Der ungleiche Kampf um die Datenwolken der Schüler

Es war nur ein einzelner Satz. Und der war für normale Leser kaum zu verstehen. „Die Grundverwaltung von Identitäten und Gruppen erfolgt über ein Azure Active Directory pro Schule.“ So steht es in einer Ausschreibung des Schulministeriums Baden-Württemberg – und dieser Satz hat es in sich. Denn hinter dem Azure-Verzeichnis verbirgt sich ein Microsoft-Produkt. Baden-Württemberg wollte dem Tech-Giganten exklusiven Zugang zu einem der dynamischsten Märkte verschaffen: dem der so genannten Schulclouds. Das sind Lern- und Datensysteme, die für die Digitalisierung der Schulen essenzielle Bedeutung haben.

Allein im Südwesten der Republik geht es um die Daten von 1,1 Millionen Schülern. Peter Ganten von der Open Source Alliance kritisierte: „Das Unternehmen erhält damit die Möglichkeit, genau zu überwachen, wer wann und von wo auf welche Anwendung zugreift und kann so sehr umfangreiche Profile von Schüler*innen und Lehrer*innen erstellen.“

Dank des Digitalpakts der Bundesregierung mit den Ländern in Höhe von fünf Milliarden Euro mutiert das deutschen Schulwesen gerade zu einem lukrativen Markt. Für rund zehn Millionen Schüler müssen Tablets, Rechner, digitale Tafeln beschafft werden – und die Software, mit der die Klassen arbeiten. Allein für diese Lernwolken steht eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung. Bislang ist nur eine Minderheit der rund 40.000 deutschen Schulen an eine Cloud angeschlossen. In der Wolke können Schüler Texte, Aufgaben und Ideen austauschen und auf vielerlei Lern-Apps zugreifen. Die Cloud ist der Schlüssel zum digitalen Lernen – und der zu einem großen Geschäft. Microsoft hätte dort die Nase vorn gehabt.

Proteste und Vorbehalte

Baden-Württembergs Schulministerin Susanne Eisenmann (CDU) merkte schnell, wie schmal der Grat zwischen Kultus und Kommerz ist. Sie reagierte noch vor Weihnachten auf den Protest gegen ihre Ausschreibung. Sie ließ den exklusiven Text wieder öffnen. Die Identitätsverwaltung könne das Azure Active Directory von Microsoft sein, heißt es jetzt, „oder ein vergleichbarer Dienst“.

Dennoch muss verwundern, dass die Schulministerin einen Bewerber mit einem derart umstrittenen Betriebssystem bevorzugen wollte. Erst vergangenen Sommer hatte Microsoft vom hessischen Landesdatenschutzbeauftragten Michael Ronellenfitsch eine scharfe Rüge erhalten. Als „datenschutzrechtlich unzulässig“ hatte er Microsofts Schreib- und Cloudsystem Office 365 eingestuft. Auch die Clouds von Apple und Google bekamen dieses Negativurteil.

Microsoft intervenierte daraufhin. „Wir haben uns intensiv mit Vertretern des Hessischen Landesdatenschutzbeauftragten ausgetauscht und die angesprochenen Punkte diskutiert“, sagt ein Microsoft-Sprecher zu Übermedien. Ronellenfitsch lockerte sein Verdikt kurz darauf wieder. Er wolle die Microsoft-Cloud „unter dem Vorbehalt weiterer Prüfungen vorläufig dulden“, schrieb er.

Sollte das High-Tech-Land Baden-Württemberg Microsoft als Schulcloud einführen, würde sich die Marktlage schnell ändern. Die deutschen Konkurrenten verlören ihren Wettbewerbsvorteil. Die Cloudanbieter made in Germany werben stets auch mit Datensicherheit. Das gilt für die vom Bund geförderte nationale Schulcloud, die das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam entwickelt. Und es trifft auch auf das halbe Dutzend mittelständischer Clouds und Lernmanagementsysteme in Deutschland zu. Von ihnen kann keine ausländische Regierung fordern, Daten herauszugeben.

Schul-Cloud
Abbildung: Hasso-Plattner-Institut

Vernetzung, Kommunikation, Kollaboration

Warum ist eine Schulcloud so wichtig für den Einsatz digitaler Medien in der Schule? Sie ist digitales Schreibheft und virtuelles Klassenzimmer, elektronisches Klassenbuch und imaginärer Pausenhof in einem. In der Lernwolke kommen Schüler zusammen. Sie empfangen Aufgaben der Lehrer und verfassen Texte – auch gemeinsam in Echtzeit von verstreuten Orten aus. Und weil eine gute Cloud immer auch ein Lernmanagementsystem ist, gibt es etwa eine Mathe-App oder ein Übersetzungsprogramm. Kurz: Cloud bedeutet Vernetzung, Kommunikation und Kollaboration. Dafür wurde das Internet einst erfunden.

Zugleich ist eine Cloud ein umfassendes Schülergedächtnis. Dort sind, wenn die Schule irgendwann digitalisiert sein wird, Inhalte, Leistungen, ja ganze Schülerbiografien zu finden. Schule hätte nie dagewesene Möglichkeiten. Zum Beispiel jeden Schüler anhand seines Talent-Profils individuell mit Aufgaben zu versorgen. In den USA, wo Microsoft zuhause ist, organisieren Schulen und Hochschulen bereits einen beträchtlichen Teil des Lernens aus der Cloud. Über Nacht weisen sie Schülern ein Lernprogramm zu, das an ihre Leistungen des Vortages anknüpft. Learning analytics nennt man das. Erst eine Schulcloud, die massenhaft Lerndaten von Schülern erhebt und vergleicht, beherrscht diese neue Form gesteuerten Lernens.

Speichern ist aber auch riskant. Lerndaten lassen nicht nur Schlüsse auf die künftige Biografie des Schülers zu. Man kann sie mit anderen Daten verknüpfen. Etwa mit Informationen aus freiwilligen Überwachungssystemen, die Schüler auf die Nutzung bestimmter Schlagworte filzen. In den USA ist es Alltag, in den Suchverläufen auf Google, in E-Mails, Chats und geteilten Dokumenten auf Google-Docs nach Begriffen wie „Suicide“ oder „Ku Klux Klan“ zu fahnden – um Schulattentaten vorzubeugen. Mittlerweile tun sich dort Eltern zusammen, die darauf bestehen, dass die Daten ihrer Kinder regelmäßig gelöscht werden. So wie es im Ländle Kehrwochen gibt, richten sie eine jährliche „Data Deletion Week“ ein, eine Daten-Löschwoche. „Mein Ziel ist es, dass mein Sohn den kleinsten Daten-Fußabdruck hinterlässt, um ihm die größte Chance zu geben“, sagt die Juraprofessorin Ellen Zavian, eine Elternaktivistin der Löschwoche.

Eine Datenvita von der Schule bis zur Hochschule

In Deutschland ist es noch nicht so weit. Datenschützer wie Lutz Hasse aber sagen voraus, „dass mittels einer Cloud die Datenvita eines Kindes entstehen wird, die von der Schule bis zur Hochschule reicht.“ Hasse, der den Arbeitskreis Schule der Landesdatenschutzbeauftragten leitet, will das verhindern. „Schülerdaten sind ähnlich verletzlich wie Gesundheitsdaten“, sagt er. Es müssten höchste Sicherheitsstandards her. Dabei haben die Datenschützer nicht zuletzt Microsoft im Blick. Microsoft unterliegt als amerikanisches Unternehmen dem Cloud-Act. Es ist gesetzlich verpflichtet, auf Verlangen Daten an die US-Regierung herauszugeben. „Das gilt auch für Server amerikanischer Firmen, die in Europa stehen“, warnt Hasse. Microsoft hat das auf Anfrage bestätigt.

Bei Microsoft ist für deutsche Datenschützer ohnehin unklar, welche Daten abfließen – und wozu. Das geschieht automatisch, wenn die Microsoft-Cloud ihr System analysiert. Für Funktionstests werden dann so genannte Telemetrie-Daten an die Zentrale in Redmond gesandt. Nur wissen die Datenwächter nicht, welche Daten das genau sind. Sie haben sich deswegen auf ihrer jüngsten Datenschutzkonferenz im November mit Microsoft befasst. Prompt lud sich das Unternehmen selbst zu einem Gespräch mit den Datenschützern ein. Trotz freundlichen Palavers wissen die aber nun immer noch nicht zuverlässig Bescheid. Warum? Weil Microsoft formell nicht gegenüber den deutschen Datenschützern auskunftspflichtig ist, sondern dem irischen. In Irland hat Microsoft Europa seinen Sitz.

Dass Kultusministerin Susanne Eisenmann, eine gelernte Politikwissenschaftlerin, die Fußangeln im Fall Microsoft nicht kannte, ist schwer vorstellbar. Ihr Ministerium weiß, dass Stefan Brink, der Datenschutzbeauftragte des Landes, IT-Kooperationen mit US-Anbietern an enge Bedingungen knüpft, gerade was den Speicherungsort der Daten betrifft. Im vorliegenden Fall konnte er aber gar nicht adäquat reagieren – erst Stunden vor dem Veröffentlichen der Ausschreibung wurde er beteiligt.

Ein Versuch namens Ella

Aber warum schnitt Eisenmanns Haus die erste Ausschreibung so explizit auf Microsoft zu? Das ist wohl nur mit einem vorangegangenen Technik-Flop zu erklären. Baden-Württemberg wollte 2017 nicht auf eine der marktüblichen Clouds zurückgreifen, sondern eine eigene entwickeln. Das Land stellte fast 30 Millionen Euro bereit, um eine „elektronische Lehr- und Lernassistenz“ zu programmieren, kurz Ella. Seitdem bastelte ein halbstaatliches Konsortium an der Lerncloud, brachte Ella aber nie zum Laufen. Der Ella-Kollaps setzte die Ministerin, die demnächst Ministerpräsidentin werden will, offenbar unter besonderen Zugzwang.

Eine Sprecherin Eisenmanns weist das zurück. Wer sich indes den fragmentierten Markt der Clouds ansieht, der kann leicht zu dem Schluss kommen: Eisenmann verfuhr nach der Methode Adenauer – keine Experimente. Sie wollte offenbar auf eine etablierte Technologie setzen. Microsofts Office 365 läuft seit vielen Jahren auf einer Vielzahl von Rechnern, in Haushalten genau wie in Unternehmen und Behörden.

Auch in der Szene der Lehrer-Digitalisten, so klein sie auch ist, steht Microsoft hoch im Kurs. Die von Schulen häufig genutzte offene Lernsoftware Moodle etwa finden diese Lehrer nicht sexy genug. Und die vom Bund seit 2017 geförderte „HPI Schul-Cloud“ des Hasso-Plattner-Institutes ist zwar auf den Digitalgipfeln der Bundesregierung in aller Munde. Aber sie zählt momentan gerade mal 250 teilnehmende Schulen. Nur eine Handvoll Bundesländer beteiligt sich. Erst 2021 soll diese Cloud fertig sein.

Vernachlässigte Mittelständler

Daneben gibt es noch eine dritte Gruppe von Clouds. Sie kommt in der Bildungsdebatte kaum vor, weil sie weder auf IT-Gipfeln vorgestellt wird, noch klingende Namen wie Microsoft, Apple oder Google hat. Das ist eigentlich seltsam. Denn Cloud- und Lernmangementsysteme wie iServ, Webweaver, itslearning oder Nextcloud sind binnen 24 Stunden einsatzbereit. Dann kann jeder Lehrer und Schüler darauf zugreifen – Schulung vorausgesetzt. Die Mittelstands-Clouds sind de facto sogar Marktführer. Über 2.000 Schulen sind an iServ angeschlossen, auf Webweaver läuft die Lerncloud Sachsens und die aller 900 Volkshochschulen, itslearning hat alle Bremer Schulen unter Vertrag.

Diese Schulclouds sind auch pädagogisch auf der Höhe. Itslearning zum Beispiel ist ein skandinavischer Anbieter, der einen Reichtum didaktischer Anwendungen vorweisen kann, der seinesgleichen sucht. Freilich ist der Vorteil dieser Schulclouds zugleich ihr entscheidender Nachteil: Sie können viel, sie sind aber auch sehr viele. So unübersichtlich wie Schäfchenwolken verstreuen sie sich am Himmel über den Schulen. Der Traum aller Digitalisten besteht indes darin, mit einer alles umspannenden Superwolke den deutschen Föderalismus zu überwinden.

Auch mit der jetzigen Form der Ausschreibung in Baden-Württemberg wäre Anschluss an Zentralität möglich – und totale Transparenz. Das Kultusministerium hat ein ganzes Bündel von Einzelfunktionen seiner Schulcloud annonciert. Exklusiv auf Microsoft aber war ausgerechnet jenen Teil seiner Cloud zugeschrieben, der ins Herz einer jeden Schülerdatensammlung führt: das Identitätsmanagement. Es ist die Stelle des digitalen Schulwesens, die Klarnamen der Schüler – zu ihrem Schutz – hinter einem Pseudonym und Nummerncode versteckt. Die Kultusministerkonferenz lässt gerade ein solches Identitätsmanagement entwickeln, das jedem deutschen Schüler einen pseudonymisierten Zugangspass ausstellt. Es soll hoheitlich verwaltet sein.

Schulministerin Eisenmann hingegen ist offenbar bereit, die Netz-Identitäten schwäbischer und badischer Schüler einem privaten US-Konzern zu übergeben. Microsoft sagte Übermedien zur Zusammenarbeit mit US-Stellen: „Microsoft gibt nur Daten an Strafverfolgungsbehörden heraus, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist.“ Man werde die Kunden umgehend benachrichtigen, falls ihre Daten an US-Behörden weiter gegeben wurden – „sofern dies nicht gesetzlich verboten wird.“

8 Kommentare

  1. Die Fixierung auf Microsoft-Produkte (bzw. closed source im Allgemeinen) an den Schulen ist ohnehin eine Unverschämtheit.

  2. Eigentlich könnte man eine Menge Geld sparen, wenn man z.B. auf MS Office Produkte verzichtet. Z.b. Ubuntu statt Windows zu nutzen, wäre an sich auch möglich, denn jegliche schulrelevante Software läuft dort auch: LibreOffice, Scratch-Programmierung, Firefox, … Auf der anderen Seite: Wenn eine Schule vielleicht 50 Rechner hat und die Lizensen vielleicht dann 5000€ kosten, ist das nicht nichts, aber im Vergleich zu anderen Budgets ein Nebenschauplatz. Die Hauptsorge der meisten Schulen ist momentan, gutes und ausreichendes Lehrpersonal am Start zu haben. Oft kommt das Geld auch aus speziellen Töpfen und stünde ansonsten nicht zur Verfügung. Da scheut man das Risiko und Informatik-Lehrer sind nun mal per se keine gelernten System-Administratoren und bekommen lächerlich wenig Abgeltungsstunden für diese Tätigkeiten. Wenn das InteractiveBoard (TouchScreen-Tafel) mit Ubuntu dann nicht funzt, ist man sofort in der Schusslinie, selbst wenn es mit Windows auch Probleme hätte geben können.

    Fazit: Ich stimme zu, dass man MS aus dem Schullalltag ohne nennenswerte pädagogische Verluste verbannen könnte und dafür eine Menge Geld sparen würde. Aber es wäre eine Bürde für die Informatik-Lehrer.

    Disclaimer: Seiteneinsteiger in den Lehrberuf Mathe/Informatik seit 1 Jahr, vorher 10 Jahre Softwareentwickler mit entsprechend breiter Erfahrung
    An unserer Schule in MV werden IServ und ItsLearning verwendet, Windows 10 als OS, sowohl MS Office als auch Libre Office sind installiert. Und innerhalb von ItsLearning ist auch MS Office nutzbar im Browserfenster.

  3. Die (ja auch teilweise staatlich finanzierten) Hochschulen in NRW haben gezeigt, dass es auf Basis von Open-Source-Software auch ohne die großen amerikanischen Konzerne geht. Das Gemeinschaftsprojekt ScieBo speichert Daten ausschließlich in selbstkontrollierten Rechenzentren auf eigens darauf ausgerichteter Hardware. Die Kommunikation findet verschlüsselt mittels Open-Source-Software statt. Das Ganze ist dabei kein Hexenwerk und braucht weder besonders viel Ressourcen noch Personal.
    Wenn gewollt, könnte man mit den gesammelten Erfahrungen in jedem Bundesland in wenigen Jahren eine solche Infrastruktur zu günstigen Konditionen aufbauen; ich bin zuversichtlich, dass die ScieBo-Betreiber gerne Beratung anböten, denn die machen das aus Überzeugung.

  4. @VonFernseher
    Prinzipiell bin ich bei Ihnen.
    Der Knackpunkt ist, dass es für Schulen gar keine zentrale und spezialisierte IT-Betreuung gibt. Das wird größtenteils dezentral von den Info-Lehrern vor Ort gemacht. Der Aufbau echter, wenigstens bundeslandweiter IT-Betreuung der Schulen, wäre der entscheidende Schritt, der Vorschläge wie Ihren dann ermöglicht.
    Unis sind halt ungleich größer und haben jeweils ein eigenes explizites IT-Team, das eben nicht aus dem Lehrkörper der Fakultät für Informatik kommt und die Sachen so mal nebenbei machen muss.

  5. @Peter Sievert
    Wenn man die Anzahl der Teilnehmer von Unis und Schulen vergleicht, wäre der Administrationsaufwand vor Ort wahrscheinlich immer noch von den gleichen Lehrern zu tragen.
    Natürlich bräuchte man landesweit einen Träger, der die zentralen Aufgaben übernimmt, die bei ScieBo die drei Rechenzentrumsstandorte besorgen. Aber Microsoft macht das ja auch nicht kostenlos (und bestimmt nicht umsonst).

  6. Mir ist nicht ersichtlich geworden, welche objektiven Unterschiede zwischen Microsoft und dem mehrfach als Gegenbeispiel genannten Itslearning bestehen. Beide sind Nicht-EU-Unternehmen, bei beiden würden die Daten wohl nicht in Deutschland bleiben. Subjektive Sorge wegen MS und/oder der (aktuellen) US-Regierung ist nachvollziehbar; wenn die Kritik auf konkrete Angst vor den USA fußt, sollte das aber auch direkt benannt werden.

    Grundsätzlich läuft das Thema eigentlich auf die Frage hinaus, ob Softwareplattformen für staatliche Schulen nicht besser durch den Staat entwickelt werden sollten. Dann muss man aber 1. auch die Frage stellen, ob sich das bei anderen Lernmitteln nicht ähnlich verhält (was in manchen Schulbüchern deutscher Verlage zum Beispiel über Themen wie den Nahostkonflikt vermittelt wird, ist haarsträubend), und 2. auch die Frage stellen, ob sich das bei anderer IT-Infrastruktur nicht ähnlich verhält (dass chinesische IT-Hersteller US-Firmen gezielt per Hardware-Hacks infiltriert haben, ist hinlänglich bekannt – Konsequenzen darauf wurden in Deutschland bislang meines Wissens nach nicht gezogen).

  7. Es glaubt doch wohl niemand, dass das Entfernen von Azure AD aus der Ausschreibung eine Auswirkung auf die Auswahl hat. Die gesamte Ausschreibung hat zwischen den Zeilen ohnehin schon ein spezifisches Produkt stehen, und das kann dann eben Azure AD. In Baden-Württemberg haben die meisten Schulen Moodle, und das hier wird für ein paar andere Schulen ausgeschrieben die ihre Schüler*innen eh schon in Azure AD haben – weil sie die ganze Produktpalette von MSO365 in der Cloud verwenden. Den meisten Schulen ist es eh schnuppe was Dr. Brink oder sonst jemand sagt.

  8. Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Probleme der Staat mit der Entwicklung von Software hat. Ich glaube diese Probleme sind hausgemacht und manchmal sogar absichtlich herbei geführt. Wenn man sich mal überlegt welche Hardware und wieviele Leute man für 30 mio kaufen kann… vielleicht sollte man da mal jemand kompetentes ran lassen. Aber das funktioniert nicht, weil kompetente Leute sich ihre Kompetenz bezahlen lassen… da spart man lieber dort und stellt noch ein paar mehr inkompetente ein.

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