Holger ruft an (83)

Wie überlebt man als London-Korrespondentin eine Queen-Beerdigung?

Screenshots: Instagram/annettedittert

Annette Dittert hat einen „emotionalen Hangover“. Und das liegt nicht am Gin Tonic, den sie sich am Montagabend nach der Live-Übertragung des Queen-Begräbnisses mit ihrem Team gönnte. Es liegt an zehn Tagen Ausnahmezustand, den sie so in ihrer langen Zeit als Korrespondentin für die ARD noch nicht erlebt hat. Und obwohl sie keine Royalistin ist, sei sie froh dabei gewesen zu sein, erzählt sie im Übermedien-Podcast. „Das war kein royales Event alleine, sondern ein zeitgeschichtlicher Moment.“

Seit Jahren haben sich Medien auf die sogenannte „Operation London Bridge“ vorbereitet. Auch Annette Dittert und das ARD-Team brüteten immer wieder über den Plänen für eine zehntägige Staatstrauer: Welche Ereignisse sind wichtig für das deutsche Publikum? Welche Leitungen für die Übertragung müssen wir wann buchen? Dass die Queen in Schottland starb und nicht in London, kam dann auch für das ARD-Team überraschend. „Wir waren so gut vorbereitet, wie man sein kann, und so schlecht, wie man immer ist, wenn es passiert“, erzählt Annette Dittert.

Wie erlebt man als Journalistin so ein Ereignis? Warum ist beim deutschen Publikum das Interesse für die britischen Royals so groß? Muss das sein, dass die ARD da acht Stunden live sendet? Gab es genügend Raum für Kritik? Und ist jetzt endlich wieder Zeit und Platz für andere Themen? Schließlich hat Großbritannien seit kurzem eine neue Regierungschefin und steht vor einer Wirtschaftskrise.

Über all das sprechen Holger Klein und Annette Dittert diese Woche im Podcast. Das Gespräch hören Sie hier:

(Sie können den Podcast auch über die Plattform oder App Ihrer Wahl hören. Hier ist der Feed.)


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