Der Deutsche Comedypreis ist ein schlechter Witz

Es gibt viele Witze im Internet, aber kennen Sie den schon?

Der Deutsche Comedypreis ist der wichtigste Preis der deutschen Komik- und Entertainmentbranche und ist das Gipfeltreffen der Comedy-Elite!

Wenn sie jetzt gelacht haben, dann nur deshalb, weil dieser Satz die zwei essenziellen Zutaten jedes komischen Konstrukts beinhaltet, die alle deutschen Comedyautor*innen in ihre Werke zu streuen haben: Wahrheit. Und Schmerz.

Screenshot: Deutscher Comedypreis

Weil Deutschland im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern nie eine eigene Humorschule entwickelt hat, landen alle Autor*innen, die hierzulande witzig schreiben möchten, früher oder später bei „dem Vorhaus“, einem Lehrbuch mit dem Titel „The Comic Toolbox“ von John Vorhaus aus dem Jahr 1994 über humoristisches Schreiben, das in den USA keine große Bedeutung hat, in der deutschen Humorbranche aber von fast jedem gelesen wurde – wahrscheinlich nur, weil es zwischen den wenigen und grundsätzlich englischen Humor-Ratgebern das mit dem am wenigsten hässlichen Cover ist.

„Comedy is truth and pain“, sagt Vorhaus. Es ist eine Art geflügeltes Wort in der deutschen Humorbranche und Sinnbild für deren ewige Wachstumsschmerzen. Und wenn wir jetzt über die Selbstbeschreibung des Deutschen Comedypreises lachen, muss man sagen: Der Mann weiß, wovon er spricht.

Jedes Jahr fallen wieder viele darauf rein

Der Deutsche Comedypreis ist eine öde Veranstaltung, die nie überrascht, künstlerisch keine Bedeutung hat und beharrlich ihre 90er-Jahre-Ästhetik aufträgt. Trotzdem fallen jedes Jahr aufs Neue nicht alle, aber doch erschreckend viele darauf rein: „Du hast ja gerade, Anke/Bastian/Carolin/Mario, den Deutschen Comedypreis gewonnen, herzlichen Glückwunsch!“, hört man Markus Lanz dann sagen oder Barbara Schöneberger oder irgendwen aus der Talkshowhölle – und dann klatschen alle, weil das ja nach etwas klingt: der Deutsche Comedypreis!

Und tatsächlich: Der Deutsche Comedypreis ist – um das mit der Wahrheit kurz zu klären – ohne Zweifel „der wichtigste Preis der deutschen Komikbranche“. Das hat zum Teil mit dem Geschäftssinn seiner Gründer zu tun, die in den 90er Jahren, früher als andere, das große Loch im deutschen Humormarkt erkannten, das sich mit englisch geprägter Comedy passgenau füllen ließ. Es hat aber vor allem damit zu tun, dass der Deutsche Comedypreis das Produkt fast schon monopolhafter Strukturen ist, die Witzig-Deutschland lang Zeit fest im Griff hatten – und nach wie vor großen Einfluss ausüben.

Denn anders, als der klangvolle Titel vermuten lässt, ist der Deutsche Comedypreis keine gemeinnützige oder wenigstens gemeinschaftliche Veranstaltung, die von der Branche und ihren Künstler*innen getragen wird.

„Stifter des Preises ist das jährlich im Herbst stattfindende Köln Comedy Festival“, liest man jedes Jahr in den Pressemitteilungen. Super, denkt man da, weil die Worte „Köln“ und „Festival“ doch irgendwie gemeinschaftlich und unkommerziell klingen, da kommt also sicher die Kölner Comedyszene zusammen und stellt was auf die Beine, alle sind stolz aufeinander und zum Schluss werden Preise verteilt. Aber dann schaut man ins Handelsregister und sieht: Das Köln Comedy Festival ist eine GmbH, deren Mehrheitsgesellschafterin die Firma Brainpool ist, die mittlerweile zur Banijai Group gehört – einem französischen TV-Konglomerat, dessen deutscher Ableger mehr Fernsehen produziert als jeder andere private Produzent hierzulande.

Die Ursünde des Deutschen Comedypreises

Spätestens jetzt sind wir beim Schmerz angekommen: Diese rein privatwirtschaftliche Organisation ist praktisch die Ursünde des Deutschen Comedypreises, weil sie der eigentlich sehr guten Idee, jedes Jahr tollen Humor zu feiern, die dicke Eisenkugel mit der Aufschrift „Humor im Sinne der Gesellschafter“ ans Bein kettet.

Ehrenpreis 2015: Stefan Raab Screenshot: youtube.com/myspass

Auf diese Weise ist über die Jahre ein Preis entstanden, der…

  • nie die Richtigen auszeichnet (Harald Schmidt hat nie einen bekommen, auch nicht für die „Beste Late Night“).
  • die Richtigen auszeichnet, aber so oft, dass es praktisch egal ist (Anke Engelke und Bastian Pastewka haben zusammen insgesamt 25 mal gewonnen und waren 43 mal nominiert).
  • Comedians prämiert, die der Vergabejury vorsitzen (Dieter Nuhr).
  • Comedians prämiert, denen gleichzeitig ein Achtel der ganzen Veranstaltung gehörte (Stefan Raab als früherer Brainpool-Gesellschafter).
  • grundsätzlich nur Leute als „Beste(r) Newcomer(in)“ prämiert, die von einer der Mutterfirmen gemanagt oder produziert werden.

Und klar: Um nur die eigenen Künstler*innen und Produktionen auszuzeichnen, dafür war Brainpool schon immer zu schlau. Um Jan Böhmermann zum Beispiel, der aus seiner Geringschätzung des Preises nie einen Hehl gemacht hat, kam man dann irgendwann schlichtweg nicht mehr herum, ohne die eigene Glaubwürdigkeit zu verlieren: 2014 war sein „Neo Magazin Royale“ als „Beste Comedyshow“ nominiert, man ließ ihn dann aber – wie auch Joko und Klaas – gegen „Mario Barth deckt auf!“ (RTL) verlieren – kein Witz. Auch Barth war keine Brainpool-Produktion, RTL aber Käufer der Comedypreis-Übertragung und wichtiger Comedy-Kunde.

(Das „Neo Magazin Royale“ hat übrigens bis heute keinen Preis bekommen, Böhmermann aber immerhin die Auszeichnung in der bisherigen Feigenblatt-Rubrik „Innovation“, in der bevorzugt öffentlich-rechtliche Shows geparkt wurden; wie auch in der Rubrik „Beste Satire-Show“ stets öffentlich-rechtliche Sendungen nominiert sind.)

Doch immerhin: Dass das vielleicht nicht immer so weitergehen kann, hat sich inzwischen auch beim Veranstalter herumgesprochen, der dieses Jahr die große Neuaufstellung ausgerufen hat – die aber leider alles kein bisschen besser macht, sondern nur auf andere Weise trostlos.

„Deutscher Comedypreis wird zum Publikumspreis“, meldete Mitte August der Branchendienst DWDL. Es gibt keine Jury mehr, ab sofort stimmt das Publikum ab, im Internet! Was im ersten Moment basisdemokratisch und modern klingt, ist aber natürlich nur eine Mogelpackung, denn das Publikum hat kein Vorschlagsrecht. Es darf lediglich in zehn Kategorien jeweils zwischen drei bis fünf Kandidat*innen oder Shows aussuchen, die vom Comedypreis gesetzt werden – ohne nachvollziehbaren Prozess, aber immerhin jeweils mit einem kurzen Begründungstext, von dem jeder, wirklich jeder, mit einem Ausrufezeichen endet: „Unterhaltung at its best!“, „Entertainment-Gigant!“, „große Comedy-Kunst!“, „große Moderations-Kunst!“ – damit bloß niemand vergisst, in welcher Größenordnung hier Entscheidungen getroffen werden.

Das Problem ist aber natürlich nicht nur, dass hier unter dem Deckmantel von Offenheit und Partizipation die ewige Günstlingswirtschaft fortgesetzt wird – sondern auch, dass hier wieder die mangelnde Diversität sichtbar wird, die die Branche seit Jahrzehnten nicht überwindet.

Frauen gleich doppelt diskriminiert

So gelang dem Comedypreis in diesem Jahr noch vor der eigentlichen Preisverleihung das seltene Kunststück, Frauen innerhalb eines Problems zweimal zu diskriminieren: Erst mit dem Problem selbst, indem bei der ursprünglich geschlechterunabhängigen Rubrik „Bester Podcaster“ keine Frauen nominiert wurden; und dann mit der „Lösung“ dieses Problems, indem nachträglich die erste Rubrik zur Männerrubrik erklärt und dann eine zusätzliche Kategorie für podcastende Frauen eingeführt wurde, die aber nun automatisch das Stigma „Trostpreis“ mit sich herum tragen muss.

Screenshot: Deutscher Comedypreis

Wenn diese weiblichen Podcasterinnen so toll sind, könnte man jetzt fragen, warum wurden die denn nicht gleich nominiert? Die Antwort: Weil es eh nie um Qualität ging und die wahrscheinlich ein bis zwei Menschen, die diese Nominierungslisten anlegen, Männer jenseits der 50 sind, die so ungefähr drei lustige Frauen kennen, Carolin, Anke und Martina, die aber halt keinen Podcast machen.

Es gibt ein weiteres Problem, das sich der Comedypreis mit seiner Verwandlung in einen Publikumspreis aufgeladen hat, und dieses Problem hat viel mit der Frage zu tun, was man überhaupt bezwecken will mit so einem Preis – und mit Preisen generell. So schön das erstmal klingt, dass das Publikum abstimmen darf – ist das nicht der Normalzustand im deutschen Fernsehen?

Ist nicht jede Entscheidung über Wohl und Wehe einer Show oder Serie, über die Größe der Halle oder die Länge des ausgestrahlten Standup-Specials eine direkte Konsequenz aus Entscheidungen des Publikums? All diese Quoten und Werbepreise werden ja nicht willkürlich festgesetzt, sie basieren darauf, wie Menschen über Programm abstimmen – per Fernbedienung, Ticketbestellung oder Like-Button. Welche Bedeutung kann also ein Preis überhaupt haben, der sich ein Abstimmungssystem gibt, das einfach nur jenen ökonomischen Auswahlprozess nachbaut, nach dem sich eh die ganze Branche sortiert? Keinen großen, weil er qua Selbstdefinition egal ist.

Comedy, die ihre beste Zeit lange hinter sich hat

Aber was wäre die Alternative? „Preise sind doch eh nur Werbeveranstaltungen“, heißt es manchmal in der Branche, und so richtig das ist, so sehr täuscht das meist negativ konnotierte Wort „Werbung“ darüber hinweg, was ein weniger plump gedachter Preis alles erreichen könnte – nicht nur für die Comedybranche an sich, sondern auch für die gesamte deutsche Humorkultur. Denn so breitbeinig der Deutsche Comedypreis gerne auftritt, so ängstlich und defensiv ist er in Wirklichkeit. Weil er eine Vorstellung von Comedy in die Zukunft verlängern will, die ihre beste Zeit lange hinter sich hat.

Das Absurde ist, dass gerade ein modernerer, inklusiverer und weniger inflationärer Comedypreis auch kaufmännisch die viel klügere Strategie wäre – weil er entscheidend daran mitwirken könnte, der Branche aus ihrem selbst verschuldeten Schmuddelkindstatus heraus zu helfen und sie zu das zu machen, was sie in den USA und Großbritannien schon lange ist: ein ernstzunehmender Kulturzweig mit weit größerer Reichweite.

Wer sich in den vergangenen Jahren mal in Berlin oder München oder irgendwo im Rheinland in eines der Dutzenden Open Mics verirrt hat, die sich innerhalb kürzester Zeit – und vor allem inspiriert von englischer Comedy-Kultur auf YouTube oder Netflix – gebildet haben, wird keinen Zweifel daran haben, dass das Talent dafür vorhanden ist. Ja, in Deutschland und geschlechterübergreifend.

Eine gemeinnützige Künstlerakademie

Aber wie so oft in der Neuzeit sind auch beim Comedypreis die kurzfristigen Gewinne mehr wert als das Geld, das man nur vielleicht und erst in ein paar Jahren verdienen könnte. Gerade deshalb liegt hier der Punkt, an dem man ansetzen müsste, um den Comedypreis vor sich selbst zu retten: Würden die Stifter es wirklich ernst meinen mit der Neuaufstellung, dann würden sie den Deutschen Comedypreis in eine gemeinnützige Struktur überführen und im Sinne einer Künstlerakademie neu organisieren mit dem einen, übergeordneten Ziel, nachhaltig deutsche Comedy zu fördern.

Und zwar nicht deutsche Comedy, produziert von Brainpool, Banijai, RTL und Sat.1, sondern: Deutsche Comedy in allen Facetten; Comedy, die es schon gibt, und Comedy, die gerade erst entsteht. Das wäre die Zukunft.

Dass man diese Forderung in die Welt stellt, mag frech erscheinen angesichts der Tatsache, dass wir über private GmbHs reden – gegründet von klugen Menschen, die ja tatsächlich einen großen Anteil daran haben, dass „Comedy“ überhaupt ein Begriff ist hierzulande. Und trotzdem: Wer genug Sendungsbewusstsein hat, um seinen privaten Preis nicht „Goldene Clownsnase“ oder „Silbernen Jokus“ zu nennen, sondern „Deutschen Comedypreis“, muss damit umgehen können, dass Comedy-Deutschland früher oder später mal fragt, ob es nicht auch anders geht und vor allem besser. Die Zeit wäre reif dafür.

Der Deutsche Comedypreis, 2.10.2020, 20.15 Uhr, Sat.1

22 Kommentare

  1. Ok, drei unterschiedliche Wörter, die drei unterschiedliche Sachen bezeichnen, sollen das dt. Wort für „comedy“ sein.

    Ja, das ist irgendwie doch lustig.

  2. „Reformiert ihn endlich!“ Na, ich weiß nicht, ob das ein realistischer Vorschlag ist. Freiwillig geben Medienkonzerne und ihre korrumpierten Preisträger ihre bewährten Marketinginstrumente nicht aus der Hand. Wär doch zu schade um die viele Kohle.
    Schafft ihn ab! Boykottiert ihn! – wäre wohl besser. Und immer wieder darauf hinweisen, was hinter diesem Spuk wirklich steckt: Profitgier und Verarsche!
    Und eine Alternative bräuchte es, die glaubhaft ist, qualitätsorientiert, demokratisch, unabhängig. Wer das initiieren soll? Na, die Künstler selbst, ohne die Geschäftemacher, wär doch gelacht! Echt jetzt!

  3. Mal eine andere Frage, ist der Deutsche Comedypreis eigentlich mit einem Preisgeld dotiert oder gehen die Laureaten da nur für Publicity hin? Der Deutsche Kleinkunstpreis und der Deutsche Kabarettpreis sind laut Wikipedia ungefähr 5000€ pro Person (und scheinen irgendwie eher gemeinnützig von einem Mainzer Theater und der Stadt Nürnberg finanziert zu sein). Zum Comedypreis finde ich überhaupt nichts… entweder sehr intransparent oder ich frage mich, wieso das überhaupt Preis heißt?

  4. Die Ornithologen lancieren alljährlich den Vogel des Jahres.
    Die Eisbäcker das Eis des Jahres.
    Die Baumschützer den Baum des Jahres.
    Die Autobauer The engine of the year.
    Die Comedy-Leute haben ihren alljährlichen Comedypreis.

    Dies alles sind Marketinginstrumente. Wer nicht wirbt stirbt.
    Freundlich, fröhliche, positiv wirkende Slogans sind wirksamer als griesgrämige oder alarmistische.
    Ein Baum des Jahres kommt besser rüber als Rettet den Wald. Der Baum des Jahre weckt Interesse, mal googeln, beim nächsten Wandertag Augen offen halten.
    Desgleichen beim Vogel des Jahres. Usw.

    Die Comedy-Leute verwenden das gleiche Instrument. Ob das gelungen ist, liegt im Auge des Betrachters.
    So lange wie es Medien gibt, werden alle Interessensgruppen mit diesem Instrument arbeiten.

  5. Der Vogel des Jahres ist jedes Jahr ein anderer Piepmatz. Sympathische Gesellen wie der Stieglitz oder der Gartenrotschwanz flattern dann durch die „Vermischtes“-Spalten. Unlustige und daueragitierende Gestalten wie Pocher, Kebekus oder Schubert dagegen haben ein Nominierungsabo.

  6. @ Tom G. Warrior, #10

    Heh, wir wollen doch hier nicht ausfallen werden! Olaf Schubert ist sehr wohl sehr lustig! Und nur weil Sie Kebekus nicht verstehen, heißt das nicht, dass sie nicht ihre Preise verdient hätte.

    Dass die deutsche „Comedy-Szene“ sehr überschaubar ist, ist ein anderes Übel.

    „Reformiert ihn endlich!“

    Die deutsche Preislandschaft ist ohnehin erbärmlich. Oder gibt es ernsthaft einen großen Preis, der entsprechend große Relevanz hätte? Der deutsche Fernsehpreis? Filmpreis? (Kennen Sie die Gewinner??) Oder gar der deutsche Musikpreis – den es seit zwei Jahren nichtmal mehr gibt?

  7. @ST (#12):
    „Dass die deutsche „Comedy-Szene“ sehr überschaubar ist, ist ein anderes Übel.“
    Sie müssen mal den Kanal wechseln oder raus aus dem heimischen Sessel!

  8. Guter Einwurf! Und keineswegs frech.
    Wenn die Protagonisten selbst – und nicht die Produzenten – als Initiatoren des Preises auftreten, entkäme das Genre ein Stück dieser wirtschaftlichen Abhängigkeit.

  9. Am Lustigsten ist wahrscheinlich, dass man einmal pro Tag voten kann, und dass das Voting bei mir funktioniert hat, bevor die E-Mail Adresse bestätigt wurde…

  10. @MYCROFT #5
    Das mag daran liegen das Comedy in den USA auch ein weites Feld betrifft.
    George Carlin und Jimmy Fallon sind beide Comedians, sind aber doch sehr unterschiedlich

  11. Wenn in einer Kategorie aus Quotengründen ein Mann, eine Frau und eine diverse Person nominiert werden, unabhängig von der Qualität ihrer Arbeit –> Welchen Wert soll dann bitte solch ein Preis haben?

    Wenn aus Sicht der Jury 3 Frauen die beste Leistung im maßgeblichen Zeitraum erbrachten: nominiert sie!
    Sind es 3 Männer bzw. 3 diverse: nominiert sie!
    Ohne Rücksicht auf die anderen Geschlechter!
    Anders macht sich die Jury lächerlich und der Preis ist wertlos!

    Um das zu umgehen, muss man eben in allen Kategorien für jedes Geschlecht einen eigenen Preis einführen.

    Wer – wie der Autor aber – „F*** Dich, Opa“-Böhmermann, der wiederholt ausfällig wurde, für preiswürdig hält bzw. starre Quoten für die Preisvergabe fordert, sollte sich selbst mal fragen, ob es ihm wirklich um Qualität und perspektivisch um die Zukunft der Branche geht.

  12. @Frank #17
    Wo fordert der Autor eine starre Quate für die Preisvergabe? Es ist doch so, dass derzeit Männer überproportional für den Preis nominiert werden unabhängig von ihrer Leistung.

  13. #18:
    Was anderes als die Forderung einer Quote lesen Sie hier raus?
    Zitat: „Erst mit dem Problem selbst, indem bei der ursprünglich geschlechterunabhängigen Rubrik „Bester Podcaster“ keine Frauen nominiert wurden; “

    Wenn die Personen, die die Nominierung festlegen, finden, dass 3 Männer besser sind, als die Frauen, die zur Wahl standen, dann ist das eben so. Jetzt zu sagen, das sei ein Problem, mündet in der Forderung einer Quote und ist keine Lösung. Denn damit wird letztlich einer der 3 (besseren – aus Sicht der Nominierenden) Männer diskriminiert.
    Wenn dann allerdings nach einem Shitstorm mal eben eine eigene Kategorie für Frauen nachgereicht wird, ist das einfach nur noch lächerlich.

    Dass Männer überproportional nominiert werden, ist Ihre subjektive Meinung. Das sehen andere vielleicht anders.
    Ich maße mir nicht an, dies Kategorieübergreifend beurteilen zu können.
    Gibt es denn in allen Kategorien jeweils rund 50% Männer und Frauen mit preiswürdigen Leistungen?
    Und wenn es in einer Kategorie zB nur Frauen als Nominierte gäbe, wäre das dann aus Ihrer Sicht auch ein Problem?

  14. @ Frank #19
    „Wenn die Personen, die die Nominierung festlegen, finden, dass 3 Männer besser sind, als die Frauen, die zur Wahl standen, dann ist das eben so“
    Genau darum geht es gerade. Sind die nominierten Männer wirklich alle besser als die in der neu eingeführten Rubrik für Frauen (diese wird auch im Artikel kritisiert)?
    Oder wurden Frauen überhaupt nicht bei der Nominierung berücksichtigt weil man sich nur die der Männer angehört hat.
    Hier scheinen doch viele der Meinung sein, dass es eher letzteres war.
    Warum lässt man nicht auch die Vorschläge vom Publikum einreichen?

  15. Was ist das denn für eine lächerliche Auswahl zum Voten? Und „ständiger Wohnsitz in Deutschland“ wird auch nirgends geprüft, meine Schweizer IP wurde jedenfalls problemlos anerkannt.

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