„Welt am Sonntag“ trennt Frauke Petry von ihrer Familie

Wenn Sie lesen, dass eine Mutter „ihre Familie verlassen“ hat, was stellen Sie sich dann konkret vor? Denken Sie mal kurz drüber nach, wir kommen gleich drauf zurück.

Interviews mit AfD-Politikern sind immer noch und immer wieder anders. Sie kommen, wie im Fall des Gesprächs, das die „Welt am Sonntag“ mit der Bundessprecherin Frauke Petry geführt hat, gerne mit einem Beipackzettel, in dem die Umstände geschildert werden. In diesem Fall erklärt Chefredakteur Ulf Poschardt in seinem Editorial, dass Petrys Pressesprecher einige Passagen über das Wort „völkisch“ zunächst nicht autorisieren wollte.

Man liest sowas seltener bei Interviews mit Nicht-AfD-Politikern. Das kann daran liegen, dass die sich weniger anstellen beim Autorisieren. Und es kann daran liegen, dass die Medien sich bei denen weniger anstellen beim Autorisierenlassen.

Es gibt auch in dem Interview selbst eine Stelle, wie man sie sonst eher selten liest. Die Redakteure der Zeitung, Beat Balzli und Matthias Kamann, sprechen Petry darauf an, dass der AfD-Kreisverband Stade ein manipuliertes Foto verbreitet habe. Dabei werfe sie das doch sonst der Presse vor: „dass sie Realitäten falsch darstelle“. Petry antwortet:

Wir können auch darüber reden, dass einer Ihrer Kollegen über mich in der Öffentlichkeit eine Falschaussage gemacht und behauptet hat, dass ich meine Familie verlassen hätte, wozu die „Welt am Sonntag“ eine Unterlassungserklärung verweigert. Wir können darüber reden, aber ich glaube nicht, dass dies für das Interview gut wäre.

Die Redaktion hat an dieser Stelle eine „Anmerkung“ in das Gespräch eingefügt:

Die Redaktion hat die Abgabe der Unterlassungserklärung verweigert, weil sie keine „Falschaussage gemacht“ hat. Die Formulierung „Familie verlassen“ beschreibt lediglich umgangssprachlich die Trennung Petrys von ihrem Ehemann. Anders als von Petry unterstellt, sollte damit natürlich nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern hat.

Die Formulierung „Familie verlassen“ beschreibt umgangssprachlich die Trennung Petrys von ihrem Ehemann? War das auch das, was Sie sich eingangs dieses Textes vorgestellt hatten?

Die umstrittene Stelle stammt aus einer am 28. August in der „Welt am Sonntag“ erschienenen Reportage von Wolfgang Büscher. Der schrieb:

Petry spricht immer wieder über den Wert der Familie, über den Wert von Kindern. Jeder im Saal weiß, dass sie ihre Familie verlassen hat. Wenn sie in ihrer Rede das Gegenteil dessen beschwört, was sie lebt, erhebt sich aber nicht das leiseste Grummeln im Saal. Mehr noch, es fällt gar nicht auf, dass da was nicht zusammenpasst. So ist es aber mit den Werten – die kann man nicht einfach drauflosfordern wie eine x-beliebige politische Losung, die muss man schon verkörpern. Sonst sind sie eben nichts wert.

Unmittelbar vor dem Satz, dass sie „ihre Familie verlassen hat“, sind ausdrücklich die Kinder erwähnt, „der Wert von Kindern“. Und daraus soll man nicht lesen, dass Frauke Petry ihre Familie, ihren Mann und ihre Kinder, verlassen hätte?

(Frauke Petry sagt in dem „Welt am Sonntag“-Interview, sie bringe ihre Kinder jeden Morgen zur Schule und hole sie am Abend wieder ab.)

Warum will die „Welt am Sonntag“ diese Fehler nicht einräumen und korrigieren? Die Pressestelle des Axel-Springer-Konzerns sagt auf Anfrage, man habe der redaktionellen Anmerkung nichts hinzuzufügen. Eine gerichtliche Unterlassungsverfügung sei bisher nicht eingegangen.

Petrys Berater Michael Klonovsky sagt: „Frau Petry findet es nur in Maßen toll, wenn ihr Privatleben zur öffentlichen Sache wird. Deswegen mag sie sich über Details nicht äußern. Nur soviel: Die Sache geht vor Gericht.“

30 Kommentare

  1. Gern könnten die Beiden auch dahin verschwinden.

    Ich frage mich nur, warum man der AfD so Munition gibt. Das „völkisch“ reicht doch völlisch?

  2. Danke. Wieder mal ein intelligenter Beitrag, Stefan.

    Trotzdem es mit der AfD und Frau Petry zu tun hat, schaffst du es den Kern des Problems (Springer, bzw. Welt) klar herauszuarbeiten.

    Von mir einen Daumen hoch dafür.

  3. „Unmittelbar vor dem Satz, dass sie „ihre Familie verlassen hat“, sind ausdrücklich die Kinder erwähnt, „der Wert von Kindern“.“

    Lese ich anders, Stefan.

    „Petry spricht immer wieder über den Wert der Familie, über den Wert von Kindern. Jeder im Saal weiß, dass sie ihre Familie verlassen hat.“

    Der „Wert der Familie“ wird als erster benannt. „Familie“ bedeutet nicht: Kinder. „Familie“ bedeutet: eine Lebensgemeinschaft Und diese Lebensgemeinschaft hat sie verlassen.

    So eindeutig, wie Frauke Petry die Sache sieht, ist sie also bei weitem nicht.

  4. @4 Theo, naja, der Duden definiert „Familie“ schon noch ein bißchen anders, nämlich als Lebensgemeinschaft mit Kind. Sooo weit hergeholt ist die das Verständnis von Stefan daher sicher nicht.

  5. Ich finde, man kann darüber streiten. Ich weiß nicht, ob die Sache so eindeutig ist, wie Frau Petry (natürlich) findet. Ich finde jedenfalls nicht, dass die Sache so eindeutig ist, wie die „WamS“ behauptet. Vor allem aber weiß ich nicht, warum eine Zeitung sich an einer solchen Stelle nicht einfach korrigieren mag.

    Anderseits hat bei theo die Seite der AfD immer Unrecht.

  6. @4 Theo
    „Verlassen“ beschreibt eine endgültige Entfernung, den Abgang ohne Rückkehr. Bezogen auf ihre Kinder hat sie das nicht getan, insofern ist die Aussage auch nicht gerechtfertigt. Es gibt nun wirklich genug Diskussionspotential mit Frauke Petry auf der Sachebene, genauso wie es die Möglichkeit gibt, sie zu ignorieren, aber diskreditieren in einem Bereich, der mit ihren verqueren politischen Ansichten eigentlich nichts zu tun hat, ist schlechter Stil.

  7. Familie schließt Kinder immer mit ein. Niemand, der sich von seinem Mann oder Frau trennt und keine Kinder hat, „trennt sich von seiner Familie“. Oder gibt es irgendein Textbeispiel, wo diese Redensart so verwendet wurde?

    Und „verlassen“ heißt, dass sie sich um ihre Familie nicht mehr kümmert, _und_ dass das von ihr ausging, im Unterschied zu dem Fall, dass ihr Mann sich von ihr getrennt hätte und die Kinder mitnahm und sie kein Sorgerecht mehr hat.

    Mal abgesehen davon, dass solche Geschichten selten eindeutige gut-und-böse-Grenzen haben, diese Formulierung ist irreführend, wenn sie sich nur auf den Mann beziehen soll. Mal abgesehen davon, dass „umgangssprachlich“ voll die dumme Ausrede ist, ey! Wenn eine Straße in D. umgangssprachlich „frisch geteert“ ist, ist sie nach geltendem Recht trotzdem frisch asphaltiert.

  8. „Anderseits hat bei theo die Seite der AfD immer Unrecht.“

    Es gibt schließlich schon genügend Leute, die sich im Zweifel auf die AfD-Seite schlagen. Oder im Zweifel gegen Springer. Manchmal auch beides.

    Und nu?

  9. Trotzdem ist Frau Petry aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, der Ehemann und die Kinder noch da. Da kann man durchaus, bei allem Bemühmen um die Kinder, von einem Verlassen sprechen.
    Zumindest habe ich als Scheidungskind das so gefühlt. Und das, was man fühlt ist ja bekanntlich auch Realität.

  10. Peter,

    letztlich ist das aber auch schwierig zu definieren. Wobei: „Das, was man fühlt, ist Realität“ – könnte von der AfD stammen, aber in diesem Kontext wird ihnen der Hausherr das vermutlich nicht negativ anlasten ;-)

    Warum Stefan einerseits einräumt, dass es nicht eindeutig ist, aber andererseits meint, eine Zeitung habe sich zu korrigieren, verstehe ich halt nicht. Warum soll man etwas berichtigen, was nicht eindeutig falsch ist? Weil es ein Springer-Blatt ist? Ich mag die Zeitung auch nicht. Aber muss ich deswegen für die Petry Partei ergreifen, wenn die Sache derart diffus ist?

    Okay: ich muss auch nicht alles verstehen. Jeder Jeck ist anders.

    PS: Die ganze Nummer hier ist echt für nichts zu gebrauchen. Abhaken und sich freuen auf gute, bessere Übermedien-Geschichten.

  11. Das ist halt das Problem, wenn man sich beim Hetzen verzettelt. Ich bin sicher kein Freund von Frau Petry, aber was interessiert es die Öffentlichkeit was sie mit ihrer Familie hat?

    Und die These, das nur jemand von etwas reden darf, wenn er oder sie das auch zu 100% (nach den Vorstellungen eines Redakteurs) auch lebt, sind Kampfphrasen für diesen Hetzauftrag.

    Ähnliches erleben wir gerne auch mal, wenn Linken Politiker vorgeworfen wird, dass sie nicht in völliger Armut leben oder das Seehofer geschieden ist.

    Es geht hier um keine politische Auseinandersetzung, sondern um Diffamierung, eines der Spezialgebiete der Springerpresse.

    (und, um ein bisschen beim Thema zu bleiben, da sie einen Mann und Kinder hat, zeigt doch, dass sie Familie als Ziel durchaus befürwortet. Das diese Familie gescheitert ist, sagt nichts darüber aus welche Werte sie hat [es sei denn, jemand findet das zwanghafte zusammenbleiben bis die Kinder gross sind als einen Wert])

    Es gäbe eine Reihe politischer Themen, die man der AfD ankreiden könnte und die gerade für die potentielle Wähler interessant wären. Aber nein, stattdessen wird über so Nullthemen berichtet, die dann letztlichendlich den „Protest“-wähler in seiner Haltung bestärken.

    Das Problem bei diesen Themen ist dann aber, dass va das soziale Programm der AfD im Grunde die perfekte Fortführung der CDU/SPD Ideen ist, d.h. wenn man dort die AfD kritisiert, muss man erst recht die bisherige Regierung kritisieren.

  12. Ernstes Thema, aber am Ende gibt’s doch noch was Lustiges. Und zwar das hier:
    „Petrys Berater Michael Klonovsky sagt: ‚Frau Petry findet es nur in Maßen toll, wenn ihr Privatleben zur öffentlichen Sache wird. Deswegen mag sie sich über Details nicht äußern.’“

    Dazu kann man wissen, dass eben dieser Petry-Berater in seinem anderen Leben als Ex-Focus-Redakteur und Blogger mit Vorliebe über kinderlose Politikerinnen herzieht und genau dieses Detail ihres Privatlebens als politische Angriffsfläche nutzt. In Klonovskys Welt seien solche Frauen nicht in der Lage, zukunftsfähig zu denken oder handeln oder so, weil sie halt keine Kinder hätten. Und wahrscheinlich auch, weil sie nicht Klonovskys Frauenbild entsprechen. Oder, wie er in seinem Blog erklärt:
    „Eine Frau ohne Kinder ist eine traurige, zuweilen sogar tragische Figur. Sie hat den eigentlichen Zweck ihres Daseins verfehlt.“

  13. @13:

    „Das ist halt das Problem, wenn man sich beim Hetzen verzettelt. Ich bin sicher kein Freund von Frau Petry, aber was interessiert es die Öffentlichkeit was sie mit ihrer Familie hat?“

    Der Vergleich hinkt. Frau Petry und die AfD (wie auch z.B. Herr Seehofer) betonen ständig den „Wert“ der Familie (siehe hierzu z.B. Debatten um die Homo-Ehe), und treten gleichzeitig genau diesen Wert mit Füßen.

    Man ist moralisch eben auf nem ziemlich schlechten Stand, wenn man selbst genau das Gegenteil dessen lebt, für das man steht.

  14. AfD und Springer kannste beide in einen Sack stecken, zuschnüren und mit der Dampfwalze ein paar mal drüberfahren lassen, es trifft immer den Richtigen.
    Wenn der Feind meines Feindes mein Freund sein soll, …. ich mag nicht weiterdenken..

  15. Also, wie immer Zweierlei Mass bei der AfD
    Petrys Berater Michael Klonovsky sagt: „Frau Petry findet es nur in Maßen toll, wenn ihr Privatleben zur öffentlichen Sache wird.

    Ebeb wird bekannt, wie Frau Petry im Stern räsoniert hat. Die ihrer Ansich nach „Verfehlte Plitik“ von Angela Merkel stellt sie in direkten Zusammenhang mit deren Kinderlosigkeit. Wenn jemand seinen mann verlässt, oder dei Eheh sonstwie scheitert, geht mich das einen Dreck an, (solange der jemand mir nicht mit Argumenten zum Wert der Familie auf den Leib rückt.) Wenn aber jemand gar keine Kinder hat, frage ich grundsätzlich nicht nach dem Grund dafür. Was weiß ich denn, ob ein biologische oder biographische Drama dahinter steckt. Oder welche bewusste Entscheidung. Privater geht es jedenfalls nicht und ich kann daher die Wehleidigkeit der Parteisprecherin nicht nachfühlen.

  16. Zusammenbleiben, bis die Kinder groß sind, ist schon nicht so verkehrt. Wie Frau Petry ihr Familienleben führt, ist schon interessant zu wissen, aber dann doch mehr als so Andeutungen. Hat ihr Mann sie vor die Tür gesetzt? Ist sie freiwillig gegangen? Kümmert sie sich nicht mehr um ihre Kinder, oder vllt. doch? War die Entscheidung, wer auszieht und wer bleibt, reiner Pragmatismus (sein Arbeitsplatz und die Schule der Kinder liegen näher beieinander als an ihrem, z.B.)?
    Und mal ganz allgemein gefragt, angenommen, ER wäre ausgezogen, kümmerte sich aber weiterhin um die Kinder, würde man dann sagen, er hätte seine Familie verlassen? Wenn ja, würde man es ihr ankreiden, dass sie ihre Familienwerte ja nicht so gut umsetzt?

  17. Ist das wahr, dass sich dieser Klonovsky unwidersprochen als Berater der Frau Petry vorstellen darf. Wenn die sich von dem nicht distanziert, ist sie echt völkisch. Ich war grad auf seiner Webseite und erkäre ihn hiermit zum albernsten Schriftstellerclown der neuen Rechten. Der Mann ist erschreckend halbgebildet, aber vollkomen von seiner Elitären Erwähltheit überzeugt. Wirklich amüsant.

  18. Danke Herr Niggemeier,

    dass Sie Ihre gewichtige Stimme auch im unfairen Umgang der Presse mit der AfD vernehmen lassen.

  19. „Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen. “

    Dieses Zitat von Klonovskys Webseite sagt alles was es über diesen zu Wissen gibt.

    Informativer und viel intelligenter und nicht so unfreiwillig komisch ist diese Webseite hier: http://www.postillon.de

  20. So würde der Artikel lauten, wie er angeblich gemeint war:


    Petry spricht immer wieder über den Wert der Familie, über den Wert von Kindern. Jeder im Saal weiß, dass sie sich von ihrem Ehemann getrennt hat. Wenn sie in ihrer Rede das Gegenteil dessen beschwört, was sie lebt, erhebt sich aber nicht das leiseste Grummeln im Saal. Mehr noch, es fällt gar nicht auf, dass da was nicht zusammenpasst. So ist es aber mit den Werten – die kann man nicht einfach drauflosfordern wie eine x-beliebige politische Losung, die muss man schon verkörpern. Sonst sind sie eben nichts wert.

    Die Zeitung meint also, dass jemand, der den Wert von Familie und Kindern hochhält, sich nicht von seinem Ehegatten trennen darf.

  21. @birdwatchpeter
    Ja, das stimmt schon. Irgendwann im Frühjahr wurde er offiziell als PR-Berater von Frau Petry vorgestellt und übt dort so etwas wie den Job des Spin Doctors aus.
    Und wie Sie ja gestern der „stern“-Meldung – Angriff auf Merkel wegen Kinderlosigkeit – entnommen haben, scheint er ja voran zu kommen bei ihr. Wobei natürlich immer auch möglich ist, dass Petry solch wirre Gedanken von alleine einfallen. Sie denkt sich ja schließlich auch anderen Unfug aus und braucht dafür nicht unbedingt einen Maskulanisten (nennt man die so?) wie Klonovsky.

  22. „Frau Petry findet es nur in Maßen toll, wenn ihr Privatleben zur öffentlichen Sache wird. Deswegen mag sie sich über Details nicht äußern. Nur soviel: Die Sache geht vor Gericht.“

    Das wird aber wirklich lustig dann vor Gericht. Vielleicht lesen die Richter den Stern aber auch nicht. Ansonsten wird es bestimmt interessant sein, wie der Ausdruck „in Maßen“ zu verstehen sein soll.

    http://www.stern.de/politik/deutschland/frauke-petry–afd-chefin-haelt-angela-merkel-kinderlosigkeit-vor-7056952.html

  23. Clovnovsky
    Nein, natürlich, warum soll ein gelernter Maurer nicht ohne weitere Ausbildung zum Journalisten werden können. Praxiserfahrung zählt. Die Arbeit auf dem Bau und beim Focus waren seine Universität. Und warum soll er nicht später ein Schriftsteller werden und Romane verfassen. Und warum muss er denn ein besonders guter Schriftsteller sein, warum muss er besser sein als all die humanistisch gebildeten Literaturmagister, die drucken lassen und veröffentlichen und publizieren. Er hat das Recht, wie jeder andere mittelmäßige Denker auch, sich selbst vollkommen zu überschätzen und sein geschwurbel zu posten und zu drucken, und sich aufzuführen wie ein Oberprimaner der den Weisen mann spielt.

  24. Ich mag die AfD nicht!
    Dennoch bleibt die semantische Lüge eine miese Methode. Mit dem Einsatz solcher Methoden ist man selbst auf dem Niveau von Herrn Höcke und Co. abgesackt.

  25. Stimmt ja, „Mutti“ hat keine Kinder.
    Also ist es moralisch ok, wenn Frau Merkel nicht mit Kindern umgehen kann.
    Nee, Moment mal…

    Ok, anderer Ansatz, man kann eine kinder- und familienfreundliche Politik machen, ohne selbst Kinder oder sonstige Familie zu haben.
    Man kann seine Kinder oder Kinder allgemein lieben, auch wenn man mit dem Ehepartner nicht (mehr) so gut klar kommt, und insbesondere auch nach einer Scheidung eine familien- und kinderfreundliche Politik machen.
    Obama hat sich ja auch für allg. Krankenversicherung stark gemacht, ohne Krebs zu haben. Frau v.d.Leyen kümmert sich um Soldaten, ohne je beim Bund gewesen zu sein. Nicht alle, die Hanf legalisieren wollen, kiffen.
    Sowohl das Argument von Petry als auch gegen Petry ist eher dämlich. Aber sollte man nicht wenigstens den Ehrgeiz haben, besser als Petry zu argumentieren? So als Mindeststandard?

  26. Wie haben nur je Männer Familienpolitik machen können? ;)

    Mal im Ernst: Mycroft hat’s doch auf den Punkt gebracht: man sollte wenigstens über dem Petry-Niveau bleiben, so schwer ist das ja nun wirklich nicht. Wie ja auch das von Kleitos angeführte Zitat zeigt.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.