Holger ruft an (257)

Wie sehr hat die Abschaffung der Rundfunkgebühr in Frankreich geschadet?

In Tschechien wehren sich tausende Menschen dagegen, dass die Rundfunkgebühr abgeschafft wird. In Frankreich wurde das schon vor vier Jahren umgesetzt. Was hatte es für Folgen? Holger Klein ruft an bei Julia Borutta.
Die ARD‑Korrespondentin Julia Borutta.
Julia Borutta

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In Tschechien will die Regierung die Rundfunkgebühren abschaffen – und tausende Menschen demonstrieren dagegen, weil sie nicht nur Kündigungen und schlechteres Programm fürchten, sondern auch politische Eingriffe. Ist das begründet?

Schauen wir nach Frankreich. Dort wurden die Rundfunkgebühren bereits im Jahr 2022 abgeschafft. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird dort nun von einem Teil der Mehrwertsteuer finanziert. Eines der Argumente für diesen Weg war damals, so sei garantiert, dass der Rundfunk unabhängig ist von der handelnden Regierung.

„So weit, so unsinnig“, sagt Julia Borutta, Frankreich-Korrespondentin der ARD. Die Höhe des Mehrwertsteuer-Anteils, den der Rundfunk bekomme, werde immer wieder neu verhandelt. Im Haushaltsentwurf für kommendes Jahr sei er etwa geringer als aktuell. „Insofern ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk dann also doch wieder vom Handeln und von der Schwerpunktsetzung der amtierenden Regierung abhängig“, sagt Borutta.

Wie wirkt sich diese Art der Finanzierung auf das Programm aus? Ist der Rundfunk freundlicher geworden gegenüber der Regierung? Und wie angesehen in der Bevölkerung ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Frankreich? Darüber sprechen Julia Borutta und unser Host Holger Klein diese Woche im Übermedien-Podcast „Holger ruft an …“.

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