Über Rügen (12)

Migrationspolitik: Der falsche Zorn des Gunnar Schupelius

Der langjährige „B.Z.“- und „Bild“-Kolumnist verbreitet mitten im Bundestagswahlkampf Falschbehauptungen zum Thema Migration – nicht ohne Folgen. Der Presserat spricht aber nur eine Missbilligung aus, keine Rüge. Warum?

Je stärker ein Thema den öffentlichen Diskurs prägt, desto größer ist auch die Verantwortung der Medien – besonders dann, wenn das Thema emotional aufgeladen ist. Die Migrationspolitik gehört zweifellos dazu. Und gerade hier können Falschbehauptungen schnell gravierende Folgen haben. Medien, die presseethische Standards missachten, tragen dazu bei, dass der Diskurs kippt und irrationaler wird.

Dass das nicht folgenlos bleibt, hat unlängst der Presserat deutlich gemacht – und ein wichtiges Zeichen gesetzt. Auch wenn seine Entscheidungen nicht in jedem Fall ganz überzeugen. 

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