Prinz Harrys neue Freundin ist schon seit zwei Jahren schwanger!

Die Nachricht von Prinz Harrys neuer Beziehung ist in der Regenbogenpresse eingeschlagen wie eine Wassermelone in einen Ameisenhaufen. Einige hat’s kalt erwischt, die anderen sind sofort losgerast, um neues Material zu finden und wühlen nun eifrig in Fotodatenbanken, Sozialen Medien und den dunklen Ecken ihrer Fantasie.

„Das neue Blatt“ war besonders flott und titelte schon vor drei Wochen:

Eines fällt auf, ob man will oder nicht: Seine neue Liebe sieht aus wie Kate. Ein Ebenbild! Auch die Herzogin hat braune Augen, ist brünett und gertenschlank.

Potzblitz! Heißt das etwa … ?

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau! So steht es schon in den zehn Geboten geschrieben. Aber mit unseren Gefühlen ist es eben immer so eine Sache. Die hat man nicht rational unter Kontrolle. Und so kann es schon mal passieren, dass man sich in jemanden verguckt, der eigentlich tabu ist. Ist Harry genau das vielleicht irgendwann mal passiert? Dass er seine Schwägerin Kate ein bisschen mehr mochte, als eigentlich erlaubt?

William soll jedenfalls nicht erfreut sein und befürchtet offenbar, sein eigener Bruder könnte in Wahrheit – vielleicht auch unbewusst – seine eigene Frau begehren.

Herrje. Und wenn er dann noch rauskriegt, dass Harry schon lange mit seiner Schwippschwägerin verheiratet ist, wird’s aber unbesinnlich im Palast.

„Das neue Blatt“ jedenfalls hatte das ganze Drama schon eine Ausgabe später wieder vergessen und frohlockte:

„Das neue Blatt“

Von Eifersucht und heimlichen Begehren keine Rede mehr, stattdessen: Friede, Freude, Hochzeitsglocken.

Denn:

Die Schauspielerin ließ sich jetzt am Filmset beurlauben – weil sie Dinge klären müsse. Und es liegt doch klar auf der Hand, was: Weihnachten gibt es die romantische Verlobung unterm Weihnachtsbaum! Und den Segen der Queen noch obendrauf.

Und neue Socken. Liegt doch klar auf der Hand. Socken kann man immer gebrauchen. Und was die Drehpause angeht: Die „Freizeit Revue“ hätte da noch eine andere Erklärung.

Die Dreharbeiten für ihre TV-Serie hat Meghan auf Eis gelegt, weil sie „wichtige Termine“ hat. Beim Gynäkologen, tuscheln Kollegen. Trägt sie etwa ein süßes Geheimnis unter dem Herzen?

Oder sogar ein Baby im Bauch?

Aber sicher doch. Hier das Beweisfoto:

„Freizeit Spass“

Das Versteckt-ihr-Bäuchlein-Foto ist zwei Jahre alt. Aber wahrscheinlich dauern diese royalen Schwangerschaften einfach ein bisschen länger.

Das mit der Hochzeit ist auf jeden Fall safe, schließlich hat Meghan „schon Brautkleider ausgesucht“, wie die „Freizeit Spass“ recherchiert hat und ebenfalls bildlich belegen kann:

„Freizeit Spass“

Die Aufnahme entstand zwar hinter den Kulissen einer TV-Serie, in der Meghan Markle eine Braut gespielt hat, doch bevor Sie mit Fakten langweilen – nächster Knaller:

„7 Tage“

Es könnte alles so schön sein. Erst vor wenigen Tagen bestätigte Prinz Harry seine Beziehung zu US-Schauspielschönheit Meghan Markle. Doch das Paar kann sein junges Liebesglück überhaupt nicht genießen. Böse Hass-Attacken ließ [sic] die beiden von Wolken [sic] sieben abstürzen.

Harrys Hofsprecher gab bekannt, dass die schöne Freundin des Prinzen Opfer einer Welle von Beschimpfungen und Belästigungen geworden sei. Der traurige Höhepunkt: Meghan wurde nicht nur übelst verleumdet, sondern es gab auch anonyme Morddrohungen.

Diese Geschichte ist ausnahmsweise nicht komplett erfunden. Ganz wahr aber auch nicht.

Es stimmt, dass die Schauspielerin vor einigen Monaten erzählt hat, sie habe Drohungen bekommen. Die hatten jedoch nichts mit ihrer Beziehung zu Harry zu tun (die erst viel später bekannt wurde), sondern damit, dass ihre Figur in der Serie „Suits“ eine Affäre hatte. Und sie hörten auch wieder auf, als die Serien-Affäre beendet war.

Das alles hat aber nichts mit dem Statement des Königshauses zu tun. Der entscheidende Punkt (den die meisten Regenbogenblätter aber geschickt zu verschleiern wissen) ist, dass die Belästigungen und Verleumdungen, von denen in der Palast-Mitteilung die Rede ist, nicht von irgendwelchen bekloppten Fans ausgingen, sondern von Reportern und Fotografen.

In dem Schreiben heißt es, Prinz Harry habe sich gegen das mediale Interesse an seinem Privatleben eine „dicke Haut“ zugelegt, doch nun sei eine Grenze überschritten worden.

Prinz Harrys Freundin Meghan Markle wurde Opfer einer Welle von Beschimpfungen und Belästigungen. Einiges davon war sehr öffentlich – die Hetzkampagne auf der Titelseite einer nationalen Zeitung, die rassistischen Untertöne in Kommentaren, der unverblümte Sexismus und Rassismus der Social-Media-Trolle.

Einiges wurde aus der Öffentlichkeit rausgehalten – die juristischen Auseinandersetzungen, um gegen diffamierende Geschichten in den Zeitschriften vorzugehen; dass sich die Mutter seiner Freundin auf dem Weg zu ihrer Haustür durch Fotografen kämpfen muss; die Versuche von Reportern und Fotografen, illegal in das Haus seiner Freundin einzudringen; die beträchtlichen Bestechungsgelder, die Zeitschriften ihrem Ex-Freund angeboten haben; die Bombardierung von fast jedem Freund, Arbeitskollegen und geliebten Menschen in ihrem Leben.

Prinz Harry sei „besorgt um die Sicherheit“ seiner Freundin und „tief enttäuscht, dass er sie nicht schützen konnte“. Er habe um dieses Statement gebeten, „in der Hoffnung, dass diejenigen in der Presse, die die Geschichte angetrieben haben, innehalten und reflektieren, um weiteren Schaden zu verhindern.“

Adressiert waren diese Zeilen natürlich in erster Linie an britische Redaktionen. Man kann aber auch einiges über deutsche Klatschblätter lernen, wenn man sich anschaut, wie sie mit diesem Statement umgegangen sind.

Die „Neue Post“ zum Beispiel hat eine ganze Titelgeschichte daraus gebastelt. Sie beginnt so:

Die Zeilen klingen sachlich, doch sie sind hochbrisant. Der Kensington-Palast teilte mit: „Prinz Harry ist besorgt um die Sicherheit von Miss Meghan Markle. Er ist sehr enttäuscht, dass es ihm nicht möglich ist, sie zu beschützen.“ Sorge? Beschützen? Diese Worte sind doch typisch für einen werdenden Vater. Zwischen den Zeilen scheint der königlich-britische Hof somit zu bestätigen: Prinz Harry wird Vater!

Zack:

Auch die „Frau im Spiegel“ berichtet über das Statement und lässt dabei alles unter den Tisch fallen, was die skrupellosen Reporter und Fotografen betrifft. Selbst bei einem Screenshot des Statements hat die Redaktion den entscheidenden Teil abgeschnitten.

Sie brauchte den Platz für Paparazzi-Fotos von Harrys Freundin.

Unkenntlichmachung von uns.

5 Kommentare

  1. Könnt ihr beim nächsten Mal eine Spoiler-Warnung für „Suits“ reinschreiben? So weit war ich noch gar nicht. Ehrlich. Blöd jetzt.

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