als Wadlbeißer der doppelten PC-Standards outen würden, war fast zu erwarten. Wenn Sie nur mit „dünnem“ Wasser kochen würden, Pannor, wären Sie sofort geholfen.

  32. @ Leo # 32

    „„Gesicht zeigen“ und „Störungsmelder on Tour“ werden unter anderem vom Justizministerium unterstützt. Es handelt sich dabei nicht um das Blog auf „Zeit Online“.“

    Nein, Ihnen und anderen wird hier nicht stark eingeredet, dass es nur eine zufällige Ähnlichkeit des Namens gibt, sondern es wir lediglich behauptet, dass beides nicht identisch ist. Deshalb ist es natürlich weder Schlamperei noch ein Trick, sondern eine Tatsachenbehauptung. Und ganz egal, ob die Namen sich ähneln, die Mitarbeiter zu Teilen identisch sind, es bleiben zwei unterscheidbare Entitäten. Eine davon wird wird staatlich subventioniert, die andere nicht.

  33. @ ZET:
    „Das ist medialer Alltag“. Respekt. Das hätte ich mit in dieser Deutlichkeit nicht zu schreiben gewagt.
    Ich stimme Ihnen natürlich voll zu. Da sind wir ganz kuschelig dicht beieinander. Natürlich bekommt man das ganze Geld nicht auf einmal.
    Heißt ja nicht umsonst Netzwerke. Bauernschlau ist auch nicht abwertend gegenüber den Werktätigen und Werktätiginnen der Land- und Forstwirtschaft gemeint. Mache Deine Interessen zu den Interessen Anderer und lasse Sie dafür bezahlen.
    @pitpitpat
    Das mit den Verschwörungstheorien habe ich jetzt auch erkannt. Sie ist dann nötig, , wenn man anders schlecht einen Zusammenhang herstellen kann. Wenn also überall Nazis sind. Bei 100 Mio EUR erscheint das betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.

  34. at Andreas Müller

    Chapeau! Sie schaffen es, in nur einem Absatz Zitate aus dem Zusammenhang zu reißen, mit denen Sie dann unterstellen wollen, diese würden als Lesermeinung bei der „Zeit“ nicht erlaubt, woraus Sie wiederum den Schluß ziehen, es würde „doppelte Standards“ bei der „Zeit“ geben – und schließlich garnieren Sie das alles noch mit der Falschbehauptung, der „Zeit“-Blog werde gefördert vom Justizministerium.

    Whataboutism, Derailing und viele, viele Unterstellungen. Herr Müller, Sie legen sich hier wirklich ins Zeug. Das Leben als Troll ist manchmal kein leichtes, aber für die „Freiheit der Debatte“ ist wohl jeder Einsatz gerechtfertigt.

  35. Irgendwo arbeitet in irgendeiner Schule bestimmt ein linksradikaler Hausmeister. Oder gar mehr als einer.
    Damit unterstützt das Bildungsministerium indirekt den Linksradikalismus.
    Wer sich darüber nicht aufregt, aber über den jetzigen Vorgang, betreibt Derailing, um vom linksradikalen Hausmeistertum abzulenken.
    Oder setzt doppelte Maßstäbe, weil er oder sie das Justizministerium mehr hasst als das Bildungsministerium.
    Oder sonstwas unmoralisches.

    Oder man differenziert halt. Selbst, _wenn_ ein bezahlter Mitarbeiter einer Firma oder sonstigen Institution, die vom Justizministerium bezahlt wird und an sich keine Verharmlosung rechter/linker/mittiger Gewalt betreibt, als Individuum diese Verharmlosung doch betreibt, bezahlt das Justizministerium ja nicht für die Verharmlosung. Im Sinne von: „Jetzt haut mal ein paar gewaltverharmlosende Sprüche raus, dann gibt’s auch wieder Geld.“
    Wenn der Hausmeister im Urlaub nach Mallorca fliegt, was er von seinem Gehalt bezahlt, würde ja auch keiner sagen: „Justizministerium bezahlt Mallorcaurlaub.“

  36. @ F. Schaadt

    Auch wenn ich Ihrem Kommentar zum Schluss nicht mehr folgen konnte, freut es mich dennoch Ihnen geholfen zu haben.

    Beste Grüße

    pit

  37. @F.Schaadt, #36

    Das hätte ich mit in dieser Deutlichkeit nicht zu schreiben gewagt.

    Was ist an der Aussage deutlich und vorallem gewagt? Dass es unterschiedliche (Medien-)Partnerschaften gibt, ist doch nun echt keine Überraschung. Sofern diese angemessen transparent gekennzeichnet sind, ist das auch nicht mal ein Problem. Oder?

    Aber ich verstehe nicht recht, worüber Sie sich mockieren.

  38. „@ Pannor #33
    „Dann sollte Ihnen auffallen, dass Herr Seligmann in diesem Text der AfD sehr negativ gegenüber steht“.
    Was soll mich das tangieren?“

    Weil Sie das Gegenteil behauptet haben.

    Aber gut, über Kleinigkeiten wie Selbstwidersprüche sind Sie erhaben.

  39. @zet
    Da lobe ich nun in einem fort die angemessen und transparent gekennzeichnete „Medienpartnerschaft“ und die Kreativität ; stimme ihnen zu ; und dann ist es auch nicht recht.

    Immerhin haben wir heute mit pitpitpat und Stefan Niggemeier herausgearbeitet, dass:

    – es nötige und unnötige Verschwörungstheorien gibt.
    – „Nazis sind Überall “ eine nötige Verschwörungstheorie ist.

    Ich denke , dass dies viele neue Erkenntnisse für eine Tag sind.

  40. @ Stefan Niggemeier & Boris Rosenkranz

    Nachdem jetzt einzelne Diskutanten ihre Kollateralerkenntnisse einstreichen und zufrieden nach Hause gehen, bleibe ich mit einigen drängenden Fragen zum G20 Gipfel alleine. Eine dieser Fragen würde ich Ihnen gerne stellen oder mal in einem ihrer Artikel bearbeitet sehen.

    Das Thema der entzogenen Akkreditierungen:

    Die Sicherheitsbedenken, die zum Entzug der Akkreditierungen führten, scheinen weniger der Sicherheit von Leib und Leben der Politiker als der Kontrolle der Bilder geschuldet zu sein.
    Das macht ja auch insofern Sinn, als man schlecht glauben mag, dass 32 Journalisten designierte Terroristen sind. Es ging wohl eher die Sorge um, diese Journalisten würden sich bei einer Pressekonferenz daneben benehmen können (http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-07/g20-akkreditierungen-journalist-vorbestraft-hamburg letzter Absatz)

    Ich halte das für ein äußerst wichtiges Thema und auch eines, was ziemlich genau zu Übermedien paßt. Vielleicht haben Sie da auch schon was in Arbeit, ansonsten frage ich direkt:

    Wie bewerten Sie das?

    Mit bestem Gruß

    pit

  41. Den Link zur Quelle über die „hundert Millionen“ die Maas der ZEIT-Antifa bezahlt habe ich in der Eile nur übersehen oder kommt da noch was , Schaadt?

    @15 „Man gründe also einen Verein http://www.gesichtzeigen.de/ueber-uns/vorstand/, der wohl einiges der ca. hundert Millionen p.a. im „Kampf gegen Rechts“ einstreichen wird.“

  42. @Stefan Niggemeier

    Ich habe dazu nicht allzuviel gefunden – was natürlich nichts heissen muss. Vor allem habe ich meist nur Artikel mit Darstellung der spärlichen Fakten gefunden, was natürlich wertvoll und wichtig ist, aber ich hätte mich über eine weitergehende Analyse gefreut, die vielleicht folgende Fragen berücksichtigt:

    – Es ist angedeutet worden, dass die Neubwertung der Sicherheit am Donnerstag aufgrund allgemeiner, veränderter Bedingungen beruht. Welche waren das genau und warum führt diese Neubewertung zum Entzug bei genau diesen Journalisten?
    – Warum wurde der zweistufige Sicherheitscheck nacheinander von zwei verschiedenen Sicherheitsbehörden (Erst BKA, dann Verfassungsschutz) durchgeführt, und warum die 2. Runde so spät? Dadurch entstand doch erst die Möglichkeit, dass sehr kurzfristig neue Informationen auftauchten und deshalb Akkreditierungen entzogen werden mussten.
    – Sind deshalb die Informationen des Verfassungsschutzes ausschlaggebend gewesen?
    – Beim G8 Gipfel in Heiligendamm kam es zu ähnlichen Vorfällen, die vor Gericht mit einer Niederlage des Verfassungsschutz endeten. Gibt es Unterschiede im Bezug auf die Akkreditierungen in Heiligendamm und Hamburg und warum kam es erneut zu einer solchen Situation? (Warum gab es in Elmau damit – meines Wissens – keinerlei Probleme?)
    – Ist es rechtlich, politisch und gesellschaftlich akzeptabel, Journalisten die Akkreditierung zu entziehen, wenn man lediglich die Sorge -aber keine Beweise – hat, sie könnten stören?
    – Gibt es mittel- und langfristige Veränderungen im Umgang der Exekutive mit den Medien?

    Wenn Sie zufällig einen Link haben, der mir bei diesen Fragen behilflich sein kann, dann würde ich mich sehr freuen.

    Gruß

    pit

  43. at Pitpitpat

    Machen Sie sich das Leben doch nicht so schwer mit all Ihren Fragen. Es geht doch auch anders. ;-)

    Michael Hanfeld von der FAZ zum Beispiel hat ganz einfache Antworten zu bieten:

    a) Journalisten sind nicht immer richtige Journalisten, sondern getarnte Aktivisten. Denn an einen Presseausweis komme jeder leicht heran. (Wie man auf diese Weise leicht an eine G20-Akkreditierung herankommt, verrät Hanfeld leider nicht. Und daß betroffene Journalisten für etablierte Medien gearbeitet haben, spielt auch keine Rolle. )

    b) Journalisten und Fotografen haben vor Ort eigentlich nichts zu suchen, denn deren Bilderflut entfache die Gewalt und mache es der Polizei schwer, zwischen Aktivisten, Journalisten und Gaffern zu unterscheiden. (Die akkreditierten Journalisten hatten sichtbar um den Hals baumelnd ihre Ausweise).

    Vermutlich würden selbst Polizeivertreter nicht so weit gehen wie Hanfeld (von dem nicht bekannt ist, daß er jemals selbst berichtend bei einer hitzigen Demo dabei war). Seine Thesen könnten gut als Blaupause dienen bei kommenden Polizeieinsätzen auch in der Türkei, Rußland, China etc.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/welche-lehren-aus-den-g-20-krawallen-in-hamburg-15103209.html

  44. @Thomas

    vielen Dank! Am besten haben mir die letzten beiden Sätze gefallen. Zum Schutz der Bürger sollten Journalisten eine gemeinsame Linie mit der Polizei finden – auch wenn das nicht ihrem Berufs- oder Politikverständnis entspricht. Da fühle ich mich an die 2. Balkonrede unseres letzten Kaisers – Gott hab ihn selig – erinnert und bin ganz ergriffen…

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