Abo-Kündigungen

Wie kompliziert es oft ist, mit Medien Schluss zu machen

Mehr als vier Jahre nach einer Gesetzesreform wird über diese Frage immer noch gestritten: Machen es Verlage ihren Lesern zu schwer, ihr Digital-Abo zu kündigen? Vor dem Bundesgerichtshof geht es diesen Monat darum, ob der „Tagesspiegel“ seine Kündigungsfunktion zu sehr versteckt. Und auch bei anderen Medien ist der Ausgang eher eine verborgene Tür.
Notausgang-Schild, weiß auf grünem Grund: Person flüchtet durch eine Tür.
Wo geht‘s raus?

Plötzlich ist Kerstin Wolfs Tonfall ganz entschlossen. „Das ist ein Verstoß gegen die Unterlassungserklärung“, sagt sie am Telefon, während sie sich durch die Website der „taz“ klickt. „Da mache ich jetzt eine Vertragsstrafe geltend!“

Kerstin Wolf ist Rechtsanwältin bei der Verbraucherzentrale Hessen und hält die Medienbranche seit einigen Jahren mit Abmahnungen und Klagen auf Trab. Weil Verlage es ihren Abonnent:innen mitunter schwer machen, ihr Abo zu kündigen. In den Augen der Verbraucherschützerin: zu schwer.  

Am 19. November verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) eine von Wolfs Kla…

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